- Eigenkapital
- Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche
- Derivative Finanzinstrumente
- Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)
- Segmentberichterstattung
- Ergebnis je Aktie
- Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
- Besondere Ereignisse nach dem Stichtag
ThyssenKrupp AG Konzern-Anhang
Unternehmensinformation
Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 01. Oktober 2009 bis 31. März 2010 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 07. Mai 2010 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß § 37w WpHG sowie im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. März 2010 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die im Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2008/2009 veröffentlicht.
Erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Im Geschäftsjahr 2009/2010 hat ThyssenKrupp die nachfolgenden Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards erstmalig angewendet:
Im September 2007 hat das IASB eine überarbeitete Version des Standards IAS 1 "Presentation of Financial Statements" herausgegeben, die den Anwendern die Analyse und den Vergleich von Abschlüssen erleichtern soll. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Die erstmalige Anwendung des Standards hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses.
Im März 2007 hat das IASB den geänderten Standard IAS 23 "Borrowing Costs" herausgegeben. Danach sind Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, zu aktivieren. Die bislang bestehende Möglichkeit zur sofortigen aufwandswirksamen Erfassung von Fremdkapitalkosten wird abgeschafft. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Die erstmalige Anwendung des geänderten Standards hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da bereits vor der Änderung die einem qualifizierten Vermögenswert direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Teil der Herstellungskosten aktiviert wurden.
Im Februar 2008 hat das IASB einen Änderungsstandard zu "IAS 32 Financial Instruments: Presentation und IAS 1 Presentation of Financial Statements – Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Klassifizierung bestimmter Arten von Finanzinstrumenten als Eigen- oder Fremdkapital. Darüber hinaus werden zusätzliche Anhangangaben für die von der Regelung betroffenen Finanzinstrumente gefordert. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.
Im Juli 2008 hat das IASB eine Ergänzung zu IAS 39 "Eligible Hedged Items – Amendment to IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement" veröffentlicht. Die Ergänzung stellt klar, wie die Grundprinzipien des Hedge Accounting in zwei speziellen Situationen – der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft anzuwenden sind. Die Ergänzung ist verpflichtend rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.
Im März 2009 hat das IASB mit der Herausgabe von "Embedded Derivatives" Änderungen zu IFRIC 9 "Reassessment of Embedded Derivatives" und IAS 39 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen dienen der Klarstellung der Bilanzierung von eingebetteten Derivaten bei Umklassifizierungen von Finanzinstrumenten. Die Änderungen sind verpflichtend rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.
Im Januar 2008 hat das IASB eine Änderung von IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Durch die Änderung wird klargestellt, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstzeitbedingungen (service conditions) und Leistungsbedingungen (performance conditions) sind. Außerdem wird präzisiert, dass die Bilanzierungsregeln zur vorzeitigen Planbeendigung unabhängig davon gelten, ob der Plan vom Unternehmen selbst oder einer anderen Partei beendet wird. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.
Im Januar 2008 hat das IASB auch die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 "Business Combinations" und IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" veröffentlicht. Ein wesentlicher Änderungspunkt hinsichtlich IFRS 3 ist die Bilanzierung von Erwerben von weniger als 100 % der Anteile eines Unternehmens. Es wird das Wahlrecht eingeführt, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d.h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Außerdem sind die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Darüber hinaus sieht IAS 27 vor, den Erwerb oder die Veräußerung von Anteilen ohne Kontrollverlust als Transaktion zwischen Anteilseignern erfolgsneutral abzubilden. Im Falle einer Anteilsveräußerung mit Kontrollverlust sind die verbleibenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Entstehende Differenzen zu dem bisherigen Buchwert sind erfolgswirksam zu erfassen. Die geänderten Standards sind verpflichtend anzuwenden auf Unternehmenszusammenschlüsse in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen. Die Anwendung der geänderten Standards hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses.
Im März 2009 hat das IASB eine Änderung zu IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" mit dem Titel "Improving Disclosures about Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen sehen erweiterte Anhangangaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und zu den Liquiditätsrisiken vor. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Im ersten Jahr der Anwendung sind keine Vergleichsangaben erforderlich. Die erstmalige Anwendung der geänderten Fassung bei ThyssenKrupp wird zu erweiterten Anhangangaben führen.
