- Corporate
- Steelmaking
- Industry
- Auto
- Processing
- ThyssenKrupp Nirosta
- ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni
- ThyssenKrupp Mexinox
- Shanghai Krupp Stainless
- ThyssenKrupp Stainless International
- ThyssenKrupp VDM
- Plant Technology
- Marine Systems
- Mechanical Components
- Automotive Solutions
- Transrapid
- Central/Eastern/Northern Europe
- Southern Europe/Africa/Middle East
- Americas
- Asia/Pacific
- Escalators/Passenger Boarding Bridges
- Accessibility
- Materials Services International
- Materials Services North America
- Industrial Services
- Special Products
- Bereich Corporate der ThyssenKrupp AG
Geschäftsverlauf in den Segmenten
Steel: Auftragseingang halbiert
| 1. Halbjahr 2007/2008 |
1. Halbjahr 2008/2009 |
2. Quartal 2007/2008 |
2. Quartal 2008/2009 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 7.174 | 3.687 | 3.986 | 1.651 | |||||
| Umsatz | Mio € | 6.853 | 5.330 | 3.639 | 2.405 | |||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 749 | 307 | 396 | 56 | |||||
| Mitarbeiter (31.03.) | 40.636 | 40.071 | 40.636 | 40.071 |
Die globale Wirtschaftskrise trifft das Segment Steel in voller Härte. Nach dem bereits schwachen Start in das Berichtsjahr hat sich die Geschäftslage im 2. Quartal weiter eingetrübt. Im gesamten Berichtszeitraum verringerte sich der wertmäßige Auftragseingang im Vorjahresvergleich um 49 % auf 3,7 Mrd €. Dies war vor allem Folge eines massiven Einbruchs der Bestellmengen um 63 %. Neben dem stark reduzierten Neugeschäft haben dazu auch Stornierungen und Minderungen bereits erteilter Aufträge beigetragen.
Der Umsatz ging um 22 % auf 5,3 Mrd € zurück. Dazu hat insbesondere der Einbruch bei den Versandmengen um 34 % beigetragen, während sich der hohe Anteil des Kontraktgeschäfts am Geschäftsvolumen noch stabilisierend auf das Erlösniveau auswirkte.
Der Gewinn vor Steuern lag trotz Einleitung zusätzlicher Kostensenkungsprogramme mit 307 Mio € um 442 Mio € unter dem Vorjahresergebnis. Hauptgrund war der starke Rückgang der Versandmengen in allen Business Units. Hinzu kamen Vorratsabwertungen in Höhe von 20 Mio €.
Steel musste in nahezu allen Produktionsstufen Beschäftigungsanpassungen vornehmen. Im März wurde der Hochofen 9 in Duisburg mit einer Tageskapazität von 4.500 t Roheisen als Reaktion auf die sich verschärfende Unterbeschäftigung stillgesetzt. Die drei weiteren Hochöfen fahren im Minimalbetrieb. Bei der Beteiligung Hüttenwerke Krupp Mannesmann ist der Hochofen A bereits im Dezember 2008 außer Betrieb genommen worden. In den nachgeschalteten Verarbeitungslinien für Warmband sowie kaltgewalzte und beschichtete Flachprodukte war die Anzahl der Schichten schon ab November gekürzt worden. Auch bei einigen Tochtergesellschaften wurden erhebliche Beschäftigungsanpassungen erforderlich.
Die Zahl der Mitarbeiter im Segment Steel ist durch den starken Personalabbau im Bereich Metal Forming zurückgegangen, der nur teilweise durch die weitere Umsetzung der Wachstumsstrategie in Brasilien und den USA kompensiert wurde. Ende des 1. Halbjahres wurden 565 Mitarbeiter weniger beschäftigt als im Jahr zuvor. Seit Januar 2009 wird im Segment Steel Kurzarbeit verfahren, deren Umfang seitdem – unter Einbeziehung der Verwaltungsbereiche – stark ausgeweitet wurde.
Corporate
Die Business Unit Corporate umfasst die Verwaltungsfunktionen der ThyssenKrupp Steel AG und führt die Bauprojekte in Brasilien und den USA. Während die Vorlaufkosten für das Stahlwerk in Brasilien und das Weiterverarbeitungswerk in Alabama gestiegen sind, führten positive Effekte im Zusammenhang mit Währungsderivaten insgesamt zu einem geringeren Verlust der Business Unit.
