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Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich im Schlussquartal 2009 etwas stabilisiert. Noch überwogen aber die Auswirkungen der tiefgreifenden Wirtschafts- und Finanzkrise. Auftragseingang und Umsatz waren im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich rückläufig. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich allerdings die Auftragslage spürbar erholt.

Besser als erwartet hat sich die Ergebnissituation entwickelt. Nach drei Verlustquartalen erzielte ThyssenKrupp im 1. Quartal 2009/2010 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 313 Mio € – ein Plus von 73 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal in Höhe von 240 Mio €. Das Bereinigte EBT lag mit 237 Mio € nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 249 Mio €.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2009/2010 werden EBT und EBIT um wesentliche, fest definierte Sondereinflüsse bereinigt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Veräußerungsergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungsaufwendungen, weitere nicht operative Aufwendungen sowie weitere nicht operative Erträge. Bereinigt werden diese Einflüsse nur, sofern der Vorgang für den Konzernabschluss wesentlich ist. Die im Vorjahr noch bereinigten Anlaufverluste in der Business Area Steel Americas werden nicht mehr als Sondereinflüsse klassifiziert, da der Projektcharakter durch die Inbetriebnahme der Stahl- und Weiterverarbeitungswerke im laufenden Geschäftsjahr nicht mehr vorliegt. Entsprechend wird die Vorjahresvergleichszahl angepasst.

Die Mehrzahl der Business Areas erwirtschaftete im 1. Quartal 2009/2010 einen Gewinn. Damit sehen wir uns auf gutem Wege, unsere gesetzten Ergebnisziele zu erreichen – auch bedingt durch die konsequente Umsetzung unserer Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramme.

Die wesentlichen Kennzahlen für das 1. Quartal 2009/2010:

  • Der Auftragseingang gab im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28 % auf 9,3 Mrd € nach.
  • Der Umsatz fiel um 19 % auf 9,4 Mrd € zurück.
  • Das EBITDA betrug 808 Mio €, im Vorjahr waren es 764 Mio €.
  • Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich von 240 Mio € im Vorjahresquartal auf 313 Mio €.
  • Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern erreichte mit 237 Mio € nahezu den Vorjahreswert von 249 Mio €.
  • Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,35 € nach 0,36 € im Vorjahr.
  • Die Netto-Finanzschulden beliefen sich zum 31. Dezember 2009 auf 2.130 Mio €, eine Zunahme um 71 Mio € gegenüber dem 30. September 2009, als Netto-Finanzschulden in Höhe von 2.059 Mio € bestanden. Am 31. Dezember 2008 betrugen die Netto-Finanzschulden 3.514 Mio €.

Konjunkturelle Talfahrt gestoppt

Nach der schwersten Rezession der Nachkriegszeit hat sich das globale Konjunkturumfeld zuletzt stabilisiert. Der Welthandel, der zu Beginn des vorigen Jahres noch rückläufig war, nahm wieder zu. Frühindikatoren wie die Ifo-Geschäftserwartungen oder der Einkaufsmanager-Index zeigten in der zweiten Jahreshälfte 2009 zum Teil spürbare Erholungstendenzen. Nach gegenwärtiger Einschätzung ist das Welt-Bruttoinlandsprodukt 2009 um insgesamt 1,4 % geschrumpft.

Die Wirtschaft im Euroraum ist dank einer expansiven staatlichen Ausgabenpolitik und höherer Exporte in der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder leicht gewachsen. Insgesamt blieb die Wirtschaftsleistung 2009 aber um rund 4 % unter dem Vorjahresniveau. Noch stärker war der Rückgang in Deutschland, vor allem auf Grund des tiefen konjunkturellen Einbruchs zu Jahresbeginn. Im weiteren Jahresverlauf ist die deutsche Wirtschaft leicht gewachsen, die Erholung bei den Investitionen und den Exporten war jedoch sehr verhalten.

Die US-Wirtschaft ist erst im 3. und 4. Quartal 2009 dank höherer privater und staatlicher Konsumausgaben insbesondere infolge des umfangreichen staatlichen Konjunkturprogramms wieder gewachsen. Trotz der anziehenden Konjunktur im 2. Halbjahr blieb die Wirtschaftsleistung der USA 2009 um 2,5 % unter dem Vorjahreswert. Noch stärker war im vergangenen Jahr der Einbruch der gesamtwirtschaftlichen Produktion in Japan, wo aber ebenfalls der Tiefpunkt der Rezession durchschritten zu sein scheint.

Die asiatischen Schwellenländer haben den Einbruch des Welthandels relativ gut verkraftet. Sie profitierten von dem anhaltenden dynamischen Wachstum in China, dessen Binnenwirtschaft durch massive Konjunkturprogramme gestützt wurde. Auch Indien blieb dank einer regen Binnennachfrage auf Wachstumskurs. Die brasilianische Wirtschaft entwickelte sich relativ stabil. Deutliche Rückgänge gab es in Russland, allerdings hat sich die wirtschaftliche Lage zum Jahresende hin etwas verbessert.

