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Risikobericht

Unser systematisches Risikomanagementsystem erhöht den Wert des Unternehmens und sichert seinen Bestand, indem es Einzelrisiken angemessen steuert und transparent aufbereitet. Alle Risiken im Berichtsjahr waren begrenzt und überschaubar. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert. Die Finanzkrise wird sich bei Eintritt aller derzeit bekannten, aber noch nicht in vollem Umfang beurteilbaren Risiken wesentlich auf die Ertragslage des Konzerns auswirken.

Die Risikopolitik bei ThyssenKrupp ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern.

Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und/oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen vermieden, so dass der vollständige Risikoumfang die Risikodeckungspotenziale der ThyssenKrupp AG nicht überschreitet.

In den Grundsätzen für das Risikomanagement hat ThyssenKrupp die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement formuliert. Das Handbuch "Risikomanagement" regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Der Konzern hat den Mitarbeitern verbindliche Grundsätze vorgegeben, wie mit Risiken umzugehen ist. Beispielsweise sind Spekulationsgeschäfte oder sonstige Maßnahmen mit spekulativem Charakter grundsätzlich verboten. Gegenüber Lieferanten, Kunden und anderen Geschäftspartnern gelten Fairness und Verantwortungsbewusstsein. Durch regelmäßige Schulungs- und Kontrollmaßnahmen sorgen wir dafür, dass diese Grundsätze eingehalten werden.

Das vom Vorstand der ThyssenKrupp AG installierte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Im Rahmen der ihm übertragenen Verantwortung muss sich jeder Konzernmitarbeiter – unabhängig von der hierarchischen Ebene – risikobewusst verhalten. Die direkte Verantwortung für die Früherkennung und Steuerung von Risiken liegt bei den jeweiligen operativen Vorgesetzten. Die Kontrolle der Risiken wird durch die nächsthöhere Organisationsebene sichergestellt.

In Risikoinventuren (Risk Maps) informieren die Konzernunternehmen ihre Segmentführungsgesellschaften mit abgestuften Schwellenwerten "bottom up" über den aktuellen Status von bedeutenden Risiken. Die Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen bewertet und klassifiziert, und die Maßnahmen zur Risikoreduzierung sowie die Frühwarnindikatoren werden regelmäßig aktualisiert. Die Segmentvorstände berichten dem Vorstand der ThyssenKrupp AG alle zwei Wochen als Tagesordnungspunkt im Rahmen der Vorstandsberichterstattung über die aktuelle zusammengefasste Risikolage. Über Ad-hoc-Risiken wird darüber hinaus bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt unterrichtet.

Durch Kontrollen im In- und Ausland haben wir auch 2007/2008 geprüft, ob die Vorgaben des Risikomanagementsystems eingehalten werden. Die Erkenntnisse aus diesen Audits halfen, die Früherkennung und Steuerung von Risiken weiter zu verbessern. Außerdem haben wir kontinuierlich die Instrumente weiterentwickelt, um die Risiken im Konzern besser zu erfassen und zu steuern. Gegenwärtig wird eine segmentübergreifende Software entwickelt, mit der wir die Konzernrisiken standardisiert und strukturiert verwalten können sowie die manuellen Tätigkeiten im Risikomanagementprozess reduzieren und die Qualität der Informationsinhalte weiter erhöhen.

Chancen und Risiken im Ausgleich

Allen von uns eingegangenen Risiken stehen angemessene Chancen gegenüber, die wir systematisch identifizieren, bewerten, steuern und kontrollieren. Einzelheiten können Sie in unserem Chancenbericht nachlesen.

Risikotransfer durch zentralen Dienstleister

ThyssenKrupp Risk and Insurance Services als zentraler Dienstleister übernahm 2007/2008 wie in den Jahren zuvor den Risikotransfer auf Versicherer durch den Abschluss von Konzernversicherungsverträgen. Durch Schadensanalysen wird das Risikopotenzial regelmäßig bewertet, nach dem sodann der Versicherungsschutz gestaltet wird. Insbesondere bei einigen Produktionsanlagen der Segmente Steel und Stainless bestehen bei den Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen Selbstbehalte in beachtlicher Höhe, so dass der Eintritt eines oder mehrerer Schadensfälle deshalb die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnte. Der Risikotransfer auf Versicherer könnte von der gegenwärtigen Finanzkrise durch den Ausfall von Versicherern negativ beeinflusst werden. Dieses Risiko wird dadurch erheblich eingeschränkt, dass ThyssenKrupp Risk and Insurance Services das Risiko auf viele Versicherer verteilt und grundsätzlich nur solche Versicherer auswählt, die ein Rating von mindestens A- vorweisen können.

