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Unternehmensmeldungen, 16.06.2005, 12:10

ThyssenKrupp Stahl und JFE gründen Joint Venture in Japan

Die deutsche ThyssenKrupp Stahl AG und die japanische JFE Steel Corporation haben ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Mit dem Joint Venture JEVISE Corporation wollen die beiden Stahlhersteller ihre EVI-Aktivitäten ausbauen und diese Dienstleistung den weltweit operierenden japanischen Automobilherstellern anbieten. EVI steht für Early Vendor Involvement und bezeichnet die frühzeitige Einbindung beider Stahllieferanten bei der Entwicklung neuer Automobile. ThyssenKrupp Stahl und JFE sind jeweils zu 50 Prozent an JEVISE beteiligt. Das Gemeinschaftsunternehmen hat seinen Sitz in Tokio. JEVISE arbeitet auf der Grundlage von Know-how und Technologien, die ThyssenKrupp Stahl im europäischen Markt entwickelt hat.

JFE und die ThyssenKrupp Steel AG, Muttergesellschaft von ThyssenKrupp Stahl, haben bereits im April 2002 einen umfangreichen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Angesichts des wachsenden Einsatzes moderner hochfester Stähle für leichtere, sicherere und Benzin sparende Fahrzeuge haben ThyssenKrupp Stahl und JFE das Early Vendor Involvement als einen der wichtigsten Bereiche ihrer Zusammenarbeit definiert. ThyssenKrupp Stahl und JFE besitzen bereits umfangreiches eigenes Know-how bei innovativen Lösungen für Autokarosserien aus Stahl. Mit JEVISE sind die beiden Unternehmen jetzt in der Lage, Automobilherstellern technische Dienstleistungen anzubieten, die von der Anwendung konventioneller hochfester Stähle bis hin zum Einsatz neuer Stahlprodukte und moderner Fertigungsverfahren reichen.

Im Rahmen der deutsch-japanischen Kooperation hatten ThyssenKrupp Stahl und JFE zuvor bereits gemeinsame Spezifikationen bei ihren Produkten für die Automobilindustrie festgelegt und eine gegenseitige Lizenzvereinbarung für die Stahlgüten Nano von JFE und CP (Complexphasenstahl) von ThyssenKrupp Stahl getroffen. Unter dem Stichwort "Only One" ermöglicht die Vereinbarung den beiden Unternehmen, jeweils auch den Werkstoff des Partners zu fertigen. Beide Produkte sind damit sowohl in Europa als auch in Asien erhältlich. Die JFE West Japan Works in Kurashiki haben außerdem im vergangenen Jahr eine Fertigungslinie für Tailored Blanks in Betrieb genommen, die von einem Unternehmen des ThyssenKrupp Konzerns geliefert wurde. Mit der Anlage werden japanische Kunden versorgt.

ThyssenKrupp Stahl und JFE wollen ihre Zusammenarbeit fortsetzen und intensivieren, um ihr weltweites Netzwerk zur Versorgung der Automobilhersteller mit hochwertigen Stählen weiter auszubauen.

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