Steelmaking
Durch ihr geringes Fremdgeschäft verzeichnete die Business Unit Steelmaking, zu der die gesamte Metallurgie in Duisburg sowie die Transportgesellschaften gehören, einen leichten Umsatzrückgang bei deutlich niedrigerem Gewinn. Die Rohstahlerzeugung einschließlich der Zulieferungen von den Hüttenwerken Krupp Mannesmann lag im Berichtszeitraum mit 5,1 Mio t um 28 % unter der vergleichbaren Vorjahresproduktion.
Industry
Infolge des stark rückläufigen Versands ging der Umsatz der Business Unit Industry deutlich zurück. Die zum Teil katastrophale Marktlage in wichtigen Abnehmerbranchen wie der Kaltwalz- und Hausgeräteindustrie, dem Baugewerbe und bei Stahl-Service-Centern belastete massiv das Geschäft des Profit-Centers Industrie/Dienstleistungen/Services. Im Verlauf des Berichtszeitraums haben die Erlöse nachgegeben, und der Gewinn war erheblich niedriger als im Vorjahr. Die eingeleiteten kurzfristigen Kostensenkungsmaßnahmen haben sich stabilisierend auf das Ergebnis ausgewirkt. Der Bereich Heavy Plate und das Competence Center Color/Construction zeigten im 1. Geschäftsjahresquartal noch eine vergleichsweise günstige Umsatzentwicklung. Mittlerweile ist das Geschäft mit Grobblech aber durch die schlechte Beschäftigung in Bereichen wie Baumaschinen, Krane, Schiff- und Nutzfahrzeugbau belastet – mit der Folge eines Gewinnrückgangs. Im Competence Center Color/Construction haben sich die deutlich nachlassende Nachfrage aus dem Hausgeräte- und Baubereich und ein sehr preisaggressives Wettbewerberverhalten zunehmend negativ ausgewirkt. Die europäischen Stahl- Service-Center verzeichneten massive Umsatzeinbußen, die in erster Linie durch rückläufige Mengen, aber auch durch niedrigere Erlöse verursacht wurden. Daher wies Steel-Service Europe einen Verlust aus.
Auto
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise in der Automobilindustrie hat sich auch der Umsatz der Business Unit Auto stark verringert. Trotz gestiegener Erlöse ging der Gewinn durch den drastischen Mengeneinbruch deutlich zurück; dies konnte durch die bereits realisierten Kostensenkungsmaßnahmen nicht ausgeglichen werden. Die Division Auto der ThyssenKrupp Steel AG, auf die mehr als 80 % des Umsatzes der Business Unit Auto entfällt, war besonders stark von dem verschlechterten Abrufverhalten der Kunden betroffen. Auch Tailored Blanks litt unter der Rezession in der Automobilindustrie. Der Umsatz nahm mengenbedingt deutlich ab; das Ergebnis war noch leicht positiv. Unsere Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika konnten den Gewinn verbessern. Die Mengen gingen allerdings merklich zurück; höhere Erlöse konnten dies nur teilweise ausgleichen, so dass der Umsatz ebenfalls rückläufig war. Auch die Geschäftsentwicklung bei Metal Forming war stark von Kürzungen und Stillständen in der Automobilbranche betroffen: Der Umsatz ging – insbesondere bei unseren ausländischen Gesellschaften – kräftig zurück. Die verschlechterte Absatzsituation und nachlaufende Aufwendungen für Restrukturierungen waren ursächlich für den deutlich gestiegenen Verlust.
Processing
Die Business Unit Processing umfasst unsere Aktivitäten in den Bereichen Tinplate, Medium-wide Strip und GO-Electrical Steel. Der Umsatz gab in Summe nach, wobei das Geschäft in den einzelnen Bereichen sehr unterschiedlich verlief. Bei Tinplate konnten wir den Umsatz trotz eines leichten Mengenrückgangs gegenüber dem Vorjahr nochmals ausweiten. Per Januar ließen sich auch höhere Preise am Markt durchsetzen. Der Geschäftsbereich erwirtschaftete damit ein höheres Ergebnis als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Allerdings hat sich der Wettbewerb verschärft, da Konkurrenten angesichts der relativ attraktiven Preise und stabileren Nachfrage den Verpackungsblechmarkt für sich wiederentdecken. Deutlich schwieriger war das Geschäft im Bereich Medium-wide Strip, das wegen der starken Abhängigkeit von der Automobilzuliefer- und Kaltwalzindustrie massive Mengeneinbrüche verzeichnete. Der Umsatz blieb erheblich unter Vorjahreshöhe, und der Bereich schloss mit einem leichten Verlust ab. Auch im Bereich GO-Electrical Steel waren die letzten Monate von verminderten Absatzmengen geprägt; Umsatz und Gewinn gingen dadurch zurück. Auch hier konnten die erreichten Kostensenkungen den marktbedingten Ergebnisrückgang nur teilweise ausgleichen.
