Die nachfolgende Darstellung der Bilanzstruktur schließt die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögensgegenstände und Schulden ein, welche in der Konzernbilanz separat ausgewiesen werden.

Die Bilanzsumme und wesentliche Bilanzposten, insbesondere Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verpflichtungen wegen Aufträgen in Bearbeitung sowie Eigenkapital sind gegenüber dem 30. September 2004 deutlich gestiegen. Dies ist vor allem Folge der Stahlkonjunktur und des weiteren Preisanstiegs für Rohstoffe, insbesondere bei NE-Metallen. Zudem wirkte sich der Erwerb der HDW-Werften-Gruppe erheblich auf sämtliche Bilanzpositionen aus. Das Anlagevermögen und die Netto-Finanzverbindlichkeiten sind hingegen auf Grund von Maßnahmen zur Senkung der Mittelbindung und Desinvestitionen deutlich zurückgegangen. Verschiebungen der Wechselkursrelationen, vor allem das Verhältnis des US-Dollar zum Euro, das sich von 1,233 €/US-Dollar zum 30. September 2004 auf 1,205 €/US-Dollar zum 30. September 2005 veränderte, bewirkten eine Verlängerung der Bilanzsumme um 301 Mio €. Die Steuerrückstellungen für laufende Steuern blieben nahezu unverändert. Die aktiven und passiven latenten Steuern erhöhten sich deutlich. Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 5.098 Mio € auf 36.239 Mio €.

Das Anlagevermögen verminderte sich um 393 Mio € oder 2,6 % auf 14.788 Mio €. Berücksichtigt man die positiven Kursdifferenzen in Höhe von 211 Mio €, so verminderte sich das Anlagevermögen kursbereinigt sogar um 604 Mio €. Die Zugänge lagen mit 1.678 Mio € um 520 Mio € unter den Abschreibungen in Höhe von 2.198 Mio €. Die Abgänge betrugen 315 Mio €. Veränderungen des Konsolidierungskreises, d.h. Unternehmenszu- und -verkäufe, führten im Saldo zu einem Anstieg in Höhe von 231 Mio € beim Anlagevermögen. Wesentliche Einzelvorgänge waren hier der Erwerb der HDW-Werften-Gruppe, der zu einem Zuwachs von 1.433 Mio € führte, während der Verkauf der Wohnimmobilien eine Minderung von 1.045 Mio € bewirkte.

Die Vorräte erhöhten sich deutlich um 1.333 Mio € auf 7.673 Mio €.

Mio €

 

 

 

30.09.2004

 

30.09.2005

 

Veränderung

Steel

 

 

3.037

 

3.633

 

596

Automotive

 

 

667

 

809

 

142

Technologies

 

 

995

 

1.542

 

547

Elevator

 

 

287

 

354

 

67

Services

 

 

1.277

 

1.282

 

5

Corporate/Konsolidierung

 

 

77

 

53

 

-24

Insgesamt

 

 

6.340

 

7.673

 

1.333

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Anstieg der Vorräte im Segment Steel resultierte im Wesentlichen aus der weiteren Erhöhung der Rohstoffpreise und aus den gestiegenen Mengenbeständen. Gegenläufig wirkte sich der Abgang von Aktivitäten mit 281 Mio € aus. Bei Automotive erhöhten sich die Vorratsbestände durch Geschäftsausweitungen und leicht rückläufige Umschlagshäufigkeiten. Bei Technologies wirkte sich im Wesentlichen die Akquisition von HDW vorratserhöhend aus.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen am 30. September 2005 um 297 Mio € über dem Vorjahresniveau vom 30. September 2004. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Bestand an verkauften Forderungen zum 30. September 2005 nahezu unverändert zu dem Vergleichswert zum Vorjahresende lag. Die Erhöhung war im Segment Steel beeinflusst durch die gute Stahlkonjunktur sowie der Weitergabe der angestiegenen Rohstoffpreise, wobei sich die Abgabe von Aktivitäten mit 127 Mio € gegenläufig auswirkte. Bei Automotive machte sich ebenfalls die Ausweitung des Geschäftes bemerkbar. Bei Elevator führte eine deutliche Umsatzausweitung in den letzten Monaten des Geschäftsjahres zu einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei Technologies führt insbesondere der Erwerb der HDW-Gruppe zu einer Erhöhung um 195 Mio €. Gegenläufig wirkte die Abgabe von Aktivitäten in den Segmenten Technologies und Services.

