Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

04 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

Mio €

 

 

Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte sowie
Lizenzen an
solchen Rechten
und Werten

 

Entwicklungs-
kosten, eigen-
entwickelte
Software und
Website

 

Firmenwerte

 

Insgesamt

 

nachrichtlich:
Darstellung
Veräußerungsgruppen, nicht fortgeführte Aktivitäten

Bruttowerte

 


 


 


 


 

 

Stand 30.09.2009

 

1.349

 

488

 

4.593

 

6.430

 

145

Währungsunterschiede

 

34

 

30

 

162

 

226

 

8

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 5

 

– 6

 

49

 

38

 

– 154

Zugänge

 

32

 

60

 

3

 

95

 

1

Umbuchungen

 

25

 

6

 

0

 

31

 

0

Abgänge

 

– 24

 

– 15

 

0

 

– 39

 

0

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 

 

– 30

 

– 1

 

– 125

 

– 156

 

156

Stand 30.09.2010

 

1.381

 

562

 

4.682

 

6.625

 

156

Währungsunterschiede

 

3

 

23

 

0

 

26

 

0

Veränderung Konsolidierungskreis

 

9

 

– 9

 

– 37

 

– 37

 

– 5

Zugänge

 

47

 

19

 

9

 

75

 

0

Umbuchungen

 

20

 

4

 

0

 

24

 

0

Abgänge

 

– 22

 

– 11

 

0

 

– 33

 

0

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung/Abgabe vorgesehene Vermögenswerte

 

– 115

 

– 31

 

– 698

 

– 844

 

844

Stand 30.09.2011

 

1.323

 

557

 

3.956

 

5.836

 

995


 


 


 


 


 

 

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

 


 


 


 


 

 

Stand 30.09.2009

 

743

 

254

 

791

 

1.788

 

42

Währungsunterschiede

 

19

 

10

 

28

 

57

 

2

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 9

 

– 6

 

55

 

40

 

– 44

Abschreibungen 

 

97

 

37

 

0

 

134

 

0

Wertminderungsaufwendungen

 

3

 

5

 

5

 

13

 

0

Wertaufholungen

 

0

 

0

 

-

 

0

 

0

Umbuchungen

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

Abgänge

 

– 22

 

– 11

 

0

 

– 33

 

0

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 

 

– 19

 

– 1

 

– 5

 

– 25

 

25

Stand 30.09.2010

 

812

 

288

 

874

 

1.974

 

25

Währungsunterschiede

 

0

 

10

 

6

 

16

 

0

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 5

 

– 7

 

– 63

 

– 75

 

– 5

Abschreibungen 

 

96

 

42

 

0

 

138

 

0

Wertminderungsaufwendungen

 

3

 

3

 

290

 

296

 

0

Wertaufholungen

 

0

 

– 1

 

-

 

– 1

 

0

Umbuchungen

 

1

 

0

 

0

 

1

 

0

Abgänge

 

– 20

 

– 7

 

0

 

– 27

 

0

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung/Abgabe vorgesehene Vermögenswerte

 

– 100

 

– 23

 

– 529

 

– 652

 

652

Stand 30.09.2011

 

787

 

305

 

578

 

1.670

 

672


 


 


 


 


 

 

Nettowerte

 


 


 


 


 

 

Stand 30.09.2009

 

606

 

234

 

3.802

 

4.642

 

103

Stand 30.09.2010

 

569

 

274

 

3.808

 

4.651

 

131

Stand 30.09.2011

 

536

 

252

 

3.378

 

4.166

 

323


Wertminderungen auf Firmenwerte

Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwerte werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Auf Grund der Geschäftserwartungen in 2009/2010 ergab sich aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte kein Wertberichtigungsbedarf, da der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Units (CGUs) jeweils über dem Buchwert lag.

In 2010/2011 führte die jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte vor dem Hintergrund einer negativeren Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und der damit zusammenhängenden Rahmenbedingungen in den CGUs der Business Area Stainless Global zu einem Wertminderungsbedarf von insgesamt 290 Mio €, da der erzielbare Betrag jeweils unter dem Buchwert der CGU lag. In der CGU ThyssenKrupp Nirosta, die Produzent von nichtrostenden Edelstahl-Flachprodukten ist, beträgt die Wertminderung des Firmenwertes 166 Mio €. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags erfolgte durch die Ermittlung des Nutzungswerts, zu dessen Berechnung ein Diskontierungssatz von 8,1 % angesetzt wurde. Ferner waren in der CGU ThyssenKrupp Mexinox, die das Mexiko-Geschäft von Edelstahl-Flachprodukten bündelt, Wertminderungen von 72 Mio € erforderlich. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags erfolgte durch die Ermittlung des Nutzungswerts, zu dessen Berechnung ein Diskontierungssatz von 9,3 % angesetzt wurde. In der CGU ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni, die ebenfalls Produzent von nichtrostenden Edelstahl-Flachprodukten ist, beläuft sich der Wertminderungsbedarf auf 39 Mio €. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags erfolgte durch die Ermittlung des Nutzungswerts, zu dessen Berechnung ein Diskontierungssatz von 9,9 % angesetzt wurde. Der verbleibende Wertminderungsbedarf entfällt fast ausschließlich auf die CGU ThyssenKrupp Stainless International. Weitere Anpassungen sind unter Anhang-Nr. 03 beschrieben.

Wertminderungen auf übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Wertminderungsaufwendungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte sind in den Umsatzkosten enthalten.

In 2009/2010 wurden in der Business Area Components Technology in den Operating Units Presta Steering und Camshafts aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 5 Mio € wertberichtigt, da diese die Aktivierungsvoraussetzungen des IAS 38 nicht mehr erfüllten.

Firmenwerte

Die Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) sind den CGUs der Business Areas zugeordnet. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer CGU erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode. Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cash-Flows aus der bottom-up erstellten und vom Management der ThyssenKrupp AG genehmigten Dreijahresplanung verwendet. Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch für die Cash-Flows jenseits der Planungsperiode angesetzt. Eine Wachstumsrate zur Extrapolation des letzten Planjahrs wird nicht berücksichtigt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 3,25 % sowie auf einer Marktrisikoprämie von 5 %. Darüber hinaus werden jeweils individuell für jede CGU ein aus der jeweiligen Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor, ein Fremdkapitalspread sowie die Kapitalstruktur berücksichtigt. Zusätzlich werden CGU-spezifische Steuersätze angesetzt. Zur Diskontierung der Cash-Flows wurden folgende für die jeweilige Business Area spezifischen Bandbreiten von Nach-Steuer-Diskontierungszinssätzen zu Grunde gelegt:

in %

  

 

Bandbreiten der Diskontierungszinssätze (nach Steuern)

  

 

2009/2010

 

2010/2011

Steel Europe

 

9,4

 

8,1

Materials Services

 

8,1 - 9,2

 

7,0 - 9,0

Elevator Technology

 

8,7

 

7,8

Plant Technology

 

8,8 - 10,6

 

7,7 - 9,0

Components Technology

 

6,6 - 8,7

 

7,7 - 8,0

Marine Systems

 

7,1

 

6,3

Stainless Global

 

8,6 - 10,0

 

7,7 - 9,9

Corporate

 

7,5

 

6,6


Zur Ermittlung des Nutzungswerts für die CGUs werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen überein.

Im ThyssenKrupp Konzern wurden 31 CGUs identifiziert. Davon ist 25 CGUs ein Firmenwert zugeordnet. Der Gesamtfirmenwert, d. h. einschließlich der Firmenwerte, die auf die Veräußerungsgruppen und die nicht fortgeführten Aktivitäten entfallen, beträgt zum 30. September 2011 3.378 Mio €. 72 % dieses Firmenwerts entfallen auf die CGUs Steel Europe, Americas, Uhde und Marine Systems, die in der folgenden Tabelle dargestellt werden:

Wesentliche Firmenwerte

CGU

(Business Area)

 

Buchwert
des der CGU zugeordneten Firmenwertes
in Mio €

 

Anteil am Gesamtfirmen
-wert in %

 

Beschreibung der Grundannahmen für die Unternehmensplanung

 

Darlegung der Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahmen

Steel Europe

(Steel Europe)


 

314



 

9 %



 

- Absatzpreise

- Beschaffungspreise

- Konjunkturzyklen

 

Konzerninterne Einschätzung der betreffenden Verkaufs- und Einkaufsabteilungen sowie Berücksichtigung der durch die ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten sowie externe Marktstudien

Americas

(Elevator Technology)

 

832



 

25 %



 

- Absatzpreise

- Wechselkurse und    Zinsen

 

Berücksichtigung der von der ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten sowie externer lokaler Marktstudien

Uhde

(Plant Technology)

 

236


 

7 %


 

- Wachstumsraten der    Märkte

- Konjunkturzyklen

 

Berücksichtigung der von der ThyssenKrupp AG vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten und externer Marktstudien sowie Ableitung der zukünftigen Nachfrage und Investitionsneigung aus der aktuellen Entwicklung der Endproduktpreise 


Marine Systems

(Marine Systems)


 

1.040



 

31 %



 

- Wachstumsraten der    Märkte



 

Marineschiffbau: Berücksichtigung der langfristigen Haushaltsplanungen der potenziellen Kunden und ggf. konkrete Verhandlungen mit den Kunden, verschärfte Konkurrenzsituation bei zugleich sinkenden Budgets der Kundenländer

 


Aus dem jährlich durchgeführten Firmenwert-Impairment-Test ergab sich in den CGUs der Business Area Stainless Global ein Wertminderungsbedarf, da der erzielbare Betrag jeweils unter dem Buchwert der CGU lag.

Die Nettowerte der Firmenwerte (ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen) veränderten sich wie folgt:

Mio €

 

 

Steel Europe

 

Steel Americas

 

Materials Services

 

Elevator Technology

 

Plant Technology

 

Components Technology

 

Marine Systems

 

Stainless Global

 

Corporate

 

Insgesamt*

Stand 30.09.2009

 

313

 

0

 

383

 

1.196

 

297

 

224

 

1.043

 

331

 

15

 

3.802

Währungsunterschiede

 

1

 

0

 

21

 

82

 

8

 

14

 

1

 

6

 

0

 

133

Veränderung
Konsolidierungskreis

 

0

 

0

 

– 15

 

5

 

5

 

0

 

0

 

0

 

0

 

– 5

Zugänge

 

0

 

0

 

0

 

1

 

2

 

0

 

0

 

0

 

0

 

3

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

– 120

 

0

 

0

 

– 120

Wertminderungsaufwendungen

 

0

 

0

 

– 2

 

– 3

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

– 5

Stand am 30.09.2010

 

314

 

0

 

387

 

1.281

 

312

 

238

 

924

 

337

 

15

 

3.808

Währungsunterschiede

 

– 1

 

0

 

– 4

 

0

 

– 2

 

4

 

– 1

 

– 2

 

0

 

– 6

Veränderung
Konsolidierungskreis

 

0

 

0

 

5

 

22

 

0

 

0

 

– 1

 

0

 

0

 

26

Zugänge

 

0

 

0

 

0

 

9

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

9

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung/Abgabe vorgesehene Vermögenswerte 

 

0

 


 

– 64

 


 


 


 

– 60

 

– 45

 

 

 

– 169

Wertminderungsaufwendungen

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

0

 

– 290

 

0

 

– 290

Stand am 30.09.2011

 

313

 

0

 

324

 

1.312

 

310

 

242

 

862

 

0

 

15

 

3.378

* ohne Firmenwerte für nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

05 Sachanlagen

Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

Mio €

 

 

Grundstücke,
grundstücks-
gleiche
Rechte
und Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken 

 

Technische
Anlagen und
Maschinen

 

Andere
Anlagen,
Betriebs-
und
Geschäfts-
ausstattung

 

Geleaste
Sachanlagen
(Finance
Lease)

 

Verleaste
Sachanlagen
(Operating
Lease)

 

Anlagen
im Bau

 

Insgesamt

 

nachrichtlich:
Darstellung
Veräußerungs-
gruppen, nicht fortgeführte
Aktivitäten

Bruttowerte

 


 


 


 


 


 


 


 

 

Stand 30.09.2009

 

5.451

 

16.366

 

2.259

 

227

 

13

 

6.057

 

30.373

 

324

Währungsunterschiede

 

78

 

227

 

55

 

3

 

0

 

114

 

477

 

22

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 211

 

– 57

 

– 34

 

0

 

0

 

– 6

 

– 308

 

– 348

Zugänge

 

483

 

1.290

 

190

 

12

 

0

 

1.424

 

3.399

 

5

Umbuchungen

 

363

 

3.804

 

9

 

4

 

0

 

– 3.901

 

279

 

0

Abgänge

 

– 94

 

– 354

 

– 174

 

– 11

 

0

 

– 9

 

– 642

 

– 3

Umgliederung w/Ausweis als zur
Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

 

– 133

 

– 202

 

– 42

 

0

 

0

 

– 73

 

– 450

 

377

Stand 30.09.2010

 

5.937

 

21.074

 

2.263

 

235

 

13

 

3.606

 

33.128

 

377

Währungsunterschiede

 

45

 

189

 

0

 

0

 

0

 

– 21

 

213

 

0

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 105

 

– 581

 

– 36

 

– 30

 

0

 

– 6

 

– 758

 

– 14

Zugänge

 

115

 

490

 

226

 

24

 

0

 

1.044

 

1.899

 

4

Umbuchungen

 

906

 

2.344

 

51

 

0

 

0

 

– 3.162

 

139

 

0

Abgänge

 

– 58

 

– 215

 

– 104

 

– 27

 

– 3

 

3

 

– 404

 

– 4

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung/Abgabe vorgesehene Vermögenswerte 

 

– 743

 

– 2.736

 

– 446

 

– 42

 

0

 

– 508

 

– 4.475

 

4.475

Stand 30.09.2011

 

6.097

 

20.565

 

1.954

 

160

 

10

 

956

 

29.742

 

4.838


 


 


 


 


 


 


 


 

 

Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungsaufwendungen

 


 


 


 


 


 


 


 

 

Stand 30.09.2009

 

2.908

 

11.893

 

1.634

 

136

 

2

 

7

 

16.580

 

151

Währungsunterschiede

 

24

 

147

 

30

 

1

 

0

 

0

 

202

 

9

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 221

 

– 65

 

– 25

 

0

 

0

 

– 5

 

– 316

 

– 158

Abschreibungen 

 

141

 

871

 

194

 

19

 

1

 

0

 

1.226

 

0

Wertminderungsaufwendungen

 

8

 

34

 

4

 

0

 

0

 

6

 

52

 

0

Wertaufholungen 

 

– 6

 

0

 

0

 

– 3

 

0

 

0

 

– 9

 

0

Umbuchungen

 

– 9

 

17

 

– 23

 

1

 

0

 

0

 

– 14

 

0

Abgänge

 

– 73

 

– 343

 

– 158

 

– 10

 

0

 

0

 

– 584

 

– 2

Umgliederung w/Ausweis als zur
Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

 

– 108

 

– 182

 

– 35

 

0

 

0

 

– 6

 

– 331

 

325

Stand 30.09.2010

 

2.664

 

12.372

 

1.621

 

144

 

3

 

2

 

16.806

 

325

Währungsunterschiede

 

15

 

74

 

0

 

0

 

0

 

3

 

92

 

0

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 43

 

– 422

 

– 62

 

– 26

 

0

 

0

 

– 553

 

– 13

Abschreibungen 

 

187

 

1.132

 

199

 

17

 

0

 

0

 

1.535

 

1

Wertminderungsaufwendungen

 

251

 

1.334

 

21

 

0

 

0

 

100

 

1.706

 

0

Wertaufholungen 

 

– 2

 

– 57

 

0

 

0

 

0

 

0

 

– 59

 

0

Umbuchungen

 

– 7

 

6

 

– 3

 

0

 

0

 

0

 

– 4

 

0

Abgänge

 

– 45

 

– 202

 

– 92

 

– 19

 

– 2

 

0

 

– 360

 

– 4

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung/Abgabe vorgesehene Vermögenswerte 

 

– 251

 

– 1.525

 

– 272

 

– 22

 

0

 

0

 

– 2.070

 

2.070

Stand 30.09.2011

 

2.769

 

12.712

 

1.412

 

94

 

1

 

105

 

17.093

 

2.379


 


 


 


 


 


 


 


 

 

Nettowerte

 


 


 


 


 


 


 


 

 

Stand 30.09.2009

 

2.543

 

4.473

 

625

 

91

 

11

 

6.050

 

13.793

 

173

Stand 30.09.2010

 

3.273

 

8.702

 

642

 

91

 

10

 

3.604

 

16.322

 

52

Stand 30.09.2011

 

3.328

 

7.853

 

542

 

66

 

9

 

851

 

12.649

 

2.459


Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen werden zum größten Teil in den Umsatzkosten ausgewiesen und in geringerem Umfang in den Vertriebs- und Verwaltungskosten.

In 2009/2010 wurden in der Business Area Components Technology im Wesentlichen in den Operating Units Forging-Group und Bilstein-Gruppe auf Grund der Nachfragesituation Wertminderungen von 32 Mio € vorgenommen. Davon betreffen 2 Mio € Grundstücke und Bauten, 29 Mio € technische Anlagen und Maschinen sowie 1 Mio € andere Anlagen. Die für die Bestimmung des jeweiligen Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 11,6 % bzw. 13,1 % angesetzt wurde.

