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Innovationen

Die Innovationsaktivitäten der Konzernunternehmen sind ein wesentlicher Faktor für unsere Wettbewerbsstärke; mit ihnen antworten wir auf die Herausforderungen durch Kunden und wirtschaftliche Megatrends. Zu diesen Megatrends gehört das Ansteigen des weltweiten Energiebedarfs, das es immer wichtiger macht, Energie ressourceneffizient und emissionsreduziert zu erzeugen. Innovative Werkstoffe und Verfahren spielen hierfür eine wichtige Rolle.

So können Supraleiter den Weg in eine Elektrizitätsinfrastruktur der Zukunft bereiten. Da sie im Vergleich zu Kupfer Strom extrem gut leiten, lassen sich beispielsweise Generatoren mit Supraleitern kleiner und leichter bauen; gleichzeitig verfügen sie über einen höheren Wirkungsgrad. Werden solche Generatoren in künftigen Windkraftanlagen eingesetzt, sind dank des Effizienz- und Gewichtsvorteils Anlagen mit wesentlich höheren Leistungen als bei konventionellen Windkraftanlagen möglich.

Supraleiterdrähte bestehen häufig aus mehreren Schichten, wobei vom Trägerband dieses Verbunds die mechanische Stabilität und Lebensdauer des Drahts abhängen. Für solche Träger hat ThyssenKrupp VDM – weltweit führender Hersteller von Hochleistungswerkstoffen – eine spezielle Folie aus einem Nickel-Wolfram-Werkstoff entwickelt. Gemeinsam mit Zenergy Power, Spezialist für die Supraleitertechnologie für Energieversorger und Industrie, und mit mehreren Hochschulen erforschen wir aussichtsreiche Techniken für die Massenerzeugung von Niedrigpreis-Supraleiterdrähten. Dieses Projekt wird vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft und Energie finanziell gefördert.

Für die Herstellung von Biokraftstoffen der zweiten Generation bringt Uhde sein PRENFLO-PDQVerfahren zur Vergasung von Biomasse in ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt in Frankreich ein. An diesem neuen Projekt BioTfueL sind neben Uhde fünf französische Partner beteiligt. Es integriert die verschiedenen Technologiebausteine der sogenannten Biomass-to-Liquids-Kette (Biomasse zu Kraftstoff) mit dem Ziel, die kompletten Schritte der Prozesskette im Wirkungsgrad zu optimieren, aufeinander abzustimmen und als Gesamtlösung auf den Markt zu bringen. Dazu wollen wir zusammen mit den Partnern effiziente Wege finden, die Biomasse zu trocknen und zu zerkleinern, anschließend durch thermische Behandlung zu zersetzen und zu vergasen, um dann dieses Synthesegas nach Reinigung in Biokraftstoff der zweiten Generation umzuwandeln.

Das von Uhde in das Projekt eingebrachte Vergasungsverfahren eignet sich für eine Vielzahl von Biomassen und anderen Rohstoffen. Es zeichnet sich durch Flexibilität und eine hohe Energieeffizienz aus und ermöglicht die Herstellung eines sehr sauberen Synthesegases. Neben der Entwicklung der gesamten Prozesskette umfasst das Projekt auch den Bau und Betrieb von zwei Pilotanlagen in Frankreich, die ab 2012 Biodiesel und Biokerosin auf der Grundlage der Uhde-Technologie produzieren werden.

BioTfueL ist Bestandteil der Umsetzung der EU-Richtlinie über erneuerbare Energien, die bis zum Jahr 2020 einen zehnprozentigen Anteil von Biotreibstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen an der Kraftstoffproduktion vorgibt.

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