Stainless: Drastischer Nachfrage- und Ergebniseinbruch
| 1. Halbjahr 2007/2008 |
1. Halbjahr 2008/2009 |
2. Quartal 2007/2008 |
2. Quartal 2008/2009 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 4.151 | 1.785 | 2.001 | 819 | |||||
| Umsatz | Mio € | 3.793 | 2.161 | 1.955 | 988 | |||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | – 7 | – 622 | 38 | – 373 | |||||
| Mitarbeiter (31.03.) | 12.042 | 12.079 | 12.042 | 12.079 |
Auf Grund des drastisch verschlechterten Marktumfeldes verzeichnete ThyssenKrupp Stainless im 1. Halbjahr 2008 / 2009 einen Rückgang der mengenmäßigen Auftragseingänge um 603.000 t oder 46 %. Wegen der gesunkenen Erlöse fielen die wertmäßigen Auftragseingänge sogar um 2,4 Mrd € oder 57 %. Besonders stark war der Nachfragerückgang bei Edelstahl Rostfrei. Hier sank das mengenmäßige Auftragseingangsvolumen bei Kaltband um 47 % und bei Warmband um 42 %. Bei Nickellegierungen gaben die Bestellungen um 35 % nach, bei Titan um 23 %.
Die Gesamtlieferungen von ThyssenKrupp Stainless lagen im Berichtszeitraum bei 793.000 t und damit 34 % unter Vorjahresniveau. Vor allem die Lieferungen von Rostfrei-Kaltband und Rostfrei- Warmband gingen zurück. Der Versand von Titan legte dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht zu, während er bei Nickellegierungen nachgab. Insgesamt ließen die reduzierten Versandmengen sowie niedrigere Basispreise und Legierungszuschläge den Umsatz des Segments im 1. Halbjahr 2008 / 2009 um 43 % auf 2,2 Mrd € abnehmen.
Stainless musste im 1. Halbjahr 2008 / 2009 im Vergleich zum Vorjahr einen signifikanten Ergebniseinbruch um 615 Mio € auf -622 Mio € hinnehmen; alle Business Units befanden sich in der Verlustzone. Ausschlaggebend für diesen Ergebnisabsturz war ein in diesem Ausmaß bisher unbekannter Nachfrageeinbruch in allen für Edelstahl wichtigen Kundensegmenten – ausgelöst durch den Verfall der Rohstoffpreise und verstärkt durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Dies führte zu einer zunehmenden Unterauslastung der Kapazitäten aller Rostfrei-Flach-Hersteller mit der Folge drastischer Produktionsanpassungen. In diesem insgesamt rezessiven Marktumfeld gaben auch die Basispreise weiter nach und verschärften zunehmend die Verlustsituation. Darüber hinaus wurde das Ergebnis in hohem Maße durch die erforderlichen Vorratsabwertungen in Höhe von 160 Mio € belastet, die auf Grund des gravierenden Preisverfalls bei den für die Edelstahlproduktion relevanten Legierungsrohstoffen wie Nickel, Chrom, Molybdän und Schrott erforderlich wurden. Weiterhin wurde das Ergebnis durch Wertminderungsaufwendungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 60 Mio € negativ beeinflusst.
Stainless hat auf die angespannte Ertragslage umgehend mit ergebnis- und cash-verbessernden Maßnahmenprogrammen reagiert. Diese umfassen eine deutliche Kostensenkung und weitere Kostenflexibilisierung unter Einsatz des Gesamtspektrums personalpolitischer Maßnahmen, ein optimiertes Bestandsmanagement sowie die zeitliche Verschiebung bzw. Streckung investiver Maßnahmen. Darüber hinaus haben wir zur nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ein Performance- Steigerungsprogramm gestartet (SPRINT = Stainless Performance Improvement).
