Gute Nachrichten für Optimisten.

Gute Nachrichten für Optimisten.

Mut zur Veränderung

Dr. Reinhold Achatz, Technologiechef thyssenkrupp

Gute Nachricht zur Klimakonferenz: Netto-Null in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts ist ein erreichbares Ziel

Nachhaltigkeit ist für thyssenkrupp Bestandteil des Geschäftsmodells. Klimaschutz gehört zu den strategischen Zielen unseres Unternehmens. Wir stehen zu den Zielen des Pariser Abkommens. Und wir glauben: Die weltweiten, vom Menschen erzeugten Treibhausgasemissionen in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts auf Netto-Null zu bringen, ist ein erreichbares Ziel.

Dafür müssen wir Treibhausgasemissionen vermeiden, wo sinnvoll. Hierzu ist unter anderem der deutliche Ausbau der Erneuerbaren Energien nötig. Allerdings stellt die Volatilität der Erneuerbaren die Verbraucher vor neue Herausforderungen. Energie aus erneuerbaren Quellen steht nicht durchgehend in gleicher Menge zur Verfügung. Zum Glück gibt es heute schon Speichertechnologien, mit denen sich Schwankungen ausgleichen lassen.

Da wo sie nicht sinnvoll vermeidbar sind, können wir Treibhausgasemissionen im Kreislauf führen. CO2 lässt sich mit den richtigen Technologien sammeln und wieder als Rohstoff einsetzen. An den Technologien für Treibhausgasrecycling arbeitet thyssenkrupp heute schon sehr erfolgreich.

Über diese und weitere gute Nachrichten möchten wir Sie auf diesen Seiten informieren. Sie werden sehen: Was den Klimaschutz angeht, ist Technologie ein Teil der Lösung.

Technologien für den Klimaschutz

Carbon2Chem

#1 Carbon2Chem

CO2 recyceln

Carbon2Chem

Bei Carbon2Chem wollen wir die Hüttengase aus der Stahlproduktion in chemische Grundstoffe umwandeln - einschließlich des darin enthaltenen CO2. Aus den Hüttengasen werden Vorprodukte für Kunstdünger und für Treibstoff. So wird das Treibhausgas nicht mehr in die Atmosphäre abgegeben. Und: Die für die Umwandlung benötigte Energie wird aus erneuerbaren Quellen kommen. An dem Projekt beteiligen sich weitere 16 Partner aus der Grundlagen- und Anwendungsforschung sowie aus verschiedenen Industriebranchen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Smart Energy Storage

#2 Smart Energy Storage

Energie speichern

Smart Energy Storage

Der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung wächst und die Kosten sinken. Jetzt gilt es, leistungsfähige Speichertechnologien zu entwickeln, denn die Energie aus erneuerbaren Quellen steht nicht kontinuierlich in gleicher Menge zur Verfügung. Unsere Lösung: Smart Energy Storage Systems, die die Versorgungslücken überbrücken können. Redox-Flow Batterien können mehrere hundert Megawattstunden Energie speichern, die sich bei Bedarf sofort abrufen lassen. Eine zweite Technologie im Großmaßstab ist die Wasserelektrolyse. Das Wasser wird hier mithilfe von elektrischer Energie in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der Wasserstoff kann als Energiequelle gespeichert und bei Bedarf wieder in Elektrizität umgewandelt werden.

Oxyfuel

#3 Oxyfuel

CO2 auffangen

Oxyfuel

Wir haben eine Lösung entwickelt, mit der CO2 bei der Zementherstellung sehr wirkungsvoll gesammelt werden kann: Beim Oxyfuel-Prozess geht es um den Brennvorgang, mit dem aus Kalkstein eine Vorstufe von Zement hergestellt wird. Er wird in unserem Verfahren mit reinem Sauerstoff anstelle der Umgebungsluft betrieben. Weil dadurch kein Stickstoff in den Brennvorgang gelangt, entsteht hoch konzentriertes CO2. Dieses Gas kann deutlich einfacher gesammelt und wieder verwendet werden als das Abgas aus einer konventionellen Brennanlage – zum Beispiel als Rohstoff für die Chemieproduktion.

Envinox

#4 Envinox

Treibhausgas umwandeln

Envinox

Lachgas ist etwa 300mal klimaschädlicher als CO2. Es entsteht unter anderem bei der Herstellung von Salpetersäure. Das ist ein wichtiger Grundstoff, weil daraus zum Beispiel Düngemittel produziert werden. Mit unserem EnviNOx-Verfahren lässt sich Lachgas aus der Salpetersäure-Produktion nahezu vollständig beseitigen. Außerdem wandelt es die im Abgas enthaltenen Stickoxide in Wasser und Stickstoff um. Rund 30 EnviNOx-Systeme sorgen inzwischen weltweit dafür, dass etwa 20.000 Tonnen Stickoxide und circa 56.000 Tonnen Lachgas eingespart werden.

BioTfuel

#5 BioTfuel

Kraftstoff neu denken

BioTfueL

Bei BioTfueL produzieren wir gemeinsam mit europäischen Partnern klimafreundlichen Biodiesel und Biokerosin. Diese Biokraftstoffe der zweiten Generation sind besonders hochwertig und sparen bis zu 90 Prozent CO2 Emissionen im Vergleich zu konventionellem Treibstoff. Die BioTfuel Kraftstoffe sind in gängigen Dieselmotoren Pkws, Zügen und Schiffen sowie Flugzeugtriebwerken direkt einsetzbar. Ausgangsmaterial sind Abfallstoffe wie Stroh, Grasschnitt, Pflanzen- und Holzreste oder schnell nachwachsende Energiepflanzen. Das ist Biomasse, die nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln steht.

E-Mobility

#6 E-Mobility

Sauber fahren

E-Mobility

Bei der Elektromobilität gibt es zwei Faktoren, die für die Reichweite entscheidend sind: die Speicherkapazität der Batterien und die Effizienz der Elektromotoren. Deshalb arbeiten wir gleichzeitig an beiden Seiten des Konzepts: Gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie entwickeln wir eine neue Batteriezellengeneration mit einem revolutionären Design. Mindestens genauso viel Potenzial wie in der Batterie steckt auch im elektrischen Antrieb. Für automobile Hybrid- und Elektromotoren haben wir unsere Spezialstähle so weiterentwickelt, dass der Wirkungsgrad des Motors und damit auch die Reichweite des Fahrzeugs deutlich verbessert werden.

Klimaneutral in die Zukunft

Alle Investitionen, die wir machen, dienen immer dem gleichen Ziel: Einer besseren Zukunft. Wir sagen, Net-Zero ist unter bestimmten Rahmenbedingungen machbar.

Markus Oles, Leiter Innovation Strategie und Projekte.

Die Klimaziele sind erreichbar – Technologie ist der Treiber. Klimaschutz ist für Technologieunternehmen kein Zwang, sondern eine reale Geschäftschance.

Thomas Fußhöller, Leiter Nachhaltigkeit, Umwelt und Energiemanagement.

Ansprechpartner

Thomas Fußhöller
Leiter Nachhaltigkeit, Umwel und Energiemanagement
ThyssenKrupp Allee 1 45143 Essen
Dr. Markus Oles
Leiter Innovation Strategie und Projekte
ThyssenKrupp Allee 1
45143 Essen
Bernd Overmaat
Bernd Overmaat
Pressesprecher Technologie, Innovation & Nachhaltigkeit
ThyssenKrupp Allee 1
45143 Essen