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Konzernabschluss

Grundlagen

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für das Geschäftsjahr 2006/2007 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 13. November 2007 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie mit den IFRS insgesamt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, da dies die Währung ist, in der die Mehrzahl der Transaktionen des Konzerns durchgeführt wird. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

In den Konzernabschluss sind die ThyssenKrupp AG sowie alle wesentlichen Unternehmen, die die ThyssenKrupp AG mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die ThyssenKrupp AG über mehr als die Hälfte der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Im Konzernabschluss werden 238 (i. Vj. 241) inländische und 486 (i. Vj. 438) ausländische mittelbar oder unmittelbar beherrschte Unternehmen konsolidiert. Im Berichtsjahr 2006/2007 wurden 90 Unternehmen erstmals konsolidiert. Gleichzeitig verringerte sich die Anzahl der konsolidierten Unternehmen um 45, wobei 24 Abgänge aus konzerninternen Verschmelzungen resultieren.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält ("assoziierte Unternehmen"). Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert. Soweit der Konzern Transaktionen mit einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen durchführt, werden daraus resultierende nicht realisierte Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem gemeinschaftlich geführten Unternehmen eliminiert.

20 (i. Vj. 23) assoziierte Unternehmen und 27 (i. Vj. 26) Joint Ventures werden im Konzern nach der Equity-Methode bewertet.

Die vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns ist unter Anhang-Nr. 37 aufgeführt.

Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Firmenwert repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Firmenwert wird als Vermögenswert bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen.

Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines Tochterunternehmens resultieren, werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der ThyssenKrupp AG und der relevanten europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Transaktionen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Nominal in Fremdwährung gebundene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden jeweils mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung, welche in der Regel der Landeswährung entspricht, in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, nach welcher die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet werden. Nettogewinne oder -verluste, die aus der Währungsumrechnung resultieren, werden zusammengefasst und innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Solche Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen veräußert wird, ergebniswirksam erfasst.

Bei Gesellschaften, die ihre Absatz- und Beschaffungsgeschäfte sowie ihre Finanzierung im Wesentlichen nicht in der Landeswährung abwickeln, ist die funktionale Währung die Währung des primären Wirtschaftsumfeldes der Gesellschaft. Die Umrechnung der in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse in die funktionale Währung erfolgt in diesen Fällen nach der Zeitbezugsmethode. Danach werden alle nicht monetären Vermögenswerte (z. B. Sachanlagen) einschließlich der hierauf entfallenden Abschreibungen und das Eigenkapital mit den Durchschnittskursen des jeweiligen Zugangsjahres in die funktionale Währung umgerechnet. Alle übrigen Bilanzpositionen werden mit Stichtagskursen und alle übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Anschließend werden die Abschlüsse in der funktionalen Währung nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet.

Die Wechselkurse der für den ThyssenKrupp Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Währungen
Stichtagskurs
Basis 1 €
Jahresdurchschnittskurs
Basis 1 €
30.09.2006 30.09.2007 2005/2006 2006/2007
US-Dollar 1,27 1,42 1,23 1,33
Kanadischer Dollar 1,41 1,42 1,41 1,48
Pfund Sterling 0,68 0,70 0,68 0,68
Brasilianischer Real 2,75 2,62 2,70 2,71

Umsatzrealisierung

Umsätze aus Warenverkäufen werden ausgewiesen, sobald die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen.

Umsätze und Aufwendungen aus Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen werden. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Auftragskosten. Ist für die Abwicklung eines Fertigungsauftrags ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, umfassen die Auftragskosten auch direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten. Aufträge, bei denen der Konzern Generalunternehmer- oder Engineeringleistungen erbringt, werden ebenfalls wie Fertigungsaufträge behandelt. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanzierte Fertigungsaufträge werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertet. In der Bilanz werden diese Umsatzerlöse abzüglich erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Auftragsänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, wie sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart wurden.

Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand ausgewiesen.