In 2010/2011 wurden in der Business Area Steel Americas Wertminderungen in Höhe von 1.685 Mio € vorgenommen. Davon betreffen 237 Mio € Bauten, 1.321 Mio € technische Anlagen und Maschinen sowie 100 Mio € Anlagen im Bau. Die Wertminderungen sind begründet durch erhöhte Anschaffungskosten des Werks in Brasilien auf Grund von Kostenüberschreitungen, wesentliche anhaltende Anlaufverluste durch einen verzögerten Hochlauf, die Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit des brasilianischen Werks durch die derzeitige und noch für die nähere Zukunft zu erwartende relative Stärke der brasilianischen Währung sowie die langsamere Erholung und erneute Schwäche der Absatzmärkte in USA und Europa; auch die Erhöhung des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes wirkte belastend. Die für die Bestimmung des jeweiligen Wertminderungsaufwands relevanten erzielbaren Beträge entsprechen jeweils den Nutzungswerten, zu deren Berechnung ein Diskontierungssatz von 10,5 % angesetzt wurde.

Die Buchwerte auf Sachanlagen in der Business Area Steel Americas in Höhe von 6.259 Mio € sind auch im kommenden Geschäftsjahr Bewertungsrisiken ausgesetzt; dies sind insbesondere die Kapitalmarktparameter sowie die Erwartung der langfristigen Wechselkursentwicklung und die Einschätzung über die Erreichbarkeit der operativen Ziele in Bezug auf Kosteneffizienz und Markteintritt.

Die Sachanlagen enthalten auch geleaste Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist, da er alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstands trägt.

Mio €

  

 

Bruttowerte

 

Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungsaufwendungen

 

Nettowerte

  

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken

 

99

 

73

 

46

 

34

 

53

 

39

Technische Anlagen und Maschinen

 

89

 

52

 

66

 

37

 

23

 

15

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

 

47

 

35

 

32

 

23

 

15

 

12

Geleaste Sachanlagen

 

235

 

160

 

144

 

94

 

91

 

66


Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden in Höhe von 5 (i. Vj. 100) Mio €.

06 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns entwickelten sich wie folgt:

Mio €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Bruttowerte

 


 


Stand 30.09.2009 bzw. Stand 30.09.2010

 

493

 

511

Währungsunterschiede

 

0

 

0

Veränderung Konsolidierungskreis

 

0

 

3

Zugänge

 

1

 

0

Umbuchungen

 

28

 

9

Abgänge

 

– 11

 

– 44

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung/Abgabe vorgesehene Vermögenswerte 

 

0

 

– 22

Stand 30.09.2010 bzw. Stand 30.09.2011

 

511

 

457


 


 


Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

 


 


Stand 30.09.2009 bzw. Stand 30.09.2010

 

152

 

174

Währungsunterschiede

 

0

 

0

Veränderung Konsolidierungskreis

 

0

 

2

Abschreibungen 

 

1

 

2

Wertminderungsaufwendungen

 

10

 

8

Wertaufholungen

 

0

 

0

Umbuchungen

 

14

 

2

Abgänge

 

– 3

 

– 22

Umgliederung w/Ausweis als zur Veräußerung/Abgabe vorgesehene Vermögenswerte 

 

0

 

– 10

Stand 30.09.2010 bzw. Stand 30.09.2011

 

174

 

156


 


 


Nettowerte

 


 


Stand 30.09.2009

 

341

 


Stand 30.09.2010 bzw. Stand 30.09.2011

 

337

 

301


Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns wird unter Anwendung verschiedener international anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Hierzu zählen das Ertragswertverfahren, das Discounted-Cash-Flow-Verfahren, das Sachwertverfahren und der Vergleich mit aktuellen Marktwerten vergleichbarer Immobilien. Die beizulegenden Zeitwerte der in Deutschland gelegenen, als Finanzinvestition gehaltenen, Immobilien, werden primär anhand von intern erstellten Gutachten, nach dem Ertragswertverfahren, auf Grundlage der in Deutschland geltenden „Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken – WertV“ bewertet. Außerhalb von Deutschland gelegene, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden grundsätzlich von externen Gutachtern bewertet.

Zum 30. September 2011 beträgt der beizulegende Zeitwert der von ThyssenKrupp als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 380 (i. Vj. 423) Mio €, wovon 14 (i. Vj. 25) Mio € durch externe Gutachter ermittelt wurden.

In den in den Bruttowerten ausgewiesenen Zugängen sind nachträgliche Anschaffungskosten von 0,2 (i. Vj. 0,1) Mio € enthalten.

Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 17 (i. Vj. 18) Mio € sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von 9 (i. Vj. 9) Mio €. Weitere 8 (i. Vj. 14) Mio € direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen betreffen als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, mit denen keine Mieterträge erzielt werden.

07 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Anteile an assoziierten Unternehmen

Zum 30. September 2011 beläuft sich der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 71 (i. Vj. 58) Mio €. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt -5 (i. Vj. -4) Mio €.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 % und nicht auf den Konzernanteil an den assoziierten Unternehmen beziehen:

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Vermögenswerte

 

759

 

908

Verbindlichkeiten

 

572

 

696

 

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Umsatzerlöse

 

578

 

759

Jahresfehlbetrag

 

– 12

 

– 13


In 2010/2011 gab es keine anteiligen Verluste von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen, die nicht erfasst wurden (i. Vj. 222 Tsd €); kumuliert gab es ebenfalls keine nicht erfassten Verluste (i. Vj. 224 Tsd €).

Joint Ventures

Die nachfolgende Tabelle enthält zusammenfassende Finanzinformationen zu den Joint Ventures des Konzerns, wobei sich die Angaben jeweils auf den Konzernanteil an den Joint Ventures beziehen:

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Kurzfristige Vermögenswerte

 

698

 

844

Langfristige Vermögenswerte

 

430

 

397

Kurzfristige Verbindlichkeiten

 

399

 

481

Langfristige Verbindlichkeiten

 

339

 

304

  

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Umsatzerlöse

 

1.431

 

2.022

Jahresüberschuss

 

40

 

67


Die assoziierten Unternehmen und die Joint Ventures sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns enthalten, die unter Anhang-Nr. 38 dargestellt wird.

08 Vermietete Gegenstände (Operating Lease)

Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien.

Die zukünftigen Mindestmieterträge aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen betragen zum Stichtag:

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Bis zu einem Jahr

 

24

 

20

Zwischen einem Jahr und fünf Jahren

 

31

 

34

Länger als fünf Jahre

 

24

 

20

Insgesamt

 

79

 

74


Die Angabe zu den zukünftigen Mieterträgen beinhaltet keine variablen Mietanteile (Contingent Rentals). Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine variablen Mieterträge aus solchen Contingent-Rentals-Verträgen vereinnahmt.

09 Vorräte

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Rohstoffe

 

2.057

 

2.266

Hilfs- und Betriebsstoffe

 

500

 

616

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen

 

2.349

 

1.623

Fertige Erzeugnisse und Waren

 

3.356

 

3.600

Insgesamt

 

8.262

 

8.105


Von den Vorräten haben 17 (i. Vj. 14) Mio € eine Lagerdauer von mehr als einem Jahr. Vorräte in Höhe von 38.616 (i. Vj. 36.259) Mio € sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden. Wertminderungen von Vorräten von 232 (i. Vj. 109) Mio € erhöhten die insgesamt erfassten Umsatzkosten. Hiervon entfielen 173 Mio € auf die Abschreibung anlaufbedingter Überbestände in der Business Area Steel Americas.

10 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

5.267

 

4.263

Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden

 

615

 

796

Insgesamt

 

5.882

 

5.059


Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 722 (i. Vj. 732) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2011 bestehen Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen von insgesamt 280 (i. Vj. 491) Mio €.

Zum Bilanzstichtag stellen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

Mio €

                

 

Buchwert

 

davon: 

 

davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig

 

davon: 

       

 

Forde-
rungen
aus Liefe-
rungen
und
Leistungen

 

zum
Abschluss-
stichtag
weder
wertge-
mindert
noch
überfällig

 

überfällig
bis 30
Tage

 

überfällig
31 bis 60
Tage

 

überfällig
61 bis 90
Tage

 

überfällig
91 bis 180
Tage

 

überfällig
181 bis 360
Tage

 

überfällig
mehr als
360 Tage

 

zum
Abschluss-
stichtag
wert-
gemindert

30.09.2010

 

5.882

 

4.975

 

364

 

110

 

65

 

105

 

55

 

47

 

161

30.09.2011

 

5.059

 

4.238

 

324

 

96

 

63

 

98

 

56

 

48

 

136


Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Angefallene Auftragskosten und
ausgewiesene Auftragsgewinne
(abzüglich ausgewiesener Verluste)

 

2.374

 

3.252

abzüglich erhaltener Anzahlungen 

 

– 1.759

 

– 2.456

Insgesamt

 

615

 

796


Für erhaltene Anzahlungen wurden Vermögenswerte in Höhe von 395 (i. Vj. 177) Mio € sicherungsübereignet. In der Berichtsperiode wurden Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 6.682 (i. Vj. 6.101) Mio € erfasst.

Der Konzern verkauft im Wesentlichen kreditversicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von bestehenden Programmen revolvierend sowie in Form von Einmaltransaktionen.

Per 30. September 2011 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von 89 (i. Vj. 341) Mio € verkauft, die zu einer Ausbuchung aus der Bilanz führten; hieraus erzielte der Konzern einen Verkaufserlös von 88 (i. Vj. 339) Mio €. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern in einigen Fällen Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen sowie das Stellen von begrenzten Forderungsausfallreserven. Die bilanzierten Vermögenswerte sowie die gegebenen Garantien, die als Forderungsausfallreserve dienen, betrugen 3 (i. Vj. 16) Mio € zum 30. September 2011.

11 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

 

kurzfristig

 

langfristig

 

kurzfristig

 

langfristig

Kredite und Forderungen

 

350

 

56

 

353

 

17

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

9

 

71

 

6

 

54

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

172

 

 

137

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

 

154

 

 

82

 

Insgesamt

 

685

 

127

 

578

 

71


Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 107 (i. Vj. 157) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2011 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 18 (i. Vj. 41) Mio € für kurzfristige und 50 (i. Vj. 44) Mio € für langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Zum Bilanzstichtag stellen sich die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wie folgt dar:

Mio €

                

 

Buchwert

 

davon: 

 

davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig

 

davon: 

  

 

Sonstige
finanzielle
Vermögens-
werte

 

zum
Abschluss-
stichtag
weder
wertge-
mindert
noch
überfällig

 

überfällig
bis 30
Tage

 

überfällig
31 bis 60
Tage

 

überfällig
61 bis 90
Tage

 

überfällig
91 bis 180
Tage

 

überfällig
181 bis 360
Tage

 

überfällig
mehr als
360 Tage

 

zum
Abschluss-
stichtag
wert-
gemindert

30.09.2010

 

812

 

757

 

5

 

2

 

0

 

1

 

1

 

2

 

44

30.09.2011

 

649

 

600

 

3

 

1

 

1

 

1

 

1

 

7

 

35


12 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

  

 

kurzfristig

 

langfristig

 

kurzfristig

 

langfristig

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

 

 

20

 

 

29

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen

 

 

180

 

 

178

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte

 

556

 

 

797

 

Sonstige geleistete Anzahlungen und Vorauszahlungen

 

204

 

 

192

 

Erstattungsansprüche aus Gesundheitsfürsorgeleistungen (Reimbursement Rights)

 

94

 

 

88

 

Übrige

 

792

 

 

486

 

246

Insgesamt

 

1.646

 

200

 

1.563

 

453


Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 556 (i. Vj. 235) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum 30. September 2011 bestehen Wertberichtigungen von insgesamt 29 (i. Vj. 23) Mio € für kurzfristige und 224 (i. Vj. 3) Mio € für langfristige sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte. Die Wertberichtigungen auf langfristige sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte entfielen im Wesentlichen auf die Business Area Steel Americas.

13 Eigenkapital

Vom Stand des kumulierten sonstigen Ergebnisses entfallen zum 30. September 2009 2 Mio €, zum 30. September 2010 7 Mio € und zum 30. September 2011 10 Mio € auf assoziierte Unternehmen. Von den Veränderungen des kumulierten sonstigen Ergebnisses resultieren 3 (i. Vj. 5) Mio € aus assoziierten Unternehmen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung, der Bestandteil des kumulierten sonstigen Ergebnisses ist:

Mio €

 

 

Unterschieds-
betrag aus der
Währungs-
umrechnung

Stand am 30.09.2009

 

– 333

Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste)

 

457

Realisierte (Gewinne)/Verluste

 

14

Stand am 30.09.2010

 

138

Veränderung der unrealisierten Gewinne/(Verluste)

 

70

Realisierte (Gewinne)/Verluste

 

– 17

Stand am 30.09.2011

 

191


Gezeichnetes Kapital

Zum 30. September 2011 ist das Gezeichnete Kapital unverändert gegenüber dem Vorjahr eingeteilt in 514.489.044 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien sind alle ausgegeben und voll eingezahlt; zum Bilanzstichtag befanden sich 514.489.044 (i. Vj. 464.394.337) Aktien im Umlauf. Rechnerisch entfällt auf jede Aktie ein Anteil am Gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 €.

Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Effekte aus der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses von Thyssen und Krupp sowie Agien aus Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften bei denen nicht beherrschende Anteile bestehen.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Konzernergebnisse, soweit diese nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus beinhaltet diese Position die Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beim Abgang von Pensionsrückstellungen.

Eigene Anteile

Im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 31. Januar 2008 beschlossen, eigene Anteile bis zu rund 3 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Im Zeitraum vom 01. Februar 2008 bis zum 07. März 2008 hat die ThyssenKrupp AG 14.791.100 Aktien oder rund 2,9 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 35,34 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 523 Mio €. Darüber hinaus hat der Vorstand auf Basis der Hauptversammlungsermächtigung am 14. Juli 2008 beschlossen, weitere eigene Anteile bis zu rund 2,0 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Zeitraum vom 15. Juli 2008 bis zum 13. August 2008 hat die ThyssenKrupp AG 10.500.000 Aktien oder rund 2,0 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 33,98 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 357 Mio €.

Zur Bedienung des rabattierten Aktienkaufs für das Geschäftsjahr 2007/2008 wurden am 02. Dezember 2009 in der 1. Tranche 350.924 eigene Anteile und am 04. März 2010 in der 2. Tranche 40.793 eigene Anteile zum Kurs von 24,62 € je Anteil an die Begünstigten veräußert. Weitere 529.128 eigene Anteile wurden am 18. Mai 2010 im Rahmen des deutschen Belegschaftsaktienprogramms zum Kurs von 22,09 € je Anteil veräußert. Darüber hinaus wurden zur Bedienung des rabattierten Aktienkaufs für das Geschäftsjahr 2009/2010 am 02. Februar 2011 209.770 eigene Anteile zum Kurs von 29,59 € je Anteil an die Begünstigten veräußert. Weitere 400.095 eigene Aktien wurden am 06. Mai 2011 im Rahmen des deutschen Belegschaftsaktienprogramms zum Kurs von 29,46 € je Anteil veräußert. Die angegebenen Kurse stellen dabei jeweils die Basis für den rabattierten Ausgabepreis dar.

Zur Reduzierung der Nettofinanzschulden als Teil der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 06. Juli 2011 beschlossen, den Bestand an 49.484.842 eigenen Anteilen, entsprechend 9,6 % des Grundkapitals, zu verkaufen. Der Verkauf erfolgte am 07. Juli 2011 über ein „Accelerated Bookbuilding-Verfahren“ zu einem Kurs von 32,95 € je Aktie an vorwiegend deutsche und internationale institutionelle Investoren und führte zu einem Mittelzufluss von rund 1,6 Mrd €; die dabei entstandenen Transaktionskosten in Höhe von 7 Mio € wurden erfolgsneutral als Abzug vom Eigenkapital bilanziert.

Die dargestellten Veräußerungen der eigenen Anteile basierten auf Grundlage der Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 23. Januar 2009 bzw. vom 21. Januar 2010 und führten dazu, dass die ThyssenKrupp AG zum 30. September 2011 keine eigenen Anteile mehr hält.

Angaben zum Kapitalmanagement

Zum 30. September 2011 lag die Eigenkapitalquote bei 23,8 % (i. Vj. 23,8 %). Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen des ThyssenKrupp Konzerns zählen die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Große Bedeutung in diesem Zusammenhang hat die Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven. Die Zielerreichung erfolgt durch den Einsatz diverser Maßnahmen zur Reduzierung der Kapitalkosten und Optimierung der Kapitalstruktur sowie durch ein effektives Risikomanagement.

Die Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Risiken des ThyssenKrupp Konzerns ergibt sich aus den Einstufungen der Ratingagenturen:

 
   

Langfrist-
Rating

Kurzfrist-
Rating

Ausblick

Standard & Poor's

BB+

B

stabil

Moody's

Baa3

Prime-3

stabil

Fitch

BBB-

F3

stabil


Damit verfügt ThyssenKrupp bei Moody’s und Fitch über ein Rating im Investment-Grade-Bereich. Nachdem Standard & Poor’s das Rating von ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2009/2010 auf BB+ herabgestuft hat, ist die Wiedererlangung des Investment-Grade-Status bei Standard & Poor’s ein wesentliches Ziel von ThyssenKrupp. Für die Finanzierung des ThyssenKrupp Konzerns führt ein Investment-Grade-Rating in den Kategorien des „BBB“-Bereichs zum Optimum der Kapitalkosten. Es stellt grundsätzlich den Zugang zu einer breiten Investorenbasis sicher. Das Kapitalmanagement basiert bei ThyssenKrupp auf den durch die Ratingagenturen publizierten Verschuldungskennziffern, die periodenbezogen Relationen aus Cash-Flow und Verschuldung ermitteln. Satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen unterliegt ThyssenKrupp nicht.