Im Juli 2007 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 14 "IAS 19 – The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction" herausgegeben. Die Interpretation gibt Hinweise, wie die Begrenzung nach IAS 19 "Employee Benefits" für einen Überschuss festzulegen ist, der als Vermögenswert angesetzt werden kann. Zudem wird erklärt, welche Auswirkungen sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Rückstellungen aus leistungsorientierten Plänen auf Grund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung zu einer Einzahlung von Mindestbeträgen ergeben. Dadurch wird sichergestellt, dass Unternehmen einen Planvermögensüberschuss als Vermögenswert konsistent bilanzieren. IFRIC 14 ist in der EU verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses hat.
Im Mai 2008 hat das IASB den ersten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" zur Vornahme kleinerer Änderungen an den bestehenden IFRS-Standards veröffentlicht. Dieser Standard enthält in zwei Teilabschnitten die Änderungen von 20 IFRS-Standards. Der erste Teilabschnitt beinhaltet Änderungen, die Auswirkungen auf die Darstellung, den Ansatz oder die Bewertung haben können. Der zweite Teilabschnitt enthält Formulierungsänderungen oder redaktionelle Änderungen. Sofern im jeweiligen Standard nicht anders geregelt, sind die Änderungen anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse hat.
Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften
Im Geschäftsjahr 2009/2010 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:
Im November 2009 hat das IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 24 "Related Party Disclosurses" veröffentlicht. Die Überarbeitung beinhaltet eine Vereinfachung der Anhangangabepflichten für Unternehmen, die Regierungen nahe stehend sind (sog. "government-related entities") und eine Klarstellung der Definition nahe stehender Unternehmen und Personen. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2011 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
Im November 2009 hat das IASB den neuen Standard IFRS 9 "Financial Instruments" zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Dieser Standard ist der erste Teil des dreiteiligen Projekts zur vollständigen Ablösung von IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement", das in 2010 abgeschlossen werden soll. Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie das Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sog. Geschäftsmodell) und welche Produktmerkmale die einzelnen finanziellen Vermögenswerte haben. Der Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen; eine frühere Anwendung für Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2009 ist zulässig. Der Konzern kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards haben wird, sofern der Standard von der EU in dieser Form übernommen wird.
Im November 2009 hat das IASB eine Änderung von IFRIC 14, der eine Interpretation des IAS 19 "Employee Benefits" ist, mit dem Titel "Prepayments of a Minimum Funding Requirement" veröffentlicht. Die Änderung ist in den seltenen Fällen relevant, in denen ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Beitragsvorauszahlungen leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Änderung erlaubt dem Unternehmen in diesem Fall, den Vorteil einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert zu bilanzieren. Die Änderung der Interpretation ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2011 beginnen; eine frühere Anwendung für Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2009 ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
Im November 2009 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" veröffentlicht. Diese Interpretation stellt die Anforderungen klar, die IFRS hat, wenn ein Unternehmen die Bedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit mit dem Gläubiger neu verhandelt und der Gläubiger dabei akzeptiert, dass die finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder teilweise mit Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens getilgt wird. Die Interpretation ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2010 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der Interpretation, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.
