Energiewende

Smart Energy

Erneuerbare Energien haben sich zu einem ernstzunehmenden Teil des Energiemixes entwickelt. Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien – einschließlich Wasserkraft – wird sich nach Angaben der International Energy Agency bis zum Jahr 2040 weltweit verdreifachen. Wir bei thyssenkrupp wollen bei der Energiewende eine wichtige Rolle einnehmen.

Zu unseren Zielen gehört es, die Erneuerbaren Energien zuverlässig zu machen. Dass die Erneuerbaren je nach Wetterlage noch unterschiedlich viel Strom produzieren, wollen wir durch innovative Speichertechnologien beherrschbar machen. Volatilität war gestern. Weitere Schwerpunkte sind unser Projekt Carbon2Chem sowie das Lastmanagement, also die Anpassung des Verbrauchs an das Energieangebot.

Bei unseren eigenen Prozessen haben wir uns anspruchsvolle Energieeffizienz-Ziele gesetzt. Wir wollen bis 2020 unsere Effizienz um 3,5 Terawatt verbessern. Das entspricht ungefähr 1,3 Millionen Tonnen CO2.

Zahlen und Fakten

  • mehr als 45 Prozent

    steigt der Primärenergieverbrauch bis 2030

  • über 30 Prozent

    wird Strom 2030 aus regenerativen Quellen erzeugt

  • mehr als 5 Gigawatt

    beträgt das Lastmanagement-Potential der deutschen Industrie

mehr als 45 Prozent

steigt der Primärenergieverbrauch bis 2030

über 30 Prozent

wird Strom 2030 aus regenerativen Quellen erzeugt

mehr als 5 Gigawatt

beträgt das Lastmanagement-Potential der deutschen Industrie

Deutschland 2012 2030
Photovoltaik33 GW~58 GW
Windenergie31 GW~80 GW
Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix 23.5% ~59%*
Deutschland 2012 2030
Photovoltaik33 GW~58 GW
Windenergie31 GW~80 GW
Anteil der erneuerbaren Energien am Energiemix 23.5% ~59%*

*: Ziel für 2030: >50% (2050: >80%); Angaben für 2030 können in Abhängigkeit der Quelle variieren

CO2 als Rohstoff

CO2 als Rohstoff

Wir haben die erste branchenübergreifende Initiative zur Nutzung von Emissionen aus der Stahlproduktion auf den Weg gebracht. Carbon2Chem heißt das Projekt, bei dem Hüttengase als Ausgangsstoffe für die Chemieproduktion genutzt werden. Carbon2Chem leistet nicht nur einen Beitrag zur Energiewende, sondern auch zum Klimaschutz.

So genannte Hüttengase entstehen in einem Stahlwerk an verschiedenen Stellen. Sie enthalten unter anderem Stickstoff, Wasserstoff, Methan sowie Kohlenmonoxid und Kohlendioxid (CO2). Heute nutzen wir diese Gase als Energiequelle. Sie werden in Kraftwerken verbrannt und liefern Strom für unsere Stahlproduktion.

Mit dem langfristig angelegten Projekt Carbon2Chem wollen wir Hüttengas als Rohstoff nutzen. Das Prinzip lässt sich das so erklären: Ein Chemiewerk in der Nachbarschaft könnte die Hüttengase als Ausgangsstoffe für die Herstellung von Kraftstoffen und Düngemitteln nutzen. Dabei würde auch das in den Hüttengasen enthaltene CO2 umgewandelt.

Geschätzt wird, dass dieses Konzept etwa im Jahr 2030 großindustriell anwendbar sein könnte. Natürlich braucht unser Stahlwerk dann auch weiterhin Strom. Hier kommen die Erneuerbaren Energien ins Spiel: Wenn Wind und Sonne überschüssigen Strom liefern, nutzen wir ihn für die Stahlherstellung. Das Hüttengas würde dann aufgeteilt, so dass ein Teil für die Chemieproduktion zur Verfügung steht.

Außerdem wollen wir mit dem “grünen Strom“ noch mehr Wasserstoff herstellen als im Hüttengas schon enthalten ist. Den zusätzlichen Wasserstoff brauchen wir für die Umwandlung des CO2. Denn Kohlendioxid ist eine sehr stabile chemische Verbindung. Für deren Auflösung braucht man viel Energie, wie sie im Wasserstoff enthalten ist.

Energiespeicher

Lastmanagement