Ermächtigungen

Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung der ThyssenKrupp AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Januar 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 500 Mio € durch die Ausgabe von bis zu 195.312.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 23. Januar 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 2 Mrd € zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 50 Mio eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien der ThyssenKrupp AG mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von bis zu 128 Mio € zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen). Die Ermächtigung gilt bis zum 22. Januar 2014.

Darüber hinaus ist die ThyssenKrupp AG durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 21. Januar 2010 bis zum 20. Januar 2015 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Anteile bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Anteile kann auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put-Optionen, Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden) erfolgen.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem nach den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) ermittelten Bilanzgewinn der ThyssenKrupp AG für das Geschäftsjahr 2010/2011 eine Dividende von 0,45 € je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Hieraus würde sich eine Dividendenausschüttung von insgesamt 232 Mio € ergeben. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurde eine Dividende von 0,45 € (i. Vj. 0,30 €) gezahlt.

14 Aktienbasierte Vergütung

Management Incentivepläne

In 2003 implementierte ThyssenKrupp einen performance-orientierten Mid Term Incentiveplan (MTI), in dessen Rahmen Wertrechte an die Begünstigten ausgegeben werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder des Vorstands der ThyssenKrupp AG. Beginnend mit der zweiten Tranche, deren Ausgabe in 2004 erfolgte, wurde der Teilnehmerkreis auf die Vorstandsmitglieder der damaligen Segmentführungsgesellschaften und einige andere ausgewählte Führungskräfte zu modifizierten Bedingungen ausgedehnt. Ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 wird der bisherige MTI unter modifizierten Eckdaten als Long Term Incentiveplan (LTI) fortgesetzt. Damit gehören neben den Vorstandsmitgliedern der ThyssenKrupp AG und der Business Areas Geschäftsführer und weitere ausgewählte Führungskräfte zum Begünstigtenkreis. Zum 30. September 2011 sind für den MTI in der 7. Tranche 501.607 Wertrechte und in der 8. Tranche 355.937 Wertrechte und für den LTI in der 1. Tranche 718.710 Wertrechte ausgegeben.

Die Anzahl der ausgegebenen Wertrechte wird am Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis eines Vergleichs des durchschnittlichen ThyssenKrupp Value Added (TKVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums – beginnend mit dem 01. Oktober des Geschäftsjahres, in dem die Wertrechte gewährt wurden – mit dem durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre angepasst. Am Ende des Performance-Zeitraums erfolgt eine Vergütung der gewährten Wertrechte auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie, der sich aus dem Kursverlauf in den ersten drei Monaten nach Ende des Performance-Zeitraums ergibt.

Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Wertrechte, die die Grundlage für die Ermittlung der zeitanteiligen Rückstellung zum Bilanzstichtag sind, werden Forward-Preise der ThyssenKrupp Aktie unter Berücksichtigung teilweiser Deckelungen ab der 3. Tranche berechnet. Die Forward-Ermittlung erfolgt für im Voraus definierte Perioden (Mittelungsperioden) unter Berücksichtigung des Aktienkurses der ThyssenKrupp Aktie und der Euro-Zinsstrukturkurve zum Stichtag sowie der angenommenen Dividendenzahlungen der ThyssenKrupp AG bis zur Fälligkeit der Wertrechte. Folgende Parameter sind in die Berechnung eingegangen:

2009/2010

  

 

6. Tranche MTI

 

7. Tranche MTI

 

8. Tranche MTI

Fälligkeit

 

31.12.2010

 

31.12.2011

 

31.12.2012

Mittelungsperiode

 

01.10. - 31.12.2010

 

01.10. - 31.12.2011

 

01.10. - 31.12.2012

ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag

 

23,92 €

 

23,92 €

 

23,92 €

Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit

 

 


0,45 € zum 24.01.11

 

0,45 €
zum 24.01.11

0,50 €
zum 23.01.12

Durchschnittliche Dividendenrendite

 

 

1,71%

 

1,91%

Durchschnittlicher Zins (Mittelungsperiode)

 

0,76%

 

1,32%

 

1,52%

Beizulegender Wert per 30.09.2010

 

 

 

 

 

 

 - ungedeckelt

 

23,89 €

 

23,42 €

 

22,92 €

 - gedeckelt

 

23,89 €

 

23,42 €

 

22,92 €

 

2010/2011

  

 

7. Tranche MTI

 

8. Tranche MTI

 

1. Tranche LTI

Fälligkeit

 

31.12.2011

 

31.12.2012

 

31.12.2013

Mittelungsperiode

 

01.10. - 31.12.2011

 

01.10. - 31.12.2012

 

01.10. - 31.12.2013

ThyssenKrupp Aktienkurs zum Stichtag

 

18,55 €

 

18,55 €

 

18,55 €

Angenommene Dividendenzahlung(en) pro Aktie bis zur Fälligkeit

 

 


0,45 € zum 23.01.12

 

0,45 €
zum 23.01.12

0,45 €
zum 21.01.13

Durchschnittliche Dividendenrendite

 

 

2,21%

 

2,34%

Durchschnittlicher Zins (Mittelungsperiode)

 

1,26%

 

1,57%

 

1,52%

Beizulegender Wert per 30.09.2011

 

 

 

 

 

 

 - ungedeckelt

 

18,50 €

 

18,07 €

 

17,62 €

 - gedeckelt

 

18,50 €

 

18,07 €

 

17,62 €


Im 2. Quartal 2010/2011 sind die im Rahmen der 6. Tranche des LTI gewährten Rechte auf Grund des Rückgangs des durchschnittlichen TKVA im dreijährigen Performance-Zeitraum im Vergleich zum durchschnittlichen TKVA der vorangegangenen drei Geschäftsjahre ohne die Zahlung einer Vergütung verfallen. Im 2. Quartal 2009/2010 war bereits die 5. Tranche des Mid Term Incentiveplans auf Grund der rückläufigen Entwicklung des TKVA im Performance-Zeitraum ohne die Zahlung einer Vergütung verfallen. Insgesamt enthält das Ergebnis 2010/2011 Aufwendungen für die Incentivepläne in Höhe von 10,5 (i. Vj. 4,4) Mio €; hiervon werden 0,4 (i. Vj. 0,2) Mio € im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Zum 30. September 2011 beträgt die aus dem MTI und LTI resultierende Verpflichtung 14,9 (i. Vj. 4,4) Mio €.

Im Februar 2006 implementierte der Konzern darüber hinaus ein Aktienprogramm für ausgewählte Führungskräfte, die nicht durch den Mid Term Incentiveplan begünstigt sind. Im Rahmen dieses Programms sind die Begünstigten berechtigt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Im März 2008 wurde für das Geschäftsjahr 2007/2008 erneut ein Programm beschlossen, das wiederum ausgewählten Führungskräften des Konzerns die Möglichkeit gibt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Die Umsetzung des neuen Programms wurde auf das Geschäftsjahr 2009/2010 verschoben. Nachdem im Dezember 2009 die 1. Tranche des Programms zum rabattierten Aktienkauf aus dem Geschäftsjahr 2007/2008 abgeschlossen wurde, folgte im März 2010 der Abschluss der 2. Tranche des Programms. Aus diesem Programm resultieren in 2009/2010 Aufwendungen von 0,9 Mio €, von denen 0,1 Mio € im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten für 2009/2010 ausgewiesen werden. Im September 2010 wurde die Neuauflage des Programms zum rabattierten Aktienkauf für das Geschäftsjahr 2009/2010 beschlossen und im Februar 2011 abgeschlossen; hieraus entstanden Aufwendungen von 8,6 Mio €, von denen 0,4 Mio € im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden. Zum 30. September 2011 existieren wie im Vorjahr keine Verpflichtungen aus dem Programm.

Im September 2010 wurde die Ausgestaltung der variablen Vergütung der Mitglieder des Vorstandes der ThyssenKrupp AG angepasst. Dementsprechend werden 25 % der für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Tantieme verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt und erst nach einer dreijährigen Sperrfrist vergütet. Die Anzahl der Wertrechte ergibt sich durch die Division von 25 % der Tantieme durch den Durchschnittskurs der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des Geschäftsjahrs, für welches die Tantieme gewährt wird. Nach Ablauf von drei Geschäftsjahren berechnet sich die Höhe der Vergütung durch die Multiplikation der Anzahl der Wertrechte mit dem Durchschnittskurs der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahrs. Zusätzlich wird pro Wertrecht der Dividendenbetrag ausgezahlt, der für diese drei Geschäftsjahre sonst ausgeschüttet worden wäre. Sofern den Vorstandsmitgliedern der ThyssenKrupp AG wie in 2009/2010 und 2010/2011 neben der Tantieme ein Bonus gewährt wird, werden von diesem Bonus 55 % ebenfalls verpflichtend in Wertrechte umgewandelt und gemäß dem Tantiememodell behandelt. Im 3. Quartal 2010/2011 wurde die Ausgestaltung der variablen Vergütung für weitere ausgewählte Führungskräfte in der Form angepasst, dass 20 % der für das jeweilige Geschäftsjahr gewährten Tantieme verpflichtend in Wertrechte der ThyssenKrupp AG umgewandelt werden und erst nach Ablauf von drei Geschäftsjahren auf Basis des Durchschnittskurses der ThyssenKrupp Aktie im 4. Quartal des 3. Geschäftsjahrs in bar ausgezahlt werden. Das Ergebnis 2010/2011 enthält aus dieser Vergütungskomponente Aufwendungen von 3 (i. Vj. 3) Mio €; die daraus zum 30. September 2010 resultierende Verpflichtung beträgt 6 (i. Vj. 3) Mio €.

Belegschaftsaktienprogramm

Im 3. Quartal 2010/2011 hat der Konzern der inländischen Belegschaft den Erwerb von ThyssenKrupp Belegschaftsaktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50 %igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 6,1 (i. Vj. 6,1) Mio €; hiervon werden 0,5 (i. Vj. 0,5) Mio € im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

15 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Pensionen

 

6.669

 

6.007

Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

 

1.257

 

1.080

Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen

 

285

 

210

Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung/Abgabe vorgesehenen Vermögenswerten

 

– 125

 

– 357

Insgesamt

 

8.086

 

6.940


Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6.455 (i. Vj. 7.455) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Pensionen

ThyssenKrupp gewährt betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- oder beitragsorientierten Plänen an die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland, in den USA und Großbritannien. In einigen anderen Ländern erhalten berechtigte Arbeitnehmer Leistungen nach den jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten. Die in Kanada zum 30. September 2010 noch bestehenden Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen wurden in 2010/2011 durch Versicherungsträger abgelöst.

In Deutschland bestehen die Leistungen in der Regel in Rentenzahlungen, die einen Inflationsausgleich beinhalten. Ein Teil der leitenden Angestellten erhält Rentenleistungen, die von der Dienstzeit und vom Vergütungsniveau in einem Referenzzeitraum von in der Regel drei Jahren vor der Pensionierung abhängen. Im Übrigen erhalten die Arbeitnehmer in der Regel Zusagen auf feste Rentenbeträge pro Dienstjahr. Darüber hinaus bietet ThyssenKrupp in Deutschland die Möglichkeit, durch Gehaltsumwandlung zusätzliche Versorgungsbezüge zu erwerben (Deferred-Compensation-Vereinbarungen). Die Umwandlungsbeträge sind verzinslich mit 6,0 % und führen bei Eintritt des Versorgungsfalls zu einem festgelegten Leistungsanspruch.

In den USA erhalten auf Stundenbasis bezahlte Arbeitnehmer Rentenzusagen auf Basis von Festbeträgen pro Dienstjahr. Arbeitnehmer mit festen Bezügen erhalten Leistungen in der Regel in Abhängigkeit von ihrer Dienstzeit und den während ihrer Dienstzeit erzielten Bezügen. In Großbritannien erhalten Arbeitnehmer Rentenleistungen in Abhängigkeit von ihren Dienstjahren und dem Endgehalt bei Pensionierung.

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen sowie des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

Mio €

  

 

30.09.2010

 

30.09.2011

  

 

Deutschland

 

Übrige Länder

 

Deutschland

 

Übrige Länder

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts:

 


 


 


 


Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahrs

 

5.712

 

2.042

 

6.308

 

2.356

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche

 

69

 

31

 

90

 

35

Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche

 

287

 

111

 

249

 

102

Beiträge der Arbeitnehmer 

 

0

 

9

 

0

 

10

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

2

 

13

 

0

 

1

Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste

 

672

 

164

 

– 539

 

– 15

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 16

 

– 34

 

– 40

 

– 4

Plankürzungen und Planabgeltungen

 

0

 

– 1

 

0

 

– 273

Kursdifferenzen

 

0

 

158

 

0

 

40

Rentenzahlungen

 

– 418

 

– 151

 

– 415

 

– 151

Sonstiges

 

0

 

14

 

0

 

0

Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahrs

 

6.308

 

2.356

 

5.653

 

2.101


 


 


 


 


Veränderung des Planvermögens:

 


 


 


 


Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Anfang des Geschäftsjahrs

 

179

 

1.513

 

213

 

1.840

Erwartete Erträge aus dem Planvermögen

 

13

 

106

 

13

 

111

Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)

 

– 6

 

66

 

– 18

 

– 71

Veränderung Konsolidierungskreis

 

– 4

 

0

 

– 4

 

– 3

Beiträge der Arbeitgeber

 

31

 

140

 

0

 

130

Beiträge der Arbeitnehmer

 

0

 

9

 

0

 

10

Planabgeltungen

 

0

 

0

 

0

 

– 318

Kursdifferenzen

 

0

 

123

 

0

 

33

Rentenzahlungen

 

0

 

– 130

 

– 12

 

– 138

Sonstiges

 

0

 

13

 

0

 

0

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Geschäftsjahrs

 

213

 

1.840

 

192

 

1.594


Zum Bilanzstichtag beziehen sich 5.351 (i. Vj. 6.023) Mio € des Anwartschaftsbarwerts auf Pläne, die nicht über einen Fonds finanziert werden und 2.403 (i. Vj. 2.641) Mio € des Anwartschaftsbarwerts auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert werden.

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 35 (i. Vj. 179) Mio € und berechnen sich als Summe der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen und den versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten.

Finanzierungsstatus und bilanzierter Betrag

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus, der sich aus der Differenz zwischen Anwartschaftsbarwert und Planvermögen errechnet, einschließlich der Überleitung zu den bilanzierten Beträgen:

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

 

Deutschland

 

Übrige Länder

 

Deutschland

 

Übrige Länder

Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahrs

 

– 6.095

 

– 516

 

– 5.461

 

– 507

Noch unberücksichtigter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

0

 

5

 

0

 

4

Effekte aus "asset ceiling"

 

0

 

– 62

 

0

 

– 37

Bilanzierter Betrag

 

– 6.095

 

– 573

 

– 5.461

 

– 540


 


 


 


 


Der bilanzierte Betrag verteilt sich auf folgende Bilanzpositionen:

 


 


 


 


Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

 

0

 

1

 

0

 

6

Pensionsrückstellungen

 

– 6.095

 

– 574

 

– 5.461

 

– 546

Bilanzierter Betrag

 

– 6.095

 

– 573

 

– 5.461

 

– 540


Netto-Pensionsaufwendungen

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

  

 

2009/2010

 

2010/2011

  

 

Deutschland

 

Übrige Länder

 

Deutschland

 

Übrige Länder

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche

 

69

 

31

 

90

 

35

Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche

 

287

 

111

 

249

 

102

Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens

 

– 13

 

– 106

 

– 13

 

– 111

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

2

 

7

 

0

 

1

Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen

 

0

 

– 1

 

0

 

45

Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen

 

345

 

42

 

326

 

72


Von den in der Tabelle angegebenen Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen in Deutschland in Höhe von 326 (i. Vj. 345) Mio € und in den übrigen Ländern in Höhe von 72 (i. Vj. 42) Mio € entfallen 17 (i. Vj. 17) Mio € bzw. 1 (i. Vj. 2) Mio € auf nicht fortgeführte Aktivitäten; diese Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Bewertungsannahmen

Die Ansätze für die Diskontierungssätze und die Gehaltssteigerungsraten, die der Berechnung des Verpflichtungsumfangs zu Grunde liegen, wurden nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet und pro Land in Abhängigkeit von den jeweiligen ökonomischen Gegebenheiten festgesetzt. Zur Ableitung der Diskontierungssätze wird dabei grundsätzlich auf Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen in den jeweiligen Ländern zurückgegriffen, deren Laufzeiten mit den Fristigkeiten der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erfüllenden Verpflichtungen übereinstimmen. Die Annahmen über den erwarteten Kapitalertrag auf das Planvermögen beruhen auf detaillierten Analysen, die von externen Finanzexperten und Versicherungsmathematikern durchgeführt werden. Diese Analysen berücksichtigen sowohl die historischen Ist-Renditen langfristiger Anlagen als auch die für das Ziel-Portfolio künftig erwarteten langfristigen Renditen.

Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt:

in %

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

 

Deutschland

 

Übrige Länder

 

Deutschland

 

Übrige Länder

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren:

 


 


 


 


Diskontierungssatz

 

4,10

 

4,47

 

5,00

 

4,41

Erwarteter Kapitalertrag auf das Planvermögen

 

6,00

 

6,73

 

6,00

 

6,07

Langfristige Gehaltssteigerungsraten

 

2,50

 

1,86

 

2,50

 

2,16


Planvermögen

Die Mehrzahl der fondsfinanzierten Pensionspläne des Konzerns befindet sich in den USA, in Großbritannien und zu einem geringeren Umfang in Deutschland sowie einigen anderen europäischen Ländern. Das Planvermögen ist in diversifizierte Portfolios investiert, welche jeweils verschiedene Anlageklassen umfassen. Hiermit soll eine unter Risiko- und Rendite-Aspekten optimale Aufteilung der Anlageklassen erreicht werden. Die Anlageklassen der Fonds umfassen nationale und internationale Aktien, festverzinsliche Wertpapiere staatlicher und nicht-staatlicher Emittenten sowie Immobilienvermögen. Das Planvermögen der Pensionspläne enthält keine Gläubigerpapiere oder Aktien sowie kein Immobilienvermögen von ThyssenKrupp.