Zum Ende des 1. Halbjahres 2008 / 2009 hat die Zahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 37 zugenommen. Die nachfragebedingte Unterauslastung der Werke machte es notwendig, in weiten Teilen des Segments Kurzarbeit einzuführen, nachdem bestehende Guthaben auf Arbeitszeitkonten abgebaut waren.
ThyssenKrupp Nirosta
Die Situation bei ThyssenKrupp Nirosta war im Berichtszeitraum, wie bei den übrigen Rostfrei- Gesellschaften der Gruppe, durch die zunehmend schwächere Nachfrage im Handelsbereich sowie ein geringeres Endkundengeschäft geprägt. Diese insgesamt negative Entwicklung spiegelt sich in deutlich zurückgehenden Auftragseingängen wider. Daraus resultierende rückläufige Versandmengen und geringere Erlöse führten zu einem starken Umsatz- und Ergebniseinbruch. Notwendige Bestandsabwertungen haben die Verluste im 1. Halbjahr zusätzlich erhöht. Die ergriffenen Anpassungsmaßnahmen auf der Produktions- und Kostenseite konnten den Ergebniseinbruch lediglich abmildern. In der Business Unit wurde Kurzarbeit geleistet.
ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni
Auch bei der italienischen Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni machte sich im 1. Halbjahr die rückläufige Nachfrage nach RSH-Erzeugnissen zunehmend bemerkbar. Dementsprechend wurden im Kaltwalzwerk die Produktion reduziert und für das Stahlwerk Kurzarbeit vereinbart. Im niedrigeren Umsatz der italienischen Business Unit spiegeln sich die Produktionsstillstände in den Werken wider. ThyssenKrupp Titanium konnte wegen der schwachen Nachfrage aus Luftfahrt und Anlagenbau die Werkskapazitäten nicht auslasten. Der Umsatz gab wegen des deutlich gesunkenen Preisniveaus für Titanhalbzeuge nach. Auf Grund der desolaten Lage auf den Rostfrei-Märkten musste ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni einen erheblichen Verlust hinnehmen. Neben erforderlichen Bestandsabwertungen hat auch das rückläufige Titangeschäft das Ergebnis belastet. Die robuste Gewinnentwicklung im Bereich der Schmiedeaktivitäten und die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme konnten den Ergebniseinbruch nicht abfedern.
ThyssenKrupp Mexinox
Bei ThyssenKrupp Mexinox fielen der mengenmäßige Auftragseingang sowie der Umsatz erheblich unter das Niveau des Vorjahreshalbjahres. Die Produktion wurde deutlich heruntergefahren. Die weiterhin rezessive Entwicklung auf dem US- und dem mexikanischen Markt sowie die durch den Rohstoffpreisverfall bedingten Bestandsabwertungen verursachten einen gravierenden Ergebnisrückgang.
Shanghai Krupp Stainless
In einem von Überkapazitäten geprägten schwierigen Marktumfeld in China musste Shanghai Krupp Stainless einen beträchtlich niedrigeren mengenmäßigen Auftragseingang hinnehmen. Die Produktion wurde der extrem geringen Nachfrage angepasst. Auch der Umsatz lag drastisch unter dem Niveau des Vorjahres. Die Unterauslastung des Werkes und ein erheblich reduziertes Versandniveau ließen in Verbindung mit einem schwachen Preisniveau auf dem Inlandsmarkt und notwendigen Bestandsabwertungen das Ergebnis einbrechen.
ThyssenKrupp Stainless International
Die Business Unit ThyssenKrupp Stainless International verzeichnete auf Grund der weltweit geringen Nachfrage sowohl bei den Auftragseingängen als auch beim Umsatz erhebliche Einbußen. Die schwache Marktentwicklung sowie die durch den Rohstoffpreisverfall verursachten Bestandsabwertungen in den Service-Centern verursachten einen drastischen Ergebnisrückgang.
