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Produkte und Lösungen, 27.06.2005, 08:06

Sanierung zum Festpreis

12 000 m² Wärmedämmung in gut drei Monaten an die Fassade gebracht und zuvor die alte Klinkerfassade abgebrochen. Das ist die stolze Zwischenbilanz einer Sanierungsaktion im Düsseldorfer Stadtteil Garath. Hier bringt derzeit der Mehrgewerke-Dienstleister PeinigerRöRo 21 Siedlungshäuser der nordrhein-westfälischen Landesentwicklungsgesellschaft LEG wärmetechnisch und optisch auf den neusten Stand.

Mehr als 8,5 Millionen Euro investiert die LEG langfristig in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Wohnsiedlung in Düsseldorfs Süden, wo in den 60er und 70er Jahre die Gebäude für den sozialen Wohnungsbau gleichsam aus dem Boden gestampft wurden. Zum jetzt laufenden Auftragspaket gehören neben der Fassadendämmung unter anderem auch neue Dächer, die Sanierung der Balkone sowie die komplette Um- und Neugestaltung aller Außenanlagen. Als "Komplett-Dienstleister zur Gebäudeinstandsetzung" hat PeinigerRöRo die Ausführung sämtlicher Gewerke und deren Koordination übernommen. Mitarbeiter aus den hauseigenen Fachabteilungen und angeschlossene Fachunternehmen erledigen alle erforderlichen Arbeiten - bis hin zu den begleitenden Gewerken wie beispielsweise den Gerüstbau.

Wohnwert steigern

Die Sanierungsmaßnahme umfasst 21 Häuser mit insgesamt 252 Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen (55 bzw. 70 m²). Es handelt es sich um die typischen Siedlungshäuser der sechziger Jahre mit acht bzw. zwölf Wohnungen je Haus. Einzige Ausnahme: ein achtstöckiges Hochhaus mit 48 Wohnungen. Alle Häuser bekommen eine moderne Fassadendämmung, neue Steildächer sowie eine Speicherboden- und Kellerdeckendämmung. Feuerschutztüren werden eingebaut, die Eingangstüren zu den Wohnungen ausgetauscht und sämtliche Treppenhäuser optisch neu gestaltet. Auch die Eingangssituation - bisher gelangten die Mieter über einen Laubengang seitlich ins Haus - wird so umgebaut, dass die Bewohner künftig von vorne direkt ins Treppenhaus gelangen. Betoninstandsetzung- und Estricharbeiten gehören ebenfalls zum Sanierungspaket. Außerdem auch kleinere Arbeiten, wie beispielsweise eine neue Elektro-Verteilung in den Allgemeinbereichen oder das Auswechseln von Heizungsventilen. Optisch fallen vor allem die modernen Balkonbrüstungen aus Edelstahl und Glas auf. Sie steigern den Wohnwert der Anlage - genauso wie die bereits neu angelegten Mietergärten und die nach der Winterpause anstehende völlige Umgestaltung aller Außenanlagen.

Ulrich Schwinger, Leiter KI-Bau (Komplettinstandsetzung Bau), erläutert den Zeitplan: "Wir haben die Sanierung in zwei Bauabschnitte unterteilt. 16 Häuser haben wir von Ende Juli bis zum Dezember 2004 bereits fertig gestellt. Jetzt sind die restlichen vier und das Hochhaus dran." Dank günstiger Witterung konnten im vergangenen Jahr bereits 70 Prozent des gesamten Arbeitspensums erledigt werden. Denn alle Arbeiten - bis auf die Umgestaltung der Außenanlagen - sind parallel gelaufen. Bis zu 70 Mitarbeiter mussten in Spitzenzeiten täglich koordiniert werden: 40 an der Fassade, 15 auf und am Dach und 15, die mit anderen Gewerken im und am Haus beschäftigt waren.

Stolze Bilanz

Wie ein Wurm haben sich die Handwerker-Kolonnen von Häuserblock zu Häuserblock durchgearbeitet. An der Fassade waren nach acht Wochen die ersten Flächen fertig: nach dem Abbrechen der alten Klinkerfassade und Balkonbrüstungen wurde das moderne Wärmedämmverbundsystem aufgeklebt, verputzt und angestrichen, neue Fensterbänke montiert und die Balkone saniert. "Der preisneutrale Vorschlag, die alte Klinkerfassade abzureißen und die Dämmung auf dem darunter liegenden Mauerwerk anzubringen, kam von uns", erzählt Instandhalter Schwinger. Die ausgeschriebene Variante sah vor, den Klinker stehenzulassen und die Dämmung zu verdübeln anstatt zu verkleben. Dann hätte allerdings das Dach aufwändig verlängert werden müssen. Denn die Außenwände wären 12 cm dicker geworden - jetzt sind es lediglich 5 cm. Insgesamt haben die Wärmedämmer 12 000 m² Fassade in gut drei Monaten bearbeitet. "Eine Klasse Leistung", resümiert Schwinger.

PeinigerRöRo-Projektleiter Musa Bikim sorgt vor Ort in Abstimmung mit den Fachbauleitern der einzelnen Gewerke für die Einhaltung des Bauablaufplans und die Eigenüberwachung der Qualitätskontrolle. Er führt die Mehr- und Minderkostenliste, macht die Terminkontrolle und steuert bei Terminverschiebungen gegen. Beispielsweise kamen die Dachdecker in Garath wegen der trockenen Witterung schneller als erwartet voran und bauten ihren Vorsprung vor den Handwerkern an der Fassade mit jedem Wohnblock weiter aus. Doch anstatt sie zu bremsen, entschied man sich, lieber die Einrüstung der noch zu bearbeitenden Häuser vorzuziehen und die Standzeit der Gerüste zu verlängern.

Manche Dinge entwickeln sich eben erst während des Bauablaufs. Alles andere - insbesondere das Budget - steht im Vorhinein fest. "Nachträge gibt es bei solchen Aufträgen nicht", betont Schwinger. "Wichtigste Voraussetzung ist deshalb, dass man den gesamten zeitlichen und arbeitstechnischen Ablauf einer solch umfangreichen Sanierung bereits im Vorfeld schlüssig im Griff hat." Dazu brauche es vor allem ein Stückweit Erfahrung. "Das Risiko für den Auftraggeber ist überschaubarer, wenn er weiß, was er vom sanierenden Unternehmen erwarten kann." Bereits seit 1999 ist PeinigeRöRo erfolgreich als Komplettinstandsetzer für die Wohnungswirtschaft tätig und stellt sein Dienstleistungsangebot frühzeitig auf kommende Trends ein. "In letzter Zeit werden beispielsweise verstärkt auch haustechnische Gewerke in den Auftragsrahmen aufgenommen", gibt Schwinger die zukünftige Richtung vor.

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