In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:

  • Die internationalen Stahlmärkte zeigen sich seit Herbst 2009 lagerzyklisch bedingt wieder in stabilerer Verfassung. Im Schlussquartal 2009 übertraf die Weltrohstahlerzeugung deutlich die allerdings sehr niedrigen Vorjahresmengen. Trotz insgesamt höherer Kapazitätsauslastungen in den letzten Monaten des vergangenen Jahres blieb im Gesamtjahr 2009 die globale Stahlproduktion mit rund 1,2 Mrd t 8 % niedriger als ein Jahr zuvor. Dabei verzeichnete China – massiv gestützt durch staatliche Konjunkturprogramme – einen Anstieg von 14 % auf rund 570 Mio t, während in der übrigen Welt die Erzeugung um etwa 21 % abnahm. Die deutsche Stahlindustrie musste einen Rückgang um 29 % auf knapp 33 Mio t verkraften. Aber auch hier erreichte die Auslastung im 4. Quartal 2009 wieder annähernd Normalmaß. Die Stahlpreise zeigten infolge der festeren Mengenkonjunktur ab dem Spätsommer 2009 erste Stabilisierungs- und Aufwärtstendenzen.
    Auf dem europäischen Qualitätsflachstahlmarkt hat sich die Lage ab Herbst 2009 zum Besseren gewendet. Die Ordereingänge der Stahlanbieter haben sich in den letzten Wochen des Jahres 2009 auf höherem Niveau eingependelt. Dabei wurden gezielt Bedarfslücken gefüllt, ohne dass allerdings bereits eine Tendenz zu einem stärkeren Lageraufbau erkennbar gewesen wäre. Die Endverbrauchernachfrage blieb insgesamt schleppend, die Stahlkunden agieren noch sehr vorsichtig. Importe aus Drittländern in die EU zeigten zwar seit September eine steigende Tendenz, erreichten jedoch noch keine besorgniserregenden Mengen. Der US-amerikanische Markt für Qualitätsflachstahlprodukte hat sich ebenfalls im 4. Quartal 2009 bei Mengen und Preisen stabilisiert.
  • Die weltweite Nachfrage nach rost-, säure- und hitzebeständigen (RSH) Edelstahlflachprodukten ist 2009 voraussichtlich um rund 8 % gegenüber dem Vorjahr gefallen. Die europäischen Produzenten verzeichneten seit dem Frühjahr lagerzyklisch bedingt gestiegene Auftragseingänge und Lieferungen. Seit Sommer stagnierte die Nachfrage jedoch wieder. Die Importe, vor allem aus Asien, nahmen im 4. Quartal 2009 wieder deutlich zu. Auch in Nordamerika führte der Lagerbestandsabbau bei Handel und Service-Centern seit Beginn des Sommers zu einem Nachfrageanstieg, der sich im Schlussquartal 2009 aber nicht fortsetzte. In China lagen die Lagerbestände des Handels im Oktober 2009 auf einem historischen Höchststand, nahmen seitdem auch auf Grund von Produktionskürzungen chinesischer Produzenten aber deutlich ab.
    Die Basispreise, die in Europa ab dem Frühjahr angehoben werden konnten, sind seit Beginn des 4. Quartals 2009 jedoch wieder rückläufig. Zudem führte der niedrigere Nickelpreis zu einer Abnahme des Legierungszuschlags für austenitische Werkstoffe. In Nordamerika sind die Basispreise nach einem Anstieg in den Sommermonaten seit Beginn des Berichtsquartals konstant. Das Preisniveau in China erreichte im Frühsommer fast das europäische Niveau, brach jedoch im weiteren Verlauf des Jahres ein. Erst gegen Jahresende stabilisierten sich die Preise wieder.
    Im Bereich der Nickel- und Titanlegierungen war die Nachfrage aller Abnehmergruppen schwach. Das Preisniveau blieb weltweit belastet.
  • Die Automobilindustrie musste 2009 die Produktion deutlich zurückfahren. Weltweit liefen nach derzeitigem Stand nur knapp 60 Mio Personenwagen und Nutzfahrzeuge vom Band, 14 % weniger als im Jahr zuvor. Lediglich in China konnte die Produktion – gestützt durch staatliche Förderprogramme – beträchtlich erhöht werden. In den USA wurden 21 % weniger Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge verkauft, wobei im 4. Quartal 2009 allerdings wieder Zuwächse zu verzeichnen waren. In der Europäischen Union lagen 2009 die PKW-Neuzulassungen 1,3 % unter dem Vorjahreswert; allerdings zogen im Schlussquartal 2009 die Neuwagenverkäufe gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum spürbar an. Sowohl in den USA als auch in einigen EU-Ländern wurde im vergangenen Jahr die Nachfrage durch staatliche Maßnahmen gestützt.
    In Deutschland hat die Umweltprämie den inländischen PKW-Absatz spürbar belebt. Insgesamt stiegen 2009 die PKW-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um 23 %. Da jedoch gleichzeitig die Exporte um 17 % wegbrachen, ist die PKW-Produktion um 10 % gesunken. Mit dem Auslaufen der Prämie gaben die Zuwachsraten bei den Neuzulassungen im 4. Quartal wieder erheblich nach und waren im Dezember 2009 negativ. Die Produktion von Nutzfahrzeugen fiel 2009 im Jahresvergleich um 52 %.
  • Als Folge der globalen Rezession und der damit einhergehenden Einbrüche im Welthandel ist das Seehandelsvolumen deutlich zurückgegangen. Wegen dieser geringeren Nachfrage und der Finanzierungsschwierigkeiten haben die deutschen Seeschiffswerften 2009 kaum Neubestellungen akquirieren können. Die Zahl der Auftragsannullierungen nahm dagegen massiv zu, so dass der Auftragsbestand merklich gefallen ist.
  • Die Wirtschaftskrise führte 2009 zu erheblich niedrigeren Investitionen. Dementsprechend ging vor allem in den Industrieländern 2009 die Maschinenbauproduktion drastisch zurück. In Deutschland fiel sie um rund ein Viertel. Der heftige Fall der Auftragseingänge konnte erst in den letzten Monaten des Jahres 2009 gebremst werden. Auch der deutsche Großanlagenbau verzeichnete 2009 deutlich weniger Bestellungen als im Vorjahr. Entgegen dem globalen Trend konnte China die Maschinenbauproduktion dank staatlicher Konjunkturprogramme ausweiten.
  • Die Bauwirtschaft erlitt im vergangenen Jahr in den meisten Ländern einen kräftigen konjunkturellen Rückschlag. Während China und Indien auf Wachstumskurs blieben, verzeichneten vor allem die USA große Einbußen. Erst ab Jahresmitte waren auf dem US-Immobilienmarkt Stabilisierungstendenzen erkennbar. In Europa gab die Bauproduktion vor allem in Großbritannien und Irland, aber auch in Spanien nach. Die deutsche Bauwirtschaft verbuchte insbesondere im Wirtschaftsbau weniger Aufträge.