Ist absehbar, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar als Aufwand ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente (z. B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen) beinhalten, werden erfasst, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer relativer beizulegender Zeitwerte der einzelnen Vertragselemente.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung des ausstehenden Kapitalbetrags und des geltenden Zinssatzes zeitanteilig vereinnahmt. Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuwendungen werden als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen in Folgeperioden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden als Reduktion der entsprechenden Aufwendungen erfolgswirksam in den Zeiträumen erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) ergibt sich aus der Division des auf die Aktionäre der ThyssenKrupp AG entfallenden Anteils am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien. Während einer Periode neu ausgegebene oder zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von in der Regel 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Technologie aus dem Erwerb der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) wird über 40 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden überwiegend in den Umsatzkosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist für die Herstellung eines Vermögenswertes ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen, werden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten bis zur Erlangung des gebrauchsfertigen Zustandes als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Verwaltungskosten werden nur aktiviert, sofern ein direkter Herstellungsbezug besteht. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sofern abnutzbare Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten als gesonderte Bilanzierungseinheiten behandelt und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Stilllegung werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die entsprechenden kumulierten Abschreibungen der Anlagen aus der Bilanz ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Für die Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Nutzungsdauer Sachanlagen
Gebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10 bis 50 Jahre
Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude 15 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 25 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Immobilien sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.

Wertminderungen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert; der höhere Wert ist maßgeblich. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierende Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Firmenwerte durch das Management für interne Steuerungszwecke überwacht werden. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich zum 01. Oktober auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 12.

Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswertes.

Im Falle von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Cash Generating Units, die einen Firmenwert enthalten, werden zunächst bestehende Firmenwerte reduziert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Firmenwertes wird die Differenz in der Regel proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Units verteilt.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertberichtigungen auf Firmenwerte sind nicht zulässig.

Leasing

Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt, werden als Finance Lease behandelt. Dementsprechend aktiviert der Konzern das Leasingobjekt zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingraten und schreibt den Leasinggegenstand in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit ab. Zugleich wird eine entsprechende Verbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben wird. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating Lease behandelt. In diesem Fall werden die Leasingzahlungen linear als Aufwand erfasst.

Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Ertrag erfasst.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. In der Regel werden Vorräte nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch auf Basis einer üblichen Kapazitätsauslastung zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Forderungen

Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen dem Ausfallrisiko hinreichend Rechnung. Objektive Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderung. Forderungen, die für sich gesehen unbedeutsam sind, sowie Forderungen mit einem ähnlichen Ausfallrisiko werden in Gruppen zusammengefasst und gemeinsam auf Wertberichtigungsbedarf anhand von Erfahrungswerten untersucht.

Un- oder unterverzinsliche Forderungen mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Diskontierungsbetrag wird ratierlich bis zur Fälligkeit der Forderung im Zinsertrag vereinnahmt.

Der Konzern verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wechsel auf revolvierender oder auf einmaliger Basis an nicht konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften (special purpose entities) und andere Finanzinstitute. Auf diese Weise verkaufte Finanzaktiva werden zum Zeitpunkt des Verkaufs aus der Konzernbilanz ausgebucht, soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden und die Durchleitung der mit diesen Finanzaktiva verbundenen Cash-Flows sichergestellt ist. Wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken weder übertragen noch behalten werden, werden die Finanzaktiva zum Zeitpunkt des Verkaufs nur dann aus der Konzernbilanz ausgebucht, wenn sichergestellt ist, dass die aus den Finanzaktiva resultierenden Cash-Flows an den Erwerber durchgeleitet werden und der Erwerber die Kontrolle über die Finanzaktiva erhalten hat. Soweit im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Konzern verbleiben, werden die Finanzaktiva als Sicherung einer passivierten Verbindlichkeit weiterhin in der Bilanz ausgewiesen.

Wertpapiere

Wertpapiere werden zum Erfüllungstag mit ihren Anschaffungskosten bilanziert.