Bei der Anlage des Planvermögens bedient sich der Konzern professioneller Investmentmanager. Diese agieren auf Basis spezifischer Investitionsrichtlinien, die vom Investitionsausschuss des jeweiligen Plans erlassen worden sind. Die Investitionsausschüsse setzen sich aus leitenden Mitarbeitern des Finanzbereichs und anderen qualifizierten Führungskräften zusammen. Sie tagen regelmäßig, um das Ziel-Portfolio zu genehmigen sowie die Risiken und die Performance wesentlicher Pensionsfonds zu überprüfen; darüber hinaus bewilligen sie die Auswahl bzw. die Vertragsverlängerung externer Fondsmanager.

Die Struktur des Konzern-Zielportfolios basiert auf Asset-Liability-Studien, die für die wesentlichen Pensionsfonds des Konzerns regelmäßig durchgeführt werden.

Die Struktur des Ist-Portfolios und des Ziel-Portfolios des Planvermögens der Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:

  

  

 

Ist-Portfoliostruktur des Planvermögens

 

Ziel-Portfolio-
struktur

  

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

30.09.2012

Aktien

 

35%

 

36%

 

30-45%

Festverzinsliche Wertpapiere

 

56%

 

55%

 

45-60%

Immobilien/Sonstiges

 

9%

 

9%

 

0-10%

Insgesamt

 

100%

 

100%

 

 


Grundsätzlich dotiert der Konzern die Pensionsfonds in Höhe des Betrags, der erforderlich ist, um die gesetzlichen Minimalzuführungserfordernisse des jeweiligen Landes, in dem der Fonds ansässig ist, zu erfüllen. In den USA richtet sich die Minimaldotierung einiger Fonds nach gewerkschaftlichen Regelungen. Darüber hinaus leistet der Konzern von Zeit zu Zeit nach eigenem Ermessen zusätzliche Zuführungen. Für das Geschäftsjahr 2011/2012 erwartet ThyssenKrupp Bar-Dotierungen zu den fondsfinanzierten Pensionsplänen in Höhe von 101 Mio €.

Pensionszahlungen

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden Pensionszahlungen für Pläne in Deutschland von 415 (i. Vj. 418) Mio € und für Pläne in den übrigen Ländern von 151 (i. Vj. 151) Mio € geleistet. In den kommenden 10 Geschäftsjahren werden aus den Pensionsplänen folgende Zahlungen erwartet:

Mio €

 

 

Deutschland

 

Übrige Länder 

(für die Geschäftsjahre)

 


 


2011/2012

 

443

 

116

2012/2013

 

427

 

116

2013/2014

 

423

 

117

2014/2015

 

421

 

120

2015/2016

 

420

 

124

2016/2017-2020/2021

 

1.993

 

628

Insgesamt

 

4.127

 

1.221


Mehrjahresübersicht

Folgende Beträge wurden für die laufende Berichtsperiode und die vorangegangenen Berichtsperioden für die leistungsorientierten Pläne angesetzt:

Mio €

 

 

30.09.2007

 

30.09.2008

 

30.09.2009

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Anwartschaftsbarwert

 

7.931

 

6.938

 

7.754

 

8.664

 

7.754

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

 

2.077

 

1.724

 

1.692

 

2.053

 

1.786

Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne

 

– 5.854

 

– 5.214

 

– 6.062

 

– 6.611

 

– 5.968

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne

 

– 89

 

– 47

 

25

 

65

 

– 1

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Vermögenswerte der Pläne

 

44

 

– 345

 

– 23

 

60

 

– 89


Beitragsorientierte Pläne (defined contribution plans)

Darüber hinaus gewährt der Konzern im In- und Ausland Beitragszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung über Pensionskassen und vergleichbare Versorgungseinrichtungen. Der Konzern erbringt für diese Pläne Beitragsleistungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzs vom Einkommen der Mitarbeiter oder in Abhängigkeit von der Höhe der Beitragsleistungen der Mitarbeiter. Der Gesamtaufwand aus als beitragsorientierte Pläne bilanzierten Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 111 (i. Vj. 119) Mio €. Davon entfielen 73 (i. Vj. 78) Mio € auf gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhaltene Pensionspläne (multi employer plans). Zusätzlich wurden Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger von 666 (i. Vj. 603) Mio € gezahlt.

Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen

In den USA gewährt der Konzern Gesundheitsfürsorgeleistungen und Lebensversicherungsleistungen an Pensionäre, die bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich ihres Lebens- und Dienstalters erfüllen. Die Verpflichtungen entfallen überwiegend auf den Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd. Die in Kanada bestehenden Pläne wurden im Geschäftsjahr 2010/2011 durch Zahlungen abgefunden.

Im Dezember 2003 hat die US-Regierung das Gesetz „Medicare Prescription Drug, Improvement and Modernization Act“ in Kraft gesetzt. Durch das Gesetz erhalten Unternehmen, die Gesundheitsfürsorgeleistungen an Pensionäre gewähren, deren Leistungsumfang mindestens der gesetzlichen Regelung entspricht, einen staatlichen Zuschuss. Der Konzern bilanziert diese staatlichen Zuschüsse in Übereinstimmung mit IAS 19 als sogenannte Reimbursement Rights.

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts und der Erstattungsansprüche (reimbursement rights)

Die Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen sowie der Erstattungsansprüche stellt sich wie folgt dar:

Mio €

  

 

30.09.2010 USA/Kanada

 

30.09.2011 USA/Kanada

Veränderung des Anwartschaftsbarwerts:

 


 


Anwartschaftsbarwert am Anfang des Geschäftsjahrs

 

1.040

 

1.188

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr
hinzuverdienten Ansprüche

 

6

 

7

Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten
Zuschussverpflichtungen

 

58

 

54

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

– 52

 

0

Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste

 

102

 

– 83

Plankürzungen und Planabgeltungen

 

0

 

– 115

Kursdifferenzen

 

81

 

12

Zahlungen für Versorgungsverpflichtungen

 

– 47

 

– 46

Anwartschaftsbarwert am Ende
des Geschäftsjahrs

 

1.188

 

1.017


 


 


Veränderung der Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Gesundheits- fürsorgezuschussverpflichtungen:

 


 


Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche
am Anfang des Geschäftsjahrs

 

76

 

94

Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen

 

5

 

4

Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)

 

12

 

– 9

Kursdifferenzen

 

6

 

1

Gezahlte Leistungen

 

– 5

 

– 2

Beizulegender Zeitwert der Erstattungs-
ansprüche am Ende des Geschäftsjahrs

 

94

 

88


Finanzierungsstatus und bilanzierter Betrag

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Finanzierungsstatus einschließlich der Überleitung zum Bilanzausweis:

Mio €

 

 

30.09.2010 USA/Kanada

 

30.09.2011 USA/Kanada

Finanzierungsstatus am Ende des Geschäftsjahrs

 

– 1.188

 

– 1.017

Noch unberücksichtigter nachzuverrechnender
Dienstzeitaufwand

 

– 69

 

– 63

Bilanzierter Betrag (= Rückstellungen für
Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen)

 

– 1.257

 

– 1.080


Netto-Aufwendungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen

Die Netto-Aufwendungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

 

 

30.09.2010 USA/Kanada

 

30.09.2011 USA/Kanada

Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr
hinzuverdienten Versorgungsansprüche

 

6

 

7

Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits
erworbenen Ansprüche

 

58

 

54

Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen

 

– 5

 

– 4

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

 

– 21

 

– 6

Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen
und Planabgeltungen

 

0

 

– 90

Netto-Aufwendungen der Zuschuss-
verpflichtungen für Gesundheits-
fürsorgeleistungen für Pensionäre

 

38

 

– 39


Bewertungsannahmen

Bei der Berechnung der Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Annahmen zu Grunde gelegt (= gewichteter Durchschnitt):

in %

 

 

30.09.2010 USA/Kanada

 

30.09.2011 USA/Kanada

Durchschnittliche Bewertungsfaktoren: 

 


 


Diskontierungssatz

 

4,77

 

4,75

Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge
im nächsten Jahr

 

9,78

 

9,62

Letzte Steigerungsrate für Gesundheitsfürsorge
(erwartet in 2032)  

 

5,00

 

5,00


Nachfolgend sind die Auswirkungen dargestellt, die aus einer Erhöhung bzw. Verminderung der angenommenen Steigerungsrate für die Gesundheitsfürsorgeleistungen um 1 %-Punkt resultieren:

Mio €

 

 

1 % -Punkt

 

 

Erhöhung

 

Verminderung

Effekt auf die Dienstzeit- und Zinsaufwendungen

 

8

 

– 6

Effekt auf den Anwartschaftsbarwert

 

139

 

– 114


Mehrjahresübersicht

Folgende Beträge wurden für die laufende Berichtsperiode und die vorangegangenen Berichtsperioden für die Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen angesetzt:

Mio €

  

 

30.09.2007

 

30.09.2008

 

30.09.2009

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Anwartschaftsbarwert

 

893

 

1.013

 

1.040

 

1.188

 

1.017

Beizulegender Zeitwert des Erstattungsanspruchs

 

67

 

83

 

76

 

94

 

88

Überschuss bzw. Fehlbetrag der Pläne

 

– 893

 

– 1.013

 

– 1.040

 

– 1.188

 

– 1.017

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden der Pläne

 

13

 

– 41

 

– 1

 

11

 

9

Erfahrungsbedingte Anpassungen des Erstattungsanspruchs 

 

0

 

0

 

1

 

1

 

– 2


Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen

Insbesondere bei deutschen Gesellschaften bestehen Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen. Hierbei erbringt der Arbeitnehmer Vorleistungen durch Mehrarbeit, die nach dem Ausscheiden durch ratierliche Zahlungen entgolten werden. Für die Verpflichtungen wurden Rückstellungen nach IAS 19 „Employee Benefits“ in Höhe von 150 (i. Vj. 209) Mio € angesetzt.

16 Sonstige Rückstellungen

Mio €

  

 

Gewähr-
leistungs-
und Produkt-
haftungs-
verpflich-
tungen

 

Sonstige
absatz- und
beschaf-
fungsmarkt-
bezogene
Risiken

 

Verpflich-
tungen im
Personal-
bereich

 

Restruktu-
rierungen

 

Entfernungs-
verpflich-
tungen

 

Umwelt-
schutz-
verpflich-
tungen

 

Prozess-
risiken

 

Sonstige

 

Insgesamt

 

nachrichtlich:
Darstellung
Veräußerungs-gruppen, nicht fortgeführte Aktivitäten

Stand 30.09.2010

 

452

 

268

 

557

 

425

 

212

 

32

 

169

 

492

 

2.607

 

60

Währungsunterschiede

 

0

 

– 1

 

– 3

 

0

 

0

 

0

 

– 4

 

1

 

– 7

 

0

Veränderung
Konsolidierungskreis

 

21

 

– 84

 

1

 

– 24

 

1

 

0

 

5

 

4

 

– 76

 

– 7

Zuführungen

 

144

 

96

 

283

 

16

 

16

 

4

 

46

 

378

 

983

 

3

Aufzinsung

 

1

 

6

 

6

 

4

 

21

 

1

 

1

 

3

 

43

 

0

Inanspruchnahmen

 

– 62

 

– 85

 

– 263

 

– 134

 

– 8

 

– 8

 

– 31

 

– 139

 

– 730

 

– 1

Auflösungen

 

– 72

 

– 70

 

– 37

 

– 86

 

– 36

 

– 3

 

– 66

 

– 147

 

– 517

 

0

Umgliederung w/Ausweis
als Verbindlichkeiten in
Verbindung mit zur Ver-
äußerung/Abgabe
vorgesehenen
Vermögenswerten

 

– 9

 

– 20

 

– 46

 

– 45

 

– 14

 

– 4

 

24

 

– 41

 

– 155

 

155

Stand 30.09.2011

 

475

 

110

 

498

 

156

 

192

 

22

 

144

 

551

 

2.148

 

210


Vom Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen zum 30. September 2011 sind 1.500 (i. Vj. 1.778) Mio € kurzfristig und 648 (i. Vj. 829) Mio € langfristig. Sonstige Rückstellungen in Höhe von 625 (i. Vj. 613) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Rückstellung für Gewährleistungs- und Produkthaftungsverpflichtungen umfasst sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte (Gewährleistung) als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden zu ersetzen (Produkthaftung).

Die Rückstellung für sonstige absatz- und beschaffungsmarktbezogene Risiken besteht im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Mit den Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich werden vor allem Jubiläumszuwendungen und Verpflichtungen aus den Management Incentiveplänen erfasst, während Sozialplan- und ähnliche Aufwendungen in der Rückstellung für Restrukturierungen innerhalb der Personalstrukturmaßnahmen berücksichtigt sind. Pensionsähnliche Verpflichtungen wie Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen, die zum Teil auch im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen entstanden sind, sind Bestandteil der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die Restrukturierungsrückstellung umfasst neben den rückstellungsfähigen Personalstrukturmaßnahmen auch Rückstellungen für Sachstrukturmaßnahmen, die im Rahmen der Aufgabe von betrieblichen Bereichen für Kosten gebildet werden, die aus Maßnahmen resultieren, die keinen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren. Die im Geschäftsjahr erfassten Auflösungen von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 86 Mio € resultieren aus Anpassungen der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen auf Grund von Konkretisierungen der Maßnahmen während der Umsetzung und auf Grund von sich im Geschäftsjahr neu ergebenden Handlungsalternativen.

Die Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen besteht im Wesentlichen aus Verpflichtungen zur Sicherung entstandener Bergschäden und für Rekultivierungsmaßnahmen. Die Abwicklung von Bergschäden und Rekultivierungsverpflichtungen erstreckt sich typischerweise über lange Zeiträume von teilweise mehr als 30 Jahren. Die technischen Rahmenbedingungen sind als sehr komplex einzuschätzen. Entsprechend bestehen Unsicherheiten über den zeitlichen Anfall und die konkrete Höhe der Aufwendungen.

Die Rückstellungen für Umweltschutzverpflichtungen betreffen vor allem die Beseitigung von Altlasten sowie Sanierungs- und Gewässerschutzmaßnahmen.

17 Finanzschulden

BUCHWERTE Mio €

    

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Anleihen 

 

3.736

 

3.738

Schuldscheindarlehen

 

479

 

779

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 

 

1.846

 

1.891

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

 

64

 

50

Sonstige Darlehen

 

32

 

36

Langfristige Finanzschulden

 

6.157

 

6.494

Anleihen

 

749

 

0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

376

 

135

Akzeptverbindlichkeiten

 

18

 

13

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

 

23

 

18

Sonstige Darlehen

 

112

 

12

Kurzfristige Finanzschulden

 

1.278

 

178

Finanzschulden

 

7.435

 

6.672


Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, während die langfristigen Finanzschulden eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Finanzschulden in Höhe von 5 (i. Vj. 100) Mio € sind durch Grundpfandrechte besichert.

Per 30. September 2011 sind von den Finanzschulden insgesamt Disagien in Höhe von 18 (i. Vj. 24) Mio € abgesetzt und Agien in Höhe von 5 (i. Vj. 8) Mio € aufgeschlagen. Die Verrechnung der Disagien und Agien ist im Finanzergebnis enthalten.

Im Rahmen des Ausweises von Veräußerungsgruppen und von nicht fortgeführten Aktivitäten wurden Finanzschulden von 480 (i. Vj. 26) Mio € in die Bilanzposition „Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung/Abgabe vorgesehenen Vermögenswerten“ umgegliedert.

Anleihen, Schuldscheindarlehen

 

 

Buchwert
in Mio € 30.09.2010

 

Buchwert
in Mio € 30.09.2011

 

Nominalwert
in Mio € 30.09.2011

 

Zinssatz
in %

 

Beizulegender
Zeitwert
in Mio € 30.09.2011

 

Fälligkeit

Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2013

 

1.006

 

1.004

 

1.000

 

6,750

 

1.048

 

25.02.2013

Anleihe ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. (1.000 Mio €) 2009/2016

 

990

 

992

 

1.000

 

8,500

 

1.110

 

25.02.2016

Anleihe ThyssenKrupp AG (750 Mio €) 2004/2011

 

749

 

 

 

5,000

 

 

29.03.2011

Anleihe ThyssenKrupp AG (1.000 Mio €) 2009/2014

 

991

 

993

 

1.000

 

8,000

 

1.073

 

18.06.2014

Anleihe ThyssenKrupp AG (750 Mio €) 2005/2015

 

749

 

749

 

750

 

4,375

 

760

 

18.03.2015

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (100 Mio €) 2008/2013

 

100

 

100

 

100

 

5,150

 

105

 

15.04.2013

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2013

 

149

 

150

 

150

 

5,300

 

158

 

25.04.2013

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2008/2014

 

150

 

150

 

150

 

5,375

 

159

 

21.05.2014

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (80 Mio €) 2008/2016

 

80

 

80

 

80

 

5,710

 

84

 

15.09.2016

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2011/2016

 

 

50

 

50

 

4,750

 

52

 

11.03.2016

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (150 Mio €) 2011/2016

 

 

150

 

150

 

4,900

 

157

 

11.03.2016

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2011/2016

 

 

50

 

50

 

4,750

 

52

 

29.03.2016

Schuldscheindarlehen ThyssenKrupp AG (50 Mio €) 2011/2016

 

 

49

 

50

 

4,750

 

48

 

12.04.2016

Insgesamt

 

4.964

 

4.517

 

4.530

 

 

 

4.806

 

 


Die ThyssenKrupp AG hat für alle Anleihen der ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. jeweils eine unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die Zahlungsverpflichtungen gemäß den Anleihebedingungen übernommen.

