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Risikobericht

Die Geschäftsaktivitäten von ThyssenKrupp sind weiterhin von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Unser systematisches und effizientes Risikomanagementsystem hilft dabei, diese Risiken zu steuern und überschaubar zu halten. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Den konjunkturellen Risiken in den für uns wichtigen Märkten wirkt ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zur nachhaltigen Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung in allen Konzernbereichen entgegen.

Im Zuge der Finanzkrise sind finanzwirtschaftliche Risiken wie das Liquiditäts- und das Kreditrisiko verstärkt in den Fokus gerückt. ThyssenKrupp berücksichtigt diese Risiken und steuert den Liquiditätsbedarf vorausschauend. Trotz des schwierigen Marktumfeldes steht die Finanzierung im Geschäftsjahr 2009/2010 auf einer gesicherten Basis. Der Konzern verfügte zum 31. März 2010 über 9,4 Mrd € an flüssigen Mitteln und freien, zugesagten Kreditlinien.

Das Kreditrisiko (Ausfallrisiko) ergibt sich daraus, dass der Konzern bei Finanzinstrumenten, z.B. bei Geldanlagen, dem Risiko einer möglichen Nichterfüllung durch eine Vertragspartei ausgesetzt ist. In Krisenzeiten gewinnt das Ausfallrisiko zusätzlich an Bedeutung; wir steuern es deshalb durch unsere Geschäftspolitik mit besonderer Vorsicht. Finanzinstrumente im Finanzierungsbereich werden unter Einhaltung vorgegebener Risikolimite grundsätzlich nur mit solchen Kontrahenten abgeschlossen, die über eine sehr gute Bonität verfügen bzw. einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Darüber hinausgehende finanzwirtschaftliche Risiken wie das Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiko werden durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente verringert. Bei Abschluss dieser Finanzinstrumente gelten ebenfalls restriktive Grundsätze zur Auswahl möglicher Kontrahenten.

Die Gefahr eines konjunkturellen Rückschlags ist nach unserer Einschätzung nicht vorüber, daher sind die operativen Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf nach wie vor hoch. Hierzu tragen die erheblichen Preiserhöhungen auf den Beschaffungsmärkten für Eisenerz und Kokskohle bei, von denen auch unsere Stahlaktivitäten betroffen sind. Durch umfassende Maßnahmen – vor allem die Anpassung unserer Verkaufspreise an die gestiegenen Einkaufspreise – wollen wir auf die enormen Preissteigerungen und auf die von den Rohstofflieferanten beabsichtigte Umstellung von Jahres- auf Quartalsverträge reagieren, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

In der Business Area Marine Systems bestehen weiter Unsicherheiten im Rahmen der Verhandlungen mit dem griechischen Kunden zu ausstehenden Zahlungen. Negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht ausgeschlossen.

Die weltweite Präsenz des Konzerns mit guten und langjährigen Kundenbeziehungen in verschiedenen Märkten mindert die Abhängigkeit von einzelnen Absatzmärkten und Branchen und hilft, Nachfragerückgänge abzufedern.

Durch unsere engagierten und kompetenten Mitarbeiter gelingt es ThyssenKrupp, die derzeitigen Risiken in den verschiedenen Konzernbereichen abzumildern. Anderen Risiken wie Forderungsausfällen oder Veränderungen in politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen begegnen wir mit einem kontinuierlichen Monitoring. Die detaillierten Aussagen des Risikoberichts im Geschäftsbericht 2008/2009 gelten darüber hinaus weiterhin.

Über schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche sowie sonstige Risiken berichten wir unter Anhang-Nr. 07.

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