Finanz- und Vermögenslage
Analyse der Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".
Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss in Höhe von 0,2 Mrd € nach 0,6 Mrd € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung des Operating Cash-Flow um rund 0,4 Mrd € resultierte im Wesentlichen aus dem verringerten Aufbau des Working Capital.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um 0,3 Mrd € auf 0,8 Mrd €. Ursache hierfür waren insbesondere die um 0,1 Mrd € auf 0,9 Mrd € gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, die im Wesentlichen die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien betrafen, sowie die um 0,2 Mrd € gesunkenen Einnahmen aus dem Verkauf von konsolidierten Gesellschaften und Sachanlagen.
Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe aus Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit, verbesserte sich somit im Berichtsquartal leicht um 0,1 Mrd € auf -1,0 Mrd €.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich in der Berichtsperiode verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,2 Mrd € auf 0,2 Mrd €. Ursache hierfür war insbesondere die erhöhte Rückführung von Finanzverbindlichkeiten im 1. Quartal 2007/2008.
Analyse der Bilanzstruktur
Die nachfolgende Darstellung der Bilanzstruktur schließt die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden ein, die in der Konzernbilanz separat ausgewiesen werden.
Insgesamt ist die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2007 mit 37.424 Mio € um 650 Mio € gesunken. Hierin ist ein wechselkursbedingter Rückgang in Höhe von 241 Mio € enthalten.
Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte um 532 Mio € resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Sachanlagevermögens um 521 Mio € als Folge des Baufortschritts des Stahlwerks in Brasilien.
Der Anstieg der Vorräte um 383 Mio € auf 9.247 Mio € ergab sich hauptsächlich aus rückläufigen Versandmengen zum Ende des Berichtszeitraums im Segment Steel und aus verzögerten Kundenabrufen im Segment Services. Auf Grund der abgeschwächten Geschäftsentwicklung im Berichtsquartal verzeichnete das Segment Stainless eine mengen- und preisbedingte Abnahme der Vorräte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 631 Mio € ab, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ebenfalls einen Rückgang um 567 Mio € verzeichneten. Ursächlich für die Rückgänge waren neben Währungskurseinflüssen insbesondere das im Berichtszeitraum verringerte Geschäftsvolumen im Segment Stainless sowie saisonale Einflüsse in den Segmenten Technologies und Services. Im Segment Technologies wurde der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen außerdem durch Kundenzahlungen im Anlagen- und Schiffbau maßgeblich beeinflusst. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 291 Mio € beruhte mit 120 Mio € auf erhöhten Vorauszahlungen.
Der Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 1.243 Mio € auf 2.415 Mio € war im Wesentlichen mit 867 Mio € auf Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie mit 205 Mio € auf die Rückzahlung von verzinslichen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.
Der Anstieg des Eigenkapitals um 288 Mio € auf 10.735 Mio € resultierte einerseits aus dem im Berichtszeitraum erzielten Periodenüberschuss von 435 Mio €. Gegenläufig wirkten andererseits insbesondere direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen im Zusammenhang mit der Währungsumrechnung (102 Mio €) sowie unrealisierten Verlusten aus derivativen Finanzinstrumenten (45 Mio €).