ThyssenKrupp VDM
Auch im Bereich Nickellegierungen von ThyssenKrupp VDM sanken Auftragseingang und Umsatz unter das Niveau des Vorjahres. Die Kunden aus dem Anlagenbau, der Öl-, Gas- und chemischen Industrie, aber auch aus dem Luftfahrtbereich und dem Automotive-Sektor haben nur noch sehr zurückhaltend geordert; in mehreren Bereichen der Business Unit musste daher Kurzarbeit vereinbart werden. Damit kam es zu einem deutlichen Ergebniseinbruch; die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen konnten die Verlustsituation nur abmildern.
Technologies: Anlagenbau mit stabilem Ergebnisniveau
| 1. Halbjahr 2007/2008 |
1. Halbjahr 2008/2009 |
2. Quartal 2007/2008 |
2. Quartal 2008/2009 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 6.320 | 6.620 | 3.108 | 1.723 | |||||
| Umsatz | Mio € | 5.851 | 5.577 | 3.029 | 2.656 | |||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 365 | 59 | 186 | – 105 | |||||
| Mitarbeiter (31.03.) | 53.637 | 50.978 | 53.637 | 50.978 |
Technologies erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2008 / 2009 dank des guten Auftragseingangs von Plant Technology im 1. Quartal sowie der Akquirierung von Großaufträgen bei Marine Systems ein Auftragsplus von 5 %. Im 2. Quartal zeigten sich jedoch auch im Anlagenbau Unsicherheiten und Verzögerungen bei Investitionsentscheidungen der Kunden, die u.a. aus den finanziellen Engpässen im Bankenbereich, dem Verfall der Rohstoffpreise und den generellen Unsicherheiten im Markt resultierten. Die Nachfrage im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft ist im 2. Quartal 2008 / 2009 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um mehr als 40 % eingebrochen. Der Auftragsbestand von rund 17 Mrd € zum 31. März 2009 stammt hauptsächlich aus dem längerfristigen Projektgeschäft und sichert hier zukünftige Umsätze.
Wegen deutlich höherer Umsatzrealisierungen aus dem Auftragsbestand bei Plant Technology lag der Umsatz des Segments mit 5,6 Mrd € im 1. Halbjahr trotz starker Rückgänge im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft sowie Portfolioveränderungen nur leicht unter dem Vorjahresniveau.
Im 1. Halbjahr erzielte Technologies einen Gewinn von 59 Mio €, der deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag, da im 2. Quartal bei Marine Systems u.a. aus der Auftragsstornierung von Containerschiffen, möglichen Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau und höheren Projektkosten im Yachtbau beträchtliche Belastungen verkraftet werden mussten. Hinzu kamen stark rückläufige Umsätze im Automobilzuliefer- und Baumaschinengeschäft, erhebliche Restrukturierungsaufwendungen sowie der wegfallende Ertrag aus einer Unternehmensveräußerung. Hauptergebnisträger war Plant Technology.
Im Wesentlichen auslastungsbedingt, aber auch wegen Portfolioveränderungen ging die Zahl der Mitarbeiter um rund 2.700 zurück. Die Anpassungen betrafen hauptsächlich die Business Units Mechanical Components und Automotive Solutions in den Auslandsgesellschaften. Darüber hinaus wurden seit Beginn des Geschäftsjahres rund 1.700 Mitarbeiter von Fremdfirmen nicht mehr beschäftigt. Zur Anpassung an die rückläufige Beschäftigung waren bis März 2009 über 15.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit.
Plant Technology
Die Auftragsentwicklung im Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology war im 1. Halbjahr 2008 / 2009 trotz eines schwächeren 2. Quartals insgesamt erfreulich. Während im Zementanlagenbau und bei fördertechnischen Anlagen auf Grund hoher Bestellungen im 1. Quartal der Auftragseingang des Vorjahreszeitraums übertroffen wurde, verzeichnete der Chemieanlagenbau ein geringeres Auftragsvolumen. Hier war zum einen der Vorjahreszeitraum durch die Einbuchung von Großaufträgen positiv beeinflusst, zum anderen verzögerten sich Investitionsentscheidungen der Kunden. Der bereits hohe Vorjahresumsatz wurde wegen des stark angestiegenen Auftragsbestands erheblich übertroffen.
Auch das hohe Gewinn-Niveau des Vorjahres konnten wir nochmals beachtlich steigern.