Per 30. September 2011 stellt sich die Finanzierungsstruktur der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Sonstigen Darlehen wie folgt dar:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Sonstige Darlehen

 

 

Buchwert
in Mio €
30.09.2010

 

Buchwert
in Mio €
30.09.2011

 

davon
in €          

 

Gewogener
Durch-
schnitts-
zinssatz
in % per
30.09.2011

 

davon
in USD

 

Gewogener
Durch-
schnitts-
zinssatz
in % per
30.09.2011

 

davon in
weiteren
Währungen

 

Beizu-
legender
Zeitwert
in Mio €
30.09.2011

Bilaterale Kreditvereinbarungen
(variabel verzinslich)

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige variabel verzinsliche
Kredite

 

1.236

 

973

 

25

 

2,06

 

279

 

1,50

 

669

 

973

Festverzinsliche Kredite

 

1.130

 

1.101

 

775

 

5,71

 

18

 

2,20

 

308

 

1.137

Insgesamt

 

2.366

 

2.074

 

800

 

5,60

 

297

 

1,54

 

977

 

2.110


Aus einer syndizierten Kreditfazilität (Multi-Currency-Facility-Agreement) stehen ThyssenKrupp variabel verzinsliche Mittel in Höhe von 2,5 Mrd € zur Verfügung. Die Fazilität wurde im Juli 2005 abgeschlossen und hat eine Laufzeit bis zum 01. Juli 2014. Die Kreditfazilität war am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Des Weiteren hat die ThyssenKrupp AG mit ihren Finanzpartnern bilaterale Vereinbarungen in Höhe von 2,2 Mrd € getroffen, denen zufolge sie, aber auch teilweise die ThyssenKrupp Finance USA, Inc. oder die ThyssenKrupp Finance Nederland B.V. Kredite in Euro oder wahlweise in US-Dollar oder Britische Pfund revolvierend in Anspruch nehmen kann (Roll-Over-Finanzierungen). Von diesen bilateralen Kreditlinien haben rd. 61 % eine Restlaufzeit von über 5 Jahren und rd. 39 % eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren. Am Bilanzstichtag waren diese Kreditlinien nicht durch Barkredite in Anspruch genommen.

Insgesamt verfügt der Konzern über ungenutzte und fest zugesagte Kreditlinien in Höhe von 4,7 Mrd €. Die zehn größten Banken stellen zusammen einen Anteil von 52 %.

Darüber hinaus verfügt der Konzern über weitere Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen eines Commercial-Paper-Programms mit einem maximalen Emissionsvolumen von 1,5 Mrd €, das zum 30. September 2011 ebenfalls nicht in Anspruch genommen war.

Für Finance-Lease-Verträge betragen die zukünftigen Mindestzahlungen zum Stichtag:

Mio €                                                                                         

  

 

30.09.2010

 

30.09.2011

  

 

Künftige
Mindest-
leasing-
zahlungen

 

Zinsen

 

Barwert
(Verbindlich-
keiten aus
Finance
Lease)

 

Künftige
Mindest-
leasing-
zahlungen

 

Zinsen

 

Barwert
(Verbindlich-
keiten aus
Finance
Lease)

Bis zu einem Jahr

 

29

 

6

 

23

 

23

 

5

 

18

Zwischen einem Jahr und fünf Jahren

 

58

 

13

 

45

 

41

 

12

 

29

Länger als fünf Jahre

 

24

 

5

 

19

 

28

 

7

 

21

Insgesamt

 

111

 

24

 

87

 

92

 

24

 

68


Die Fälligkeiten der Finanzschulden verteilen sich wie folgt auf die nächsten 5 Jahre und die Zeit danach:

Mio €

  

 

Gesamte
Finanzschulden

 

Davon:
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten

(für die Geschäftsjahre)

 

 

 

 

2011/2012

 

178

 

135

2012/2013

 

1.933

 

649

2013/2014

 

1.708

 

545

2014/2015

 

955

 

196

2015/2016

 

1.468

 

93

nach 2015/2016

 

430

 

408

Insgesamt

 

6.672

 

2.026


18 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18 (i. Vj. 45) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

19 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

 

kurzfristig

 

langfristig

 

kurzfristig

 

langfristig

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.437

 

 

979

 

1

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

137

 

 

282

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

 

67

 

 

96

 

Insgesamt

 

1.641

 

0

 

1.357

 

1


Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 1 (i. Vj. 2) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

20 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

 

kurzfristig

 

langfristig

 

kurzfristig

 

langfristig

Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden

 

3.112

 

 

3.795

 

Erhaltene Anzahlungen

 

1.049

 

 

1.159

 

Absatz- und beschaffungsmarktbezogene Verbindlichkeiten

 

798

 

 

815

 

Verbindlichkeiten aus Put-Optionen

 

13

 

 

19

 

Verbindlichkeiten gegenüber der Belegschaft

 

793

 

 

778

 

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit

 

93

 

 

100

 

Rechnungsabgrenzungsposten

 

49

 

 

26

 

Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern)

 

329

 

 

293

 

Übrige

 

670

 

23

 

347

 

7

Insgesamt

 

6.906

 

23

 

7.332

 

7


Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 440 (i. Vj. 347) Mio € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen resultierenden Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Angefallene Auftragskosten und
ausgewiesene Auftragsgewinne
(abzüglich ausgewiesener Verluste)

 

7.086

 

7.307

abzüglich erhaltener Anzahlungen 

 

– 10.198

 

– 11.102

Insgesamt

 

– 3.112

 

– 3.795


21 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Eventualverbindlichkeiten

Die ThyssenKrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Auftraggebern oder Kreditgebern ausgestellt bzw. ausstellen lassen. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €

  

 

Maximales Haftungsvolumen

 

Rückstellung

  

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Anzahlungsgarantien

 

201

 

320

 

1

 

1

Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien

 

82

 

106

 

1

 

1

Kreditaufträge

 

40

 

45

 

 

Restwertgarantien

 

45

 

60

 

1

 

2

Sonstige Haftungserklärungen 

 

45

 

31

 

 

Insgesamt

 

413

 

562

 

3

 

4


In den Bürgschaften und Garantien sind Eventualverbindlichkeiten für assoziierte Unternehmen von 6 (i. Vj. 0) Mio € und für Joint Ventures von 355 (i. Vj. 235) Mio € enthalten.

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z. B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch den Hauptschuldner, wie z. B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder durch die Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

ThyssenKrupp haftet aus Beteiligungen an Gesellschaften bürgerlichen Rechts, Personengesellschaften und Arbeitsgemeinschaften gesamtschuldnerisch.

Ehemalige Aktionäre von Thyssen und von Krupp haben die gerichtliche Überprüfung der Umtauschverhältnisse aus der Verschmelzung der Thyssen AG und der Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp zur ThyssenKrupp AG nach § 305 UmwG beantragt. Die Verfahren sind vor dem Landgericht Düsseldorf anhängig. Stellt das Gericht im Spruchverfahren eine Unangemessenheit des Umtauschverhältnisses fest, erfolgt ein Ausgleich durch eine verzinsliche bare Zuzahlung. Die Zuzahlung ist an alle betroffenen Aktionäre zu leisten, auch wenn sie nicht Antragsteller des Spruchverfahrens sind. Die Gesellschaft erwartet jedoch, dass die Spruchverfahren nicht zu baren Zuzahlungen führen werden, da die Umtauschverhältnisse sorgfältig ermittelt, zwischen voneinander unabhängigen Vertragspartnern vereinbart, von dem gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer geprüft und bestätigt worden sind und auch der vom Landgericht Düsseldorf bestellte Sachverständige eine nur geringfügig abweichende Verschmelzungswertrelation festgestellt hat.

Aus der Eingliederung der Thyssen Industrie AG in die ThyssenKrupp AG ist ein Spruchverfahren zur gerichtlichen Überprüfung der Angemessenheit der Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der Thyssen Industrie AG anhängig. Der vom Landgericht Dortmund bestellte Sachverständige hat eine geringfügig abweichende Umtauschrelation festgestellt. Die Gesellschaft geht weiterhin davon aus, dass es keine Nachzahlung an ehemalige Aktionäre der Thyssen Industrie AG geben wird. Sollte das Gericht dennoch in einer rechtskräftigen Entscheidung zu dem Ergebnis kommen, dass die angebotene Abfindung unangemessen war, wird die durch weitere Barzahlung erhöhte Abfindung allen außenstehenden Aktionären gewährt.

Die EU-Kommission verhängte 2007 gegen die ThyssenKrupp AG, die ThyssenKrupp Elevator AG sowie die ThyssenKrupp Aufzugsgesellschaften ein Bußgeld von insgesamt 480 Mio €. Den Unternehmen wurde vorgeworfen, an wettbewerbswidrigen Absprachen betreffend Aufzüge und Fahrtreppen auf nationaler Ebene in den Benelux-Ländern und in Deutschland beteiligt gewesen zu sein. ThyssenKrupp hat gegen die Entscheidung der EU-Kommission Klage erhoben. Mit Urteil vom 13. Juli 2011 hat das Europäische Gericht Erster Instanz das Bußgeld um rd. 160 Mio € auf 320 Mio € reduziert. Nach Auffassung des Gerichts hatte die Kommission die festgestellten Wettbewerbsverstöße fälschlicherweise als Wiederholungstaten angesehen. Dies hatte zu einer Anhebung des Bußgeldes durch die Kommission von 50 % geführt.

Im Zusammenhang mit diesen Wettbewerbsverstößen sind Unternehmen der ThyssenKrupp Elevator AG auf Schadensersatz in Anspruch genommen worden. Die Berechtigung der geltend gemachten Ansprüche wird geprüft.

Bei dem Konzernunternehmen ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH sowie bei weiteren Unternehmen der Schienenbranche fanden ab Mai 2011 Durchsuchungsmaßnahmen des Bundeskartellamts sowie der Staatsanwaltschaft Bochum statt. Es geht um den Vorwurf, dass sich mehrere Mitarbeiter der ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen für Lieferungen an die Deutsche Bahn AG und an andere Kunden im sog. „Privatmarkt“ beteiligt haben sollen. In der unmittelbar mit den Durchsuchungen begonnenen internen Aufklärung des Sachverhalts, haben mehrere Mitarbeiter ihre Beteiligung an solchen Absprachen eingeräumt. Die ThyssenKrupp GfT Gleistechnik GmbH kooperiert vollumfänglich mit dem Bundeskartellamt und der Staatsanwaltschaft. ThyssenKrupp toleriert keine Compliance-Verstöße. Wettbewerbsverstöße werden von ThyssenKrupp nicht geduldet. Zum Stichtag ist die Höhe eines Bußgelds noch nicht abschätzbar. Neben einem Bußgeld des Bundeskartellamts ist damit zu rechnen, dass Kunden möglicherweise Schadensersatzforderungen stellen. Konkrete Schadensersatzforderungen sind bisher nicht erhoben worden.

Darüber hinaus ist ThyssenKrupp im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadensersatz führen können. Aus verschiedenen Verträgen wie Bau-, Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Vertragspartnern, Kunden, Konsortialpartnern und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahrs als unbegründet erwiesen, sind durch Vergleich beendet worden oder verjährt. Eine Reihe von Verfahren ist noch anhängig. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet ThyssenKrupp jedoch aus den in diesem Abschnitt nicht separat ausgeführten Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating Lease zu qualifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen. Hieraus resultieren im Saldo Aufwendungen von 329 (i. Vj. 312) Mio €, die sich folgendermaßen zusammensetzen:

Mio €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Mindestmietzahlungen (minimum rentals)

 

310

 

329

Variable Mietzahlungen (contingent rentals)

 

2

 

0

abzgl. Erträge aus Untermietverträgen (sublease)

 

0

 

0

Insgesamt

 

312

 

329


Die künftigen (nicht abgezinsten) Mindestmietzahlungen aus solchen unkündbaren Verträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen:

Mio €                                                                                         

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Bis zu einem Jahr

 

228

 

226

Zwischen einem Jahr und fünf Jahren

 

523

 

526

Länger als fünf Jahre

 

315

 

234

Insgesamt

 

1.066

 

986


Im Gesamtbetrag der künftigen Mindestmietzahlungen sind die künftigen Mindestmieteinnahmen aus unkündbaren Untermietverträgen in Höhe von 2 (i. Vj. 2) Mio € nicht berücksichtigt.

Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben beläuft sich zum 30. September 2011 auf 922 (i. Vj. 1.276) Mio € und betrifft im Wesentlichen Sachanlagen in den Business Areas Steel Europe, Steel Americas, Stainless Global und Components Technology.

Gegenüber Kapitalgesellschaften und Genossenschaften bestehen Einzahlungsverpflichtungen und Nachschusspflichten von zusammen 3 (i. Vj. 3) Mio €. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 5.033 (i. Vj. 3.931) Mio €. Diese betreffen im Wesentlichen die Abnahmeverpflichtungen aus langfristigen Koks-, Kohle- und Kalklieferverträgen und Verpflichtungen aus Schiffscharterverträgen in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas sowie die Abnahmeverpflichtungen aus Strom- und Gaslieferverträgen im Konzern. Daneben bestehen in den Business Areas Steel Europe und Steel Americas langfristige Lieferverträge für Eisenerz und Eisenerz-Pellets, aus denen Abnahmeverpflichtungen für einen Zeitraum von bis zu 13 Jahren resultieren. Auf Grund der hohen Volatilität der Preisentwicklung für Eisenerz wurden für die Bewertung der gesamten Abnahmeverpflichtungen die zum Berichtszeitpunkt gültigen Erzpreise zugrunde gelegt; hieraus ergeben sich Abnahmeverpflichtungen von 28.425 Mio €.

Abgestellt auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns bzw. der einzelnen Konzernunternehmen bestehen in den verschiedenen Versicherungssparten angemessene Selbstbeteiligungen. Der Eintritt eines oder mehrerer Schadensfälle kann zu einer spürbaren Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen.

22 Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie die Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.

Mio €

  

 

   

 

Bewertung
nach IAS 39

 

Bewertung
nach IAS 17

 

  

  

 

Buchwert
lt. Bilanz 30.09.2010

 

(Fortgeführte)
Anschaffungs-
kosten

 

Beizule-
gender

Zeitwert
erfolgs-
wirksam 

 

Beizule-
gender

Zeitwert
erfolgs-
neutral

 

Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten

 

Beizule-
gender
Zeitwert 30.09.2010

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease)

 

5.877

 

5.877

 


 

 

 

 

 

5.877

     Kredite und Forderungen

 

 

 

5.877

 


 

 

 

 

 

5.877

Forderungen aus Finance Lease

 

5

 

 

 


 

 

 

5

 

5

Sonstige finanzielle Vermögenswerte 

 

812

 

467

 

176

 

169

 

 

 

812

     Kredite und Forderungen

 

 

 

406

 


 

 

 

 

 

406

     Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

61

 


 

19

 

 

 

80

     Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle
     Vermögenswerte)

 

 

 

 

 

172

 

 

 

 

 

172

     Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
     (Hedge Accounting) 

 

 

 

 

 

4

 

150

 

 

 

154

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 

 

3.380

 

3.380

 


 

 

 

 

 

3.380

     Kredite und Forderungen

 

 

 

3.380

 


 

 

 

 

 

3.380

Summe finanzielle Vermögenswerte

 

10.074

 

 

 


 

 

 

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

     Kredite und Forderungen

 

9.663

 

9.663

 


 

 

 

 

 

9.663

     Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
     Vermögenswerte

 

80

 

61

 


 

19

 

 

 

80

     Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle
     Vermögenswerte)

 

172

 

 

 

172

 

 

 

 

 

172

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Finanzschulden (ohne Finance Lease)

 

7.348

 

7.348

 


 

 

 

 

 

7.862

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

7.348

 


 

 

 

 

 

7.862

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

 

87

 

 

 


 

 

 

87

 

87

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

5.411

 

5.411

 


 

 

 

 

 

5.411

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

5.411

 


 

 

 

 

 

5.411

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.641

 

1.437

 

138

 

66

 

 

 

1.641

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

1.437

 


 

 

 

 

 

1.437

     Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

 

 

 

 

137

 

 

 

 

 

137

     Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
     (Hedge Accounting) 

 

 

 

 

 

1

 

66

 

 

 

67

Summe finanzielle Verbindlichkeiten

 

14.487

 

 

 


 

 

 

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
     finanzielle Verbindlichkeiten

 

14.196

 

14.196

 


 

 

 

 

 

14.710

     Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle
     Verbindlichkeiten)

 

137

 

 

 

137

 

 

 

 

 

137


Mio €

  

 

  

 

Bewertung
nach IAS 39

 

Bewertung
nach IAS 17

   

  

 

Buchwert
lt. Bilanz 30.09.2011

 

(Fortgeführte)
Anschaffungs-
kosten

 

Beizulegender
Zeitwert
erfolgswirksam 

 

Beizulegender
Zeitwert
erfolgsneutral

 

Fortgeführte
Anschaffungs-
kosten

 

Beizulegender Zeitwert 30.09.2011

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Finance Lease)

 

5.055

 

5.055

 


 

 

 

 

 