Vom Konzern gehaltene Wertpapiere werden als "zur Veräußerung verfügbar" (available for sale) klassifiziert und zu den jeweiligen Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung resultierenden unrealisierten Gewinne und Verluste werden zunächst ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Bei Veräußerung der Wertpapiere oder bei Eintritt einer dauerhaften Wertminderung werden die bis dahin direkt im Eigenkapital berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen unterliegen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nach der Bilanz-Ansatz-Methode auf zeitlich befristete Differenzen zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge und für anrechenbare Steuern angesetzt. Auf diese Weise ermittelte Differenzen werden grundsätzlich immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte.

Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge

In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (z. B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Zeitbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und von derivativen Finanzinstrumenten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet.

Alle bis zum Stichtag des Übergangs auf die Bilanzierung nach den Vorschriften der IFRS, dem 01. Oktober 2004, aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Alle nach dem 01. Oktober 2004 anfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden ebenfalls sofort innerhalb des Eigenkapitals erfasst und in der Konzern-Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen (statement of recognised income and expense) dargestellt.

Soweit ein zur Refinanzierung von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen aufgebautes Fondsvermögen die Verpflichtungen übersteigt, ist die Aktivierung des Überhangs begrenzt. Determinanten für die Begrenzung sind noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen sowie der Barwert von künftigen Rückerstattungen aus dem Plan oder von Minderungen zukünftiger Beitragszahlungen.

Der Dienstzeitaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als Aufwand innerhalb des betrieblichen Ergebnisses ausgewiesen. Der im Netto-Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand und der erwartete Kapitalertrag des Fondsvermögens werden im Finanzergebnis der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit Planverbesserungen zugesagt werden, wird noch unberücksichtigter Dienstzeitaufwand aus rückwirkenden Planänderungen linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Im Falle einer unmittelbaren Unverfallbarkeit der Anwartschaften erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Erfassung.

Verpflichtungen des Konzerns aus beitragsorientierten Versorgungsplänen werden ergebniswirksam innerhalb des betrieblichen Ergebnisses erfasst.

Der Konzern verfügt auch über Pensionspläne, die gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten werden (multi-employer plans). Soweit die erforderlichen Informationen zur Verfügung stehen, werden diese Pläne als leistungsorientierte Pläne bilanziert, andernfalls erfolgt die Bilanzierung analog zu der beitragsorientierter Pläne.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird, deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Ist der Zinseffekt wesentlich, wird die Rückstellung zum risikoadäquaten Marktzins abgezinst.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist.

Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten.

Aktienbasierte Vergütung

Der Konzern verfügt über Incentivepläne, in deren Rahmen ausgewählten Führungskräften Wertzuwachsrechte bzw. Wertrechte gewährt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird zum Zeitpunkt der Gewährung (grant date) berechnet und als Aufwand linear über den Erdienungszeitraum (vesting period) verteilt sowie eine entsprechende Rückstellung ausgewiesen. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Auszahlung neu bewertet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Rückstellung werden innerhalb des betrieblichen Ergebnisses berücksichtigt.

Darüber hinaus gewährt der Konzern im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms ausgewählten Führungskräften das Recht, Aktien mit einem Rabatt zu erwerben. Der Aufwand dieser aktienbasierten Vergütung wird auf Basis der Schätzung des Rabatts in Bezug auf die Aktien linear über den Zeitraum von der Bekanntmachung des Angebots bis zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem der Begünstigte das Mitarbeiteraktienprogramm annimmt. Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen unter Anhang-Nr. 22.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit dem Auszahlungsbetrag nach Abzug direkter Transaktionskosten bilanziert. Finanzierungskosten einschließlich Agio, welches im Rahmen von Tilgungen oder Rückzahlungen zu erstatten ist, werden periodisch abgegrenzt und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit, soweit sie nicht bereits in der Periode des Anfalls bezahlt wurden.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt grundsätzlich derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie im Rahmen von Investitions- und Finanztransaktionen entstehen können. Derivative Finanzinstrumente werden insbesondere zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte eingesetzt. Solche derivative Finanzinstrumente und so genannte eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden sowohl bei erstmaliger Bilanzierung als auch in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus Zeitwertschwankungen werden grundsätzlich sofort ergebniswirksam erfasst.