01 Erwerbe und Veräusserungen
Im 1. Halbjahr 2009/2010 tätigte der Konzern Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:
| 1. Halbjahr 2009/2010 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum Erwerbs- zeitpunkt | Anpassungen | Zeitwerte zum Erwerbs- zeitpunkt | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3 | 0 | 3 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 0 | 5 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3 | 0 | 3 | |||
| Insgesamt erworbene Vermögenswerte | 11 | 0 | 11 | |||
| Kurzfristige Finanzschulden | 4 | 0 | 4 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2 | 0 | 2 | |||
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 2 | 0 | 2 | |||
| Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten | 8 | 0 | 8 | |||
| Erworbenes Reinvermögen | 3 | 0 | 3 | |||
| Nicht beherrschende Anteile | 0 | |||||
| Kaufpreise | 3 | |||||
| davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen | 3 | |||||
Nachdem im Oktober 2009 im Rahmen der Portfoliobereinigung der Verkauf von ThyssenKrupp Industrieservice und von ThyssenKrupp Safway aus der Business Area Materials Services eingeleitet worden war, erfolgte Ende November 2009 bzw. Mitte Dezember 2009 der Vollzug der Veräußerungen. ThyssenKrupp Industrieservice ist ein deutscher Facility Management Dienstleister, dessen Leistungsspektrum Instandhaltung, Supply Chain Services, Standortservice und technische Reinigung für die Industrie sowie Industriemontage umfasst. Safway ist ein amerikanischer Gerüstdienstleister. Diese beiden Veräußerungen sowie weitere kleinere Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren, haben sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss ausgewirkt:
| 1. Halbjahr 2009/2010 | ||
|---|---|---|
| Firmenwert | 97 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6 | |
| Sachanlagen | 173 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 1 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3 | |
| Aktive latente Steuern | 2 | |
| Vorräte | 27 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 163 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 9 | |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 9 | |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 2 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5 | |
| Insgesamt abgegebene Vermögenswerte | 497 | |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 12 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 23 | |
| Passive latente Steuern | 27 | |
| Langfristige Finanzschulden | 2 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 20 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 3 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 20 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 142 | |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 29 | |
| Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten | 291 | |
| Abgehendes Reinvermögen | 206 | |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | 13 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 2 | |
| Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen | 93 | |
| Verkaufspreise | 310 | |
| davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente beglichen | 310 |
02 Disposal Group
Im Rahmen der Portfoliooptimierung wurde im April 2010 die Veräußerung von Teilen der Business Area Marine Systems eingeleitet. Die Transaktion umfasst zum einen die Abgänge bei der TKMS Blohm + Voss Nordseewerke GmbH im Zusammenhang mit der Gründung eines 50/50-Joint-Ventures für den Bereich Design und Projektmanagement im Überwassermarineschiffbau sowie zum anderen den Verkauf von 100 % an der Blohm + Voss Shipyards GmbH, die im Schiffsneubau insbesondere von Megayachten tätig ist, und den Verkauf von zunächst jeweils 80 % an der Blohm + Voss Repair GmbH und an der Blohm + Voss Industries GmbH, die Schiffsreparatur und Komponentenfertigung betreiben. Daneben werden die Fertigungskapazitäten für den zivilen Schiffbau der ehemaligen HDW Gaarden abgegeben.
Die Transaktion erfüllt nicht die Voraussetzungen von IFRS 5 für den Ausweis einer nicht fortgeführten Aktivität. Damit werden die Aufwendungen und Erträge bis zum Zeitpunkt des Abgangs weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen; dies gilt auch für die in Verbindung mit dem eingeleiteten Verkauf entstandenen, in den Umsatzkosten ausgewiesenen Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen in Höhe von 6 Mio €, die aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten resultieren. Im Hinblick auf die bis zum Vollzug der Transaktion endgültig abgehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind die zum 31. März 2010 in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesenen Werte nur vorläufig:
| 31.03.2010 | ||
|---|---|---|
| Firmenwert | 128 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 11 | |
| Sachanlagen | 49 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7 | |
| Aktive latente Steuern | 5 | |
| Vorräte | 56 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 43 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 14 | |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 187 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 278 | |
| Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte | 778 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 119 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 7 | |
| Passive latente Steuern | 2 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 4 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 49 | |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 10 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 43 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 298 | |
| Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten | 558 |
03 Umsatzkosten
Die Umsatzkosten des 1. Halbjahres 2009/2010 enthalten Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 28 Mio €, die im Wesentlichen die Business Areas Steel Europe, Stainless Global und Components Technology betreffen. Zum 30.09.2009 betrugen die Wertberichtigungen 317 Mio €. Daneben werden in den Umsatzkosten Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von 22 Mio € ausgewiesen, von denen 16 Mio € das 2. Quartal 2009/2010 betreffen.
04 Aktienbasierte Vergütung
Management Incentivepläne
Im Januar 2010 gewährte ThyssenKrupp 37.240 Wertrechte für die 8. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Gleichzeitig sind im 2. Quartal 2009/2010 die im Rahmen der 5. Tranche des Mid Term Incentiveplans gewährten Rechte auf Grund der rückläufigen Entwicklung des ThyssenKrupp Value Added (TKVA) im Performance-Zeitraum ohne die Zahlung einer Vergütung verfallen. Im 2. Quartal 2009/2010 resultieren aus dem Mid Term Incentiveplan auf Grund der rückläufigen Entwicklung des TKVA nur Aufwendungen von 0,1 Mio € (2. Quartal 2008/2009: Erträge von 11,1 Mio €). Im 1. Halbjahr 2009/2010 enthält das Ergebnis aus dem Mid Term Incentiveplan Aufwendungen von 0,1 Mio € (1. Halbjahr 2008/2009: Erträge von 17,7 Mio €).
