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Kapitalmarktrelevante Presseinformationen, 12.05.2010, 07:30

ThyssenKrupp im 1. Halbjahr 2009/2010


Die globale Konjunkturlage hat sich in den vergangenen Monaten – wenn auch auf niedrigem Niveau – stabilisiert. Dennoch waren die Auswirkungen der tiefgreifenden Wirtschafts- und Finanzkrise in der Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp im 1. Halbjahr 2009/2010 noch deutlich sichtbar. Der Umsatz und der Auftragseingang gaben gegenüber dem Vorjahreshalbjahr spürbar nach. Allerdings haben sich die im 1. Quartal 2009/2010 vereinzelt erkennbaren Erholungstendenzen im 2. Quartal verstärkt.

Positiv hat sich dabei die Ergebnissituation entwickelt. Ursächlich für die wirtschaftliche Entwicklung im 1. Halbjahr waren eine höhere Nachfrage und eine gesteigerte Produktivität sowie insbesondere realisierte Kosteneinsparungen. Nach einem Verlust vor Steuern im Vorjahreshalbjahr erzielte ThyssenKrupp im 1. Halbjahr 2009/2010 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 504 Mio €. Das Ergebnis vor Steuern, das im Vorjahreshalbjahr durch Restrukturierungsaufwand und Impairmentabschreibungen belastet war, verbesserte sich um 719 Mio €. Im Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres sind positive Sondereffekte in Höhe von 61 Mio € enthalten; im Wesentlichen handelt es sich um Erträge aus der Veräußerung der Industrial-Services-Bereiche der Business Area Materials Services. Das Bereinigte EBT lag mit 443 Mio € ebenfalls beträchtlich über dem Vorjahreswert von −42 Mio €.

Die wesentlichen Kennzahlen für das 1. Halbjahr 2009/2010:
・ Der Auftragseingang ging im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 4 % auf 19,7 Mrd € zurück.
・ Der Umsatz gab um 9 % auf 19,5 Mrd € nach.
・ Das EBITDA erreichte 1.508 Mio € nach 906 Mio € im Vorjahr.
・ Das EBIT betrug 831 Mio €, im Vorjahr waren es 131 Mio €.
・ Das Bereinigte EBIT erhöhte sich von 304 Mio € im Vorjahr auf 770 Mio €.
・ Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von −215 Mio € auf 504 Mio €.
・ Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern übertraf mit 443 Mio € den Vorjahreswert von −42 Mio €.
・ Das Ergebnis je Aktie stieg von −0,35 € im Vorjahr auf 0,80 €.
・ Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 31. März 2010 auf 2.652 Mio €, eine Zunahme um 593 Mio € gegenüber dem 30. September 2009, als Netto-Finanzschulden in Höhe von 2.059 Mio € bestanden. Am 31. März 2009 betrugen die Netto-Finanzschulden 3.687 Mio €.
Die wesentlichen Kennzahlen für das 2. Quartal 2009/2010:
・ Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 36 % auf 10,4 Mrd €.
・ Der Umsatz stieg um 3 % auf 10,1 Mrd €.
・ Das EBITDA verbesserte sich um 558 Mio € auf 700 Mio €.
・ Das EBIT erhöhte sich um 629 Mio € auf 353 Mio €.
・ Das Bereinigte EBIT stieg um 480 Mio € auf 368 Mio €.
・ Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 646 Mio € auf 191 Mio €.
・ Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 497 Mio € auf 206 Mio €.
・ Das Ergebnis je Aktie stieg um 1,16 € auf 0,45 €.
Vorstandvorsitzender Dr. Ekkehard Schulz: „Die Nachhaltigkeit der derzeitigen wirtschaftlichen Erholung beurteilen wir vorsichtig optimistisch. Die Umsetzung und Ergebniswirkung unserer strukturellen Verbesserungsmaßnahmen bewegen sich voll im Rahmen unserer Erwartungen und werden die Ertragskraft des Konzerns nachhaltig stärken. Die Auswirkungen der massiven Preissteigerungen für wesentliche Rohstoffe sind allerdings noch nicht zuverlässig abschätzbar.“

Nach wie vor geht ThyssenKrupp für das Geschäftsjahr 2009/2010 von einer Stabilisierung des Umsatzes aus. Für die Ergebnisentwicklung wird eine signifikante Verbesserung hin zu einem wieder positiven Ergebnis erwartet, zu dem die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme erheblich beitragen werden. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (um Sondereinflüsse korrigiertes EBIT) wird voraussichtlich im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern (um Sondereinflüsse korrigiertes EBT) wird in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe erwartet. Dabei wird das Bereinigte EBT durch Anlaufverluste in der Business Area Steel Americas im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erheblich belastet werden.

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