Marine Systems
Mit den Großaufträgen über sechs Materialpakete zum Bau von U-Booten der Klasse 214 für Südkorea sowie über zwei Materialpakete der U-Boot-Klasse 212A für Italien konnte Marine Systems den Auftragseingang im 1. Halbjahr erheblich ausweiten. Im zivilen Schiffbau wurde das Auftragsniveau des Vorjahres dagegen nicht erreicht. Die Gründe lagen in einem geringeren Auftragsvolumen bei Yachten, einem sich abschwächenden Reparatur- und Servicegeschäft im 2. Quartal sowie in Auftragsstornierungen im Containerschiffbau auf Grund extrem gesunkener Frachtraten und kundenseitiger Finanzierungsprobleme. Der Umsatz von Marine Systems erreichte annähernd das Vorjahresniveau. Dabei konnten höhere Umsätze im Marineschiffbau Rückgänge im zivilen Schiffbau nicht ganz kompensieren. Marine Systems wies im 1. Halbjahr einen deutlichen Verlust aus. Ursächlich waren beträchtliche Belastungen im 2. Quartal u.a. aus der Auftragsstornierung von Containerschiffen verbunden mit Vorratsabwertungen in Höhe von 13 Mio €, möglichen Nachhaftungsrisiken aus dem zivilen Schiffbau sowie höheren Projektkosten im Yachtenbereich.
Mechanical Components
Die Business Unit Mechanical Components als Hersteller von Hightech-Komponenten für die Automobil- und Baumaschinenindustrie sowie für Anwendungen im allgemeinen Maschinenbau konnte im 1. Halbjahr den Auftragseingang des Vorjahres nicht erreichen. Dies ist auf den Nachfrageeinbruch im Automobil- und Baumaschinengeschäft zurückzuführen. Hiervon waren alle Operating Groups betroffen, besonders stark jedoch das Geschäft mit Baumaschinenkomponenten und geschmiedeten Kurbelwellen. Hinzu kam ein struktureller Basiseffekt durch die Abgabe eines Unternehmens in der 2. Hälfte des vergangenen Geschäftsjahres. Auch der Umsatz lag deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Mechanical Components erzielte einen Gewinn, der jedoch auf Grund der starken Umsatzrückgänge, Restrukturierungsaufwendungen und des wegfallenden Ertrags aus einer Unternehmensveräußerung erheblich unter dem Niveau des Vorjahres lag. Wegen der rückläufigen Beschäftigung wurden eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen wie z.B. der Abbau von Leiharbeit und der Ausbau von Kurzarbeit, Einsparungen im Health-Care-Programm bei den nordamerikanischen Gießereien, aber auch ein starker Personalabbau an ausländischen Standorten ausgeweitet.
Automotive Solutions
Die Business Unit Automotive Solutions liefert innovative Systemlösungen für die Automobilindustrie in den Anwendungsfeldern Lenkungen, Dämpfer, Karosserierohbau, Karosserie- und Fahrwerksteile sowie Montagesysteme für Motoren, Getriebe und Achsen. Der weltweite Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie, insbesondere im 2. Quartal des Geschäftsjahres, führte zu einem geringeren Auftragseingang und Umsatz. Besonders stark war der Umsatzrückgang im Geschäft mit Lenkungen, Dämpfern und Federn. System Engineering als Anlagenbauer für die Automobilindustrie dagegen konnte im 1. Halbjahr höhere Umsätze aus dem Auftragsbestand realisieren. Die Business Unit geriet wegen des Nachfragerückgangs im 1. Halbjahr deutlich in die Verlustzone. Auch hier wurden vielfältige Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Anpassung an die geringere Auslastung umgesetzt.
Transrapid
Transrapid erwirtschaftete einen geringeren Umsatz. Restrukturierungsaufwendungen zur Kapazitätsanpassung führten bei einem ausgeglichenen Ergebnis im 2. Quartal zu einem leichten Verlust im 1. Halbjahr 2008 / 2009.
Elevator: Deutliches Wachstum
| 1. Halbjahr 2007/2008 |
1. Halbjahr 2008/2009 |
2. Quartal 2007/2008 |
2. Quartal 2008/2009 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 2.930 | 2.751 | 1.464 | 1.189 | |||||
| Umsatz | Mio € | 2.348 | 2.636 | 1.164 | 1.293 | |||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 209 | 302 | 90 | 146 | |||||
| Mitarbeiter (31.03.) | 40.873 | 43.306 | 40.873 | 43.306 |
Elevator hat im 1. Halbjahr des Berichtsjahres seine positive Entwicklung weiter fortgesetzt. Der Auftragseingang konnte zwar als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise und des damit verbundenen Marktrückgangs im Neuanlagengeschäft das hohe Niveau des Vorjahreszeitraums nicht ganz erreichen; er ging um 6 % auf 2,8 Mrd € zurück. Hingegen profitierte der Umsatz von den hohen Auftragseingängen des Vorjahres und nahm um 12 % auf 2,6 Mrd € zu.