Die gemeinsamen verbindlichen Standards zur Risikovorsorge entstanden in mehreren Arbeitsgruppen des Konzerns. Interne und externe Audits prüften regelmäßig, ob diese Standards im Rahmen eines sachversicherungsbezogenen Risikomanagements eingehalten werden. Eine neue Konzernrichtlinie fordert darüber hinaus für Risiken der Sach- und Sach-Betriebsunterbrechungs-Versicherung einen Wiederanlaufplan für den Fall von Betriebsunterbrechungen.


Finanzwirtschaftliche Risiken werden begrenzt

Zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG als Konzernführungsgesellschaft zählen die Koordination und die Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit von ThyssenKrupp. In diesem Zusammenhang wird die Konzernfinanzierung optimiert und die finanzwirtschaftlichen Risiken werden begrenzt. Durch fortlaufende Überprüfung und intensive Kontrollen werden die Risiken auf den einzelnen finanzwirtschaftlichen Risikofeldern minimiert.

Kreditrisiko (Ausfallrisiko): Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich werden grundsätzlich nur mit Kontrahenten sehr guter Bonität unter Einhaltung vorgegebener Risikolimite abgeschlossen. Außenstände und Ausfallrisiken werden von den Konzernunternehmen fortlaufend überwacht; teilweise sind sie zusätzlich über Warenkreditversicherungen abgesichert. Besonders intensiv wird die Bonität von Großkunden beobachtet.

Liquiditätsrisiko: Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, halten wir auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vor. Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen konzentrieren sich vorwiegend auf die ThyssenKrupp AG und spezielle Finanzierungsgesellschaften. Im Rahmen des Cash-Pooling leiten wir die Mittel bedarfsgerecht intern an Konzernunternehmen weiter.

Marktrisiko: Schwankungen der Zeitwerte oder künftiger Zahlungsströme aus originären oder derivativen Finanzinstrumenten wegen Marktänderungen werden durch verschiedene Maßnahmen begrenzt oder ausgeschaltet. Dazu zählen im Wesentlichen außerhalb der Börse gehandelte Devisentermingeschäfte, Zins-/Währungsderivate und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern. Zur Warenpreisabsicherung setzen wir darüber hinaus auch börsengehandelte Futures ein. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wird umfassend überwacht, wobei die Kontrollen auf der Basis von Richtlinien im Rahmen des regelmäßigen Reportings erfolgen.

Währungsrisiko: Zur Begrenzung der Risiken aus der Vielzahl unserer Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – haben wir konzerneinheitliche Richtlinien für das Devisenmanagement entwickelt. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften unseres Konzerns Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern; Unternehmen mit Sitz in der EWU sichern grundsätzlich über unsere zentrale Clearing-Stelle. Translationsrisiken – also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen – werden grundsätzlich nicht abgesichert.

Zinsrisiko: Wie in den Vorjahren haben wir auch 2007/2008 Liquidität an den internationalen Geldund Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen – überwiegend im Euro- und US-Dollar-Raum – und mit unterschiedlichen Laufzeiten beschafft. Teilweise sind die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Für die Steuerung dieses Risikos werden regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Die regelmäßige Information über deren Ergebnisse ist Bestandteil unseres Risikomanagementsystems.

Warenpreisrisiko: Je nach Marktsituation können die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie erheblich schwanken. Dieses Preisrisiko minimieren wir zum einen durch langfristige Lieferverträge – beispielsweise für Erz, Kohle und Koks. Zum anderen setzen einige Konzernunternehmen derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Preisschwankungen für Rohstoffe abzusichern, insbesondere für Nickel und Kupfer. Für den Abschluss solcher Finanzinstrumente gelten strenge Richtlinien. Es werden Warentermingeschäfte und Optionen verwendet.

Details über diese Risikofelder stehen im Anhang unter Nr. 30.

Auf Grund der Finanzkrise und möglicher Auswirkungen auf die Realwirtschaft wird sich weltweit eine Konjunkturabschwächung ergeben, die auch negative Auswirkungen auf den operativen Cash-Flow des Konzerns haben könnte. Die Finanzkrise hat allgemein den Zugang zu den Geld- und Kapitalmärkten erschwert. ThyssenKrupp hat vor diesem Hintergrund ausreichende Liquiditätsvorsorge betrieben.

