Bewegung und Aufbruch

Offenheit

Das städtebauliche Campus-Konzept soll auch – zumindest teilweise – eine Öffnung nach außen bringen. Ist es nicht trotzdem eher wahrscheinlich, dass sich das Quartier zu einem Mikrokosmos für die dort Beschäftigten entwickelt?

Nein, das denke ich nicht – das Quartier ist ja eingebettet in eine sehr umfassende städtebauliche Entwicklung. Vor elf Jahren schon entstand der Rahmenplan für den so genannten Krupp-Gürtel, das Entwicklungsareal, das zwischen der Essener Innenstadt und dem Stadtteil Altendorf in weiten Teilen über Jahrzehnte brach lag. Mit der schieren Größe von rund 230 Hektar handelt es sich dabei um das größte innenstadtnahe Entwicklungsareal in Deutschland. Ziel damals wie heute war es, die Innenstadt zu erweitern und diese mit dem Stadtteil Altendorf zu verknüpfen.

Mit der Entscheidung, die Verwaltungseinheiten von ThyssenKrupp im Herzen dieses Entwicklungsareals zu konzentrieren, haben wir in Essen eine städtebauliche Dynamik in Gang gesetzt. So hat die Stadt parallel den ersten Bauabschnitt des Berthold-Beitz-Boulevards und des Nordteils des Krupp Parks in Angriff genommen und bereits den Bürgern der Stadt übergeben. Ich bin sehr zuversichtlich, dass auch die Öffentlichkeit unseren Campus entdecken wird – und so ein lebendiger Austausch des Konzerns mit seiner Umgebung entsteht.

Indem wir den Campus so offen gestalten, wollen wir ein Zeichen setzen, gerade in einer Zeit, in der Sicherheitskontrollen schon fast überhand nehmen. Wir haben keinen Zaun und keine Mauer gebaut, damit diese immense Fläche nicht nur den Mitarbeitern zur Verfügung steht. Dass wir die Einladung zum Dialog ernst meinen, zeigt auch die Gestaltung des Forums: Es soll ein Ort der Gespräche und des Austauschs sein.

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