Mitarbeiter
Mitarbeiterzahl rückläufig
Vor dem Hintergrund der schlechten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Zahl der Mitarbeiter deutlich zurückgegangen. ThyssenKrupp beschäftigte am 30. Juni 2009 weltweit 188.501 Mitarbeiter, 10.873 oder 5,5 % weniger als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres am 30. September 2008. Elevator konnte seine Belegschaftsstärke nahezu halten, in den übrigen Segmenten gab es zum Teil erhebliche Stellenkürzungen. Auch gegenüber dem Vorjahresstichtag 30. Juni 2008 nahm die Zahl der Beschäftigten ab, insgesamt um 9.532 Mitarbeiter oder 4,8 %.

Die Belegschaftszahlen entwickelten sich in allen Regionen rückläufig. In Deutschland verringerte sich im Vergleich zum 30. September 2008 die Mitarbeiterzahl um 4,6 % auf 81.167, in den übrigen Ländern um 6,1 % auf 107.334. Ende Juni 2009 waren damit 43 % der Mitarbeiter in Deutschland tätig, 23 % im europäischen Ausland, 15 % im Nafta-Raum, 9 % in Asien – insbesondere in China und Indien –, 8 % in Südamerika sowie 2 % in den übrigen Regionen.
Kurzarbeit: wichtiges personalpolitisches Instrument in der Krise
Die Schärfe der Auftragseinbrüche, die mit Beginn des neuen Geschäftsjahres mehrere Geschäftsbereiche des Konzerns trafen, forderte eine schnelle Anpassung unserer personalpolitischen Instrumente. Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie Resturlaubsansprüche halfen in den ersten Wochen, die Unterauslastung in den Werken abzufedern. In den betroffenen Unternehmen wurde zudem der Einsatz von Fremdkräften eingeschränkt.
Es ist Teil der Unternehmenskultur bei ThyssenKrupp, alle in Krisenzeiten erforderlichen Anpassungsmaßnahmen mit hoher Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern vorzunehmen. Strukturell notwendiger Personalabbau wird sozialverträglich umgesetzt. Konjunkturelle Beschäftigungsprobleme sollen mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Flexibilisierungsmaßnahmen gelöst werden, um Kündigungen möglichst zu vermeiden. Viele Unternehmen des Konzerns haben daher in den vergangenen Monaten für ihre Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.
Im laufenden Geschäftsjahr waren bereits ca. 29.000 inländische Mitarbeiter in Kurzarbeit. Hinzu kommen nochmals etwa 17.000 Mitarbeiter im Ausland. Den Schwerpunkt bildet das Segment Steel mit nahezu 20.000 Mitarbeitern, die von einer Reduzierung der Arbeitszeit betroffen waren. Dies ist etwa die Hälfte aller im Segment weltweit Beschäftigten. Im Segment Stainless arbeiteten rund 5.200 Mitarbeiter kurz. Das entspricht einem Belegschaftsanteil von über 40 %. Bei Technologies konnten in den vergangenen Monaten etwa 15.700 Mitarbeiter nicht in vollem Umfang beschäftigt werden (ca. 30 % der Belegschaft). Im Segment Elevator waren erfreulicherweise lediglich 693 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, also weniger als 2 % der Belegschaft. Im Segment Services arbeiteten innerhalb dieses Geschäftsjahres rund 4.800 Beschäftigte kurz (ca. 10 % der Belegschaft).
ThyssenKrupp ist bestrebt, Kurzarbeitszeiten – wo sinnvoll und möglich – auch für die Qualifizierung der betroffenen Mitarbeiter zu nutzen. Unsere Konzernunternehmen haben dafür trotz hoher administrativer Hürden verschiedene Lösungen gefunden. Während im Bildungszentrum von ThyssenKrupp Steel allein in den Monaten April und Mai 2009 tausende Qualifizierungsschichten mit internem Personal durchgeführt wurden, arbeiten kleine Unternehmen beispielsweise aus dem Segment Services verstärkt mit externen Anbietern zusammen.