Nachdem im Dezember 2009 die 1. Tranche des Programms zum rabattierten Aktienkauf aus dem Geschäftsjahr 2007/2008 mit dem Erwerb von 350.924 ThyssenKrupp Aktien mit Rabatt durch die Begünstigten abgeschlossen wurde, folgte im März 2010 der Abschluss der 2. Tranche des Programms mit dem Erwerb von 40.793 ThyssenKrupp Aktien mit Rabatt. Aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf entstanden im 2. Quartal 2009/2010 keine Aufwendungen (2. Quartal 2008/2009: 0) Mio € bzw. im 1. Halbjahr 2009/2010 Aufwendungen von 0,9 (1. Halbjahr 2008/2009: 5,5) Mio €.
05 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Auf Basis aktualisierter Zinssätze und Marktwerte des Planvermögens wurde bei sonst unveränderten Prämissen eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 31. März 2010 vorgenommen.
| 30.09.2009 | 31.03.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 6.068 | 6.290 | ||
| Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen | 1.076 | 1.137 | ||
| Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen | 393 | 384 | ||
| Umgliederung w/ Ausweis als Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung vorgesehenen | -12 | -119 | ||
| Vermögenswerten | ||||
| Insgesamt | 7.525 | 7.692 |
Bei der Berechnung der Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt:
| 30.09.2009 | 31.03.2010 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | übrige Länder | Deutschland | übrige Länder | |||||
| Diskontierungssatz für Pensionen | 5,25 | 5,24 | 4,75 | 5,32 | ||||
| Diskontierungssatz für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen (nur USA/Kanada) | 5,5 | 5,75 | ||||||
Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Halbjahr 2008/2009 | 1. Halbjahr 2009/2010 | 2. Quartal 2008/2009 | 2. Quartal 2009/2010 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | übrige Länder | Deutschland | übrige Länder | Deutschland | übrige Länder | Deutschland | übrige Länder | |||||||||
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche | 30 | 13 | 33 | 14 | 15 | 6 | 16 | 7 | ||||||||
| Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche | 162 | 61 | 144 | 53 | 81 | 31 | 72 | 27 | ||||||||
| Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens | -6 | -52 | -6 | -50 | -3 | -26 | -3 | -25 | ||||||||
| Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen | 0 | -1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
| Aufwand aus Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen | 0 | 8 | 0 | 0 | 0 | 8 | 0 | 0 | ||||||||
| Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen | 186 | 29 | 171 | 17 | 93 | 19 | 85 | 9 | ||||||||
Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Halbjahr 2008/2009 | 1. Halbjahr 2009/2010 | 2. Quartal 2008/2009 | 2. Quartal 2009/2010 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USA/Kanada | USA/Kanada | USA/Kanada | USA/Kanada | |||||
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche | 5 | 3 | 2 | 2 | ||||
| Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche | 34 | 27 | 17 | 14 | ||||
| Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen | -3 | -2 | -2 | -1 | ||||
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -25 | -16 | -1 | -2 | ||||
| Aufwand/(Ertrag) aus Plankürzungen und Planabgeltungen | -20 | 0 | 0 | 0 | ||||
| Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre | -9 | 12 | 16 | 13 |
06 Eigenkapital
Im Rahmen der Bedienung des rabattierten Aktienkaufs 2007/2008 wurden am 02. Dezember 2009 in der 1. Tranche 350.924 eigene Anteile und am 04. März 2010 in der 2. Tranche 40.793 eigene Anteile zum Kurs von 24,62 € je Anteil, der die Basis für den rabattierten Ausgabepreis darstellte, an die Begünstigten veräußert.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Januar 2010 ist die ThyssenKrupp AG bis zum 20. Januar 2015 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Anteile bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Anteile kann auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten (Put-Optionen, Call-Optionen oder einer Kombination aus beiden) erfolgen.
