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Produkte und Lösungen, 22.09.2000, 02:00

Krupp Automotive Systems präsentiert Vorderachs-Einzelradaufhängung für mittelschwere Nutzfahrzeuge

Einzelradaufhängungen werden im Nutzfahrzeugsektor bislang nur bei Transportern, Bussen oder Geländefahrzeugen verwendet. Zurzeit suchen die Hersteller nach Wegen, wie man das Fahrwerkskonzept auch bei Fahrzeugen einführen kann, die gegenwärtig noch mit Starrachsen ausgerüstet sind. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die spürbare Verringerung der ungefederten Massen verbessert sich das Fahrverhalten. Jedes Rad kann unabhängig auf Fahrbahnunebenheiten reagieren und Störeinflüsse werden besser absorbiert. Die Fahrsicherheit erhöht sich insbesonders durch die bessere Wankstabilität und die präzisere Radführung auch bei höheren Geschwindigkeiten. Durch die Verringerung der dynamischen Radlasten verbessert sich der Komfort für den Fahrer, gleichzeitig werden Ladung und Straßenbelag geschont. Weil bei der Konstruktion die Achsbrücke eingespart wird, wird zusätzlicher Bauraum frei, der für die Absenkung der Ladekantenhöhe genutzt werden kann.

Krupp Automotive Systems präsentiert zur IAA eine Studie, wie sich eine Vorderachs-Einzelradaufhängung für mittelschwere Nutzfahrzeuge wirtschaftlich realisieren lässt. Herzstück der Entwicklung ist ein Integralträger, an dem die gesamte Achsaufhängung vormontiert wird. Beim Kunden lässt sich das System mit entsprechenden Anbauteilen problemlos an den Fahrzeugrahmen montieren. Die Konstruktion ist für Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 15 Tonnen geeignet und kann wahlweise für Luft- oder Stahlfedervarianten ausgelegt werden.

Im Rahmen der Systemintegration übernimmt Krupp Automotive Systems das Projektmanagement, das Systemengineering sowie die Koordination interner und externer Komponentenlieferanten. Die Hauptkomponenten produzieren Unternehmen von ThyssenKrupp Automotive. So stammen der Integralträger mit den rahmenseitigen Anbauteilen, der obere geschmiedete Querlenker und der untere Querlenker aus gepresstem Stahlblech von Werken der Thyssen Umformtechnik + Guss GmbH (TUG). Auch Achsschenkel und Federträger kommen aus TUG-Werken. Die Krupp Hoesch Federn GmbH fertigt Federn und Stabilisatoren, die Krupp Bilstein GmbH zeichnet für die Stoßdämpfer verant-wortlich und die Krupp Presta AG produziert die Gelenkwellen. Die Endmontage der gesamten Achsaufhängung und die dazugehörigen Logistikdienstleistungen führt Krupp Automotive Systems aus. Künftige Kunden erhalten die komplette Achsaufhängung aus einer Hand.

Die Krupp Automotive Systems GmbH ist ein Unternehmen der Business Unit Systems/Suspensions von ThyssenKrupp Automotive.

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