Glossar

A

Anarbeitung
in Service-Center ausgelagerte erste Stufe der Werkstoffbearbeitung (z.B. Zuschnitte, Oberflächenbearbeitung)
Anlagendeckung
Eigenkapital : Anlagevermögen, multipliziert mit 100
AOD-Konverter
Spezialkonverter für rost-, säure- und hitzebeständige Stähle
Audit
durch unabhängige Prüfer vorgenommene Untersuchung eines Unternehmens(-teils), ob definierte Vorgaben eingehalten sind

B

Bandgießen
bei ThyssenKrupp angewendete Technologie, flüssigen Stahl zwischen zwei rotierende Rollen zu gießen, der anschließend zu Band erstarrt. Mit dem Wegfalls eines Walzvorgangs wird ein kompletter Prozessschritt eingespart.
Bramme
kompakter Block aus Roh-Stahl als Vorprodukt für Bleche oder Bänder
Bruttoergebnis
Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes

C

Capital Employed
eingesetztes verzinsliches Kapital
Cash-Flow
Saldo aus dem Zu- und Abfluss von Flüssigen Mitteln im Verlauf des Geschäftsjahrs. Man unterscheidet zwischen dem Cash-Flow aus laufender Geschäftsätigkeit, dem Cash-Flow aus Investitionstätigkeit und dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit. Die Summe aller drei Cash-Flows ist der Free Cash-Flow; dies ist die Erhöhung des Bestandes an Flüssigen Mitteln am Ende des Geschäftsjahres.
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
Zu- und Abfluss von Flüssigen Mitteln, der aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, der Zahlung von Zinsen, aus der Anlage von Flüssigen Mitteln und aus zahlungswirksamen Veränderungen des Eigenkapitals sowie Dividendenzahlungen resultiert
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Zu- und Abfluss von Flüssigen Mitteln aus dem Kauf und Verkauf von Sachanlagen, Beteiligungen und Unternehmen
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit, also im Wesentlichen der Zu- und Abfluss von Geldmitteln aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen und der Beschaffung der dafür erforderlichen Vormaterialien und -leistungen. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wird üblicherweise indirekt aus dem Jahresüberschuss abgeleitet, indem dem Jahresüberschuss alle die Aufwendungen und Erträge wieder hinzugerechnet werden, die im Geschäftsjahr nicht zu Zu- oder Abflüssen von Flüssigen Mitteln geführt haben; der wichtigste Fall sind die Abschreibungen. Ferner werden dem Jahresüberschuss Zu- und Abflüsse von Flüssigen Mitteln hinzugerechnet, die im Geschäftsjahr nicht zu Aufwendungen geführt haben, wesentliche Posten können hier der Auf- oder Abbau von Vorräten oder Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sein.
CAx-Technologie
Gesamtheit aller computerunterstützten Entwicklungs-, Konstruktions-, Fertigungs- und Steuerungstechniken
Code of Best Practice
Leitsätze für Corporate Governance in deutschen börsennotierten Gesellschaften, vorgestellt von unabhängiger Grundsatzkommission
Coil
zur Rolle gewickeltes Stahlband
Conference Call
Telefon-Konferenz, eingesetzt beispielsweise zur aktuellen Unterrichtung von Analysten
Corporate Governance
Bezeichnung für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und Unternehmenskontrolle
CRM
Customer Relationship Management ist ein Bündel von Maßnahmen, gemeinsam Mehrwerte auf Kunden- und Lieferantenseite im Rahmen langfristiger Geschäftsbeziehungen zu schaffen. Dazu wird die Kundenbeziehung auf allen Prozessebenen intensiviert und auf den Kunden zugeschnitten, um die Kundenbindung nachhaltig zu festigen und die Ausstiegsschwelle aus der Geschäftsbeziehung zu erhöhen.
Cross Selling
Nutzen einer bestehenden Kundenverbindung zum Verkauf weiterer ergänzender Produkte oder Dienstleistungen

