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Unternehmensmeldungen, 05.11.2013, 10:27

ThyssenKrupp stärkt Anlagenbau durch geplante Gründung eines Joint Ventures für das Elektrolysegeschäft

ThyssenKrupp stärkt im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung den Anlagenbau und plant, durch ein Joint Venture den Bereich der Elektrolyse-Anlagen zu erweitern. Der Anlagenbauspezialist ThyssenKrupp Industrial Solutions hat mit De Nora, einem Anbieter elektrochemischer Technologien mit Hauptsitz in Mailand, eine entsprechende Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures getroffen. Die Unternehmen beabsichtigen, ihre Aktivitäten im Bereich der Planung, Beschaffung und Errichtung von Elektrolyse-Anlagen unter dem Namen ThyssenKrupp Uhde Chlorine Engineers zusammenzuführen. Hierdurch erweitern beide Partner ihre technologische Plattform und erhöhen die Kundennähe sowie die globale Präsenz. Der Jahresumsatz des geplanten Joint Ventures beläuft sich auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsratsgremien und der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden.

Dr. Heinrich Hiesinger, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG: „Der Anlagenbau ist ein wichtiges Wachstumsfeld für unseren Konzern. Wir arbeiten hier kontinuierlich an neuen Lösungen, mit denen wir unseren Kunden ermöglichen, die weltweit steigende Nachfrage etwa nach Energie, Rohstoffen und Nahrungsmitteln besser und effizienter zu bedienen. Dazu können Elektrolyseverfahren einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie zum Beispiel durch die Herstellung von Wasserstoff verbesserte Möglichkeiten zur Energiespeicherung eröffnen - eine der großen Herausforderungen der Energiewende.“

Dr. Hans Christoph Atzpodien, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp Industrial Solutions AG: „Mit diesem Schritt verbreitern wir unsere technologische Entwicklungskompetenz und stärken unser Servicegeschäft im Elektrolysebereich. Sowohl die Technologien als auch die geografische Marktabdeckung beider Unternehmen sind weitgehend komplementär und ergänzen sich hervorragend.“

Bereits seit mehreren Jahren kooperieren ThyssenKrupp Industrial Solutions und De Nora durch das bestehende Joint Venture UHDENORA bei der Lizensierung verschiedener Elektrolyse-Verfahren, wie etwa der Chlor-Alkali-Elektrolyse zur Herstellung von Chlor, das als wichtiger Ausgangsstoff für etwa 60 Prozent aller Produkte der chemischen Industrie genutzt wird. Die neue Gesellschaft ThyssenKrupp Uhde Chlorine Engineers, in der das Elektrolysegeschäft beider Unternehmen gebündelt werden soll, wird von ThyssenKrupp Industrial Solutions als Mehrheitseigentümer unternehmerisch geführt und konsolidiert werden. Das Unternehmen wird seinen Hauptsitz in Dortmund haben und mit den weiteren Standorten in Okayama, Tokio, Shanghai, Mailand und Houston weltweit vertreten sein.

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