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Produkte und Lösungen, 26.10.2004, 02:00

Walzen von Edelstahl Witten-Krefeld: Längere Standzeiten bei schwer umformbaren Stählen

Die Edelstahl Witten-Krefeld GmbH präsentiert zur Euroblech 2004 unter anderem Kaltwalzen aus dem Werkstoff Thyrodur 2362. Die Walzen bewähren sich bei der Verarbeitung schwer umformbarer Werkstoffe wie zum Beispiel Elektroband. Als Arbeitswalzen in einem Quartogerüst zur Erzeugung von Kaltband zeigen sie eine um mehr als 20 Prozent höhere Lebensdauer als vergleichbare Produkte am Markt.

Eingesetzt werden die Walzen bei der Fertigung von nicht kornorientiertem Elektroband im Werk Bochum der ThyssenKrupp Stahl AG. Elektroband ist mit Silizium legiert und gehört mit einer Festigkeit von 680 Megapascal, die im Verlauf des Walzprozesses auf bis zu 1.200 Megapascal ansteigen kann, zu den schwer umformbaren Werkstoffen und stellt höchste Ansprüche an die Kaltwalzen. Rund 1.500 Tonnen beträgt der Walzendruck, mit dem das zwei bis drei Millimeter dicke Warmband in bis zu sieben Durchgängen auf rund 0,2 bis 0,5 Millimeter gewalzt wird.

Ihre Leistungsfähigkeit verdanken Walzen von Edelstahl Witten-Krefeld der Tatsache, dass alle für die Qualität des Endprodukts entscheidenden Prozesse, von der Primär- und Sekundärmetallurgie über die Schmiedung in konturnaher Abmessung und die Grundvergütung bei Edelstahl Witten-Krefeld in einer Hand liegen. Für die Qualität der Kaltwalzen aus Thyrodur 2362 sind vor allem der hohe Legierungsgehalt des Werkstoffs und eine gezielte Wärmebehandlung bei der partiellen Härtung der Arbeitsflächen der Walze ausschlaggebend.

Thyrodur 2362 enthält unter anderem fünf Prozent Chrom und 1,4 Prozent Molybdän. Härte- und Anlasstemperatur liegen daher höher als bei mittellegierten Stählen, außerdem ist eine mehrfache Anlassbehandlung im Temperaturbereich von über 500 Grad Celsius notwendig, um die Walze mit optimalen Eigenschaften auszustatten.

Für die partielle Härtung der Arbeitsflächen der Walze verfügt Edelstahl Witten-Krefeld über eine senkrechte Induktivhärteanlage, die in einem Frequenzbereich von 300 bis 2.000 Hertz regelbar ist und so den Anforderungen an die Walze individuell angepasst werden kann. Die Härtung findet im kontinuierlichen Vorschub statt, wobei die Vorschubgeschwindigkeit und der Wasserdruck der Ringbrause für die Kühlung des Werkstücks ebenfalls variabel sind. Die nachfolgende Anlassbehandlung der gehärteten Walze erfolgt in konventionellen Öfen.

Eine derart behandelte Walze besitzt eine absolute Oberflächenhärte von circa 62 HRc (Härte Rockwell), bei sehr hoher Druckfestigkeit und gleichzeitig gegenüber Walzen aus konventionellen Kaltwalzenstählen erhöhter Zähigkeit.

Kontakt:

Dietmar Stamm
Tel.: +49 203 / 52 - 2 62 67
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
E-Mail: dietmar.stamm@tks.thyssenkrupp.com

Bernd Overmaat
Tel.: +49 203 / 52 - 4 51 85
Fax: +49 203 / 52 - 2 57 07
E-Mail: bernd.overmaat@tks.thyssenkrupp.com

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