Spenglermeister
Wenn irgendwo Fassaden im Sonnenlicht glänzen, sich auch ungewöhnliche Formen mit Titan, Edelstahl oder Feinblechen schmücken, dann hatte womöglich Georg Lummel seine Hände im Spiel. So auch beim Headquarter und dem Forumgebäude des ThyssenKrupp Quartiers: Der Spenglermeister war mit seinem Unternehmen, der Lummel GmbH & Co. KG aus Karlstadt am Main, dafür verantwortlich, die hochwertigen Stahlbleche anzubringen, die mit ihrem an Champagner erinnernden Farbton wesentlich zum äußeren Auftritt der Gebäude beitragen.
Das war nicht das erste Mal, dass Georg Lummel mit ThyssenKrupp zusammenarbeitet: Die spektakulären Edelstahlfassaden der Bauten von Frank O. Gehry im Düsseldorfer „Neuen Zollhof“ oder die Fliegerbauchuntersicht des neuen Porsche-Museums in Stuttgart hat das renommierte Unternehmen ebenfalls angebracht.
Doch, so sagt Lummel, „jedes Objekt ist einzigartig. Beim neuen Headquarter war eine Herausforderung beispielsweise, dass jedes Feinblech sich einzeln herausnehmen lassen muss, falls ein Schaden auftritt.“ Kompliziert war auch die Abstimmung der Beteiligten untereinander, wie Lummel erzählt: „Teilweise treffen sich im Gebäude vier unterschiedliche Fassadentypen an einer Stelle. Das bedeutet: Die beteiligten Fassadenbauer müssen gleich gut und genau arbeiten, damit sich alle mit einer Abweichung von maximal zehn Millimetern am festgelegten Ort treffen.“
Mit dem Ergebnis ist Georg Lummel sehr zufrieden. „Ich hätte vorher nicht gedacht, dass die Feinbleche so gut aussehen können, denn für solche Fassaden nimmt man sonst eher Aluminium.“ Doch, so sagt er selbstbewusst, „wenn man es richtig macht, ist das Material auch für repräsentative Gebäude sehr gut geeignet.“ Teilweise haben bis zu 16 Mitarbeiter seines Unternehmens an den Fassaden gearbeitet.
Nun ist Lummel froh, dass die Arbeiten so gut wie abgeschlossen sind. Denn anstrengend war das Projekt schon, meint er. „Das ist eigentlich fast immer so: Während man baut, ist es auch mal nervenzehrend. Aber hinterher ist man stolz und freut sich über das gute Feedback.“
