D

DAX
DAX®-Index, zusammengestellt von der Deutschen Börse. Der Index bildet die Wertentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten Aktien, darunter auch der Thyssenkrupp Aktie, ab
Delisting
vollständiger oder teilweiser Rückzug einer Aktiengesellschaft von der Börse, z.B. Rücknahme der Notierung an einer ausländischen Börse
DJ Germany Titans
Aktienindex, zusammengestellt von Dow Jones, der die Wertentwicklung der größten und liquidesten Aktiengesellschaften Deutschlands abbildet, darunter auch ThyssenKrupp
Downstream-Aktivitäten
Weiterverarbeitungsstufen von Flachstahl mit hoher Wertschöpfung, z.B. Oberflächenveredelung, Stahl-Service oder Fügetechnik
Dow Jones Stoxx (DJ Stoxx)
Europäischer Aktien-Index der Indexgesellschaft Stoxx Ltd.. Gründer von Stoxx waren Deutsche Börse AG, die Bourse de Paris, die Schweizer Börse und das Verlagshaus Dow Jones and Company
Dynamischer Verschuldungsgrad
Netto-Finanzverbindlichkeiten : Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit

E

E-Business
Informationsaustausch, Kommunikation sowie Transaktionen zwischen Lieferanten und Herstellern bzw. Kunden (Business-to-Business) oder zwischen Herstellern und Konsumenten (Business-to-Consumer)
EBIT
Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter und Zinsergebnis (Earnings Before Interest, Taxes)
EBITDA
Ergebnis vor Steuern, Anteilen anderer Gesellschafter, Zinsergebnis und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
EBIT-Marge
EBIT : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die Ertragskraft)
EBITDA-Marge
EBITDA : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die Ertragskraft)
EBT
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings Before Taxes)
EBT-Marge
EBT : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die Ertragskraft)
Eigenkapital
Reinvermögen des Unternehmens, das den Aktionären zusteht. Unter Reinvermögen ist die Differenz der Vermögenswerte und Schulden zu verstehen. Das Reinvermögen entspricht rechnerisch der Summe aus dem von den Aktionären ursprünglich eingezahlten Kapital, den im Zeitablauf erwirt­schafteten Gewinnen, die nicht als Dividende ausgeschüttet wurden, ggf. vermindert um angefallene Verluste, und bestimmten Eigenkapitalveränderungen, die sich aus der Bewertung von Pensionen, Wertpapieren und der Konsolidierung ergeben.
Eigenkapitalquote
bilanzielles Eigenkapital : Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad)
Eigenkapitalrentabilität
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter: Eigenkapital
Elektrostahl
im Lichtbogenofen oder im Induktionsofen erschmolzener Stahl
Emerging Markets
Aufstrebende Wirtschaftsregionen insbesondere der Dritten Welt
Entsprechenserklärung
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex
E-Procurement
Materialeinkauf unter Nutzung moderner elektronischer Medien, insbesondere des Internets
Ertragsteuern
Steuern auf Gewinne, die von den konsolidierten Unternehmen an die lokalen Finanzbehörden gezahlt werden. Steuerpflichtig sind die einzelnen Gesellschaften des Konzerns, manchmal auch Gruppen von Gesellschaftern, jeweils in dem Land ihres Sitzes. Die Ertragsteuern umfassen daher Steuern aus den meisten Ländern, in denen Konzernunternehmen tätig sind und richten sich nach den Verhältnissen im Sitzland. Steuererstattungen mindern die Ertragsteuern. In den Ertragsteuern sind nicht nur die im Geschäftsjahr entstandenen Steuern enthalten sondern auch so genannte latente Steuern; das sind Steuern, die aktuell noch nicht angefallen sind, aber nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag voraussichtlich anfallen werden.
Euroland
Wirtschaftsraum der Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion

