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Risikobericht

Die Risiken aus den Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise bestehen für ThyssenKrupp weiterhin. Unsere systematischen und effizienten Instrumente zum Risikomanagement halten diese Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten überschaubar. Es liegen keine Risiken vor, die als bestandsgefährdend einzustufen sind. Weiterhin setzen wir konsequent unser umfassendes Maßnahmenprogramm zur nachhaltigen Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung in allen Konzernbereichen um.

Im Zuge der Finanzkrise sind finanzwirtschaftliche Risiken wie das Liquiditäts- und das Kreditrisiko verstärkt in den Fokus gerückt. ThyssenKrupp berücksichtigt diese Risiken und steuert den Liquiditätsbedarf vorausschauend. Trotz des schwierigen Marktumfeldes steht die Finanzierung in diesem und im nächsten Geschäftsjahr auf einer gesicherten Basis. Der Konzern verfügte zum 30. Juni 2010 über 8,5 Mrd € an flüssigen Mitteln und freien, zugesagten Kreditlinien.

Das Kreditrisiko (Ausfallrisiko) ergibt sich daraus, dass der Konzern bei Finanzinstrumenten, z.B. bei Geldanlagen, dem Risiko einer möglichen Nichterfüllung durch eine Vertragspartei ausgesetzt ist. In Krisenzeiten gewinnt das Ausfallrisiko zusätzlich an Bedeutung; wir steuern es deshalb durch unsere Geschäftspolitik mit besonderer Vorsicht. Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich werden unter Einhaltung vorgegebener Risikolimite grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Darüber hinausgehende finanzwirtschaftliche Risiken wie das Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiko werden durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente verringert. Bei Abschluss dieser Finanzinstrumente gelten ebenfalls restriktive Grundsätze zur Auswahl möglicher Kontrahenten.

In unserem operativen Geschäft sehen wir weiterhin Risiken für einen konjunkturellen Rückschlag. Insbesondere die Preiserhöhungen bei der Beschaffung von Eisenerz und Kokskohle bedeuten im weiteren Geschäftsverlauf Risiken für unsere Stahlaktivitäten. Zur Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit reagieren wir auf die enormen Preissteigerungen mit entsprechend angepassten Verkaufspreisen.

In der Business Area Marine Systems sind die Verhandlungen mit dem griechischen Kunden zu ausstehenden Zahlungen noch nicht abgeschlossen, so dass weiterhin negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen sind.

Aus dem Produktionsbeginn unserer Stahlaktivitäten in Nord- und Südamerika sehen wir keine wesentlichen Risiken. Der Ausbau unserer weltweiten Präsenz mit guten und langjährigen Kundenbeziehungen in den für unsere Geschäftsaktivitäten relevanten Märkten trägt dazu bei, Abhängigkeiten von einzelnen Absatzmärkten und Branchen zu reduzieren und Nachfragerückgänge abzufedern.

Durch das Engagement und die Kompetenz unserer Mitarbeiter gelingt es, Risiken in den verschiedenen Konzernbereichen zu reduzieren. Risiken wie Forderungsausfälle oder Veränderungen in politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen begegnen wir mit einem kontinuierlichen Monitoring. Die detaillierten Aussagen des Risikoberichts im Geschäftsbericht 2008/2009 gelten darüber hinaus weiterhin.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche sowie sonstige Risiken berichten wir unter Anhang-Nr. 7.

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