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Produkte und Lösungen, 05.11.2003, 01:00

Erste Anlage mit neuem Uhde-Verfahren zur Beseitigung des Treibhausgases Lachgas offiziell in Betrieb genommen

Heute wurde die weltweit erste großtechnische Einrichtung zur Lachgas-Beseitigung aus dem Abgas einer Salpetersäureanlage bei der AMI Agrolinz Melamine International GmbH in Linz, Österreich, offiziell in Betrieb genommen. Die nach dem neuen Uhde-Verfahren arbeitende Einrichtung wandelt das bei der Salpetersäureproduktion entstehende Lachgas (N2O) mit Hilfe eines speziellen Katalysators in elementaren Stickstoff und Sauerstoff um.

Das ansonsten unschädliche Lachgas ist ein natürliches Spurengas der Erdatmosphäre, welches aber zu ca. 5 % zum globalen Treibhauseffekt beiträgt und dabei spezifisch 300-mal stärker wirkt als Kohlendioxid (CO2). Am Standort Linz werden in Zukunft jährlich ca. 1.600 Tonnen weniger Lachgas freigesetzt, was äquivalent einer jährlichen Emissionsreduktion von rund 500.000 Tonnen CO2 entspricht.

Mit der ersten großtechnischen Realisierung dieses neuen emissionssenkenden Verfahrens leistet AMI einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So erfüllt allein diese Anlage zu etwa 40 % das österreichische Reduktionsziel (Kyoto-Protokoll) auf dem Gebiet "Industrie und produzierendes Gewerbe".

Neben der Beseitigung von Lachgas bewirkt das Verfahren gleichzeitig auch die Reduktion anderer Stickoxide wie NO und NO2, zusammen bezeichnet als NOx, welche ebenfalls im Salpetersäureprozess freigesetzt werden. Wurde hierfür in der Vergangenheit eine eigene DeNOx-Stufe eingesetzt, so kann in Zukunft die Minderung der N2O- und der NOx-Emissionen zusammen in einem Reaktor erfolgen.

Ansprechpartner:

Uhde GmbH
Andreas Beckers - Public Relations
Tel.+49 2 31 5 47 -2514
Fax +49 2 31 5 47 26 28
E-Mail: BeckersA@tkt-uhde.thyssenkrupp.com

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