07 Sonstige Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche
Bürgschaften und Garantien
Die ThyssenKrupp AG sowie in Einzelfällen auch Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäfts-partnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:
| Maximales Haftungs- volumen 31.03.2010 | Rückstellung 31.03.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Anzahlungsgarantien | 232 | 1 | ||
| Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien | 73 | 1 | ||
| Kreditaufträge | 38 | 0 | ||
| Restwertgarantien | 45 | 1 | ||
| Sonstige Haftungserklärungen | 44 | 0 | ||
| Insgesamt | 432 | 3 |
Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien). Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.
Alle durch die ThyssenKrupp AG oder durch Tochtergesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken
Im Vergleich zum 30. September 2009 verringerte sich in den Business Areas Steel Americas und Stainless Global das Bestellobligo für Investitionsvorhaben in Brasilien und Nordamerika um 1,0 Mrd € auf 1,7 Mrd €.
Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche
ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche, schiedsgerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zur Rückerstattung von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus verschiedenen Verträgen wie Bau-, Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Vertragspartnern, Kunden, Konsortialpartnern und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen, sind durch Vergleich beendet worden oder verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig.
Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.
08 Derivative Finanzinstrumente
Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
| Nominalwert 30.09.2009 | Beizulegender Zeitwert 30.09.2009 | Nominalwert 31.03.2010 | Beizulegender Zeitwert 31.03.2010 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente | ||||||||
| Aktiva | ||||||||
| Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate | 4.693 | 214 | 4.378 | 207 | ||||
| Zinsderivate* | 786 | 37 | 27 | 4 | ||||
| Warenderivate | 839 | 108 | 502 | 154 | ||||
| Insgesamt | 6.318 | 359 | 4.907 | 365 | ||||
| Passiva | ||||||||
| Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate | 4.112 | 155 | 2.165 | 101 | ||||
| Zinsderivate* | 1 | 0 | 1.626 | 20 | ||||
| Warenderivate | 374 | 41 | 744 | 161 | ||||
| Insgesamt | 4.487 | 196 | 4.535 | 282 |
09 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)
Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im 1. Halbjahr 2009/2010 hat der Konzern mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,2 Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern Zinklegierungen in Höhe von 4 Tsd € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. März 2010 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung eine Forderung von 44 Tsd €.
Die Heitkamp & Thumann Group mit Sitz in Düsseldorf sowie die Heitkamp Baugruppe mit Sitz in Herne sind auf Grund der Tatsache, dass ein Mitglied des Aufsichtsrats maßgeblichen Einfluss auf die Gruppen hat, als nahe stehende Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im 1. Halbjahr 2009/2010 hat der Konzern mit der Heitkamp & Thumann Group einen Umsatz in Höhe von 8,4 Mio € aus dem Verkauf von Stahl- und Edelstahlwerkstoffen sowie aus der Erbringung von Industriedienstleistungen und mit der Heitkamp Baugruppe einen Umsatz von 0,2 Mio € aus der Erbringung von Leistungen realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern von der Heitkamp & Thumann Group Leistungen in Höhe von 7 Tsd € und von der Heitkamp Baugruppe Leistungen in Höhe von 0,1 Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. März 2010 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp & Thumann Group Forderungen von 1,7 Mio € und keine Verbindlichkeiten sowie aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp Baugruppe Forderungen von 11 Tsd € und Verbindlichkeiten von 29 Tsd €.
Im 1. Halbjahr 2009/2010 realisierte eine Konzerngesellschaft aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gehörende Einrichtung einen Umsatz in Höhe von 41 Tsd €.
10 Segmentberichterstattung
ThyssenKrupp ist seit der Einführung der neuen Konzernorganisation zum 01. Oktober 2009 in die nachfolgend beschriebenen acht operativen Business Areas gegliedert, die die Konzernaktivitäten rund um Werkstoffe und Technologien bündeln. Die Business Areas entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Die Werte der Vorjahresperiode sind entsprechend angepasst.
Steel Europe: In der Business Area sind die Aktivitäten für hochwertige Qualitätsflachstahlprodukte zusammengefasst, die von intelligenten Werkstofflösungen bis zum fertigen Bauteil reichen.
