Skip Navigation

Unternehmensmeldungen, 26.06.2006, 14:50

ThyssenKrupp Nirosta in Krefeld will Produktion rasch wieder aufnehmen

Krefeld. Der Großband im Werk Krefeld der ThyssenKrupp Nirosta GmbH ist durch einen technischen Defekt im Bereich der Glühbeizlinie verursacht worden. Das ergaben Untersuchungen von Sachverständigen. Das Feuer war am vergangenen Donnerstag im Kaltbandwerk des Edelstahlherstellers ausgebrochen. Davon betroffen waren zwei Produktionslinien. Im übrigen Werk ist die Arbeit zwischenzeitlich wieder aufgenommen worden. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, so rasch wie möglich die Produktion auch in dem betroffenen Bereich wieder aufzunehmen", betonte Dr. Jörg Beindorf, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Nirosta.

Auf Grund des Großbrandes müssen die betroffenen Produktionslinien mit Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe erneuert werden. Dies wird mehrere Monate dauern. Bis dahin wird ThyssenKrupp Nirosta die Kundenaufträge mit Produktionskapazitäten aus anderen Werken erfüllen. Dazu sind entsprechende Gespräche mit den Standorten Düsseldorf-Benrath und Dillenburg (Hessen) sowie den Schwestergesellschaften ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni (Italien) und Shanghai Krupp Stainless (China) aufgenommen worden. "Mit der Unterstützung aus dem Verbund der ThyssenKrupp Stainless AG sind wir nach wie vor handlungsfähig, so dass wir der Nachfrage nach rostfreien Edelstahlprodukten weiter nachkommen können", erklärte Dr. Beindorf. ThyssenKrupp Nirosta steht mit den Kunden im Kontakt, um die Auswirkungen für diese so gering wie möglich zu halten.

Für die Mitarbeiter, die in durch den Großbrand betroffenen Bereichen tätig waren, haben sich Geschäftsleitung und der Betriebsrat in Krefeld auf eine einvernehmliche Lösung verständigt. "Bis zur Wiederherstellung der Produktionskapazitäten werden wir mit flexiblen Maßnahmen gemeinsam dafür sorgen, dass keine Gefährdung der Arbeitsplätze besteht", hieß es dazu. So sollen Teile der Belegschaft an anderen Standorten eingesetzt werden. Hinzu kommen sollen unter anderem verstärkte Urlaubsnahme, Übernahme von Fremdleistungsaktivitäten und gegebenenfalls Kurzarbeit. Bei ThyssenKrupp Nirosta arbeiten insgesamt 4.200 Beschäftigte, davon 2.200 am Standort Krefeld.

nach oben