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Unternehmensmeldungen, 28.05.2003, 02:00

ThyssenKrupp Steel auf solidem Wachstumskurs

Die ThyssenKrupp Steel AG kann auf eine gute erste Hälfte des Geschäftsjahres 2002/2003 zurückblicken. Einerseits trägt die Realisierung des Standortkonzepts bei Carbon Steel erste Früchte, andererseits ist dies bei Stainless Steel auf die weltweit führende Positionierung auf den internationalen Märkten zurückzuführen. Neben Kostensenkungen und Performanceverbesserungen resultiert die positive Entwicklung auch aus der konsequenten Kundenorientierung, bei der das High Tech-Produkt Stahl von einer systematischen technischen Kundenberatung begleitet wird. Dadurch können auch in konjunkturell schwierigen Zeiten angemessene Preise erzielt werden. Die große Wertschöpfungstiefe und ein hoher Anteil von Langfristverträgen begünstigen die Erlösstabilität.

Doch das Segment Steel, das größte Kerngeschäft im ThyssenKrupp Konzern, gibt sich mit dem Zwischenziel des 1. Halbjahres nicht zufrieden. Wertbeiträge sollen nachhaltig erwirtschaftet werden. Für das Geschäftsjahr 2003/2004 (30. September) steht ein Ergebnis von 800 Mio Euro im Plan. Das entspricht einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals von 12 % (ROCE). Dr. Middelmann: "Unser Konzept, den richtigen Produktmix mit effizienten Produktionsanlagen und Prozessen herzustellen, bewährt sich dabei." Der Fokus von ThyssenKrupp Steel liegt auf veredelten Produkten mit hoher Wertschöpfung und hohen Wachstumspotenzialen. Deren Anteil liegt bei Qualitätsflachstahl über 80 % und bei Edelstahl Rostfrei über 90 %.

Im Halbjahresbericht des Geschäftsjahres 2002/2003 der ThyssenKrupp AG, der vor kurzem veröffentlicht wurde, hat das Segment Steel mit 229 Mio Euro den größten Beitrag zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen und auch die größte Steigerungsrate erreicht. "Wir haben den Turnaround geschafft, uns erheblich verbessert und liegen bei den Business Units Carbon Steel und Stainless Steel sogar über den Planzahlen", betont Dr. Middelmann. Er ist zuversichtlich, dass der Ergebnistrend für das gesamte Geschäftsjahr gehalten werden kann, wenn sich die gesamtwirtschaftliche Lage nicht verschlechtert.

Der Weltstahlmarkt präsentiert sich derzeit in guter Verfassung. Das International Iron and Steel Institute (IISI) erwartet für 2003 eine Rekordproduktion von 950 Mio t Rohstahl. In den ersten vier Monaten lag das Plus bei 8,7 %, wobei China mit einer Wachstumsrate von knapp 20 % weit vorne lag. In Westeuropa wurde bis April 4,8 % mehr produziert, in Deutschland 5,5 % mehr und in den USA waren es 4,6 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. ThyssenKrupp Steel lag im 1. Halbjahr 2002/2003 mit einem Anstieg der Rohstahlproduktion um 9 % über dem internationalen Durchschnitt. Die Produktionsanlagen waren nahezu voll ausgelastet.

