Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 13.05.2011, 14:00

Aufsichtsrat beschließt strategische Weiterentwicklung von ThyssenKrupp

Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG hat in seiner heutigen Sitzung den Plänen des Vorstands zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns vollumfänglich zugestimmt.

Bereits am 5. Mai hat das Unternehmen ein umfassendes Maßnahmenpaket angekündigt. Dazu zählt unter anderem eine Portfolio-Fokussierung mit einem Umsatz von rund 10 Milliarden € und etwa 35.000 Mitarbeitern:
・ Abschluss der laufenden Verkaufsprozesse von ThyssenKrupp Metal Forming und ThyssenKrupp Xervon.
・ Umsetzung der strategischen Partnerschaft von Abu Dhabi Mar und ThyssenKrupp Marine Systems.
・ Veräußerung von ThyssenKrupp Waupaca im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts.
・ Trennung von ThyssenKrupp Tailored Blanks im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts.
・ Bündelung der Fahrwerk-Geschäfte der Bilstein-Gruppe und Presta Steering.
・ Veräußerung des Federn- und Stabilisatoren-Geschäfts sowie des brasilianischen Automotive Systems Geschäfts im Rahmen eines Best-Owner-Konzepts.
・ Eigenständigkeit der Aktivitäten der Business Area Stainless Global. Prüfung aller Optionen für eine Weiterführung der Geschäfte außerhalb des Konzerns.
Die Fokussierung umfasst Geschäfte, für die alternative strategische Optionen tragfähiger sind. ThyssenKrupp stellt damit sicher, erfolgreich am zukünftigen Wachstum, insbesondere auch in Schwellenländern, teilzuhaben. Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG: „Die Entscheidung des Aufsichtsrats macht den Weg frei, ThyssenKrupp wettbewerbsfähig und nachhaltig in die Zukunft zu führen. Das heißt, unsere Verschuldung zurückzuführen, Wachstum zu ermöglichen, Erträge zu erwirtschaften und Werte für unser Unternehmen zu schaffen. Mein Dank gilt insbesondere der Arbeitnehmerseite, die diesen Entwicklungsprozess immer konstruktiv begleitet hat“.

Im Rahmen der Maßnahmen zur strategischen Weiterentwicklung werden betriebsbedingte Kündigungen seitens des Konzerns ausgeschlossen. Potenzielle Erwerber müssen ein schlüssiges industrielles Konzept vorlegen und verbindliche Aussagen zur Zukunft der Standorte und Arbeitsplätze machen. Bei der Konkretisierung der einzelnen Portfolio-Maßnahmen werden die Arbeitnehmervertreter in bewährter Weise frühzeitig eingebunden. Das haben Vorstand, Konzernbetriebsrat und IG Metall in den letzten Tagen verabredet und dazu entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen.


Nicht nur „mehr“, sondern vor allem „besser“

ThyssenKrupp will seine Zukunftschancen kraftvoll nutzen: Der Konzern ist Teil einer dynamischen globalen Entwicklung. Diese ist bestimmt durch Demografie, Urbanisierung und Globalisierung. Der Bedarf nach mehr Konsum- und Industriegütern, Infrastruktur, Energien und Rohstoffen wächst überproportional. Diesem Mehrbedarf stehen die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und die Belastung unserer Umwelt gegenüber.

Dr. Hiesinger: „Die Welt hat nicht nur Bedarf nach „mehr“, sondern braucht vor allem „bessere“ Lösungen, diesen Bedarf zu decken. Das heißt, effizientere Energie- und Ressourcennutzung, bessere Infrastruktur und nachhaltigere Konsum- und Industriegüter. Mit unserem herausragenden Ingenieurwissen können wir beiden Anforderungen gerecht werden: das „mehr“ auf „bessere“ Art und Weise zu bedienen.“

Die Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung wird gesteuert durch das neue Unternehmensprogramm „impact“. Es soll alle Geschäftseinheiten mobilisieren, einbinden und den vielfältigen Themen einen Rahmen geben. Schwerpunkte liegen in den vier Handlungsfeldern „Kunden und Märkte“, „Performance und Portfolio“, „Personal und Entwicklung“ sowie „Innovation und Technologie“. Die Verantwortung für das Programm liegt direkt beim Vorstand.

nach oben