F

Fair Disclosure
Gleichbehandlung aller Anspruchsgruppen bei der Informationspolitik eines börsennotierten Unternehmens
Feinblech
Flacherzeugnis in Dicken von 0,35 mm bis unter 3,00 mm: Kaltgewalzte Flacherzeugnisse aus weichen oder höherfesten Sorten zum Kaltumformen. Diese werden überwiegend metallisch oder organisch beschichtet
Finanzanlagen
Darlehensausleihungen, langfristige Wertpapiere und Beteiligungen an Unternehmen, von denen 50 % oder weniger der Anteile gehalten werden
Finanzergebnis
Zinsaufwendungen für die Finanzverbindlichkeiten, die Zinserträge für Flüssige Mittel, außerdem Erträge aus Beteiligungen an Unternehmen, an denen 50 % oder weniger gehalten werden
Firmenwert
Betrag, der beim Unternehmenskauf über den Zeitwert des Vermögens hinaus gezahlt wird. Beim Unternehmenserwerb werden alle erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden einzeln neu bewertet. Wird darüber hinaus etwas für ein Unternehmen gezahlt, so wird der Differenzbetrag als Goodwill aktiviert. Der Goodwill steht für Vorteile und Chancen, die sich nicht einzeln identifizieren lassen und sich aus dem Besitz des Unternehmens insgesamt ergeben. Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben. Wie bei allen anderen Vermögensgegenständen wird der Wert des Goodwill aber regelmäßig überprüft und abgeschrieben, wenn er zu hoch ist.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Geldforderungen gegenüber Kunden für Güter, die geliefert wurden, oder Dienstleistungen, die erbracht wurden
Free Cash-Flow (vor Dividende)
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Free Float
Streubesitz
Full-Service-Supplier
Dienstleistungsunternehmen, das seinen Kunden alle benötigten Dienstleistungen aus einer Hand anbietet

G

Gearing
Netto-Finanzverbindlichkeiten : Eigenkapital (je geringer die Kennzahl, desto höher der Eigenkapitalanteil am eingesetzten verzinslichen Kapital)
Gießwalzanlage
Moderne Fertigungslinie in der Stahlproduktion auf Basis der Dünnbrammentechnik zur Herstellung von Warmband aus flüssigem Rohstahl in nur einem Produktionsschritt
Gross Margin
Bruttoergebnis : Umsatz (je höher die Kennzahl, desto höher die operative Ertragskraft)

I

Innenfinanzierungskraft
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit : Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Innenhochdruckumformen
Innovatives Umformverfahren für die Fertigung äußerst komplexer Formen z.B. aus rohrförmigen Ausgangsteilen
Investment Grade
Ein Rating wird durch eine Buchstaben- und Zahlen-/Zeichenkombination ausgedrückt, welche die Bonitätsbeurteilung des Unternehmens durch die Rating-Agentur repräsentiert. Die Bonitätseinstufungen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Investment Grade (= ausreichend sicher) und Non-Investment Grade (= spekulativ)

J

Jahresüberschuss
Gesamtes Ergebnis, Gewinn oder Verlust, nach Abzug von Steuern und einschließlich des Ergebnisses aus den nicht fortgeführten Aktivitäten

K

Kapitalkostensatz
strategisch vorgegebener Mindestverzinsungsanspruch der Kapitalgeber
Konsolidierung
Zusammenfassung aller Unternehmen eines Konzerns, so als seien sie ein einziges Unternehmen. Aus rechtlichen und steuerlichen Gründen üben Konzerne ihre Geschäfte durch rechtlich selbstständige Gesellschaften aus. Die rechtlich selbstständigen Gesellschaften eines Konzerns treten in geschäftliche Beziehungen zueinander. Zur Darstellung "so als seien sie ein einziges Unternehmen" müssen diese Beziehungen zwischen den Konzernunternehmen eliminiert werden; dies nennt man Konsolidierung.
Kornorientiertes Elektroband
Stahlsorte mit einer speziellen, in einem aufwändigen Fertigungsprozess eingestellten Mikrostruktur, die hauptsächlich in Transformatoren eingesetzt wird
Konzern (=ThyssenKrupp)
ThyssenKrupp AG und alle Unternehmen, die die ThyssenKrupp AG kontrolliert. Im Normalfall wird angenommen, dass ein Unternehmen ein anderes Unternehmen kontrolliert, wenn es mehr als 50 % der Anteile und damit mehr als 50 % der Stimmrechte an anderen Unternehmen hat.

L

Legierung
Stahlwerkstoffe mit zusätzlichen metallischen und/oder nichtmetallischen Elementen (z. B. Kohlenstoff, Chrom, Silizium).
Long Term Management Incentiveplan (LTMI)
Gewährung von Wertzuwachsrechten für Führungskräfte des Konzerns als kapitalmarktorientiertes Vergütungselement. Ihr Wert orientiert sich an der Entwicklung der ThyssenKrupp Aktie und des Dow Jones STOXX

M

MEKO-Technologie
Schiffbau mit unterschiedlichen, aber standardisierten Modulen z.B. für Elektronik und Schiffsbetriebseinrichtungen
Mid Term Incentiveplan (MIT)
mittelfristige variable Vergütung durch Wertrechte für Vorstandsmitglieder