Auch das Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beachtlich gesteigert werden: Es verbesserte sich um 93 Mio € auf 302 Mio €.
Der Mitarbeiteranstieg um 2.400 resultierte im Wesentlichen aus dem verstärkten Ausbau der Dienstleistungsaktivitäten sowie dem hohen Personalbedarf in den Wachstumsmärkten China, Indien und Mittlerer Osten.
Central/Eastern/Northern Europe
Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang des Auftragseingangs. Ursache hierfür war das schwierige Marktumfeld im Neuanlagengeschäft, insbesondere bei den britischen Aktivitäten. In Frankreich konnte der hohe Auftragseingang im Modernisierungsbereich nicht wiederholt werden. Der Umsatz der Business Unit profitierte von den hohen Auftragseingängen des Vorjahres und nahm deutlich zu. Vor allem die französischen, deutschen und niederländischen Aktivitäten haben diese positive Entwicklung getragen. Der Gewinn der Business Unit lag leicht über dem Niveau des Vorjahres; das Ergebnis stieg in beinahe allen Regionen. Lediglich in Österreich/Schweiz sowie bei den osteuropäischen Aktivitäten war ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Southern Europe/Africa/Middle East
Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East konnte den Auftragseingang im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht ausbauen. Beinahe alle Regionen entwickelten sich positiv. Insbesondere die Aktivitäten in den Golfstaaten sowie die portugiesischen Aktivitäten verzeichneten deutliche Zuwächse. Der Umsatz der Business Unit blieb leicht hinter dem Niveau des Vorjahres zurück, was insbesondere auf einen deutlichen Rückgang des Neuanlagenmarktes in Spanien zurückzuführen war. Umsatzzuwächse wurden hingegen hauptsächlich in der Golfregion erzielt. Das Ergebnis der Business Unit lag vor allem dank einer stabilen Ergebnisentwicklung bei den spanischen und portugiesischen Aktivitäten knapp über dem Vorjahresniveau.
Americas
In der Business Unit Americas blieb der Auftragseingang trotz positiver Wechselkurseffekte unter dem hohen Vorjahreswert. Gerade in Nordamerika waren die Rückgänge als negative Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise spürbar und konnten auch nicht durch die positive Entwicklung bei den südamerikanischen Aktivitäten kompensiert werden. Der Umsatz der Business Unit lag demgegenüber erheblich über dem Vorjahreswert. Hierzu trugen insbesondere die US-amerikanischen Aktivitäten bei, wo sowohl das Neuanlagen- als auch das Dienstleistungsgeschäft vom hohen Auftragsbestand des Vorjahres profitierten. Auch die übrigen Aktivitäten konnten höhere Umsätze erzielen. Der Gewinn der Business Unit übertraf erneut sehr deutlich das Niveau des Vorjahres. Hierzu haben alle Regionen – insbesondere die US-amerikanischen Aktivitäten – beigetragen. Neben den Wechselkurseffekten hat sich auch die Ausweitung des Servicegeschäfts positiv ausgewirkt.
Asia/Pacific
Die Business Unit Asia/Pacific weitete ihren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr leicht und ihren Umsatz spürbar aus. Der Anstieg beim Auftragseingang war maßgeblich auf die koreanischen und chinesischen Aktivitäten zurückzuführen, die übrigen Regionen blieben hingegen zum Teil deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der starke Umsatzanstieg ging insbesondere auf die chinesischen und australischen Aktivitäten zurück, die von einem sehr hohen Auftragsbestand profitierten. Schwächer war hingegen die Umsatzentwicklung in Korea. Hier belastete der nochmalige Marktrückgang bei Neuanlagen. Im Gegensatz zum Vorjahr konnte die Business Unit im 1. Halbjahr dieses Geschäftsjahres einen leichten Gewinn erzielen; die Ergebnissteigerung wurde durch Verbesserungen in allen Regionen erreicht.
