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Unternehmensmeldungen, 19.05.2003, 02:00

Großauftrag für ThyssenKrupp VDM

Die ThyssenKrupp VDM GmbH, Werdohl, hat mehr als 700 Tonnen ihres Nickelbasis-Werkstoffes Nicrofer 5923 hMo - alloy 59 für den Bau einer Rauchgasentschwefelungsanlage in Kanada geliefert. Die Anlage wird für die in Fort Murray ansässige Syncrude Canada Ltd. gebaut. Syncrude ist der weltweit größte Produzent von Öl aus Ölsanden. Die neue Rauchgasentschwefelungsanlage ist Teil eines Erweiterungsprogramms, mit dem das Unternehmen seine Jahresproduktion ab 2008 auf 165 bis 170 Millionen Barrel steigern will.

Die geplante Anlage wird zu den weltweit größten ihrer Art zählen. Der Durchmesser des Absorbersumpfes beträgt rund 15 Meter, der des eigentlichen Absorbers darüber 21 Meter und der Kamin misst etwa sechs Meter im Durchmesser. Die Anlage ist insgesamt 94,5 Meter hoch. Sie arbeitet auf der Basis der so genannten Marsulex-Sulfattechnologie, bei der Ammoniak für die Wäsche schwefeldioxidhaltigen Rauchgases eingesetzt wird und als Endprodukt der Kunstdünger Ammoniumsulfat entsteht.

Bei den Tests zur Auswahl des am besten geeigneten Werkstoffes ging Nicrofer 5923 hMo insbesondere wegen der überragenden thermischen Beständigkeit des Werkstoffgefüges als Sieger hervor. Das bedeutet, dass Nicrofer 5923 hMo seine hohe Korrosionsbeständigkeit gegen aggressive Medien wie zum Beispiel heiße Schwefelsäure auch in geschweißtem Zustand behält. Die ThyssenKrupp VDM GmbH liefert den Werkstoff als Vollmaterial, in walzplattierter Ausführung und als Schweißdraht. Gebaut wird die Rauchgasentschwefelungsanlage von Horton CBI, einer Tochtergesellschaft der Chicago Bridge and Iron Co.

Im Rahmen des Syncrude-Erweiterungsprogramms wird die neue Rauchgasentschwefelungsanlage die Aufgabe haben, giftige Schwefeldioxidemissionen zu verhindern. Bei der Gewinnung von Öl aus Ölsand entsteht zunächst Bitumen, das in mehreren Prozessschritten zu Rohöl veredelt wird. Bei einem dieser Schritte, dem so genannten thermischen Cracken des Bitumens, wird giftiger Schwefelwasserstoff frei, der entsorgt werden muss. Hierzu wird das Gas verbrannt und das dabei entstehende schwefeldioxidhaltige Rauchgas anschließend in der Rauchgasentschwefelungsanlage gereinigt.

Kontakt:
ThyssenKrupp Steel AG
Erwin Schneider
Tel.: +49 203 / 52 - 2 56 90
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: erwin.schneider@tks.thyssenkrupp.com

Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

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