N

Netto-Finanzforderungen
Betrag, um den die liquiden Mittel die Finanzverbindlichkeiten des Unternehmens übertreffen. Die liquiden Mittel bestehen vor allem aus Sichtguthaben bei Banken und Wertpapieren des Umlauf­vermögens. Finanzverbindlichkeiten sind die Schulden gegenüber Banken und den Inhabern von Anleihen des Unternehmens.
Netto-Finanzverbindlichkeiten
Betrag, um den die Finanzverbindlichkeiten die liquiden Mittel des Unternehmens überschreiten. Finanzverbindlichkeiten sind die Schulden gegenüber Banken und den Inhabern von Anleihen des Unternehmens. Die liquiden Mittel bestehen vor allem aus Sichtguthaben bei Banken und Wert­papieren des Umlaufvermögens.
Nicht fortgeführte Aktivitäten
Gesellschaften, die im Geschäftsjahr verkauft wurden oder deren Verkauf im Geschäftsjahr eingeleitet wurde. Die laufenden Ergebnisse und die Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf dieser Gesellschaften werden stets separat und nach Abzug der Ertragsteuern ausgewiesen.
NSB®
Kurzbezeichnung für NewSteelBody, Entwicklungsprojekt von ThyssenKrupp für eine komplette, konsequent gewichtsoptimierte Rohkarosserie aus Stahl

O

Oberflächenveredelung
Korrosionsschutz bei Qualitätsflachstahl durch Beschichten mit metallischen (Zink, Nickel, Aluminium) oder organischen Überzügen (Farbe, Kunststoff)
One-Stop-Shopping
Komplettlieferung bzw. -leistung von Produkten und Dienstleistungen aus einer Hand
One-to-One-Marketing
kundenindividuell ausgerichtete Verkaufsberatung und -betreuung

P

Page-Impressions
Anzahl von Seiten-Aufrufen innerhalb eines Internet-Auftritts
Pensionsrückstellungen
Der Wert der Verpflichtungen, an Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter nach deren Ausscheiden aus dem Unternehmen Leistungen zu erbringen, z.B. Rentenzahlungen oder Einmalzahlungen bei Beendi­gung des aktiven Dienstes. Die künftigen Zahlungen werden auf den Gegenwartswert abgezinst. Da für die Bewertung der jeweils aktuelle Zinssatz maßgeblich ist, kann der Wert von Pensionsrückstellungen im Zeitablauf schwanken, auch wenn sich an den künftig zu leistenden Zahlungen nichts ändert. Die Änderungen des Bewertungszinssatzes führen nicht unmittelbar zu Aufwand und Ertrag im Geschäfts­jahr; sie können aber zu Erhöhungen oder Verminderungen des Eigenkapitals führen.
Pick-up-Truck
leichter Nutzkraftwagen (NKW) mit kleiner offener Ladefläche
Purchase Accounting
US-GAAP-Rechnungslegungsmethode zur Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs

R

Rating
Ratings dienen der Beurteilung der zukünftigen Entwicklung eines Unternehmens zur pünktlichen und vollständigen Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtungen
Recruiting
Einstellungspolitik eines Unternehmens einschließlich Methoden der Personalbedarfsanalyse sowie der Personalsuche und -auswahl
ROCE
Gesamtkapitalrentabilität (Return on Capital Employed)
RSH-Stähle
rost-, säure- und hitzebeständige Edelstähle

