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Unternehmensmeldungen, 18.05.2006, 10:03

Erster Nachhaltigkeitsbericht der ThyssenKrupp Steel AG veröffentlicht

Die ThyssenKrupp Steel AG engagiert sich nachhaltig im klassischen Sinn: Die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation werden erfüllt, ohne den späteren die Möglichkeiten zur Erfüllung eigener Bedürfnisse zu verbauen. Nachhaltige Entwicklung ist im Verständnis des Unternehmens ein kontinuierlicher Prozess und erreicht niemals einen Zielzustand. "Neben einer optimalen wirtschaftlichen Performance ist die Innovationsfähigkeit ein entscheidendes Kriterium für nachhaltige Entwicklung", erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Karl-Ulrich Köhler bei der Herausgabe des ersten "Nachhaltigkeitsberichts 2004_2005. Das Richtige tun. Richtig?"

Der erste 94 Seiten starke Nachhaltigkeitsbericht der ThyssenKrupp Steel AG orientiert sich an den Richtlinien der weltweit anerkannten Global Reporting Initiative (GRI). Eine beigefügte CD-ROM enthält als Beilage umfangreiche Daten, Fakten und Kennzahlen sowie eine Referenzierung gemäß GRI. Im Internet spiegelt der Bericht sich auf einer Microsite wider, er kann aber auch als PDF heruntergeladen werden.

In der ersten Phase der öffentlichen Diskussion über Nachhaltigkeit im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurde ausschließlich auf einen Dreiklang von "Umwelt-Wirtschaft-Soziales" abgehoben. Dieses Verständnis zur Nachhaltigkeit Bild bildet allerdings den Geschäftsalltag mit seinen vielfältigen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten innerhalb und außerhalb des Unternehmens nur sehr unzureichend ab. Auf Basis dieser Erkenntnis erarbeitet ThyssenKrupp Steel deshalb ein neues Verständnis von nachhaltiger Entwicklung, welches die vielfältigen Interdependenzen klar anspricht, Prioritäten setzt und umfassend die zentralen Aspekte thematisiert und integriert. Die Praxis zeigt, dass ein ehrliches, umfassendes und integratives Nachhaltigkeitsverständnis als zentrale Grundlage eine Neuinterpretation und -orientierung erfordert.

Im nun vorgelegten Nachhaltigkeitsbericht wird verdeutlicht, dass ThyssenKrupp Steel sechs Faktoren als Erfolgskriterien definiert hat: Effektivität, Effizienz, Ressourcen, Solidarität, Belastungen und Gerechtigkeit. Sie alle fließen bei jeder Problematik, bei der Beurteilung jeder Handlungsoption, in jeder Entscheidungssituation in die Analyse, die Erarbeitung von Lösungen, in deren Umsetzung und letztlich in die Erfolgskontrolle ein. "Ihre Ausprägung gilt es, in einem von globalem Wettbewerb geprägten Umfeld täglich aufs Neue mit unseren Kunden, Lieferanten, Kapitalgebern, Mitarbeitern und weiteren zentralen Anspruchsgruppen zu überprüfen. Gegenseitiger Respekt und Fairness, Diskussion und Verständnis, Abwägen und Ausbalancieren sind dafür wichtige Voraussetzungen. Die Maximierung eines einzelnen Erfolgsfaktors auf Kosten anderer würde, ebenso wie die Vernachlässigung eines anderen, langfristig unseren Erfolg gefährden", so Dr. Köhler.

Das ganze System für eine nachhaltige Unternehmenspolitik basiert aber auf dem wirtschaftlichen Erfolg. Er bestimmt die Größe des Kuchens, der an die wichtigsten Stakeholder - Mitarbeiter, Eigentümer, Fremdkapitalgeber und öffentliche Hand - verteilt werden kann. Eine prägende Messgröße ist die im Unternehmen erarbeitete Wertschöpfung. Diese Kennziffer konnte in den letzten Geschäftsjahren nennenswert gesteigert werden. Sie erreichte im Geschäftsjahr 2004/2005 ein Volumen von gut 2,7 Mrd EUR, das waren 16 % mehr als im Vorjahr. Hauptursache ist die stark verbesserte wirtschaftliche Performance, von der alle Anspruchsgruppen profitiert haben. Fast 63 % oder 1,7 Mrd EUR der erarbeiteten Wertschöpfung wurden im Berichtsjahr für mitarbeiterbezogene Leistungen wie Löhne, Gehälter, Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge ausgegeben. In absoluten Zahlen haben sich diese Leistungen in den vergangenen vier Geschäftsjahren um 13 % erhöht. An die Eigentümer ThyssenKrupp AG und andere Gesellschafter konnten 21 % ausgeschüttet werden, die damit - anders als in der Vergangenheit - angemessen für das eingesetzte Kapital bedient wurden. Durch die Reduzierung der Netto-Finanzschulden floss ein wesentlich geringerer Anteil an Banken und andere Fremdkapitalgeber, während der Steueranteil wegen guter Ertragslage deutlich anstieg.

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