Wenn derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken eingesetzt werden, ermöglicht IAS 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting.

Soweit ein derivatives Finanzinstrument zur Sicherung von Cash- Flow-Schwankungen einer erwarteten, mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion oder zur Sicherung von Schwankungen aus Währungsrisiken einer festen vertraglichen Verpflichtung dient (so genannte Cash-Flow-Hedges), wird der effektive Teil der Zeitwertschwankungen ergebnisneutral sofort innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Der aus der Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft verbleibende ineffektive Teil des Derivates sowie Anpassungen auf Grund von Zinseffekten werden sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder der Sicherungszusammenhang nicht mehr besteht, aber trotzdem erwartet wird, dass das geplante Grundgeschäft eintritt, verbleiben sämtliche bis dahin aus diesem Sicherungsgeschäft aufgelaufenen, nicht realisierten Gewinne oder Verluste innerhalb des Eigenkapitals und werden gemäß obiger Ausführungen ergebniswirksam, wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne oder Verluste sofort in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sofern Derivate der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen dienen (so genannte Fair Value Hedges), wird das Sicherungsinstrument zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und diesbezügliche Zeitwertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder festen vertraglichen Verpflichtungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, werden ebenso ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Wird der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, ist der Buchwert um die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, anzupassen. Wird jedoch das Grundgeschäft (z. B. zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, werden die Zeitwertänderungen, die aus dem abgesicherten Risiko resultieren, weiterhin ergebniswirksam erfasst.

Um Risiken aus Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisänderungen abzusichern, wendet der Konzern überwiegend Cash-Flow-Hedges an.

Weitere Ausführungen zu den derivativen Finanzinstrumenten enthält Anhang-Nr. 29.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Beabsichtigte Veräußerungen (disposal groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operations)

Der Konzern weist langfristige Vermögenswerte als Disposal Group aus, wenn diese in einer Gruppe zusammen mit anderen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in einer Transaktion verkauft werden sollen und diese insgesamt die in IFRS 5 "Non-current Assets held for Sale and Discontinued Operations" definierten Kriterien erfüllen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group werden in der Bilanz gesondert in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer Disposal Group sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten enthalten, es sei denn, die Disposal Group qualifiziert sich für die Berichterstattung als eine "Nicht fortgeführte Aktivität" (discontinued operation). Der Konzern weist die Ergebnisse einer Disposal Group, die die Voraussetzungen für eine so genannte Komponente des Konzerns (component of the group) erfüllt, als nicht fortgeführte Aktivitäten aus, wenn diese einen wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert oder sämtliche Aktivitäten einer geografischen Region beinhaltet. Ergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, und gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Nicht fortgeführte Aktivitäten (nach Steuern)" ausgewiesen. Alle Gewinn- und Verlustrechnungen der Vorperioden werden entsprechend angepasst, indem die Ergebnisse der Komponente des Konzerns in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden.

Bei erstmaliger Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, eine planmäßige Abschreibung wird nicht mehr vorgenommen. Eine Veräußerungsgruppe wird zunächst nach den für sie einschlägigen IFRS-Standards bewertet und danach wird der sich daraus ergebende Buchwerte der Gruppe dem Nettozeitwert gegenübergestellt, um den niedrigeren anzusetzenden Wert zu bestimmen. Wertminderungen auf Grund der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden ebenso wie spätere Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Abschlussgliederung

Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Vorperiodenausweis wurde an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst.

In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Konzernunternehmen, deren normaler Geschäftszyklus mehr als zwölf Monate umfasst, weisen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig aus, wenn diese innerhalb des normalen Geschäftszyklus realisiert oder ausgeglichen werden.

