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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 07.06.2007, 14:36

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni stärkt Wettbewerbsfähigkeit - Produktionsverlagerung von Turin nach Terni

Die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni, Italiens einziger Hersteller von rostfreien Edelstahl Flachprodukten, unternimmt die nächsten Schritte zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm wird die Kapazität des Werkes in Terni mittelfristig ausgeweitet und auf einem mit den besten Wettbewerbern vergleichbaren Stand gebracht. „Unsere bereits umgesetzten oder noch laufenden Investitionen dienen dazu, das integrierte Rostfrei-Werk Terni zu einem international konkurrenzfähigen Standort auszubauen“, betont Dr. Harald Espenhahn, Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni: „Wir haben alle unsere Versprechungen eingehalten, die wir im Zusammenhang mit der Schließung der Elektroband-Fertigung vor zwei Jahren gegeben haben.“

Im Zuge der weiteren Optimierung verlagert das Unternehmen jetzt schrittweise Produktions-Kapazitäten aus Turin nach Terni. Den knapp 400 Mitarbeitern in Turin werden Arbeitsplätze innerhalb des Unternehmens angeboten. Ältere Mitarbeiter haben zudem die Möglichkeit, entsprechende Regelungen zu nutzen und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Darüber ist heute die Arbeitnehmervertretung und die Belegschaft von der Geschäftsführung der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni informiert worden.

Mit der Verlagerung der Kaltwalz-Produktion von Turin nach Terni wird die Konkurrenzfähigkeit der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni weiter optimiert. „Dieser Schritt fällt uns nicht leicht, er ist aber aus wirtschaftlichen Gründen und im Hinblick auf die Zukunftsperspektive des Gesamtunternehmens unumgänglich“, so Dr. Espenhahn: „Damit wollen wir Produktions- und Kostenstrukturen schaffen, wie sie die besten Wettbewerber aufweisen.“ Der Standort Turin verfügt über deutliche Nachteile hinsichtlich Logistik, Energiekosten, Infrastruktur und Umweltauflagen. Insbesondere der kostenaufwändige Transport der Coils zwischen den Produktionsstandorten Terni und Turin wirkt sich im Wettbewerbs-Vergleich nachteilig auf die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni aus.

Die Anlagen in Turin werden nach Auslaufen der Produktion vollständig abgebaut, einige Aggregate nach Terni verlagert. Nach jetzigen Planungen wird die Schließung des Standorts zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 abgeschlossen sein. Für alle Mitarbeiter gibt es das Angebot, eine Beschäftigung innerhalb der AST-Gruppe aufzunehmen. „Wir brauchen qualifiziertes Personal, um unseren erfolgreichen Wachstumskurs fortzusetzen“, bekräftigt Dr. Espenhahn: „Den Erfolg unseres Unternehmens gäbe es nicht ohne die Zuverlässigkeit, den Einsatz und die Professionalität unserer Mitarbeiter.“

Seit dem Erwerb 1994 ist die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni mit erheblichen Finanzmitteln weiterentwickelt worden. Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft ThyssenKrupp Stainless vor zwei Jahren ein zusätzliches Investitions-Programm auf den Weg gebracht. Allein seit Anfang 2005 sind statt der vereinbarten 124 Millionen Euro rund 300 Millionen Euro in die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni investiert worden. So wurden unter anderem ein neues Kaltwalzgerüst, das Finishing-Center und ein neues Bildungszentrum errichtet. Eine neue Glüh- und Beizlinie und ein neuer VOD-Konverter zur Weiterentwicklung ferritischer Rostfrei-Stähle sind im Bau. Bei der Società delle Fucine, die über Europas größte Schmiedepresse verfügt, wird die Leistungsfähigkeit ab 2008 durch neue Aggregate verbessert. Damit ist die Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni künftig in der Lage, auch Werkstücke bis rund 250 Tonnen Stückgewicht zu fertigen.

Durch die verschiedenen Maßnahmen erhöht sich die Rostfrei-Produktion in Terni von derzeit 570.000 auf künftig nahezu 700.000 Tonnen Kaltband pro Jahr. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen für Werkstoff-Qualität auf höchstem Niveau, optimierte Wertschöpfungstiefe sowie eine erweiterte Produktpalette der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni.

Die Investitionen und Performance-Steigerungsmaßnahmen der vergangenen Jahre haben bereits zu einer deutlichen Stärkung der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni beigetragen. „Geschäftsbereiche, die vor wenigen Jahren noch als kritisch eingestuft worden sind, konnten inzwischen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dabei half sicher auch die erfolgreiche Einbindung in den globalen Verbund der Stainless-Gruppe“, unterstreicht der Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp Stainless, Jürgen Fechter. Dieser erfolgreiche Weg soll jetzt konsequent fortgeführt werden. Weitere Investitionen sind in Aussicht gestellt und bieten dem Werk in Terni Perspektiven für ein weitergehendes Wachstum. „Die ThyssenKrupp Stainless hat an einer langfristig positiven Entwicklung der Gruppe und damit auch der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni höchstes Interesse“, betont Fechter: „Terni soll zu einem Edelstahl-Standort auf Weltniveau werden.“

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