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Unternehmensmeldungen, 16.09.2014, 10:44

ThyssenKrupp präsentiert InCar plus

Die ThyssenKrupp AG hat die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts InCar plus vorgestellt. Ingenieure des Essener Konzerns haben 40 neue Bauteile und Lösungen für den Automobilbau entwickelt. Beim Gewicht der Bauteile können die Kunden Einsparpotenziale von bis zu 50 Prozent nutzen. Die Kostenvorteile betragen bis zu 20 Prozent. InCar plus ist außerdem ein beachtlicher Beitrag zum Klimaschutz: Bis zu acht Gramm CO2 pro Fahrkilometer lassen sich mit den Innovationen sparen. Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus eines Automobils, einschließlich Produktion und Recycling, so steht InCar plus für 1,6 Tonnen CO2-Ersparnis pro Fahrzeug.

ThyssenKrupp Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger betont die Bedeutung der Automobilindustrie für den Konzern: „Ein Viertel unseres Umsatzes, das heißt knapp zehn Milliarden Euro, entfallen auf Geschäfte mit der Automobilwirtschaft. Und der Mobilitätssektor wird langfristig weiterhin wachsen. “Mit InCar plus unterstreicht der Konzern erneut seine Kompetenz als Partner der Automobilindustrie. Im Mittelpunkt stehen umweltschonende Lösungen rund um Energieeffizienz, Elektromobilität und Leichtbau. Die InCar plus-Innovationen lassen sich in der Autokarosserie, in Fahrwerk und Lenkung sowie im Antrieb einsetzen. Ob Nachhaltigkeit, Gewicht, Kosten oder Performance - in mindestens einem dieser Faktoren ist jede InCar plus-Innovation dem derzeitigen Stand der Technik überlegen.

Insgesamt haben an dem Projekt 100 Ingenieure aus acht Konzernbereichen an 15 Standorten gearbeitet. Beteiligt waren die Business Areas Steel Europe, einer der weltweit führenden Werkstoffpartner der Autohersteller, Components Technology, einer der weltweit führenden Komponentenzulieferer, und Industrial Solutions, mit seiner Business Unit System Engineering einer der Marktführer in der Motor- und Getriebemontage sowie bei Karosserie-Rohbauanlagen. Dr. Heinrich Hiesinger: „ThyssenKrupp hat seine Verbundkraft als diversifizierter Industriekonzern konsequent genutzt.“

Der Konzern spielt damit eine Stärke aus, über die andere in diesem Ausmaß nicht verfügen. Weil Werkstoff-, Bauteil- und Automobilfertigungsspezialisten zusammengearbeitet haben, haben InCar plus-Lösungen einen hohen Reifegrad und lassen sich schnell in die automobile Großserienfertigung übernehmen. Dr. Karsten Kroos, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Business Area Components Technology: „In immer kürzeren Entwicklungszyklen neuer Modelle zählt mittlerweile jeder Monat. Durch die Serientauglichkeit unserer Lösungen verschaffen wir unseren Kunden einen wichtigen Zeit- und Kostenvorteil.“

Vorteile haben die Kunden auch beim Thema Nachhaltigkeit: Für die InCar plus-Innovationen gibt es Ökobilanzen, die nicht nur das Thema Emissionen im Fahrbetrieb, sondern die Umweltauswirkungen im gesamten Lebenszyklus der Produkte, also von der Rohstoffgewinnung über Produktion und Nutzung bis hin zum Recycling transparent machen. Bei InCar plus wissen die Hersteller von vornherein genau, wie sich die Verwendung eines bestimmten Materials oder Bauteils auf die Umweltbilanz ihrer Fahrzeuge auswirkt. Neben Verbesserungen im Antrieb leistet automobiler Leichtbau hier einen wichtigen Beitrag: „Vor allem, weil er ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar und daher auch für kleinere Fahrzeugklassen - also die Mehrzahl aller Autos - praktikabel ist“, erklärt Dr. Heribert Fischer, Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Steel Europe AG.

Das InCar plus-Team wird seine Innovationen jetzt bei den Automobilherstellern in Europa, Amerika und Asien präsentieren. Ein erster Serienauftrag für eine InCar plus-Innovation liegt bereits vor.

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