Auftragseingang und Umsatz weiter gedrückt

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld hat die Geschäftsentwicklung von ThyssenKrupp im 1. Quartal 2009/2010 noch erheblich belastet. Der Umsatz und vor allem die Auftragseingänge gaben gegenüber dem Vorjahresquartal spürbar nach. Im Vergleich zu den Vorquartalen zeichnet sich jedoch eine Stabilisierung ab; in Teilbereichen hat sich vor allem die Auftragslage wieder erholt.

THYSSENKRUPP IN ZAHLEN
1. Quartal 2008/2009 1. Quartal 2009/2010
Auftragseingang Mio € 12.887 9.328
Umsatz Mio € 11.522 9.351
EBITDA Mio € 764 808
EBIT Mio € 407 477
Bereinigtes EBIT Mio € 416 401
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 240 313
Bereinigtes EBT Mio € 249 237
Investitionen Mio € 1.106 777
Mitarbeiter 31.12. 197.175 174.763
Umsatz in Mrd €
Umsatz

Der Auftragseingang von ThyssenKrupp erreichte im 1. Quartal 2009/2010 einen Wert von 9,3 Mrd €, 28 % weniger als in den ersten drei Monaten des vorigen Geschäftsjahres. Während die Nachfrage bei Aufzügen und Fahrtreppen, im Anlagenbau und vor allem bei den Werften geringer war, gab es bei Qualitätsflachstahl mengenbedingt wieder deutliche Zuwächse. Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal, als Aufträge in Höhe von 7,5 Mrd € akquiriert wurden, sind die Neubestellungen um 24 % gestiegen.

Der Konzernumsatz verminderte sich im 1. Quartal 2009/2010 im Vergleich zum Vorjahr um 19 % auf 9,4 Mrd €. Rückgänge gab es in nahezu allen Business Areas. Im Qualitätsflachstahlgeschäft verursachten geringere Stahlerlöse einen niedrigeren Umsatz, während bei Edelstahl die Effekte aus höheren Versandmengen die Preisrückgänge überdeckten. Auch bei Materials Services machten sich die niedrigeren Preise für Werk- und Rohstoffe bemerkbar. Die geringere Nachfrage für Neuinstallationen von Aufzügen und Fahrtreppen belastete das Geschäft von Elevator Technology. Abrechnungsbedingt gab auch der Umsatz im Anlagenbau nach. Besser als erwartet entwickelte sich die Nachfrage nach Automobilkomponenten, dennoch lag der Umsatz von Components Technology unter dem Vorjahreswert. Bei Marine Systems sorgte die schlechte Auftragslage für ein stark rückläufiges Geschäft.