Risiken aus Käufen, Verkäufen und Restrukturierungen

Im Konzern können aus dem Verkauf oder Erwerb von Grundstücken, Unternehmen oder sonstigen Geschäftsaktivitäten sowie aus Restrukturierungsmaßnahmen Risiken entstehen. Wenn ein Risiko wahrscheinlich war, haben wir bilanziell vorgesorgt.

Risiken der Informationssicherheit

Die eingesetzten Informationstechnologien werden ständig daraufhin überprüft, ob sie eine sichere Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleisten; gegebenenfalls werden sie aktualisiert. Wir entwickeln die Systeme laufend weiter, denn Informationssicherheit hat für uns einen hohen Stellenwert. Segmentübergreifend haben wir ein Information Security Forum als Koordinationsplattform aufgebaut. In einigen Konzernunternehmen werden Geschäftsprozesse und Rechenzentren sicherheitszertifiziert. Die IT-gestützte Integration der Geschäftsprozesse setzt entscheidend voraus, dass die mit ihr verbundenen Risiken für unsere Konzernunternehmen, aber auch für unsere Kunden, Lieferanten und andere Geschäftspartner minimiert sind.

Risiken aus Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

Das zur Deckung von Pensionsverbindlichkeiten bestimmte Fondsvermögen ist Kapitalmarktrisiken ausgesetzt. Um diese möglichst gering zu halten, erfolgen die Auswahl und die Gewichtung der einzelnen Anlageformen auf Basis von Asset-Liability-Studien unabhängiger Experten. Ziel ist, die Kapitalanlagen so auszurichten, dass die zugehörigen Pensionsverpflichtungen im Hinblick auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erträge der Anlagen dauerhaft erfüllt werden. Bei Pensionsverpflichtungen bestehen Risiken bezüglich der höheren Lebenserwartungen von Versorgungsberechtigten sowie aus Verpflichtungen, die Rentenhöhen regelmäßig anzupassen. Darüber hinaus können sich die Kosten für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen in den USA und Kanada erhöhen. Außerdem besteht in einigen Ländern die Möglichkeit, dass künftig deutlich höhere Zahlungen an Pensionsfonds auf Grund verschärfter gesetzlicher Anforderungen zu leisten sind. In Einzelfällen kann bei vorzeitiger Auflösung eines Pensionsplans eine zusätzliche Zuführung erforderlich werden.

Einzelheiten hierzu finden Sie im Anhang unter Nr. 23.

Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter

Rechtliche Risiken ergeben sich aus Klagen gegenüber ThyssenKrupp bzw. einzelnen Konzernunternehmen. Diese können beispielsweise in den Bereichen Kartellrecht und Umweltrecht angesiedelt sein, aber auch Schadensersatzklagen aus Produkthaftung umfassen.

Rechtliche Risiken ergeben sich aus Klagen gegenüber ThyssenKrupp bzw. einzelnen Konzernunternehmen. Diese können beispielsweise in den Bereichen Kartellrecht und Umweltrecht angesiedelt sein, aber auch Schadensersatzklagen aus Produkthaftung umfassen.

Darüber hinaus haben Kunden, Konsortialpartner und Subunternehmer aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen Ansprüche gegen ThyssenKrupp erhoben. Falls wahrscheinlich ist, dass einzelne Ansprüche zu Zahlungsverpflichtungen führen werden, haben wir Rückstellungen gebildet.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche informieren wir unter Anhang-Nr. 29.

Regulatorische Risiken

Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können unser Geschäft ungünstig beeinflussen. Eine verschärfte Haftpflicht- oder Umweltschutzgesetzgebung könnte unsere Kosten erhöhen und unseren Absatz einschränken. Geänderte Wettbewerbsbestimmungen könnten uns Nachteile bringen. Hinzu kommen Erhöhungen von Sozialabgaben und sonstigen vorgeschriebenen Lohnnebenleistungen, die für uns Kostensteigerungen bedeuten würden. Durch enge Arbeitskontakte zu den Institutionen, die die rechtlichen Rahmenbestimmungen gestalten, versuchen wir, die Belastungen zu reduzieren.