In China, nach allen Prognosen auch Wachstumsmarkt Nummer 1 in den kommenden Jahren, sind die Business Units Carbon Steel und Stainless Steel mit Produktionen vor Ort. Auch hier konzentrieren sich die Aktivitäten auf höherwertige Produkte: Im September wird die Feuerverzinkungsanlage Tagal in Dalian, ein 50/50 Joint Venture mit Angang New Steel Co. Ltd., die Produktion aufnehmen. Die Investition beträgt 180 Mio USD, die Kapazität 400.000 jato. Das Gemeinschaftsunternehmen ThyssenKrupp Zhong-Ren Tailored Blanks in Wuhan arbeitet seit Oktober 2002. Die Kapazität beträgt 15.000 jato, investiert wurden 5 Mio USD. Beide Unternehmen liefern überwiegend an die Automobilindustrie. Die Shanghai Krupp Stainless, ein Joint Venture mit Baosteel, hat die Produktion im November 2001 gestartet und die Anlaufphase erfolgreich bewältigt. In der zweiten Ausbauphase wird die Kaltwalzwerks-Kapazität von 72.000 t/a bis Anfang 2005 auf 290.000 t/a ausgebaut. Bis Ende 2005 sollen noch einmal 100.000 t/a hinzukommen. Das Gesamtvolumen dieser größten Auslandsinvestition von ThyssenKrupp Steel beträgt fast 1,4 Mrd USD. Der Umsatz von ThyssenKrupp Steel in China ist seit 1997 um fast 60 % auf 337 Mio Euro (2001/2002) gestiegen.

Nach der Phase der Produktivitätsfortschritte durch Produktions-Konzentration seit der Fusion der Stahlaktivitäten von Thyssen und Krupp im Jahre 1997 steht bei ThyssenKrupp Steel nun die Welle der Performanceverbesserung in allen drei Business Units an. Dazu gehört die Optimierung des Portfolios ebenso wie die der Organisation. "Die Maßnahmen, die wir angestoßen haben, werden innerhalb von zwei Jahren auf der Kostenseite eine Entlastung um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag bringen. Hierdurch können Kostenerhöhungen im Bereich der Einsatzstoffe und beim Personal kompensiert und darüber hinaus Ergebnisverbesserungen erzielt werden", erklärt Dr. Middelmann.

In den vergangenen Monaten wurden schon einige Strukturmaßnahmen vollzogen. Bei Carbon Steel geht der Trend in eine weitere Internationalisierung der Downstream-Aktivitäten in den Bereichen Veredelung, Verarbeitung und Service. Jüngstes Beispiel ist der Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an Galmed S.A., einer Verzinkungsanlage in Spanien. "Dadurch haben unsere Chancen am Wachstumsmarkt Spaniens einen deutlichen Schub bekommen," so Dr. Middelmann. In der Business Unit Stainless Steel wurden die Quartoblech-Aktivitäten verkauft. Nun steht die Reorganisation des europäischen Vertriebs an. Dazu hat die Akquisition der Service-Center-Aktivitäten von TAD Metals in Italien einen bedeutenden Beitrag geleistet. Italien ist der zweitgrößte Edelstahlmarkt in Europa.

Zur Konzernstrategie führt Dr. Middelmann aus: "Restrukturierung ist ein kontinuierlicher Prozess, der niemals abgeschlossen sein kann." ThyssenKrupp Steel konzentriert sich auf die Kernkompetenz. Denn nur der Fokus auf die Leistungen, die der Konzern besser kann als andere, steigert die Wettbewerbsfähigkeit und sichert langfristig qualifizierte Arbeitsplätze. Investitionen fließen in die Konzernunternehmen, die führende Marktpositionen halten und nachhaltig Werte schaffen.

Damit schafft ThyssenKrupp Steel die Voraussetzung, bei dem in diesem Jahrzehnt anstehenden weiteren Konsolidierungsprozess der internationalen Stahlindustrie eine aktive Rolle zu spielen. Joint Ventures wie auf dem chinesischen Markt und strategische Kooperationen, wie sie mit den japanischen Produzenten JFE Group für autorelevante Forschung und Entwicklung sowie Nippon Steel bei Elektroband abgeschlossen wurden, sind in diesem Konzept eine tragende Säule. Dr. Middelmann: "Wir werden auch 2010 auf dem Weltstahlmarkt unter den Top 5 mitspielen."

Kontakt:
ThyssenKrupp Steel AG
Erwin Schneider
Tel.: +49 203 / 52 - 2 56 90
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: erwin.schneider@tks.thyssenkrupp.com

Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
e-mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

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