Mio €

 

 

 

30.09.2004

 

30.09.2005

 

Veränderung

Steel

 

 

1.531

 

1.582

 

51

Automotive

 

 

1.076

 

1.229

 

153

Technologies

 

 

845

 

921

 

76

Elevator

 

 

725

 

803

 

78

Services

 

 

1.604

 

1.571

 

-33

Corporate/Konsolidierung

 

 

48

 

20

 

-28

Insgesamt

 

 

5.829

 

6.126

 

297

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Flüssigen Mittel stiegen auf Grund der Cash-Zuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit und des Desinvestitionsprogramms drastisch um 3.320 Mio € auf 4.715 Mio € an.

Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 330 Mio € während die passiven latenten Steuern sogar um 543 Mio € stiegen. Ursache hierfür sind im Wesentlichen die erstmalige Konsolidierung der HDWGruppe und der starke Anstieg der Pensionsverpflichtungen.

Das Eigenkapital stieg um 444 Mio € auf 8.771 Mio €. Wesentlicher Faktor war hier das positive Ergebnis des Geschäftsjahres. Eigenkapitalverringernd wirkte sich insbesondere der Anstieg der negativen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen aus der Pensionsbewertung mit -547 Mio € aus. Die Verringerung des Eigenkapitals in Folge der Pensionsbewertung resultiert aus der Erhöhung der zusätzlichen Mindestverpflichtung. Ebenfalls eigenkapitalmindernd wirkten sich Dividendenzahlung für das Vorjahr mit 299 Mio € aus, während sich die Währungskursdifferenzen mit 176 Mio € eigenkapitalerhöhend auswirkten.

Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen nahmen im Berichtsjahr um 851 Mio € auf 8.072 Mio € zu. Berücksichtigt man einen Währungskurseffekt von 35 Mio €, so erhöhten sich diese Rückstellungen um 816 Mio €. Dieser Anstieg resultiert aus der drastischen Reduzierung des Diskontierungszinssatzes in allen relevanten Währungsräumen. Der Wertanstieg des Pensionsvermögens bei den fondsgedeckten Altersversorgungsverpflichtungen in den USA, Kanada und im U.K. zum Inventurstichtag 30. Juni reduzierte diesen Effekt um 185 Mio €. Beide Faktoren führten im Saldo zu einer Erhöhung der bilanzierten Mindestverpflichtungen in Höhe von kursbereinigt 895 Mio €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 375 Mio €. Auch hier wirkten sich die bereits beschriebene Geschäftsausweitung und der Preisanstieg aus. Bei Steel wurde der Effekt durch den Abgang von Aktivitäten kompensiert. Bei Services erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowohl abrechnungsbedingt als auch durch längere Zahlungsziele auf Grund geänderter Lieferantenstrukturen. Bei Technologies führte wiederum der Zugang HDW im Wesentlichen zu einem Anstieg dieser Bilanzposition. Bei Elevator führte eine Änderung der Finanzierungspraxis der Dongyang-Gruppe im Wesentlichen zu der Erhöhung.

Mio €

 

 

 

30.09.2004

 

30.09.2005

 

Veränderung

Steel

 

 

1.293

 

1.271

 

-22

Automotive

 

 

825

 

917

 

92

Technologies

 

 

600

 

763

 

163

Elevator

 

 

234

 

281

 

47

Services

 

 

695

 

803

 

108

Corporate/Konsolidierung

 

 

31

 

18

 

-13

Insgesamt

 

 

3.678

 

4.053

 

375

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verpflichtungen wegen Aufträgen in Bearbeitung sind im Wesentlichen auf Grund des erstmaligen Einbezugs der HDW-Gruppe um 1.577 Mio € gestiegen.

Die Sonstigen Rückstellungen sind um 703 Mio € höher als am Ende des Vorjahres, wovon 485 Mio € auf Technologies und hier ebenfalls im Wesentlichen auf den erstmaligen Einbezug der HDW-Gruppe entfallen. Zudem sind die negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente im Konzern um 109 Mio € angestiegen.

Die Brutto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 544 Mio € von 4.270 Mio € am 30. September 2004 auf 4.814 Mio € am 30. September 2005. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten, d.h. Brutto- Finanzverbindlichkeiten abzüglich der Flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens, verringerten sich um 2.842 Mio € von 2.833 Mio € auf Netto-Finanzforderungen von 9 Mio €. Der Cash- Flow aus laufender Geschäftstätigkeit führte zu einer Verminderung um 2.183 Mio €, Investitionen und Desinvestitionen bewirkten im Saldo eine weitere Verminderung um 963 Mio €. Die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2003/04 führte zu einer Erhöhung um 299 Mio €. Das Gearing, das ist das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital, verbesserte sich auf -0,1 % nach 34,0 % im Vorjahr.

Netto-Verbindlichkeiten in Mio Euro