Umweltschutzrisiken

In einigen unserer Produktionsbetriebe bestehen verfahrensbedingte Risiken, Luft und Wasser zu verunreinigen. Durch intensive Umweltschutzmaßnahmen und umweltschonende Investitionen sorgen wir deshalb dafür, die Umwelt möglichst wenig zu belasten und Ressourcen zu schonen. Hierzu gehört der Einsatz moderner umweltschonender Anlagen, die gleichzeitig zu Einsparungen bei Gebühren und Energiekosten führen. Da die Zahl von Konzernunternehmen mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen weiter zugenommen hat, ist auch die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken vermindert. Alle gesetzlichen Vorschriften im Umweltschutzbereich halten wir konsequent ein. Weitere Einzelheiten zum Umweltschutz bei ThyssenKrupp stehen im Kapitel "Engagement, Nachhaltigkeit und Umweltschutz".

Aus früheren Geschäftsaktivitäten bestehen für einige Grundstücke Altlasten- und Bergschädenrisiken, die durch vorbeugende Maßnahmen und planmäßige Sanierungsarbeiten gesteuert und verringert werden. Deponien im Grundstücksbestand werden laufend kontrolliert und gesichert. Auch 2007/2008 haben wir Rückstellungen im bilanziell erforderlichen Maß gebildet.

Emissionsrechtrisiken aus EU-Vorhaben

Erhebliche Risiken speziell für unsere Produktionskosten stellen die Pläne der Europäischen Kommission dar, ab 2013 die Emissionsrechte für CO2 nicht mehr kostenlos zu vergeben, sondern vollständig in Auktionen zu versteigern. Als energieintensiver Industrie- und Dienstleistungskonzern könnten wir im internationalen Wettbewerb die zusätzlichen Kosten aus einer Vollauktionierung wahrscheinlich nicht oder nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben – mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Ertragslage.

Beschaffungsrisiken

Auf der Beschaffungsseite ist ThyssenKrupp vor allem von der Möglichkeit steigender Preise betroffen. Den entsprechenden Risiken in der Rohstoffbeschaffung, insbesondere bei Erz und Kohle, begegnen wir, indem wir die höheren Kosten möglichst in den Produktpreisen weitergeben; außerdem suchen wir weltweit ständig alternative und kostengünstige Lieferanten. Beim Energie-Einkauf begrenzen eine strukturierte Beschaffung auf dem Strommarkt sowie unsere langfristigen Erdgasverträge die Risiken auf diesen Märkten.

Um die Risiken von Lieferausfällen zu begrenzen, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus. Eine geografische Streuung der Aufträge in unseren Segmenten macht uns unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten Beschaffungsalternativen zu finden.

Nähere Einzelheiten zu unserem Beschaffungsmanagement stehen im Kapitel "Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern".

Absatzrisiken aus weltweiter Tätigkeit

Als weltweit tätiger Konzern ist ThyssenKrupp in besonderem Maße einer risikobehafteten Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt. Wir beobachten dazu intensiv die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und Handelsströme, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Unsere internationale Präsenz macht uns zugleich weitgehend unabhängig von regionalen Krisen. Darüber hinaus begrenzt unsere stark differenzierte Produkt- und Kundenstruktur unsere Absatzrisiken.

Die weltweit zu beobachtende Abschwächung der Automobilindustrie trifft auch unseren Konzern und wird genau beobachtet. Die verschlechterte Bonität der Großkunden birgt Forderungsausfallrisiken, denen wir mit einem effektiven Debitorenmanagement begegnen. Die Absatzrisiken unserer Segmente sind im Einzelnen im Abschnitt "Segmentspezifische Risiken dezentral gesteuert" beschrieben.

Qualitäts- und Lieferterminrisiken minimieren wir dadurch, dass wir die Wertschöpfungsketten stetig optimieren. Die vorbeugende Instandhaltung und Modernisierung wirkt dem Risiko eines ungeplanten Stillstands von Produktionsaggregaten entgegen.

Personalrisiken und Personalpolitik

Engagierte und kompetente Mitarbeiter und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für ThyssenKrupp. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in unserem Konzern nicht zu finden oder sie nicht halten zu können. Wir positionieren uns deshalb als attraktiver Arbeitgeber und fördern eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Konzern. Karriereperspektiven und attraktive Anreizsysteme für Führungskräfte sind Bestandteil unserer konsequenten Managemententwicklung. Eine zielgruppenorientierte Beratung stärkt darüber hinaus die Identifikation der Potenzialträger aller Ebenen mit dem Unternehmen.

