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Unternehmensmeldungen, 18.12.2008, 10:00

Denkmalschutz für Campanile San Marco: Material der ThyssenKrupp Titanium rettet Wahrzeichen Venedigs vor dem Verfall

Das Wahrzeichen der Stadt Venedig, der Campanile San Marco, steht vor dem Verfall. Das Fundament ist auf Holzpfählen gebaut, die im Laufe der Zeit durch das Salzwasser marode wurden. Außerdem greifen auf Grund des steigenden Meeresspiegels Hochwasser und Überschwemmungen die Bausubstanz an. Dadurch können Risse entstehen und der Markus-Turm könnte sich seitlich neigen. Um diese bedeutende Sehenswürdigkeit vor dem Verfall zu bewahren, wird Titan zur Instandsetzung eingesetzt. ThyssenKrupp Titanium in Terni hat den Auftrag zur Lieferung von zwölf Tonnen dieses Materials erhalten, das der langfristigen Sicherung des Fundaments dient.

Der im 10. Jahrhundert erbaute Campanile, der 1902 bereits einmal eingestürzt und wieder aufgebaut worden war, befindet sich direkt am berühmten Markusplatz und ist ein freistehender Glockenturm des Markusdoms. Mit seinen fast 100 Metern Höhe ist er das höchste Gebäude der Stadt. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben jedoch, dem Symbol Venedigs könnte Ähnliches widerfahren wie dem „schiefen Turm von Pisa“. Ingenieure und Experten vor Ort kamen nach intensiver Beratung durch ThyssenKrupp Titanium und ihrem Partner Titalia zu der Erkenntnis, dass die Verwendung von Titan für die Rettung des Campanile die beste Lösung ist. „Kein anderes Material außer Titan hat unter diesen Bedingungen eine so lange Lebensdauer. Salzwasser ist so aggressiv, dass Titan in dieser Anwendung der Werkstoff erster Wahl ist“, betont Dr. Markus Holz, Geschäftsführer der ThyssenKrupp Titanium.

In einem aufwendigen Verfahren wird in einer Bauzeit von zwei Jahren ein durch Titan-Muttern verbundenes Titan-Gestängesystem, das durch acht Titan-Platten zusammengehalten wird, um das bisherige Fundament herum gespannt. Die dadurch erzeugte Spannung sorgt dafür, dass es sich nicht verziehen kann und Stabilität auf lange Sicht gewährleistet ist. Die Befestigung befindet sich in dreieinhalb Metern Tiefe unter Wasser. Das für diesen Zweck erforderliche Titan wird jetzt von der ThyssenKrupp Titanium gefertigt und dann an die italienische Partnerfirma Titalia ausgeliefert. Die eigentlichen Bauarbeiten zur Sicherung des Campanile San Marco beginnen voraussichtlich Ende 2009.

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