5.055

     Kredite und Forderungen

 

 

 

5.055

 


 

 

 

 

 

5.055

Forderungen aus Finance Lease

 

4

 

 

 


 

 

 

4

 

4

Sonstige finanzielle      Vermögenswerte 

 

649

 

417

 

137

 

95

 

 

 

649

     Kredite und Forderungen

 

 

 

370

 


 

 

 

 

 

370

     Zur Veräußerung verfügbare finanzielle      Vermögenswerte

 

 

 

47

 


 

13

 

 

 

60

     Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle      Vermögenswerte)

 

 

 

 

 

137

 

 

 

 

 

137

     Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
     (Hedge Accounting) 

 

 

 

 

 

0

 

82

 

 

 

82

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 

 

3.230

 

3.230

 


 

 

 

 

 

3.230

     Kredite und Forderungen

 

 

 

3.230

 


 

 

 

 

 

3.230

Summe finanzielle      Vermögenswerte

 

8.938

 

 

 


 

 

 

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

     Kredite und Forderungen

 

8.655

 

8.655

 


 

 

 

 

 

8.655

     Zur Veräußerung verfügbare finanzielle      Vermögenswerte

 

60

 

47

 


 

13

 

 

 

60

     Derivate ohne bilanzielle      Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle      Vermögenswerte)

 

137

 

 

 

137

 

 

 

 

 

137

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Finanzschulden (ohne Finance Lease)

 

6.604

 

6.604

 


 

 

 

 

 

6.929

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten      bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

6.604

 


 

 

 

 

 

6.929

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

 

68

 

 

 


 

 

 

68

 

68

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

4.807

 

4.807

 


 

 

 

 

 

4.807

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten      bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

4.807

 


 

 

 

 

 

4.807

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.358

 

980

 

282

 

96

 

 

 

1.358

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten      bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

980

 


 

 

 

 

 

980

     Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle      Verbindlichkeiten)

 

 

 

 

 

282

 

 

 

 

 

282

     Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung
     (Hedge Accounting) 

 

 

 

 

 

0

 

96

 

 

 

96

Summe finanzielle Verbindlichkeiten

 

12.837

 

 

 


 

 

 

 

 

 

davon nach Bewertungskategorien des IAS 39:

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

     Zu fortgeführten Anschaffungskosten      bewertete
     finanzielle Verbindlichkeiten

 

12.391

 

12.391

 


 

 

 

 

 

12.716

     Derivate ohne bilanzielle      Sicherungsbeziehung
     (Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle      Verbindlichkeiten)

 

282

 

 

 

282

 

 

 

 

 

282


Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Ausleihungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Eigenkapitalinstrumente und Gläubigerpapiere. Sie werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet; dieser basiert soweit vorhanden auf Börsenkursen zum Bilanzstichtag. Liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor und kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurss unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zu Grunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zu Grunde liegenden Basiszinsen, beeinflusst.

Bei Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cash-Flows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zu Grunde gelegt. Daneben werden bei Zins-/Währungsswaps die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen, in denen die Cash-Flows stattfinden, einbezogen.

Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften basiert auf offiziellen Börsennotierungen. Die Bewertungen werden sowohl intern als auch von externen Finanzpartnern zum Bilanzstichtag vorgenommen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von festverzinslichen Verbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei Verbindlichkeiten mit variabel verzinslichem Charakter entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, lassen sich in die folgende dreistufige Bewertungshierarchie einordnen:

Mio €

 

 

Stichtag 30.09.2010

 

Level 1

 

Level 2

 

Level 3

Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert

 


 


 


 

 

Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

 


 


 


 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

172

 

0

 

172

 

0

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

4

 

0

 

4

 

0

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

 


 


 


 

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

19

 

16

 

3

 

0

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

150

 

0

 

150

 

0

Insgesamt

 

345

 

16

 

329

 

0

Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert

 


 


 


 

 

Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

 


 


 


 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

137

 

0

 

137

 

0

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

1

 

0

 

1

 

0

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

 


 


 


 

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

66

 

0

 

66

 

0

Insgesamt

 

204

 

0

 

204

 

0


Mio €

 

 

Stichtag 30.09.2011

 

Level 1

 

Level 2

 

Level 3

Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert

 


 


 


 

 

Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

 


 


 


 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte)

 

137

 

0

 

137

 

0

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

0

 

0

 

0

 

0

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

 


 


 


 

 

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

13

 

11

 

2

 

0

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

82

 

0

 

82

 

0

Insgesamt

 

232

 

11

 

221

 

0

Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert

 


 


 


 

 

Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam

 


 


 


 

 

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten)

 

282

 

0

 

282

 

0

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

0

 

0

 

0

 

0

Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral

 


 


 


 

 

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) 

 

96

 

0

 

96

 

0

Insgesamt

 

378

 

0

 

378

 

0


Die Bewertungshierarchie spiegelt die Bedeutung der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Faktoren wider. In Level 1 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von quotierten Marktpreisen auf aktiven Märkten ermittelt wird. Beizulegende Zeitwerte in Level 2 werden auf Grund von beobachtbaren Marktdaten, z. B. anhand von Währungskursen, ermittelt. In Level 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.

Mio €

  

 

2009/2010

 

2010/2011

Kredite und Forderungen

 

576

 

409

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte

 

98

 

38

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung
(Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle
Vermögenswerte/Verbindlichkeiten)

 

– 19

 

44

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten

 

– 514

 

– 633


Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen“ resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen aus finanziellen Forderungen sowie Kursgewinnen und Kursverlusten aus Fremdwährungsforderungen.

In der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ sind im Wesentlichen die laufenden Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten und Gläubigerpapieren sowie Abschreibungen enthalten.

Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Währungs-, Zins- und Warenderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie „Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung“ enthalten.

Die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ umfasst im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten, Kursgewinne und Kursverluste aus Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie Erträge aus der Aktivierung von Fremdkapitalkosten.

In den Nettogewinnen und -verlusten aus Finanzinstrumenten sind insgesamt Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 130 (i. Vj. 158) Mio € enthalten.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt verschiedene derivative Finanzinstrumente ein, darunter Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps und Warentermingeschäfte. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente dar:

Mio €

 

 

Nominalwert 30.09.2010

 

Beizulegender Zeitwert
30.09.2010

 

Nominalwert 30.09.2011

 

Beizulegender Zeitwert
30.09.2011

Aktiva

 


 

 

 


 

 

Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

3.240

 

115

 

2.275

 

68

Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge

 

1.286

 

93

 

2.026

 

63

Eingebettete Derivate

 

128

 

6

 

128

 

5

Zinsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung*

 

20

 

1

 

0

 

0

Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge*

 

0

 

0

 

299

 

5

Zinsderivate im Fair-Value-Hedge

 

987

 

3

 

0

 

0

Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

393

 

50

 

400

 

64

Warenderivate im Cash-Flow-Hedge

 

123

 

57

 

111

 

14

Warenderivate im Fair-Value-Hedge

 

20

 

1

 

0

 

0

Insgesamt

 

6.197

 

326

 

5.239

 

219

 

 


 

 

 


 

 

Passiva

 


 

 

 


 

 

Währungsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

1.890

 

73

 

5.062

 

235

Währungsderivate im Cash-Flow-Hedge

 

1.038

 

30

 

357

 

38

Eingebettete Derivate

 

94

 

5

 

70

 

2

Zinsderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung*

 

0

 

0

 

0

 

0

Zinsderivate im Cash-Flow-Hedge*

 

752

 

34

 

750

 

35

Zinsderivate im Fair-Value-Hedge

 

0

 

0

 

0

 

0

Warenderivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

408

 

59

 

287

 

45

Warenderivate im Cash-Flow-Hedge

 

10

 

2

 

97

 

23

Warenderivate im Fair-Value-Hedge

 

20

 

1

 

0

 

0

Insgesamt

 

4.212

 

204

 

6.623

 

378

* inklusive Zins-/Währungsderivate

Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

Bilanzielle Sicherungsbeziehungen gem. IAS 39 (Hedge Accounting) bestehen vor allem zur Absicherung von Währungsrisiken aus festen vertraglichen Verpflichtungen in Fremdwährung sowie zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, zur Absicherung von Warenpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften und zur Absicherung von Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen.

Cash-Flow-Hedges

Cash-Flow-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung künftiger Zahlungsströme gegenüber Fremdwährungs- und Warenpreisrisiken aus zukünftigen Umsätzen und Beschaffungsgeschäften sowie Zinsrisiken aus langfristigen Finanzierungen. Diese Derivate werden zu beizulegenden Zeitwerten bilanziert, welche in einen effektiven und in einen ineffektiven Teil zerlegt werden. Der effektive Teil der Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate wird bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäftes direkt im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasst. Der ineffektive Teil hingegen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktionen (Grundgeschäfte) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst. Zum 30. September 2011 waren Sicherungsinstrumente in Höhe von 82 (i. Vj. 150) Mio € mit positiven beizulegenden Zeitwerten und in Höhe von 96 (i. Vj. 66) Mio € mit negativen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 ist im kumulierten sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ein unrealisiertes Ergebnis in Höhe von 1 (i. Vj. 97) Mio € (vor Steuern) berücksichtigt. Die maximale Zeitdauer, für die Cash-Flows aus zukünftigen Transaktionen gesichert werden, beträgt 60 Monate.

Im Berichtsjahr wurden in Folge der unterjährigen Realisation von Grundgeschäften -2 (i. Vj. -6) Mio € aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ergebniswirksam in die Umsatzerlöse umgegliedert. Hiervon werden -0,4 (i. Vj. 0) Mio € unter den nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen. Zusätzlich wurden 74 (i. Vj. 102) Mio €, hiervon 4 (i. Vj. 2) Mio € unter den nicht fortgeführten Aktivitäten, anschaffungskostenmindernd aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis in die Vorräte umgegliedert, da die gesicherten Rohstoffe bilanziert wurden, aber noch keine ergebniswirksame Realisation des Grundgeschäftes stattgefunden hatte. Hieraus resultierte eine Minderung der Aufwendungen in Höhe von 93 Mio €, hiervon 5 Mio € unter den nicht fortgeführten Aktivitäten in 2010/2011; im folgenden Geschäftsjahr werden Aufwendungen in Höhe von 19 Mio €, hiervon bei den nicht fortgeführten Aktivitäten 1 Mio € erfasst. Darüber hinaus wurden 5 (i. Vj.121) Mio € anschaffungskostenmindernd (i. Vj anschaffungskostenerhöhend) aus dem kumulierten sonstigen Ergebnis in die Anschaffungskosten der Sachanlagen umgegliedert. Hiervon wurden Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio € in 2010/2011 ergebniswirksam. Darüber hinaus werden 0,2 Mio € in 2011/2012, und 4,4 Mio € in den folgenden Geschäftsjahren ergebniswirksam.

Zum 30. September 2011 resultiert aus ineffektiven Bestandteilen der als Cash-Flow-Hedges klassifizierten derivativen Finanzinstrumente ein Nettoergebnis in Höhe von -23 (i. Vj. 11) Mio €.

Der Abbruch von Cash-Flow-Hedges führte im laufenden Geschäftsjahr durch Umgliederung aus den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Ergebnis von 0 (i. Vj. -4) Mio €. Diese ursprünglich ergebnisneutral behandelten Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten wurden zu dem Zeitpunkt ergebniswirksam realisiert, als die Durchführung der abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Form währungsgesicherter Umsatzerlöse und Rohstoffbezüge nicht länger als wahrscheinlich angesehen wurde.

Die im folgenden Geschäftsjahr erwarteten Erträge aus den zum Stichtag in den kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen enthaltenen Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte von Derivaten betragen 72 Mio €. Im Geschäftsjahr 2012/2013 werden Erträge in Höhe von 2 Mio €, im Geschäftsjahr 2013/2014 Aufwendungen in Höhe von 8 Mio € und in den nachfolgenden Geschäftsjahren Aufwendungen in Höhe von 50 Mio € erwartet.

Fair-Value-Hedges

Fair-Value-Hedges bestehen vor allem zur Absicherung der beizulegenden Zeitwerte von festen vertraglichen Verpflichtungen und von Vorratsbeständen gegenüber Preisrisiken sowie zur Absicherung von Zinsrisiken. Diese Waren- und Zinsderivate werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Buchwerte der zugeordneten Grundgeschäfte werden um die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Risiken angepasst. Zum 30. September 2011 waren Sicherungsinstrumente in Höhe von 0 (i. Vj. 4) Mio € mit positiven beizulegenden Zeitwerten und in Höhe von 0 (i. Vj. 1) Mio € mit negativen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Die Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte werden unmittelbar in Abhängigkeit von der Art der zu Grunde liegenden Geschäfte ergebniswirksam in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten bzw. im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Geschäftsjahr ergab sich ein Nettoergebnis aus der Bewertung der Sicherungsinstrumente im Fair-Value-Hedge in Höhe von 1 (i. Vj. 0) Mio €, während im gleichen Zeitraum ein Nettoergebnis bei den zugehörigen Grundgeschäften von -1 (i. Vj. 0) Mio € realisiert wurde.

Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

Werden die Voraussetzungen für die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting gem. IAS 39 nicht erfüllt, erfolgt ein Ausweis der derivativen Finanzinstrumente als Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind in der Tabelle zu den Nettoergebnissen aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt. In dieser Position enthalten sind auch die eingebetteten Derivate. Sie bestehen im ThyssenKrupp Konzern grundsätzlich in der Ausprägung, dass gewöhnliche Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu Lieferanten und Kunden im Ausland nicht in der funktionalen Währung (Landeswährung) eines der beiden Vertragspartner geschlossen wurden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat ein Risikomanagementsystem implementiert, welches vom Aufsichtsrat überwacht wird. In den Grundsätzen für das Risikomanagement sind die Rahmenbedingungen zur Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsmäßiges und zukunftsgerichtetes Risikomanagement im ThyssenKrupp Konzern formuliert. Die Grundsätze verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen sowie einen nachhaltigen Prozess zur Förderung des Risikobewusstseins zu begleiten. In der Konzernrichtlinie zum Risikomanagement und in weiteren Konzernrichtlinien sind die Prozesse des Risikomanagements, einzuhaltende Limitierungen sowie der Einsatz von Finanzinstrumenten konkret geregelt. Das Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, die Risiken zeitnah konzernweit zu identifizieren, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Insbesondere durch eine mindestens zweimal jährlich durchgeführte Risikoinventur in allen Konzernunternehmen wird die Risikolandschaft im ThyssenKrupp Konzern aktualisiert. Über die Ergebnisse des Risikoinventurprozesses werden sowohl der Vorstand der ThyssenKrupp AG als auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates informiert. Das Risikomanagement-Reporting ist ein kontinuierlicher Prozess, welcher in das regelmäßige Konzernreporting eingebettet ist. Sowohl die Konzernrichtlinien als auch die Informationssysteme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Zudem überprüft der Bereich Internal Auditing regelmäßig, ob die Konzernunternehmen die Vorgaben des Risikomanagementsystems einhalten.

ThyssenKrupp ist als weltweit agierender Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungsrisiken, Zinsrisiken und Warenpreisrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus den operativen Geschäften sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht-derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen.

Kreditrisiko (Ausfallrisiko)

Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. In Krisenzeiten steigt die Bedeutung des Ausfallrisikos; wir steuern es durch unsere Geschäftspolitik mit besonderer Vorsicht. Zur Minimierung der Ausfallrisiken werden im ThyssenKrupp Konzern grundsätzlich Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Dabei werden zur weiteren Risikominimierung Geschäfte nur im Rahmen vorgegebener Kontrahentenlimite getätigt. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken von den Konzerngesellschaften fortlaufend überwacht und teilweise über Warenkreditversicherungen abgesichert. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Zusätzlich werden für die Absicherung von Forderungen gegenüber Großkunden Akkreditive und Ausfallbürgschaften eingesetzt. Die Forderungen gegenüber diesen Vertragspartnern sind jedoch nicht so hoch, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko für den Konzern besteht darin, dass auf Grund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln, bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Das Management des Liquiditätsrisikos, somit die Ressourcenallokation und die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit des Konzerns, zählen zu den zentralen Aufgaben der ThyssenKrupp AG. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, werden auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorgehalten. Trotz des teilweise immer noch schwierigen Marktumfeldes als Folge der Finanzkrise sowie der aktuellen Schuldenkrise einiger Länder steht die Finanzierung auch im nächsten Jahr auf einer gesicherten Basis.

Das Cash-Pooling sowie externe Finanzierungen sind im Wesentlichen auf die ThyssenKrupp AG sowie spezielle Finanzierungsgesellschaften konzentriert. Die Mittel werden bedarfsgerecht intern den Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt.

Die folgende Tabelle zeigt die künftigen undiskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten:

Mio €

  

 

Buchwerte
30.09.2010

 

Cash-Flows
 2010/2011

 

Cash-Flows
 2011/2012

 

Cash-Flows
2012/2013
bis
2014/2015

 

Cash-Flows
nach
2014/2015

Anleihen

 

4.485

 

1.053

 

265

 

3.331

 

1.085

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

2.222

 

436

 

321

 

1.336

 

357

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

 

87

 

30

 

24

 

33

 

24

Übrige Finanzschulden

 

641

 

166

 

29

 

461

 

95

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

5.411

 

5.366

 

33

 

8

 

4

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

137

 

123

 

6

 

8

 

0

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

 

67

 

42

 

9

 

12

 

0

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

 

1.437

 

1.389

 

2

 

0

 

0


Mio €

  

 

Buchwerte
30.09.2011

 

Cash-Flows
 2011/2012

 

Cash-Flows
 2012/2013

 

Cash-Flows
2013/2014
bis
2015/2016

 

Cash-Flows
nach
2015/2016

Anleihen

 

3.738

 

265

 

1.269

 

3.135

 

0

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

2.026

 

262

 

779

 

1.040

 

553

Verbindlichkeiten aus Finance Lease

 

68

 

23

 

13

 

28

 

28

Übrige Finanzschulden

 

840

 

68

 

296

 

606

 

16

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

4.807

 

4.789

 

4

 

11

 

3

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung

 

282

 

238

 

35

 

9

 

0

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung

 

96

 

62

 

9

 

21

 

0

Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

 

980

 

978

 

2

 

0

 

0


Den Zahlungsmittelflüssen aus derivativen Finanzinstrumenten stehen Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften gegenüber, welche in der Fälligkeitsanalyse nicht berücksichtigt wurden. Bei Berücksichtigung auch der Zahlungsmittelflüsse aus den gesicherten Grundgeschäften würden die in der Übersicht gezeigten Zahlungsmittelflüsse entsprechend geringer ausfallen.

