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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 14.02.2014, 07:01

ThyssenKrupp ist operativ gut ins Geschäftsjahr 2013/2014 gestartet

  • Auftragseingang der fortgeführten Aktivitäten wächst um 6 Prozent
  • Bereinigtes EBIT der fortgeführten Aktivitäten auf 247 Mio € mehr als verdoppelt
  • Free-Cash Flow vor Desinvestitionen deutlich verbessert / Netto-Finanzschulden weiter gesenkt
  • Deutliche operative Verbesserung bei Steel Americas
  • Sondereffekte führen zu Periodenfehlbetrag des Gesamtkonzerns von 69 Mio €

Der Industriekonzern ThyssenKrupp ist operativ gut in das Geschäftsjahr 2013/2014 gestartet. Alle operativen Ziele konnten im 1. Quartal erreicht oder übertroffen werden. Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten lag mit 10,7 Mrd € deutlich über dem Vorjahresquartal (+6 Prozent, 10,1 Mrd €). Auf vergleichbarer Basis, das heißt währungs- und portfoliobereinigt, entspricht das Wachstum 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Wir sind mit einem guten 1. Quartal in das neue Geschäftsjahr gestartet, ohne dass wir Rückenwind von der Konjunktur hatten. Wie erwartet ist das Industriegüter-Geschäft der wesentliche Treiber für unser Wachstum“, sagt ThyssenKrupp Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger.

So konnte Elevator Technology vor allem im Asien/Pazifik-Raum zulegen und den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal auf einen neuen Rekordwert steigern. Industrial Solutions übertraf im Berichtsquartal das hohe Vorjahresniveau beim Auftragseingang noch einmal im zweistelligen Bereich, gestützt unter anderem durch einen Großauftrag aus Asien. Auch der Auftragseingang bei Components Technology stieg gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich.

Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten lag im 1. Quartal mit 9,1 Mrd € annähernd auf Vorjahresniveau. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz gegenüber Vorjahr um 4 Prozent.

Das Bereinigte EBIT aus fortgeführten Aktivitäten kletterte auf 247 Mio € und lag mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal (+131 Prozent). „Wir haben unsere operative Performance und Effizienz weiter gesteigert und sind auf gutem Weg, unser Einsparziel von 850 Mio € in diesem Geschäftsjahr zu erreichen“, so Hiesinger weiter. Alle Business Areas bis auf Steel Americas haben deutlich positive Ergebnisbeiträge im 1. Quartal geliefert. Die Industriegüter-Geschäfte steigerten ihr operatives Ergebnis und die Bereinigte-EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr. Die Verluste bei Steel Americas wurden erheblich reduziert und waren mit einem Bereinigten EBIT von -17 Mio € nur noch leicht negativ.

Der Free Cash-Flow der fortgeführten Aktivitäten vor Desinvestitionen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 195 Mio € auf -85 Mio € und übertraf damit das für das 1. Quartal gesteckte Ziel signifikant. Grund für diese Entwicklung sind Anzahlungen, vor allem bei Industrial Solutions.

Die Netto-Finanzschulden des Gesamtkonzerns konnten durch die Anfang Dezember 2013 erfolgreich platzierte Kapitalerhöhung gegenüber dem Geschäftsjahresende 2012/2013 von 5,0 Mrd € auf 4,5 Mrd € gesenkt werden. Das Eigenkapital wurde deutlich von 2,5 Mrd € auf 3,3 Mrd € gestärkt und das Gearing um rund 64 Prozentpunkte auf 136,2 Prozent signifikant verbessert.

Wie bereits angekündigt war das Nettoergebnis des Konzerns im 1. Quartal durch Sondereffekte belastet. Wesentlicher Grund hierfür waren Belastungen im Finanzergebnis in Höhe von 276 Mio € sowie weitere Sondereffekte von insgesamt 36 Mio €. Diese Belastungen ergaben sich im Wesentlichen aus der im Rahmen der Transaktion zur Entflechtung von ThyssenKrupp und Outokumpu vereinbarten Veräußerung der Anteile an Outokumpu. Teilweise kompensiert wurde dies durch einen Ertrag aus dem Wegfall bilanzierter Risiken in Höhe von 187 Mio €. Unterm Strich betrug der Periodenfehlbetrag des Gesamtkonzerns 69 Mio € (Periodenfehlbetrag 1. Quartal 2012/2013 16 Mio €).

Vor dem Hintergrund des guten operativen Starts in das Geschäftsjahr bekräftigt ThyssenKrupp den Ausblick für das Gesamtjahr. Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2013/2014 damit, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr vor Portfolioanpassungen im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen wird. Das Bereinigte EBIT des Konzerns vor Portfolioanpassungen soll deutlich von 599 Mio € auf rund 1 Mrd € steigen. Dabei werden alle Business Areas bis auf Steel Americas positive Beiträge liefern. Der Verlust von Steel Americas soll sich auf Grund operativer Fortschritte weiter verringern.

