Glänzende Idee

Das Sonnenschutzsystem gibt dem Hauptgebäude sein Gesicht – und ist eine weltweit einzigartige Lösung.

Als die Sonne in den Sitzungsraum schien, hielten sich die Teilnehmer automatisch eine Hand waagrecht über die Augen, um sich vor dem Licht zu schützen. Und genau so funktioniert auch der Sonnenschutz in Essen: Auf einer vertikalen Mittelachse sitzen links und rechts gut 7 Zentimeter lange und 2 Millimeter dünne Edelstahllamellen – sie sind quasi die vor der Sonne schützende Hand. Die Achse kann rotieren und so die Lamellen stufenlos am Sonnenstand ausrichten.

Hinzu kommt ein weiterer Clou: Um den Sonnenschutz bei Bedarf vollständig zu öffnen, lassen sich die Lamellen nach vorne zusammenfahren. Dieses speziell angefertigte Sonnenschutzsystem bildet die optische Visitenkarte des Gebäudes. Denn die insgesamt 380.000 Lamellen geben dem Bau ein Gesicht, das sich je nach Sonneneinfall wandelt – an sonnigen Tagen im Hochsommer oder bei Sturm ist die Fassade zum Beispiel komplett geschlossen und leuchtet silbrig, während sie an bedeckten Tagen den Blick auf die Glasfassade darunter freigibt.

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