Marktrisiken

Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstrumentes auf Grund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Zu den für ThyssenKrupp relevanten Marktrisiken zählen das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko, insbesondere das Rohstoffpreisrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital- und Cash-Flow-Schwankungen resultieren. Ziel des Risikomanagements ist es, die entstehenden Risiken durch geeignete Maßnahmen, insbesondere den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, zu eliminieren bzw. zu begrenzen. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt strengen Kontrollen, die auf Basis von Richtlinien im Rahmen des regelmäßigen Reportings erfolgen. Es werden im Wesentlichen außerhalb der Börse (d.h. OTC) gehandelte Devisentermingeschäfte, Zinsswaps sowie Zins-/Währungsderivate und Warentermingeschäfte mit Banken und Handelspartnern abgeschlossen. Zur Warenpreisabsicherung werden darüber hinaus auch börsengehandelte Futures eingesetzt.

Die nachstehend beschriebene Analyse sowie die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich auf Grund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier nicht die Risiken berücksichtigt, die nicht finanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie z. B. Geschäftsrisiken.

Währungsrisiken

Die Internationalität unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen – vor allem in US-Dollar – mit sich. Die Absicherung der hieraus resultierenden Wechselkursrisiken ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements.

Konzerneinheitliche Richtlinien bilden die Vorgabe für das Devisenmanagement des ThyssenKrupp Konzerns. Grundsätzlich besteht für alle Konzerngesellschaften Sicherungspflicht von Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die im Gebiet der Europäischen Währungsunion ansässigen verbundenen Unternehmen sind grundsätzlich verpflichtet, alle offenen Positionen aus Waren- und Leistungsgeschäften in den wesentlichen Transaktionswährungen einer zentralen Clearing-Stelle anzudienen. Die angedienten Positionen werden laufzeitkongruent, in Abhängigkeit vom Sicherungszweck der Derivate und der damit verbundenen Art der bilanziellen Behandlung, entweder im Rahmen eines Portfolio-Hedge-Ansatzes abgesichert oder in direkter Zuordnung an Banken durchgeleitet. Die Absicherung von Finanztransaktionen sowie von Geschäften unserer Tochterunternehmen außerhalb der Europäischen Währungsunion erfolgt in enger Abstimmung mit der Konzernleitung. Die Einhaltung der zentralen Vorgaben wird regelmäßig durch das Corporate Center Internal Auditing überprüft.

Zielsetzung bei der Währungsabsicherung ist das Festschreiben von Preisen auf Basis von Sicherungskursen zum Schutz vor zukünftigen ungünstigen Währungsschwankungen. Bei der Sicherung von geplanten produktionsabhängigen Erz-, Kohle- und Koksbezügen erfolgt darüber hinaus eine systematische Ausnutzung von günstigen Euro/US-Dollar-Entwicklungen.

Die Sicherungszeiträume richten sich grundsätzlich nach der Laufzeit des Grundgeschäftes. Die Laufzeit der abgeschlossenen Devisenderivate beträgt in der Regel bis zu 12 Monate und kann in einzelnen Ausnahmefällen auch deutlich darüber hinausgehen. Die Sicherungszeiträume geplanter Erz-, Kohle- und Koksbezüge sind auf Basis des theoretisch fairen Wechselkurses (Kaufkraftparität) und der Schwankungsbreite des US-Dollars gegenüber dem Euro unter Zugrundelegung historischer Daten festgelegt worden. Bei Erreichen definierter Sicherungskurse werden entsprechend einem festgelegten Raster die Sicherungen geplanter Bezüge für bestimmte Zeiträume ausgelöst.

Als relevante Risikovariablen für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 findet ausschließlich der US-Dollar Berücksichtigung, da der weitaus größte Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung in US-Dollar abgewickelt wird. Da die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt werden, gleichen sich die gegenläufigen Effekte der Grund- und Sicherungsgeschäfte über die Totalperiode nahezu aus. Das hier dargestellte Fremdwährungsrisiko resultiert somit aus Sicherungsbeziehungen mit bisher noch bilanzunwirksamen Grundgeschäften, d.h. Sicherungen von festen vertraglichen Verpflichtungen sowie von Planumsätzen. Analysiert man das US-Dollar-Währungsrisiko, ergibt sich zum 30. September 2011 folgendes Bild:

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2011 um 10 % stärker gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 170 Mio € (i. Vj. 118 Mio €) niedriger und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 88 Mio € (i. Vj. 125 Mio €) höher gewesen. Wäre der Euro gegenüber dem US-Dollar am 30. September 2011 um 10 % schwächer gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Währungsderivate um 206 Mio € (i. Vj. 145 Mio €) höher und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 106 Mio € (i. Vj. 151 Mio €) geringer gewesen.

Zinsrisiko

Auf Grund der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten findet die Liquiditätsbeschaffung zur Deckung unseres Kapitalbedarfs an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten statt. Die hieraus resultierenden Finanzschulden sowie unsere Geldanlagen sind zu Teilen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Aufgabe unseres zentralen Zinsmanagements ist es, dieses Zinsänderungsrisiko zu steuern und zu optimieren. Hierzu werden im Rahmen des Zinsmanagements regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Zur Absicherung des Zinsrisikos werden fallweise derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Instrumente werden mit dem Ziel abgeschlossen, die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zu Grunde liegenden Grundgeschäfte zu minimieren.

Der Großteil der Zinsderivate ist in Form eines Cash-Flow-Hedges oder Fair-Value-Hedges direkt und unmittelbar bestimmten Finanzierungen zugeordnet. In diesen Fällen liegen Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung vor. Ein kleiner Teil der Zinsderivate ist nicht eindeutig einer Finanzierung zugeordnet, sondern sichert über einen Macro-Hedge-Ansatz ein Portfolio von Einzelkrediten.

Zins-/Währungsswaps wurden im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung der US-Dollar-Aktivitäten abgeschlossen.

Bei Zinsinstrumenten ergeben sich Cash-Flow-Risiken, Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken. Refinanzierungen sowie variable Finanzinstrumente unterliegen einem Cash-Flow-Risiko, welches die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zinszahlungen zum Ausdruck bringt. Die Messung des Cash-Flow-Risikos erfolgt mit einer Cash-Flow-Sensitivität. Opportunitätseffekte ergeben sich bei originären Finanzinstrumenten, da diese im Gegensatz zu Zinsderivaten nicht zum beizulegenden Zeitwert, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Dieser Unterschiedsbetrag, der sogenannte Opportunitätseffekt, schlägt sich weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Bilanzwirksame Zinsrisiken, die sich im Eigenkapital auswirken, ergeben sich aus der Bewertung von als Cash-Flow-Hedge abgeschlossenen Zinsderivaten. Ergebniswirksame Zinsrisiken resultieren aus den nicht im Hedge Accounting bilanzierten Zinsderivaten. Opportunitätseffekte sowie bilanz- und ergebniswirksame Zinsrisiken werden mit einer Sensitivitätsberechnung der beizulegenden Zeitwerte und deren Veränderung ermittelt.

Die Zinsanalyse unterstellt zum 30. September 2011 eine Parallelverschiebung der Zinskurven für alle Währungen um +100 / -20 Basispunkte. Die Parallelverschiebung nach unten wurde erstmals im Geschäftsjahr 2008/2009 auf -20 Basispunkte begrenzt, um dem im Zusammenhang mit der Finanzkrise reduzierten Zinsniveau Rechnung zu tragen und negative Zinsen zu vermeiden. Auf Grund des gegewärtig immer noch relativ niedrigen Zinsniveaus wird dieser Ansatz auch bei der aktuellen Analyse beibehalten. Es ergeben sich die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte):

Mio €

 

 

Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2011 um

 

 

+ 100
Basispunkte

 

– 20
Basispunkte

Cash-Flow-Risiko

 

26

 

– 5

Opportunitätseffekte

 

164

 

– 34

Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

 

– 1

 

0

Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

 

0

 

0


Im Vorjahr ergab die Analyse die in der folgenden Tabelle dargestellten Chancen (positive Werte) und Risiken (negative Werte):

Mio €

 

 

Veränderung aller Zinskurven zum 30.09.2010 um

 

 

+ 100
Basispunkte

 

– 20
Basispunkte

Cash-Flow-Risiko

 

27

 

– 5

Opportunitätseffekte

 

203

 

– 42

Bilanzwirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

 

2

 

0

Ergebniswirksame Zinsrisiken aus Zinsderivaten

 

0

 

0


Wenn alle Zinskurven am 30. September 2011 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate um 1 Mio € niedriger (i. Vj. 2 Mio € höher) und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 26 (i. Vj 27) Mio € höher gewesen. Wären die Zinskurven am 30. September 2011 um 20 Basispunkte niedriger gewesen, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der relevanten Zinsderivate wie im Vorjahr unverändert und das Ergebnis aus der Stichtagsbewertung um 5 (i. Vj. 5) Mio € niedriger gewesen.

Warenpreisrisiken

Der Konzern benötigt verschiedene NE-Metalle, insbesondere Nickel, sowie Rohstoffe wie z. B. Erze, Kohle, Koks und Energie für die verschiedenen Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energie können je nach Marktsituation erheblich schwanken.

Daher besteht ein Warenpreisrisiko, das Einfluss auf die Ergebnis-, Eigenkapital- sowie Cash-Flow-Situation haben kann. Wir reagieren mit angepassten Verkaufspreisen und möglichst alternativen Beschaffungsquellen zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Um die Risiken aus Rohstoffpreisvolatilitäten zu minimieren, setzt der Konzern zusätzlich auch derivative Finanzinstrumente, insbesondere für Nickel und Kupfer, ein. Der Abschluss von Finanzderivaten in diesen Bereichen unterliegt strengen Richtlinien, deren Einhaltung durch Internal Auditing überprüft wird. Die Sicherung von NE-Metallen erfolgt grundsätzlich über eine zentrale Sicherungsplattform, wobei ausschließlich marktgängige Instrumente verwendet werden. Dies sind im Wesentlichen Warentermingeschäfte. Die Warentermingeschäfte sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Die Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte werden überwiegend ergebniswirksam im betrieblichen Ergebnis erfasst. Einige Warenderivate sind in Form eines Cash-Flow-Hedges direkt und unmittelbar einer bestimmten festen Verpflichtung zugeordnet. Zusätzlich werden in einigen Fällen die beizulegenden Zeitwerte von bestimmten festen Verpflichtungen und Vorratsbeständen in Form von Fair-Value-Hedges abgesichert.

Die aus den steigenden Energiepreisen resultierenden Risiken werden durch eine strukturierte Beschaffung auf dem Strommarkt sowie durch den Abschluss bzw. die Weiterführung langfristiger Erdgasverträge begrenzt. Diese Verträge fallen unter die sogenannte „own use exemption“ und werden daher nicht als derivative Finanzinstrumente bilanziert.

In die nach IFRS 7 für Finanzinstrumente geforderte Szenarioanalyse fließen nur hypothetische Veränderungen der Marktpreise für derivative Finanzinstrumente ein. Die gegenläufigen Effekte aus den Grundgeschäften sind nicht berücksichtigt und würden den Effekt deutlich verringern.

Die Szenarioanalyse für Warenpreisrisiken unterstellt zum 30. September 2011 eine Preisvarianz der Rohstoffe um +20 % / -20 %. Die im Vorjahr gewählten Annahmen der Marktpreise auf dem Niveau der Produktionskosten bzw. der historischen Höchstkurse wurde zu Gunsten dieser als wahrscheinlicher angenommenen Preisvarianz ersetzt. Wird ein Preisanstieg der jeweiligen Rohstoffe um + 20 % (i. Vj. max. 142 %) angenommen, beträgt der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung 0 (i. Vj. -200) Mio € und auf das Eigenkapital -9 (i. Vj. 113) Mio €. Wird ein Preisrückgang der jeweiligen Rohstoffe um -20 % (i. Vj. max. 78 %) angenommen, beträgt der geschätzte hypothetische Effekt aus der Stichtagsbewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung 65 (i. Vj. 142) Mio € und auf das Eigenkapital -46 (i. Vj. -50) Mio €.

23 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (related parties)

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist gemäß Mitteilung nach § 21 WpHG vom 21. Dezember 2006 mit 25,10 % an der ThyssenKrupp AG beteiligt; gemäß freiwilliger Mitteilung der Stiftung vom 05. Oktober 2011 besteht per 30. September 2011 eine Beteiligung von rund 25,33 %. Über die in der Satzung (§ 21) festgelegten Leistungen und Gegenleistungen hinaus bestanden mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Transaktionen keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen. Aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung einer Konzerngesellschaft zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Stiftung gehörende Einrichtung realisierte eine Konzerngesellschaft in 2009/2010 einen Umsatz in Höhe von 0,1 Mio €.

In den Geschäftsjahren 2009/2010 und 2010/2011 hatte der Konzern Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Transaktionen mit diesen nahe stehenden Unternehmen resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch; der Umfang der Geschäftsbeziehungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Mio €

  

 

Umsatz

 

Bezogene Leistungen

 

Forderungen

 

Verbindlichkeiten

  

 

2009/2010

 

2010/2011

 

2009/2010

 

2010/2011

 

30.09.2010

 

30.09.2011

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen

 

1

 

1

 

0

 

1

 

2

 

1

 

1

 

2

Assoziierte Unternehmen

 

54

 

56

 

1

 

36

 

43

 

29

 

31

 

27

Joint Ventures

 

241

 

296

 

1.300

 

2.222

 

62

 

71

 

178

 

248


Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines ehemaligen Vorstands- und jetzigen Aufsichtsratsmitglieds der ThyssenKrupp AG als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Der Konzern hat in 2009/2010 mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,5 (i. Vj. 0,7) Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Vom Konzern wurden in diesem Zeitraum keine Leistungen von der ESG bezogen (i. Vj. Bezug von Zinklegierungen in Höhe von 0,1 Mio €). Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. September 2011 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung eine Forderung von 45 Tsd € (i. Vj. 90 Tsd €).

Die Heitkamp & Thumann Group mit Sitz in Düsseldorf sowie die Heitkamp Baugruppe mit Sitz in Herne sind auf Grund der Tatsache, dass ein Mitglied des Aufsichtsrats maßgeblichen Einfluss auf die Gruppen hat, als nahe stehende Unternehmen des Konzerns einzustufen. In 2010/2011 hat der Konzern mit der Heitkamp & Thumann Group einen Umsatz in Höhe von 23,2 (i. Vj. 18,6) Mio € aus dem Verkauf von Stahl- und Edelstahlwerkstoffen sowie aus der Erbringung von Industriedienstleistungen und mit der Heitkamp Baugruppe einen Umsatz von 0,3 (i. Vj. 0,3) Mio € realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern von der Heitkamp & Thumann Group keine Leistungen (i. Vj. 7 Tsd €) und von der Heitkamp Baugruppe Leistungen in Höhe von 1,9 (i. Vj. 0,2) Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. September 2011 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp & Thumann Group Forderungen von 1,7 (i. Vj. 1,7) Mio € und Verbindlichkeiten von 15 (i. Vj. 22) Tsd € sowie aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp Baugruppe Forderungen von 5 (i. Vj. 7) Tsd € und Verbindlichkeiten von 0,3 Mio € (i. Vj. 7 Tsd €).

Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.

Die aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet:

Tsd €

   

 

2009/2010

 

2010/2011

Kurzfristig fällige Leistungen
(ohne aktienbasierte Vergütung)

 

8.249

 

8.833

Leistungen nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses 

 

2.726

 

3.149

Aktienbasierte Vergütungen  

 

4.060

 

5.015


Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden der aus den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder resultierende Dienstzeitaufwand (service cost) und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand (past service cost) ausgewiesen. Die Angabe der aktienbasierten Vergütung bezieht sich auf den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung.

Darüber hinaus erhielt der Vorstand im Geschäftsjahr 2010/2011 wie im Vorjahr keine Zahlungen aus aktienbasierter Vergütung.

Zum 30. September 2011 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:

Tsd €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Kurzfristig fällige Leistungen

 

1.774

 

1.788

Langfristige Vergütungskomponente

 

0

 

0


Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats der ThyssenKrupp AG für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2010/2011 Vergütungen von 90 (i. Vj. 80) Tsd € gewährt.

Zum 30. September 2011 sind Aufsichtsratsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden; ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen.

Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder vgl. die Ausführungen im geprüften Vergütungsbericht des Corporate-Governance-Kapitels des Geschäftsberichts.

Vergütung ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 14,6 (i. Vj. 14,5) Mio €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden nach IFRS 192,7 (i. Vj. 190,6) Mio € zurückgestellt.