Durch eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher und ein hochqualifiziertes Ausbildungssystem an unseren Standorten stellen wir den notwendigen Nachwuchs für unsere Belegschaften sicher. In intensiver Zusammenarbeit mit Schwerpunktuniversitäten sprechen wir frühzeitig qualifizierte Studenten an. Auch die Durchführung des IdeenParks 2008 in Stuttgart hat einen großen Beitrag dazu geleistet, ThyssenKrupp als attraktiven Arbeitgeber für den Ingenieurnachwuchs ins Gespräch zu bringen. Wir kümmern uns besonders um Frauen, die Kinder haben und dabei berufstätig sein wollen: Wo immer es geht, wird ihnen ermöglicht, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Näheres zu diesen Themen können Sie im Kapitel "Mitarbeiter" lesen.


Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich abschwächen. Nach 3,7 % im Jahr 2008 rechnen wir für 2009 mit einem Wachstum von unter 3 %. Die Weltwirtschaft befindet sich damit in einer Rezession. Diese Prognose beruht auf einer Reihe von Annahmen. Unterstellt wird eine weitgehende geopolitische Stabilität. Der Einschätzung liegt zudem die unsichere Annahme zugrunde, dass die durch die internationale Finanzkrise ausgelösten Probleme sich nicht weiter dramatisch verschärfen.

Die durch die Fehlentwicklung auf dem US-Hypothekenmarkt ausgelöste internationale Finanzkrise hat bereits die gesamtwirtschaftliche Entwicklung insbesondere in den USA und anderen Industrieländern belastet. Auch für 2009 sind negative Rückkoppelungseffekte vom Finanzsektor auf den Güter- und Dienstleistungsmarkt zu erwarten. Sollten die beschlossenen wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen nicht dazu beitragen, dass allmählich wieder Vertrauen in den Finanzmarkt zurückkehrt, erhöht sich das Risiko einer noch tieferen und länger anhaltenden Rezession. Liquiditätsprobleme der Banken schränken dann die Kreditvergabe weiter ein, die Investitionen geben noch stärker nach, und eine höhere Arbeitslosigkeit sowie ein nachlassender Konsum würden die konjunkturellen Perspektiven auch in den Schwellenländern zusätzlich belasten.

Die erwartete globale Rezession sollte eine gewisse Entspannung bei den Preisen für Energie und Rohstoffe bringen. Für Unternehmen im Euro-Raum werden diese Effekte aber gegebenenfalls durch eine Dollar-Aufwertung gedämpft. Neben diesem Wechselkursrisiko besteht die Gefahr, dass insbesondere das Rohstoffangebot durch staatliche und sonstige marktwidrige Eingriffe weiter beschränkt wird. Steuern auf Rohstoffausfuhren und andere Exportrestriktionen belasten die Preise ebenso wie eine weitere Einschränkung der Wettbewerbsstrukturen durch Unternehmensübernahmen.


Steel: Innovationsstrategie senkt Wettbewerbsrisiken

Zu den Risiken im Segment Steel zählen insbesondere Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite, Risiken aus Wechselkursschwankungen, aus dem Emissionshandel sowie aus Produktionsausfällen und erhöhten Instandsetzungsaufwendungen infolge von Anlagenausfällen. Die Großprojekte in Brasilien und den USA weiten außerdem die Kapazität aus, was ebenfalls zu Marktrisiken auf der Absatz- und Beschaffungsseite führen kann.

Grundsätzlich ist aus Sicht des Weltstahlmarktes das übergeordnete Risiko gegeben, dass Überkapazitäten enstehen, insbesondere in China. Hieraus könnten Ungleichgewichte zwischen den Märkten mit möglicherweise negativen Folgen für die Profitabilität des Steel-Segments entstehen.

Den Risiken aus zyklischen Stahlkonjunkturverläufen begegnet das Segment durch Kostenoptimierung, rechtzeitige Produktionsanpassungen und Konzentration auf anspruchsvolle Marktsegmente mit geringer Zyklizität. Steel mindert das Risiko begrenzter Stamm-Märkte durch Globalisierung der Produktion – u.a. mit dem Aufbau von Produktionskapazitäten in Brasilien und den USA – und verstärkte Internationalisierung des Absatzes. Die durch die Großprojekte entstehenden Absatzrisiken werden durch frühzeitigen Auf- und Ausbau des Kundenstamms reduziert. Wir schätzen aber die markt- und wettbewerbsbedingten Risiken für den Eintritt in den Nafta-Markt durch das neue Werk in Alabama/USA als gering ein. Gestützt wird dies schon jetzt durch die breit angelegte und erfolgreiche Kundenarbeit.