Ergebnis vor Steuern auf 313 Mio € verbessert

Im 1. Quartal 2009/2010 erreichte das Ergebnis vor Steuern (EBT) 313 Mio €. ThyssenKrupp konnte damit den Wert des Vorjahresquartals um 73 Mio € übertreffen und ist nach den Verlusten in den drei vorangegangenen Quartalen wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. In den Ergebniszahlen sind Sondereffekte in Höhe von 76 Mio € enthalten, die im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung der Industrial-Services-Bereiche der Business Area Materials Services enthalten. Bereinigt lag das EBT im Berichtsquartal bei 237 Mio € und damit knapp 5 % unter dem Vorjahreswert von 249 Mio €.

Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio €
Ergebnis vor Steuern

Die Umsatzerlöse lagen im 1. Quartal 2009/2010 um 2.171 Mio € oder 19 % unter dem Wert für das entsprechende Vorjahresquartal. Die Umsatzkosten verringerten sich um 1.857 Mio € oder 19 % und damit proportional im Vergleich zur Umsatzentwicklung. Hierzu trugen insbesondere auch deutlich verminderte Vorratsabwertungen bei, die den Effekt aus der insgesamt umsatzbedingten Abnahme der übrigen Umsatzkosten verstärkten. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ging um 314 Mio € oder 18 % zurück; gleichzeitig ergab sich hieraus ein leichter Anstieg der Brutto-Umsatzmarge von 15,5 % auf 15,8 %.

Die Abnahme der Vertriebskosten um 92 Mio € resultierte insbesondere aus verminderten Personalaufwendungen sowie aus umsatzbedingt gesunkenen Aufwendungen für Verkaufsfrachten und Verkaufsversicherungen. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen auch als Folge der Kostensenkungsmaßnahmen um 50 Mio € unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Anstieg des Ergebnisses aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen um 93 Mio € betraf insbesondere die Veräußerungen von ThyssenKrupp Industrieservice sowie ThyssenKrupp Safway in der Business Area Materials Services. Für die Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses um 104 Mio € waren hauptsächlich zwei Faktoren verantwortlich: ein um 73 Mio € verbessertes Kursergebnis aus Finanztransaktionen sowie eine im Vergleich zum Vorjahr um 20 Mio € erhöhte Aktivierung von Bauzeitzinsen, die die Errichtung der Stahlwerke in Brasilien und den USA betrafen.

Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 41 Mio € resultierte insbesondere aus Sondereffekten bei der Besteuerung von Veräußerungsergebnissen sowie aus Belastungen durch die Wertberichtigung von Zinsvorträgen im Inland. Entsprechend nahm die Steuerquote im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6 Prozentpunkte auf 38 % zu. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich im Berichtszeitraum ein gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 32 Mio € auf 195 Mio € verbesserter Periodenüberschuss.

Unter Einbezug der Periodenergebnisse, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen, verringerte sich das Ergebnis je Aktie im 1. Quartal 2009/2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert um 0,01 € auf 0,35 €.

Netto-Finanzschulden und Investitionen

Die Netto-Finanzschulden lagen am 31. Dezember 2009 bei 2.130 Mio €. Der nur leichte Anstieg um 71 Mio € gegenüber dem 30. September 2009 war durch Einmaleffekte – u.a. Eigenkapitaleinzahlung bei ThyssenKrupp CSA Siderúrgica do Atlântico Ltda. durch den Mitgesellschafter Vale S.A. sowie Desinvestitionen ThyssenKrupp Industrieservice und ThyssenKrupp Safway – begünstigt; daraus wurden rund 900 Mio € generiert.

Netto-Finanzschulden in Mio €
Ergebnis vor Steuern

Im 1. Quartal 2009/2010 investierte ThyssenKrupp insgesamt 777 Mio €, 30 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Davon wurden 710 Mio € für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgegeben; auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen 67 Mio €.

Aktuelle Emittenten-Ratings

Im abgelaufenen Quartal hat die Ratingagentur Standard & Poor's das Rating von ThyssenKrupp auf BB+ heruntergestuft. Damit hat ThyssenKrupp bei Standard & Poor's den Investment-Grade-Status verloren. Bei Moody's und Fitch befindet sich unser Rating weiterhin im Investment-Grade-Bereich.

Derzeit wird die Kreditwürdigkeit des Konzerns von den Ratingagenturen wie folgt bewertet:

Langfrist-
Rating
Kurzfrist-
Rating
Ausblick
Standard & Poor's BB+ B stabil
Moody's Baa3 Prime-3 negativ
Fitch BBB- F3 negativ