Frühere Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem 01. Oktober 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind, erhalten in 2010/2011 für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wie im Vorjahr keine anteilige Vergütung aus der langfristigen Vergütungskomponente.

24 Segmentberichterstattung

ThyssenKrupp ist seit der Einführung der neuen Konzernorganisation zum 01. Oktober 2009 in die nachfolgend beschriebenen acht operativen Business Areas gegliedert, die die Konzernaktivitäten rund um Werkstoffe und Technologien bündeln. Die Business Areas entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur und stellen die Segmente gemäß IFRS 8 dar. Die Werte der Vorjahresperiode sind entsprechend angepasst.

Steel Europe

In der Business Area sind die Aktivitäten für hochwertige Qualitätsflachstahlprodukte zusammengefasst, die von intelligenten Werkstofflösungen bis zum fertigen Bauteil reichen.

Steel Americas

Diese Business Area umfasst die Produktion, Weiterverarbeitung und Vermarktung von hochwertigen Qualitätsstählen in Nord- und Südamerika. Sie beinhaltet hauptsächlich die Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA.

Materials Services

Die Business Area betreibt die Distribution, Logistik und den Service von Roh- und Werkstoffen sowie technischen Dienstleistungen. Neben Walz- und Edelstahl, Rohren, NE-Metallen und Kunststoffen werden Dienstleistungen angeboten, die von Anarbeitung und Logistik über Lager- und Bestandsmanagement bis hin zum Supply-Chain-Management reichen. Technische und infrastrukturelle Services werden in den Bereichen Gleis- und Bautechnik sowie Anlagen- und Stahlwerksdienstleistungen angeboten.

Elevator Technology

Die Business Area betreibt den Neubau, die Modernisierung sowie den Service von Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Treppen- und Plattformliften sowie Fluggastbrücken. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Produktpalette von Anlagen für den Volumenmarkt bis zu kundenindividuellen Lösungen nach Maß.

Plant Technology

Die Business Area ist Anbieter im Spezial- und Großanlagenbau. Das Produktportfolio reicht von Chemie- und Raffinerieanlagen über Anlagen für die Zementindustrie und innovative Lösungen zum Abbau und zur Gewinnung von Rohstoffen sowie Mineralien bis hin zu Produktionssystemen und Montageanlagen für die Automobilindustrie.

Components Technology

Die Business Area bietet leistungsfähige und innovative Komponenten für die Automobilindustrie, Baumaschinen, Maschinenbau und Windkraftanlagen an.

Marine Systems

Die Business Area ist Anbieter von Über- und Unterwasser-Marineschiffen sowie Yachten im Premium-Segment. Nach der Restrukturierung sowie den vollzogenen Veräußerungen wird sich die Business Area zukünftig auf den Marineschiffbau konzentrieren.

Stainless Global

Die Business Area ist Anbieter von Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten sowie Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen und Titan. Bestandteil dieses Bereichs ist darüber hinaus das neue Edelstahlwerk in den USA. Dieses Segment wird als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert.

Corporate

Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der Führung der Business Areas. Ferner sind hier die Business-Services-Aktivitäten in den Bereichen Finanzen, Kommunikation, IT und Personal erfasst. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral geführt und verwertet werden, sowie die inaktiven Gesellschaften, die den einzelnen Business Areas nicht zugeordnet werden können.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von Corporate setzt sich folgendermaßen zusammen:

Mio €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Verwaltungskosten Konzernleitung

 

– 223

 

– 302

Altersversorgung

 

– 25

 

19

FuE-Förderung

 

– 17

 

– 7

Risk and Insurance Services

 

11

 

9

Sondervorgänge

 

– 3

 

– 28

Übrige Corporate Headquarters-Gesellschaften

 

– 11

 

– 8

EBIT Corporate Headquarters

 

– 268

 

– 317

EBIT Business Services

 

– 6

 

– 12

EBIT IT-Services

 

– 2

 

– 17

EBIT Real Estate

 

– 15

 

– 31

EBIT Corporate

 

– 291

 

– 377


Konsolidierung

Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung von Zwischengewinnen im Vorratsvermögen sowie die Rücknahme konzerninterner Zinsverrechnungen.

Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmente sind die gleichen, wie sie für den Konzern in den Grundsätzen der Rechnungslegung beschrieben sind. Gemäß dem für die Segmentberichterstattung relevanten sogenannten „Management Approach“ erfolgen alle Angaben einschließlich der als Veräußerungsgruppen bzw. als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifizierten Einheiten.

Zum 01. Oktober 2010 hat ThyssenKrupp die Unternehmenssteuerung auf die Ertragskennzahl EBIT („Ergebnis vor Steuern und Zinsen“) umgestellt, nachdem zuvor das EBT („Ergebnis vor Steuern“) das Maß für die Ertragskraft der einzelnen Segmente des Konzerns war. Die Abgrenzung des EBIT richtet sich nach wirtschaftlichen Kriterien und ist unabhängig von den IFRS-Vorschriften. Faktoren, die sich nur im Konzernverbund optimieren und beurteilen lassen – im Wesentlichen sind dies das operative Finanzergebnis und die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –, bleiben bei der Beurteilung der operativen Einheiten außer Betracht. Einzelheiten zur Definition der neuen Ertragskennzahl sind im Konzernlagebericht im Kapitel „Unternehmenssteuerung durch wertorientiertes Management“ dargestellt. Die Werte der Vorjahresperiode sind entsprechend angepasst; dies betrifft insbesondere den geänderten Ausweis der aktivierten Fremdkapitalkosten, die bislang in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des sonstigen Finanzergebnisses erfasst wurden und nunmehr in den Zinsaufwendungen enthalten sind.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.

Mio €

 

 

Steel
Europe

 

Steel
Americas

 

Materials
Services

 

Elevator
Technology

 

Plant
Technology

 

Components
Technology

 

Marine
Systems

 

Stainless
Global*

 

Corporate

 

Konsoli-
dierung

 

Konzern

Geschäftsjahr 2009/2010

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


Außenumsätze

 

9.032

 

68

 

12.142

 

5.178

 

3.889

 

5.710

 

1.208

 

5.306

 

88

 

0

 

42.621

konzerninterne Umsätze

 

1.738

 

0

 

621

 

10

 

42

 

14

 

3

 

595

 

43

 

– 3.066

 

0

Umsatzerlöse gesamt

 

10.770

 

68

 

12.763

 

5.188

 

3.931

 

5.724

 

1.211

 

5.901

 

131

 

– 3.066

 

42.621

Ergebnis aus
der Equity-Bewertung

 

30

 

0

 

3

 

1

 

2

 

0

 

20

 

0

 

0

 

0

 

56

Summe der Anteile, die
nach der Equity-Methode
bilanziert sind 

 

267

 

0

 

68

 

1

 

5

 

13

 

146

 

15

 

8

 

– 1

 

522

Zinserträge 

 

39

 

86

 

57

 

53

 

91

 

54

 

34

 

14

 

590

 

– 671

 

347

Zinsaufwendungen

 

– 109

 

58

 

– 107

 

– 29

 

– 33

 

– 85

 

– 49

 

– 59

 

– 903

 

671

 

– 645

EBIT

 

731

 

– 600

 

463

 

646

 

401

 

252

 

145

 

– 57

 

– 291

 

– 344

 

1.346

Segmentvermögen

 

9.433

 

9.020

 

7.660

 

5.435

 

5.372

 

5.596

 

4.132

 

5.393

 

16.852

 

– 25.181

 

43.712

Abschreibungen

 

579

 

37

 

142

 

72

 

35

 

277

 

24

 

160

 

35

 

0

 

1.361

Wertminderungs-
aufwendungen auf
immaterielle Vermögens-
werte, Sachanlagen und
als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien

 

4

 

6

 

3

 

6

 

2

 

37

 

7

 

0

 

10

 

0

 

75

Wertminderungsauf-
wendungen auf nach
der Equity-Methode
bilanzierte Beteili-
gungen und finanzielle
Vermögenswerte

 

0

 

0

 

2

 

0

 

0

 

0

 

5

 

0

 

0

 

0

 

7

Wertaufholungen auf
immaterielle Vermögens-
werte, Sachanlagen und
als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien

 

5

 

0

 

0

 

0

 

0

 

1

 

3

 

0

 

0

 

0

 

9

Segmentverbindlichkeiten

 

5.761

 

7.124

 

5.113

 

3.268

 

4.306

 

3.398

 

3.308

 

3.759

 

23.054

 

– 25.767

 

33.324

Zahlungsunwirksames
Ergebnis aus der
Veränderung sonstiger
Rückstellungen

 

– 65

 

– 1

 

– 15

 

– 93

 

– 106

 

– 179

 

– 24

 

– 39

 

– 26

 

– 20

 

– 568

Investitionen in imma-
terielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und
als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien

 

286

 

2.054

 

125

 

70

 

32

 

272

 

8

 

344

 

206

 

11

 

3.408

*Nicht fortgeführte Aktivität

Mio €

 

 

Steel
Europe

 

Steel
Americas

 

Materials
Services

 

Elevator
Technology

 

Plant
Technology

 

Components
Technology

 

Marine
Systems

 

Stainless
Global*

 

Corporate

 

Konsoli-
dierung

 

Konzern

Geschäftsjahr 2010/2011

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


Außenumsätze

 

10.663

 

734

 

14.005

 

5.249

 

3.968

 

6.895

 

1.491

 

6.016

 

71

 

0

 

49.092

konzerninterne Umsätze

 

2.151

 

405

 

771

 

4

 

36

 

13

 

2

 

723

 

72

 

– 4.177

 

0

Umsatzerlöse gesamt

 

12.814

 

1.139

 

14.776

 

5.253

 

4.004

 

6.908

 

1.493

 

6.739

 

143

 

– 4.177

 

49.092

Ergebnis aus
der Equity-Bewertung

 

42

 

0

 

4

 

1

 

2

 

0

 

22

 

3

 

0

 

0

 

74

Summe der Anteile, die
nach der Equity-Methode
bilanziert sind 

 

332

 

0

 

66

 

1

 

9

 

14

 

162

 

15

 

9

 

0

 

608

Zinserträge 

 

30

 

29

 

122

 

64

 

99

 

80

 

39

 

27

 

415

 

– 599

 

306

Zinsaufwendungen

 

– 92

 

– 106

 

– 128

 

– 25

 

– 32

 

– 77

 

– 19

 

– 59

 

– 947

 

599

 

– 886

EBIT

 

1.133

 

– 3.145

 

478

 

801

 

506

 

543

 

213

 

– 785

 

– 377

 

– 355

 

– 988

Segmentvermögen

 

9.564

 

8.455

 

9.616

 

5.981

 

5.889

 

6.113

 

4.205

 

6.722

 

17.092

 

– 30.034

 

43.603

Abschreibungen

 

530

 

391

 

134

 

74

 

36

 

285

 

19

 

175

 

41

 

– 10

 

1.675

Wertminderungs-
aufwendungen auf
immaterielle Vermögens-
werte, Sachanlagen und
als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien

 

14

 

1.685

 

48

 

0

 

0

 

10

 

0

 

800

 

11

 

0

 

2.568

Wertminderungsauf-
wendungen auf nach
der Equity-Methode
bilanzierte Beteili-
gungen und finanzielle
Vermögenswerte

 

0

 

0

 

3

 

0

 

8

 

0

 

4

 

0

 

0

 

0

 

15

Wertaufholungen auf
immaterielle Vermögens-
werte, Sachanlagen und
als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien

 

0

 

0

 

2

 

0

 

0

 

58

 

0

 

0

 

0

 

0

 

60

Segmentverbindlichkeiten

 

5.635

 

4.993

 

5.610

 

3.373

 

4.708

 

3.736

 

3.117

 

6.133

 

25.389

 

– 29.473

 

33.221

Zahlungsunwirksames
Ergebnis aus der
Veränderung sonstiger
Rückstellungen

 

– 150

 

– 6

 

– 6

 

– 87

 

– 66

 

– 84

 

– 47

 

– 11

 

– 46

 

– 10

 

– 513

Investitionen in imma-
terielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und
als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien

 

410

 

1.368

 

95

 

93

 

44

 

361

 

14

 

266

 

34

 

– 24

 

2.661

*Nicht fortgeführte Aktivität

Nachfolgend werden die Überleitungsrechnungen der Umsatzerlöse, des Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, der Zinsaufwendungen und der Ertragskennzahl EBIT zum EBT gemäß der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

Mio €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Umsatzerlöse gemäß Segmentberichterstattung

 

42.621

 

49.092

- Umsatzerlöse Stainless Global

 

– 5.901

 

– 6.739

+ Umsatzerlöse von Stainless Global mit Konzerngesellschaften

 

595

 

723

+ Umsatzerlöse von Konzerngesellschaften mit Stainless Global

 

396

 

280

Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

 

37.711

 

43.356


Umsatzerlöse in Höhe von 280 (i. Vj. 396) Mio € betreffen Umsätze von Konzerngesellschaften mit Stainless Global. Auch nach dem Abgang sollen diese Geschäftsbeziehungen fortgeführt werden. Sie betreffen im Wesentlichen Leistungen der Business Area Steel Europe an Stainless Global.

Mio €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen gemäß Segmentberichterstattung

 

56

 

74

- Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von Stainless Global

 

0

 

– 3

Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

 

56

 

71


Mio €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

Zinsaufwendungen gemäß Segmentberichterstattung

 

645

 

886

- Zinsaufwendungen von Stainless Global

 

– 2

 

– 6

Zinsaufwendungen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

 

643

 

880


Mio €

 

 

2009/2010

 

2010/2011

EBIT gemäß Segmentberichterstattung

 

1.346

 

– 988

- Im EBIT eliminierte Abschreibungen auf aktivierte Bauzeitzinsen

 

– 15

 

– 42

+ Zinserträge

 

347

 

306

- Zinsaufwendungen

 

– 645

 

– 886

+ Sonstiges Finanzergebnis

 

82

 

10

- Bestandteile des Sonstigen Finanzergebnisses, die nach wirtschaftlicher Abgrenzung dem EBIT zugeordnet werden

 

20

 

22

EBT - Konzern

 

1.135

 

– 1.578

- EBT Stainless Global

 

70

 

827

EBT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

 

1.205

 

– 751


Die Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden, leitet sich wie folgt auf den Konzen-Bilanzwert über:

Mio €

 

 

30.09.2010

 

30.09.2011

Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden gemäß Segmentberichterstattung

 

522

 

608

- Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden, die zur Abgabe vorgesehen sind

 

0

 

– 15

Summe der Anteile, die nach der Equity-Methode bewertet werden gemäß Bilanz

 

522

 

593


Bei der Darstellung der Informationen nach Regionen erfolgt die Länderzuordnung der Umsätze nach dem Sitz des Kunden, während die Zuordnung des Segmentvermögens und der Investitionen nach dem jeweiligen Standort vorgenommen wird. Die Bestimmung der Investitionen erfolgt nach der für die Kapitalflussrechnung geltenden Abgrenzung.

Das geografische Segment „Übrige EU” umfasst mit Ausnahme von Deutschland alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zum aktuellen Berichtszeitpunkt. Die europäischen Länder, die derzeit nicht Mitglied der Europäischen Union sind, sind Teil des Segments „Übrige Länder“. Das Segment „Amerika“ beinhaltet die Staaten der Nafta und von Südamerika. Das Segment „Asien/Pazifik“ umfasst Asien und Australien.

Es gab keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich ist.

Mio €

 

 

Deutschland

 

Übrige EU

 

Amerika

 

Asien/Pazifik

 

Übrige Länder

 

Konzern

Außenumsätze (Sitz des Kunden)

 


 


 


 


 


 


2009/2010

 

13.933

 

12.485

 

8.266

 

5.013

 

2.924

 

42.621

2010/2011

 

16.153

 

14.272

 

10.476

 

5.618

 

2.573

 

49.092

Langfristige Vermögenswerte
(= immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien sowie sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte),
(Standort der Vermögenswerte)

 


 


 


 


 


 


30.09.2010

 

7.658

 

2.279

 

10.381

 

923

 

452

 

21.693

30.09.2011

 

6.621

 

2.070

 

9.658

 

1.012

 

450

 

19.811


25 Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert die Vornahme von Schätzungen sowie das Treffen von Annahmen durch das Management, wodurch die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflusst werden. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln.

Bilanzierung von Erwerben

Als Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cash-Flows ist. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat sowie der unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes.

Firmenwert

Wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung unter Anhang-Nr. 01 dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cash-Flows (vgl. Anhang-Nr. 04). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.

Werthaltigkeit der Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cash-Flows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cash-Flows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze (vgl. Anhang-Nr. 03 und 05). Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cash-Flows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten.

Umsatzrealisierung aus Fertigungsaufträgen

Bestimmte Konzerngesellschaften, insbesondere in den Business Areas Elevator Technology, Plant Technology und Marine Systems, tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als Fertigungsaufträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad auszuweisen sind. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Beurteilungen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Da der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Obwohl das Management davon ausgeht, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben, kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben.

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u.a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Für weitere Informationen zu potenziellen Steuervorteilen, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden sind, vgl. die Ausführungen unter Anhang-Nr. 31.

Leistungen an Arbeitnehmer

Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen u.a. versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssatz, erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens, erwartete Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Gesundheitsfürsorgekosten. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen (vgl. Anhang-Nr. 15 bezüglich weiterer Informationen für Leistungen an Arbeitnehmer).

Rechtliche Risiken

Wie unter Anhang-Nr. 21 dargestellt, sind ThyssenKrupp Unternehmen in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Ausgang dieser Fälle könnte einen wesentlichen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen ThyssenKrupp Unternehmen oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.

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