Schätzungen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen bezüglich der für die Rechnungslegung relevanten Schätzungen werden in der Periode der Änderung berücksichtigt, sofern die Änderung nur diese Periode betrifft. Eine Änderung wird in der Periode der Änderung und in späteren Perioden berücksichtigt, sofern die Änderung sowohl die Berichtsperiode als auch spätere Perioden betrifft.

Ermessensausübungen des Vorstands in der Anwendung der IFRS, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben, werden unter Anhang-Nr. 32 dargestellt.

Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2006/2007 hat das IASB die nachfolgend dargestellten für ThyssenKrupp relevanten Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung überwiegend noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:

Im November 2006 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 11 "IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions" herausgegeben. Die Interpretation behandelt die Fragestellung wie IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" auf aktienbasierte Vergütungen anzuwenden ist, bei denen eigene Eigenkapitalinstrumente der Gesellschaft oder Eigenkapitalinstrumente einer anderen Gesellschaft innerhalb des Konzerns gewährt werden. IFRIC 11 ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. März 2007 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

Im November 2006 hat das IASB den Standard IFRS 8 "Operating Segments" herausgegeben, der den bisherigen IAS 14 "Segment Reporting" ersetzt. Nach IFRS 8 hat die Berichterstattung über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management Approach zu erfolgen. Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für die Segmente die Informationen zugrunde, die das Management intern für die Bewertung der Segmentperformance und die Ressourcenallokation verwendet. IFRS 8 ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung des Standards einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

Im März 2007 hat das IASB den geänderten Standard IAS 23 "Borrowing Costs" herausgegeben. Danach sind Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, zu aktivieren. Die aktuell bestehende Möglichkeit zur sofortigen aufwandswirksamen Erfassung von Fremdkapitalkosten wird abgeschafft. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Die Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da bereits derzeit die einem qualifizierten Vermögenswert direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Teil der Herstellungskosten aktiviert werden.

Im Juli 2007 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 14 "IAS 19 – The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction" herausgegeben. Die Interpretation gibt Hinweise wie die Begrenzung nach IAS 19 "Employee Benefits" für einen Überschuss festzulegen ist, der als Vermögenswert angesetzt werden kann. Zudem wird erklärt, welche Auswirkungen sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Rückstellungen aus leistungsorientierten Plänen auf Grund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung zu einer Einzahlung von Mindestbeträgen ergeben. Dadurch wird sichergestellt, dass Unternehmen einen Planvermögensüberschuss als Vermögenswert konsistent bilanzieren. IFRIC 14 ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2008 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

Im September 2007 hat das IASB eine überarbeitete Version des Standards IAS 1 "Presentation of Financial Statements" herausgegeben, die den Anwendern die Analyse und den Vergleich von Abschlüssen erleichtern soll. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die erstmalige Anwendung des Standards wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben.

02 Erwerbe und Veräusserungen

Im Geschäftsjahr 2006/2007 tätigte der Konzern Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €
2006/2007
Buchwerte
zum Erwerbs-
zeitpunkt
Anpassungen Zeitwerte
zum Erwerbs-
zeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 4 15 19
Firmenwert 0 36 36
Sachanlagen 15 – 4 11
Aktive latente Steuern 2 0 2
Vorräte 22 4 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 0 22
Sonstige Forderungen 7 0 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 0 4
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 76 51 127
 
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 3 0 3
Passive latente Steuern 5 2 7
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1 0 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1 0 1
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 0 1
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 7 0 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 0 12
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 22 0 22
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 52 2 54
Erworbenes Reinvermögen 24 49 73
Anteile anderer Gesellschafter 0 1 1
Kaufpreise (einschließlich Anschaffungsnebenkosten) 72
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 72

Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung im Geschäftsjahr 2006/2007 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €
2006/2007
Immaterielle Vermögenswerte 2
Firmenwert 3
Sachanlagen 109
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 15
Aktive latente Steuern 50
Vorräte 89
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 161
Sonstige Forderungen 32
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 481
 