Steel Americas: Diese Business Area umfasst die Produktion, Weiterverarbeitung und Vermarktung von hochwertigen Qualitätsstählen in Nord- und Südamerika. Sie beinhaltet auch die im Bau befindlichen Stahl- und Weiterverarbeitungswerke in Brasilien und den USA.
Stainless Global: Die Business Area ist Anbieter von Edelstahl-Rostfrei-Flachprodukten sowie Hochleistungswerkstoffen wie Nickellegierungen und Titan. Bestandteil dieses Bereichs ist darüber hinaus das neue Edelstahlwerk in den USA.
Materials Services: Die Business Area betreibt die Distribution, Logistik und den Service von Roh- und Werkstoffen sowie technischen Dienstleistungen. Neben Walz- und Edelstahl, Rohren, NE-Metallen und Kunststoffen werden Dienstleistungen angeboten, die von Anarbeitung und Logistik über Lager- und Bestandsmanagement bis hin zum Supply-Chain-Management reichen. Technische und infrastrukturelle Services werden in den Bereichen Gleis- und Bautechnik sowie Anlagen- und Stahlwerksdienstleistungen angeboten.
Elevator Technology: Die Business Area betreibt den Neubau, die Modernisierung sowie den Service von Aufzügen, Fahrtreppen, Fahrsteigen, Treppen- und Plattformliften sowie Fluggastbrücken. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Produktpalette von Anlagen für den Volumenmarkt bis zu kundenindividuellen Lösungen nach Maß.
Plant Technology: Die Business Area ist Anbieter im Spezial- und Großanlagenbau. Das Produktportfolio reicht von Chemie- und Raffinerieanlagen über Anlagen für die Zementindustrie und innovative Lösungen zum Abbau und zur Gewinnung von Rohstoffen sowie Mineralien bis hin zu Produktionssystemen und Montageanlagen für die Automobilindustrie.
Components Technology: Die Business Area bietet leistungsfähige und innovative Komponenten für die Automobilindustrie, Baumaschinen, Maschinenbau und Windkraftanlagen an.
Marine Systems: Die Business Area ist Anbieter von Über- und Unterwasser-Marineschiffen sowie Yachten im Premium-Segment. Nach der Restrukturierung sowie den vollzogenen Veräußerungen wird sich die Business Area zukünftig auf den Marineschiffbau konzentrieren.
Corporate: Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der Führung der Business Areas. Ferner sind hier die Business-Services-Aktivitäten in den Bereichen Finanzen, Kommunikation, IT und Personal erfasst. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral geführt und verwertet werden, sowie die inaktiven Gesellschaften, die den einzelnen Business Areas nicht zugeordnet werden können.
Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2008/2009 und das 1. Halbjahr 2009/2010 sowie für das 2. Quartal 2008/2009 und das 2. Quartal 2009/2010:
11 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:
Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrup AG zurechenbaren Periodenüberschusses/-fehlbetrages durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.
Der gewichtete Durchschnitt der Aktien erhöhte sich in 2009/2010 durch die Veräußerung eigener Anteile im Dezember 2009 und im März 2010 im Rahmen des rabattierten Aktienkaufs.
In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.
12 Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten
Im 1. Halbjahr 2009/2010 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 3 (1. Halbjahr 2008/2009: 25) Mio €. Im 2. Quartal 2009/2010 beliefen sich diese Zugänge auf 3 (2. Quartal 2008/2009: 18) Mio €.
Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease betrug im 1. Halbjahr 2009/2010 6 (1. Halbjahr 2008/2009: 7) Mio € bzw. im 2. Quartal 2009/2010 2 (2. Quartal 2008/2009: 1) Mio €.
Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten
Im 1. Halbjahr 2009/2010 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto-Finanzschulden von 4 (1. Halbjahr 2008/2009: 1) Mio €; im 2. Quartal 2009/2010 belief sich der Zugang auf 4 (2. Quartal 2008/2009: 1) Mio €.
13 Besondere Ereignisse nach dem Stichtag
Es lagen keine berichtspflichtigen Ereignisse vor.
Düsseldorf, den 07. Mai 2010
ThyssenKrupp AG
Der Vorstand
| Schulz | ||||
| Berlien | Eichler | Hippe | Labonte |




