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Produkte und Lösungen, 03.07.2009, 11:00

Emunds + Staudinger „macht sich breit“ in Aachen

Volltreffer – so lautet die Devise für Aachen nicht nur beim Fußball, sondern auch beim Bau eines neuen modernen Stadions. Dies gilt vor allem für die Suche nach einem Verbauprofi mit innovativen Lösungen zum Verbau einer Bau-grube mit besonderen Maßen von fast 20 Metern Breite.

Als neues Fußballstadion soll der „Tivoli“ 32.900 Fans Platz bieten. Der Mix aus Stahl, Beton, Holz und Glas in den typischen Vereinsfarben entsteht direkt an der Krefelder Straße, eingerahmt von der Aachener Soers und dem Eisstadion. Ein entsprechendes Parkhaus, Trainingsplätze und eine so genannte Projektfläche für Sportfachmärkte und Hotels gehören ebenfalls zum umfangreichen Auftrag.

Klar, dass dieses anspruchsvolle Projekt international ausgeschrieben wurde – den Zuschlag bekam schließlich die Hellmich-Unternehmensgruppe. In der Zusammenarbeit gerade für die Tiefbaumaßnahmen vor Ort vertraut der Generalunternehmer auf die altbewährte Partnerschaft mit Emunds + Staudinger (E+S). Der Spezialist für Tiefbaumaßnahmen verfügt über eine fast 60jährige Erfahrung mit Verbausystemen, bei denen die ständig wachsenden Anforderungen an die Sicherheitstechnik und die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen. Dieser Herausforderung stellt sich E+S, indem die vorhandene Produktpalette in der eigenen technischen Abteilung praxisnah weiterentwickelt wird und neue Systeme oder Sonderlösungen für spezielle Bauaufgaben angeboten werden. Dazu wird der Kunde bereits in einer sehr frühen Phase des Projektes in die Planung mit einbezogen und über „seinen“ Außendienstmitarbeiter betreut, wie auch hier beim Neubau des Aachener Fußballstadions.

„Ich kenne Ihren Außendienstmitarbeiter Wilhelm Heß schon sehr lange. Wir haben bei den unterschiedlichsten Bauprojekten zusammengearbeitet und gemeinsam nach den technisch richtigen und wirtschaftlichsten Lösungen gesucht“, meint Rolf Busch, Bauleiter der Firma Hellmich in Aachen. „Für mich ist es wichtig, dass ich mich auf E+S verlassen kann, besonders bei einem derart terminkritischen Projekt wie diesem hier, schließlich soll bereits zum Saisonstart 2009/2010 das erste Heimspiel im neuen Stadion stattfinden!“ Eine besondere Herausforderung stellten die Maße der Baugrube für den Fußgängertunnel dar, durch den die Spieler später von den Umkleidekabinen in das Stadion gelangen.

Immerhin verfügt die L-förmig angelegte Grube in einem Bereich über eine Breite von fast 20 und eine Länge von fast 50 Meter. Daran schließt sich ein quadratischer Bereich von zirka 18 x 18 Meter an. „Für die Absicherung einer Baugrube in diesen Maßen ist unser gestufter Linearverbau das technisch und wirtschaftlich ideale Produkt“, weiß Dipl.-Ing. Wilhelm Heß, der eng mit der Bauleitung zusammengearbeitet hat. Entsprechend wurde die ursprünglich als rückverankerte Spundwand ausgeschriebene Baugrubensicherung durch einen gemeinsam mit der Firma Hellmich ausgearbeiteten Sondervorschlag ersetzt, wonach die groß dimensionierte Baugrube technisch adäquat mit dem Linearverbau wirtschaftlicher verbaut werden konnte.

Neuheit bei E+S - Baugrubenverbau bis 20 Meter Breite

Bisher konnten Gleitschienen-/Linearverbausysteme aus konstruktiven Gründen der Verbreiterungselemente und der Ein- und Ausbauverfahren nur bis zirka 10 Meter Breite eingesetzt werden. Durch den biegesteifen Anschluss der Verbreiterungselemente an die Laufwagen ist eine Parallelität verbunden mit einer immer gleichbleibenden Breite zwischen Verbauträgern und -platten sowohl beim Einbau- als auch beim Ausbau gegeben. Bei Breiten ab zirka 10 Meter wirkt sich das Verhältnis von Eigengewicht zu Normal- und Querkraftsteifigkeit der herkömmlich meistens als HEB-Träger ausgebildeten Verbreiterungselemente nachteilig auf den Verfahrensablauf aus, da durch das hohe Eigengewicht große Biegemomente über die Schraubverbindungen in die Laufwagen eingeleitet werden.

Durch den erstmaligen Einsatz von Fachwerk-Dreieckspreizen als Verbreiterungselemente für den E+S-Linearverbau, die ein optimales Verhältnis zwischen Eigengewicht und Normalkraftsteifigkeit aufweisen, konnten Breiten von fast 20 Meter, die bei der Verwendung von Gleitschienensystemen eher unüblich sind, verbaut werden. Der Nachteil dieser Fachwerk-Dreieckspreizen eines nur gelenkigen und nicht biegesteifen Anschlusses an den Laufwagen, wurde durch die verfahrenstechnische Sonderlösung behoben, beim Ein- und Ausbau zwei Bagger parallel arbeitend einzusetzen, die auf beiden Seiten gleichzeitig abwechselnd die Linearverbauträger und -laufwagen sowie -platten absenkten bzw. zurückbauten. Eine exakte Parallelität mit einergleichbleibenden Breite zwischen den Verbauelementen als Voraussetzung zum setzungsarmen Verbau war damit jederzeit gegeben.

Als Laufwagen kamen die überaus leichtgängigen U-Laufwagen mit der größten Rohrdurchlasshöhe aller auf dem Markt befindlichen Systeme zum Einsatz. Je nach Erfordernis kann der Laufwagen in den verschiedenen Bauphasen entsprechend den statischen Vorgaben in der Höhe stufenlos verfahren werden. Entsprechend wurden die U-Laufwagen samt Fachwerk-Dreiecksspreizen nach Fertigstellung der gleichzeitig als Trägerfußabstützung dienenden, betonierten Bauwerkssohle nach oben gezogen, so dass unterhalb der Spreizen der eigentliche Fußgängertunnel mit einer lichten Durchgangshöhe von zirka 5 Meter hergestellt werden konnte.
Die Bauarbeiten konnten so zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers durchgeführt werden, weil diese durch den Einsatz des Emunds + Staudinger Verbausystems schneller als ursprünglich ausgeschrieben abgeschlossen werden konnten. Die Formel - E+S-Verbau = effektiv, schnell, qualitätsbewusst = spürbar ökonomischer Arbeiten - ist hier voll aufgegangen!

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