Der hohen Wettbewerbsintensität auf dem Markt für Qualitätsflachstahlerzeugnisse begegnet das Segment erfolgreich durch seine Innovationsstrategie, die zumindest zeitweise Wettbewerbsvorteile ermöglicht.

Wesentliche Risiken ergeben sich auf der Absatzseite bei der Durchsetzung von Erlösanhebungen. Überproportional steigende Rohstoff- und Energiepreise stellen für Steel Risiken auf der Kostenseite dar. Deshalb verfolgen wir die Entwicklungen und die beeinflussenden Faktoren ständig, um notwendige Änderungen frühzeitig einleiten zu können. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, stellt Steel die Verträge mit den Kunden so um, dass sie zeitlich mehr mit den Einkaufsverträgen für Rohstoffe übereinstimmen.

Weiterhin bestehen Risiken durch mögliche Schadensereignisse innerhalb der mit den Versicherern vereinbarten Selbstbehalte. Um dem entgegenzuwirken, werden ständig organisatorische und technische Maßnahmen neu eingeführt bzw. optimiert. Das Segment Steel hat beispielsweise ein wirtschaftliches und technisches Risikocontrolling als festen Bestandteil in den Risikomanagement- Prozess integriert und zur weiteren Optimierung des vorbeugenden Brandschutzes "Best Practice Guidelines" für das gesamte Segment umgesetzt.

In enger Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten versucht Steel, die Risiken bei der Abwicklung der Großprojekte in Brasilien und den USA zu minimieren. Hierzu gehören vor allem Bauverzögerungen und Lieferschwierigkeiten von Anlagenbauern sowie Wechselkursänderungen. In Zusammenarbeit mit Projektorganisationen und externen Beratern wurde deshalb ein umfassendes System aufgebaut, das aus Schwachstellenanalysen, Entwicklung von Gegenmaßnahmen und konsequentem Risikomanagement besteht.

Trotz der konzernweit gültigen Emissionshandelsstrategie können für das Segment Steel aus dem Emissionshandel in der zweiten Handelsperiode, die sich von 2008 bis 2012 erstreckt, Mengen- wie Preisrisiken für Emissionsberechtigungen erwachsen.

Stainless: Umfangreiche Maßnahmen gegen Marktrisiken

Für das Segment Stainless ergeben sich neben den branchenüblichen prinzipiellen Risiken auf Grund der zyklischen Stahlkonjunkturverläufe vornehmlich Risiken aus der Entwicklung der Märkte durch bestehende oder zu erwartende Überkapazitäten bei den Rostfrei-Produzenten in Asien. Besonders die Entwicklung von Angebot und Nachfrage in China stellt ein Risiko dar.

Diesen Marktrisiken wird mit zahlreichen Maßnahmen begegnet. Wir haben die Wertschöpfungskette in Richtung auf das margenträchtige Endkundengeschäft vertieft, die Kundenbeziehungen weiter intensiviert, unser kundennahes Serviceangebot ausgebaut sowie Qualität und Lieferleistungen verbessert. Dem zunehmenden Wettbewerbsdruck begegnen wir darüber hinaus durch die Entwicklung neuer Anwendungen für rostfreie Stähle und Nickellegierungen, durch innovative Produkte aus diesen Werkstoffen sowie moderne und kostensparende Prozesstechnologien.

Beim Bau des Rostfrei-Stahlwerks und der Weiterverarbeitungsanlagen im US-Bundesstaat Alabama werden die Kosten strikt kontrolliert, um weitere Termin- und Budgetüberschreitungen auszuschließen. Die Umsetzung des Projekts wird auch dazu beitragen, unsere Marktdurchdringung in den USA zu erweitern.

Die Risiken aus Verfügbarkeit und Preisen von Rohstoffen, insbesondere beim Bezug von Nickel, Chrom und legiertem Schrott, minimieren wir durch entsprechende Verträge und Sicherungsmechanismen. Auf mögliche Substitutionsgefahren bei Rostfrei-Flachprodukten infolge anhaltend hoher Legierungsmittelpreise stellt sich Stainless durch die Entwicklung alternativer Werkstoffkonzepte ein. Darüber hinaus sorgt die kontinuierliche Weiterentwicklung und Einführung technischer und organisatorischer Maßnahmen dafür, potenzielle Gefahrenquellen im Produktionsablauf zu beseitigen oder zu verringern.