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 94
Sonstige langfristige Rückstellungen 1
Passive latente Steuern 1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 5
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 7
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 172
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 50
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 345
Abgehendes Reinvermögen 136
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 13
Verkaufspreise 149
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 149

Im Geschäftsjahr 2005/2006 tätigte der Konzern die folgende Transaktion:

Am 03. August 2006 ist der Erwerb der Atlas Elektronik GmbH mit Sitz in Bremen einschließlich der Tochtergesellschaften vollzogen worden. ThyssenKrupp hat zu einem Kaufpreis von 88 Mio € zuzüglich Anschaffungsnebenkosten von 5 Mio € zunächst 60 % der Anteile erworben. 40 % der Anteile hält EADS. Auf Grund der zwischen den Anteilseignern ThyssenKrupp und EADS vereinbarten gemeinschaftlichen Führung von Atlas ist das Unternehmen als Joint Venture zu behandeln, welches entsprechend den ThyssenKrupp Grundsätzen der Rechnungslegung nach der Equity-Methode bilanziert wird.

03 Disposal Groups

Im Rahmen des Programms zur Portfoliooptimierung hat der Konzern in 2005/2006 den Verkauf einiger Bereiche eingeleitet. Diese Transaktionen erfüllten nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit sind die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt der Veräußerung weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten auszuweisen. Sofern ein Verkauf zum 30. September 2006 noch nicht abgeschlossen war, wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group in der zum 30. September 2006 separat in der Bilanz in den Zeilen "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen.

So wurden im Rahmen der Vorbereitung der Integration des Segments Automotive in das Segment Technologies zum 01. Oktober 2006 in 2005/2006 die Verkäufe folgender Bereiche eingeleitet:

Im September 2006 wurde der Verkauf der ThyssenKrupp Fundiçoes Ltda. eingeleitet. Die brasilianische Gesellschaft ist Hersteller von gegossenen Kurbelwellen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 30. September 2006 sind in der Bilanz-Tabelle zum Segment Technologies abgebildet. Der Verkauf wurde im 1. Quartal 2006/2007 zu einem Barverkaufspreis von 37 Mio € ohne gleichzeitigen Abgang von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vollzogen.

Darüber hinaus wurde im September 2006 der Verkauf des nordamerikanischen Karosserie- und Fahrwerksgeschäfts eingeleitet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 30. September 2006 sind in der Bilanz-Tabelle zum Segment Technologies abgebildet. Der Verkauf wurde im 1. Quartal 2006/2007 zu einem Barverkaufspreis von 81 Mio € bei gleichzeitigem Abgang von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 8 Mio € vollzogen.

Mio €
ThyssenKrupp Fundiçoes
30.09.2006
Nord-
amerikanisches
Karosserie-
und Fahrwerks-
geschäft
30.09.2006
Sachanlagen 14 109
Aktive latente Steuern 2 10
Vorräte 8 65
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 136
Sonstige Forderungen 12 4
Laufende Ertragsteueransprüche 1 0
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 54 324
 
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0 93
Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) 4 2
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 0 2
Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) 11 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6 150
Übrige Verbindlichkeiten 2 19
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 23 266

Im Segment Services wurde im September 2006 der Verkauf der ThyssenKrupp Servicios Técnicos s.a. eingeleitet. Die spanische Gesellschaft bietet Industrie-Instandhaltung an. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Disposal Group zum 30. September 2006 sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Der Verkauf wurde im 1. Quartal 2006/2007 zu einem Barverkaufspreis von 1 Mio € bei gleichzeitigem Abgang von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von 1 Mio € vollzogen.

Mio €
ThyssenKrupp
Servicios
Técnicos S.A.
30.09.2006
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6
Sonstige Forderungen 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 8
 
Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig) 5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2
Übrige Verbindlichkeiten 3
Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten 10

Die nachfolgenden Anhangangaben sind einschließlich der vorgenannten "Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" dargestellt.

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