S

Sachanlagen
Maschinen und Anlagen, die das Unternehmen zur Herstellung von Gütern und für die Erbringung von Dienstleistungen einsetzt
Schrottanhänger
Preiszuschlag, der an die Entwicklung der Schrottpreise gekoppelt ist
Simultaneous Engineering
enge technische Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie zur werkstoff- und produktionsintegrierten Entwicklung
SMC
faserverstärkter Kunststoff-Werkstoff (Sheet Molded Compound)
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Aufwendungen und Erträge, die betrieblich verursacht sind, aber nicht unmittelbar in die Herstellungs­kosten von Gütern und Dienstleistungen eingehen und auch nicht den Verwaltungs- und Vertriebs­kosten zuzurechnen sind. Typische Beispiele sind Forschungs- und Entwicklungs­aufwendungen, außerplanmäßige Abschreibungen, Restrukturierungsaufwendungen, z.B. Aufwendungen für die Stilllegung von Werken, Erträge aus dem Verkauf von Maschinen und Grundstücken, Mieterträge, Erträge aus Versicherungsentschädigungen.
Sport-Utility-Vehicle
sportliches und geländegängiges, aber dennoch straßentaugliches Mehrzweckfahrzeug, z.B. Geländewagen
Spotgeschäft
Kauf bzw. Verkauf von kurzfristig verfügbaren standardisierten Produkten zu tagesaktuellen Preisen
Spread
Bandbreite von Kurs- bzw. Preisschwankungen
Stahl-Service-Center
moderne, leistungsstarke Anarbeitungsbetriebe mit fangreichen Liefer- und Service-Programm in Stahlbändern, -blechen und -zuschnitten
Stainless
englische Bezeichnung für Edelstahl Rostfrei.
Stakeholder
gesellschaftliche Gruppen, die zum Unternehmenserfolg beitragen und in verschiedener Weise Ansprüche an das Unternehmen stellen (z.B. Aktionäre, Banken, Kunden, Mitarbeiter, staatliche Stellen)
Stranggießen
halbkontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Brammen aus dem flüssigen Stahl
Supply Chain Managemernt
integrierte Planung, Steuerung und Kontrolle aller in einer Lieferkette auftretenden logistischen Aktivitäten

T

Tailored Blank
Platine, die aus einzelnen Stahlfeinblechen verschiedener Güte, Dicke und Oberflächenveredelung besteht und deren Teile tiefziehfähig miteinander verschweißt sind
ThyssenKrupp best
Programm zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen des Unternehmens – best steht für „business excellence in service and technology“
Triade
Zusammenfassende Bezeichnung für die Wirtschaftsräume USA, Europäische Union und Japan

U

Übrige Aktiva
im Wesentlichen Lizenzen und Rechte, Forderungen, die nicht aus Lieferungen und Leistungen stammen, aktive latente Steuern, Rechungsabgrenzungsposten
Übrige Passiva
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Verpflichtungen, die nicht unmittelbar aus Lieferungen und Leistungen resultieren, wie Gewährleistungsverpflichtungen, Steuerschulden, ferner z.B. passive latente Steuern und Rechnungsabgrenzungsposten
ULSAB
"Kurzbezeichnung für UltraLight Steel Auto Body, Entwicklungsprojekt der internationalen Stahlindustrie für Leichtbau-Lösungen in der Automobilfertigung; verwandte Projekte sind ULSAC (UltraLight Steel Auto Closure) und ULSAS (UltraLight Steel Auto Suspension)"
Umsatzerlöse
Gesamtbetrag der Geldeingänge und Geldforderungen, die im Laufe des Geschäftsjahres durch den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen erzielt wurden
Umsatzkosten
Kosten, die bei der Herstellung der im Laufe des Geschäftsjahres verkauften Güter und Dienstleistungen entstanden sind
Umschlagdauer Vorräte
Vorratsbestände : Umsatz, multipliziert mit 360 (je niedriger die Kennzahl, desto schneller der Vorratsumschlag)
US-GAAP
US-amerikanische Bilanzierungsregeln (United States Generally Accepted Accounting Principles)

V

Value-Reporting
Kommunikation mit Öffentlichkeit und Finanzmarkt über wertorientierte Kenngrößen eines Unternehmens
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Wert der Verpflichtungen gegenüber den Lieferanten von Gütern und Dienstleistungen
Verwaltungs- und Vertriebskosten
Kosten der Verwaltungen, die einzelnen Produkten nicht direkt zugeordnet werden können; Kosten für Verkauf, Verteilung und Werbung. Da beim Handel ein wesentlicher Teil des Geschäfts im Verkauf und der Verteilung der Waren besteht, zählen diese Kosten bei Handelsgesellschaften zu den Umsatzkosten, nicht zu den Vertriebskosten.
Volatilität
Intensität der Kursschwanlungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung
Vorräte
Rohstoffe, halbfertige und fertige Erzeugnisse

W

Wertbeitrag
Differenz ROCE und dem Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem Capital Employed. Bei positivem Wertbeitrag liegt Verzinsung des Capital Employed über Kapitalkostensatz

Z

Zahlungsziel Debitoren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen : Umsatz, mulitpliziert mit 360. (je niedriger die Kennzahl, desto schneller bezahlen die Kunden)