Wegen der Risiken durch Feuerschäden, aber auch durch Naturereignisse wie Sturm, Hagel und Hochwasser, hat das Segment sein sachversicherungsbezogenes Risikomanagement erheblich ausgebaut. In Zusammenarbeit mit den Sachversicherern entstanden gemeinsame verbindliche Standards zur Risikovorsorge, deren Einhaltung in regelmäßig durchgeführten Audits überprüft wird. Zur Minimierung des Brandschadenrisikos haben wir entsprechende Maßnahmen zusammen mit Sachversicherern und externen Sachverständigen erarbeitet: Die Umsetzung ist eingeleitet.

Mit Entscheidung vom 20. November 2007 hat die EU-Kommission ein Gesetz der Republik Italien aus dem Jahr 2005 beanstandet, das neben anderen Unternehmen auch ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni beim Strombezug bestimmte Vergünstigungen gewährt; diese Vergünstigungen wurden als unzulässige Staatsbeihilfen eingestuft. Gegen diese Entscheidung haben wir zusammen mit der Republik Italien Klage vor dem Gericht 1. Instanz eingelegt. Ob und in welcher Höhe möglicherweise Rückforderungsansprüche durch den italienischen Staat gestellt werden bzw. bisher von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni geltend gemachte Ansprüche von Italien beglichen werden, kann zurzeit nicht abschließend beurteilt werden.

Technologies: Intensives Projektcontrolling

Das Segment Technologies ist bei seinen weltweiten Aktivitäten auf unterschiedlichen Geschäftsfeldern Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören neben der konjunkturellen Abschwächung der Weltwirtschaft vor allem politische Unwägbarkeiten und zeitliche Verschiebungen bei Auftragsvergaben im Projektgeschäft, beispielsweise durch die Entwicklung der Lage im Mittleren und Nahen Osten.

Die speziellen Risiken bei der Abwicklung langfristiger Großaufträge und technologisch komplexer Aufträge werden durch ein intensives Projektcontrolling sowie einen verstärkten Einsatz von Projektsteuerungsmaßnahmen eingegrenzt. Hinzu kommen weitere Einzelmaßnahmen zur Effizienzsteigerung einschließlich Controlling sowie zur Optimierung der Prozessabläufe. Die Risiken im zivilen Schiffbau, die auf Wettbewerbsnachteilen gegenüber asiatischen Konkurrenten beruhen, begrenzen wir durch intensive Programme, mit denen wir die Leistung steigern und die Kosten reduzieren.

In der Business Unit Marine Systems resultiert ein Risiko aus der Entscheidung der EU-Kommission im Beihilfeverfahren Hellenic Shipyards, dass einige Zusagen des griechischen Staates an diese Gesellschaft nicht den beihilferechtlichen Anforderungen des EU-Rechts entsprechen. Die Beihilfen wurden bis 2002 teilweise im Zusammenhang mit der Privatisierung der ehemals staatlichen Werft gewährt, bevor Hellenic Shipyards über die Howaldtswerke-Deutsche Werft zum ThyssenKrupp Konzern gehörte. Ob und in welcher Höhe daraus auf Hellenic Shipyards Belastungen zukommen, lässt sich zurzeit nicht abschließend beurteilen. Nähere Einzelheiten finden Sie im Anhang unter Nr. 29.

Die Automotive-Aktivitäten sind weiterhin verschiedenen Marktrisiken ausgesetzt. Verstärkt steigende Stahl- und sonstige Vormaterialpreise, die erfahrungsgemäß angesichts der Marktsituation nur teilweise bzw. zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können, könnten das Ergebnis nachhaltig belasten. Um diesen steigenden Kostendruck auf der Beschaffungsseite sowie den zunehmenden Preisdruck der Automobilproduzenten auf der Absatzseite auszugleichen, setzen wir umfangreiche Kostensenkungsprogramme um. Die Business Unit Mechanical Components wirkt dem Risiko aus Nachfragerückgängen in den angestammten Märkten durch den Auf- bzw. Ausbau von Produktionskapazitäten in Wachstumsregionen wie Indien und China entgegen. Derzeit planen wir den Bau eines Kurbelwellenwerks in China. Beim Transrapid wurden nach der Beendigung des Projekts München die bestehenden Aktivitäten neu strukturiert und an die reduzierten vertrieblichen und planerischen Aktivitäten angepasst. Darüber hinaus können sich Restrukturierungsaufwendungen aus der Verschiebung des geplanten Projekts Flughafenanbinder Shanghai ergeben.