Entwicklung in den Business Areas im 1. Quartal 2013/2014
Das Bereinigte EBIT der Industriegüter-Geschäfte lag mit 412 Mio € (Vorjahresquartal 351 Mio €) signifikant höher als das der Werkstoff-Geschäfte, die jedoch auch inklusive Steel Americas mit 36 Mio € insgesamt einen positiven Beitrag erwirtschafteten (Vorjahresquartal -52 Mio €).

Components Technology ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Auftragseingang und Umsatz stiegen auf jeweils 1,4 Mrd €. Das entspricht einer Steigerung um 9 bzw. 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Vorjahresquartal jeweils 1,3 Mrd €). Auf vergleichbarer Basis konnten die Größen um 12 bzw. 9 Prozent zulegen. Das Bereinigte EBIT lag mit 64 Mio € um 22 Mio € über dem vergleichbaren Vorjahreswert (Vorjahresquartal 42 Mio €).

Elevator Technology hat seinen Rekordkurs fortgesetzt. Der Auftragseingang stieg im 1. Quartal 2013/2014 im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 1,8 Mrd € und wurde unter anderem durch die erfreuliche Entwicklung des Neuanlagengeschäfts in China begünstigt (Vorjahresquartal 1,6 Mrd €). Auf vergleichbarer Basis betrug der Anstieg sogar 16 Prozent. Analog entwickelte sich der Umsatz und verzeichnete mit 1,5 Mrd € ein leichtes Plus von 1 Prozent (Vorjahresquartal 1,5 Mrd €), auf vergleichbarer Basis von 5 Prozent. Die positive Geschäftsentwicklung schlug sich auch in einer Verbesserung des Bereinigten EBIT nieder, das um 4 Prozent auf 175 Mio € stieg (Vorjahresquartal 169 Mio €).

Bei Industrial Solutions lag der Auftragseingang im 1. Quartal 2013/2014 mit 2,3 Mrd € nochmals
15 Prozent über dem bereits hohen Wert des 1. Quartals des Vorjahres und hat auf vergleichbarer Basis
18 Prozent zugelegt (Vorjahresquartal 2,0 Mrd €). Dazu hat insbesondere ein Großauftrag von Marine Systems über die Lieferung von zwei U-Booten an Singapur beigetragen. Der hohe Auftragsbestand von 15,5 Mrd € zum 31.12.2013 sichert weiterhin eine gute Beschäftigung, bietet Planungssicherheit und trägt zur Wachstumsperspektive bei. Beim Umsatz konnte Industrial Solutions mit 1,3 Mrd € den Vorjahreswert nicht ganz erreichen (Vorjahresquartal 1,3 Mrd €), auf vergleichbarer Basis erhöhte dieser sich aber um 2 Prozent. Das Bereinigte EBIT erhöhte sich um 24 Prozent von 140 Mio € auf 173 Mio €.

Bei einer insgesamt unbefriedigenden Preisentwicklung hat sich Materials Services im Berichtsquartal mengenbedingt gut behauptet. Der Auftragseingang stieg um 3 Prozent auf 2,8 Mrd € (Vorjahresquartal 2,8 Mrd €), auf vergleichbarer Basis um 6 Prozent. Der Umsatz blieb mit 2,7 Mrd € erlösbedingt um 3 Prozent unter Vorjahresniveau (Vorjahresquartal 2,8 Mrd €), auf vergleichbarer Basis war er nahezu konstant. Das Bereinigte EBIT ging gegenüber dem Vorjahresquartal um 15 Prozent auf 34 Mio € zurück (Vorjahresquartal 40 Mio €).

Steel Europe verzeichnete im 1. Quartal 2013/2014 einen desinvestitions- und preisbedingten Rückgang des Geschäftsvolumens. Der anhaltende Preisdruck bei hoher Wettbewerbsintensität im europäischen Markt belastete weiterhin die Geschäftsentwicklung, während sich die Mengensituation robuster darstellte. Der Auftragseingang war mit 2,3 Mrd € etwa 5 Prozent niedriger als im Vorjahr (Vorjahresquartal 2,4 Mrd €); auf vergleichbarer Basis hat der Auftragseingang um 1 Prozent zugelegt. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 2,1 Mrd € zurück (Vorjahresquartal 2,3 Mrd €). Vergleichbar gerechnet nahm er um 1 Prozent ab. Die Konjunkturschwäche wirkte sich ebenfalls auf das Bereinigte EBIT aus, das nach 30 Mio € im Vorjahr nun 19 Mio € betrug.

Sowohl Auftragseingang mit 609 Mio € (Vorjahresquartal 560 Mio €) als auch Umsatz mit 538 Mio € (Vorjahresquartal 488 Mio €) konnten bei Steel Americas im Berichtsquartal um 9 bzw. 10 Prozent gesteigert werden. Auf vergleichbarer Basis betrug die Verbesserung beim Auftragseingang 13 Prozent und beim Umsatz 15 Prozent. Grund dafür waren ein höheres Versand- und Erlösniveau. Das Bereinigte EBIT verbesserte sich nach -122 Mio € im Vorjahresquartal auf -17 Mio €. Wesentliche Gründe für diese deutliche Verbesserung waren unter anderem eine höhere und effizientere Auslastung, Kostensenkungen sowie positive Effekte aus Währung und Marktpreisen in den USA.

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