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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 27.03.2009, 14:00

Aufsichtsrat beschließt strategische Neuordnung von ThyssenKrupp


Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG hat heute auf seiner außerordentlichen Sitzung beschlossen, den Konzern neu auszurichten. Er hat entschieden, die fünf Segmente Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services in zwei Divisions zu bündeln. Die neue Division Materials wird die bisherigen Aktivitäten von Steel, Stainless und Services zusammenführen. Die neue Division Technologies wird die Geschäftstätigkeiten von Technologies und Elevator umfassen. Ziel ist eine Konzentration der Geschäftstätigkeit und eine schlankere, effizientere Struktur auch in den Verwaltungen. Der Vorstand hat vom Aufsichtsrat den Auftrag erhalten, diese strategische Neuordnung bis zum Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. Oktober 2009 umzusetzen.

„Mit der strategischen Neuordnung auf zwei Divisions konzentrieren wir uns auf Felder, auf denen wir hohe Innovationskraft mit technischer Kompetenz verbinden. Zugleich beschleunigen wir unsere Entscheidungsprozesse und erhöhen die Transparenz. ThyssenKrupp wird also schlanker, besser und schneller. Wir können durch eine stärkere Zentralisierung in Zukunft marktnäher agieren und strategische Maßnahmen direkter umsetzen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp AG, Dr. Ekkehard Schulz, auf der Pressekonferenz in Düsseldorf.

Die Division Materials bündelt und stärkt den Ausbau der Werkstoffkompetenz und Werkstoffdienstleistungen des Konzerns entlang der Wertschöpfungskette. Die Division Technologies bündelt und stärkt die Technologiekompetenz von ThyssenKrupp auf dem Gebiet der globalen Megatrends. In beiden neuen Divisions liegt der Fokus der Neuordnung zunächst auf einer strukturellen Optimierung der einzelnen Geschäftsfelder.

Der Neuordnung folgt eine stärkere organisatorische Zentralisierung. Aus dem heute beschlossenen Umbau des Konzerns erwartet ThyssenKrupp einen Effekt von bis zu 500 Mio €.

Die strategische Neuordnung führt zu personellen Anpassungen in den Verwaltungen und auch im Vorstand der ThyssenKrupp AG. Jürgen H. Fechter und Dr. Karl-Ulrich Köhler scheiden zum 31. März 2009 in gegenseitigem Einvernehmen aus dem Vorstand aus. Sie stehen dem Unternehmen weiter beratend zur Verfügung. Das Ressort von Dr. Wolfram Mörsdorf, dessen Bestellung planmäßig am 14. April 2009 endet, wird nicht neu besetzt. Dr. Ulrich Middelmann, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der ThyssenKrupp AG, konzentriert sich ab dem 1. April 2009 bis zu seinem Ausscheiden mit Ablauf der Hauptversammlung am 21. Januar 2010 auf die Umsetzung der neuen Konzernstruktur und auf das Konzernprogramm ThyssenKrupp PLUS. Dr. Alan Hippe wird ab dem 1. April 2009 Finanzvorstand der ThyssenKrupp AG. Edwin Eichler übernimmt die Leitung der Division Materials, Dr. Olaf Berlien führt die Division Technologies.

Vor dem Hintergrund des dramatischen wirtschaftlichen Einbruchs in nahezu allen Ländern und Branchen setzt der Konzern auf Verantwortung und Redlichkeit in der Diskussion um einen möglichen Stellenabbau. Schulz betonte mit Blick auf den Rückgang der Rohstahl-Jahresproduktion auf das Niveau Anfang der achtziger Jahre: „Wenn wir in dieser Situation ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen wollen, dann unterstreicht das unsere soziale Verantwortung. Eine Garantie für den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen und Standortschließungen kann und werde ich Ihnen aber nicht geben können. Auch das gebietet die Redlichkeit eines verantwortungsbewussten Unternehmers.“

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