Elevator: Regionale Risiken weitgehend ausgeglichen

In den Geschäftsaktivitäten im Segment Elevator bestehen wesentliche Risikounterschiede zwischen den Regionen sowie den einzelnen Marktsegmenten. Als international tätigem Unternehmen gelingt es Elevator allerdings, regionale marktbezogene Risiken weitgehend auszugleichen, da sich die einzelnen Märkte in unterschiedlichen Konjunkturphasen befinden.

Das Neuanlagengeschäft ist stark von der Baukonjunktur geprägt und kann daher größeren Schwankungen unterliegen. Zur Risikominderung bei Großprojekten werden zielgerichtet Projektsteuerungsmaßnahmen eingesetzt. Da steigende Materialpreise nicht immer an den Kunden weitergegeben werden können, ist es besonders wichtig, kontinuierlich die Effizienz in der Produktion zu steigern und den Einkauf stetig zu optimieren.

Das Service- und Modernisierungsgeschäft hingegen ist von konjunkturellen Risiken des Branchenumfelds vergleichsweise unabhängig. Dafür ist hier die Kundenbindung besonders wichtig. Kontinuierliche Effizienzsteigerungen wirken Kostensteigerungen wie zum Beispiel höheren Benzinpreisen entgegen.

Wegen der globalen Präsenz kommt dem Management von Wechselkursveränderungen eine große Bedeutung zu. Der Einfluss von Währungsrisiken wird durch geeignete finanzwirtschaftliche Sicherungsmaßnahmen im Konzern begrenzt. Außerdem minimieren sich Risiken aus Wechselkursen durch die weitgehende Währungskongruenz der Umsatzerlöse und Kosten in den verschiedenen Märkten des Elevator-Segments.

Services: Maßnahmenpaket gegen Preisrisiken

Den Schwerpunkt des Segments Services bildet das Handels- und Dienstleistungsgeschäft mit Werkstoffen. Hieraus ergeben sich Preisrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite. Diesen begegnete Services im Berichtsjahr mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Systematisch wurden Logistik und Steuerungsinstrumente weiterentwickelt; dazu zählte insbesondere der Ausbau des Zentrallagerkonzepts, um Bestände zu optimieren. Gleichzeitig macht uns der Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts, das von den Materialpreisen nicht beeinflusst wird, unabhängiger von der zyklischen Preisentwicklung im Werkstoffgeschäft.

Den erheblichen Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung sowie auf Teilmärkten wirken die weltweite Präsenz, eine breite Kundenbasis und unser hoher Diversifikationsgrad entgegen. Die sich hieraus ergebende erhebliche Risikostreuung gilt auch für Forderungsausfallrisiken, die darüber hinaus durch Absicherungsinstrumente begrenzt sind.

Bei den industriellen Dienstleistungen ergeben sich Risiken aus einem beachtlichen Wettbewerbs- und Preisdruck. Diesem Druck begegnen wir zum einen durch kontinuierliche Anpassungen der Kapazitäten, zum anderen durch neue branchen- und kundenspezifische Serviceangebote und Vertriebsinitiativen.

Corporate: Risikokontrolle durch Projekt-Controlling und -Compliance

Neben Risiken aus ehemals industriell genutzten Grundstücken bestehen bei Corporate auch Risiken aus dem Bau des ThyssenKrupp Quartiers in Essen. Wir beobachten und analysieren mögliche Risiken aus Baukostensteigerungen und Terminverschiebungen systematisch und kontinuierlich im Rahmen des Projekt-Controllings und der Projekt-Compliance; Einsparpotenziale werden zeitnah identifiziert und umgesetzt.


Die Gesamtrisikosituation bei ThyssenKrupp ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken aus der sich in Folge der Finanzkrise weltweit abschwächenden Konjunkturentwicklung betreffen die bedeutendsten Einzelrisiken die Abwicklung von Großprojekten. Darüber hinaus sind Beschaffungs- und Absatzrisiken wichtig. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und zu handhaben sind.