Escalators/Passenger Boarding Bridges
Escalators/Passenger Boarding Bridges baute ihr Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr erheblich aus. Sowohl die Fahrtreppen- als auch die Fluggastbrückenaktivitäten konnten ihren Auftragseingang und Umsatz beträchtlich steigern. Der Bereich Fluggastbrücken profitierte vom Großauftrag "Doha Airport (Katar)". Insbesondere die Fahrtreppenaktivitäten verzeichneten dank der Ausweitung der chinesischen Aktivitäten starke Umsatzzuwächse. Nach einem negativen Ergebnis im Vorjahr erzielte die Business Unit im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn. Hierzu trugen sowohl das Fahrtreppen- als auch das Fluggastbrückengeschäft bei.
Accessibility
Die Business Unit Accessibility setzte ihren stetigen Wachstumskurs erfolgreich fort. Sowohl die europäischen als auch die US-amerikanischen Aktivitäten weiteten das Geschäftsvolumen deutlich aus. Die Expansion in den USA war allerdings auf das zusätzliche Geschäftsvolumen der Gesellschaft National Wheel-O-Vator zurückzuführen, die Mitte letzten Jahres erworben wurde; die Marktsituation bei amerikanischen Einfamilienhäusern blieb nach wie vor schwierig. Das Ergebnis der Business Unit entwickelte sich als Folge der Umsatzsteigerung ebenfalls sehr positiv; gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Gewinn erheblich gestiegen. Diese positive Entwicklung wurde allein durch die europäischen Aktivitäten getragen; die amerikanischen Aktivitäten verzeichneten dagegen ein negatives Ergebnis.
Services: Wertberichtigungen erforderlich
| 1. Halbjahr 2007/2008 |
1. Halbjahr 2008/2009 |
2. Quartal 2007/2008 |
2. Quartal 2008/2009 |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 8.273 | 6.260 | 4.322 | 2.514 | |||||
| Umsatz | Mio € | 8.099 | 6.629 | 4.232 | 2.903 | |||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 267 | – 48 | 135 | – 78 | |||||
| Mitarbeiter (31.03.) | 46.318 | 44.512 | 46.318 | 44.512 |
Das Segment Services erzielte im 1. Halbjahr 2008 / 2009 einen Umsatz von 6,6 Mrd €, 18 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Nachfrage nach Roh- und Werkstoffen ist im Verlauf des Berichtsjahres weiter stark gesunken. Auch der Preisverfall hat sich bei nahezu allen Produkten verstärkt fortgesetzt. Damit beliefen sich die Wertberichtigungen im Vorratsvermögen zum 31. März 2009 auf 45 Mio €.
Die massiven Ergebniseinbußen im Rohstoff- und Werkstoffgeschäft konnten durch die Gewinne der übrigen Bereiche nicht ausgeglichen werden, so dass das Segment mit einem Verlust von 48 Mio € das vergleichbare Vorjahresergebnis um 315 Mio € verfehlte. Die Kostensenkungsmaßnahmen wurden in allen Business Units und auf allen Ebenen des Segments verstärkt fortgesetzt.
Gegenüber dem Vergleichsstichtag beschäftigte Services am 31. März 2009 rund 1.800 Mitarbeiter weniger. Die gute Auftragssituation in Brasilien führte zu einem Aufbau von rund 1.200 Personen; dem stand ein beschäftigungsbedingter Abbau bei Materials Services und Industrial Services in Höhe von rund 3.000 Arbeitsplätzen gegenüber. Während im Werkstoffgeschäft insbesondere die Auslandsaktivitäten in Nordamerika und Europa betroffen waren, ging die Beschäftigtenzahl bei Industrial Services vor allem bei den automobilnahen Dienstleistungen im Inland sowie bei den Gerüstdienstleistungen in den USA zurück.
Materials Services International
Produktionskürzungen, Kurzarbeit, Betriebsstillstände und verlängerte Ferien sowie ein systematischer weiterer Lagerabbau kennzeichneten die Marktsituation weltweit bei nahezu allen Kunden der Business Unit. Mit Ausnahme des Bereichs Aerospace verzeichnete Materials Services International gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Umsatzminus. Dies galt in gleichem Umfang für Deutschland sowie West- und Osteuropa; noch deutlicher waren die Einbußen in Südamerika und Asien. Der Nachfragerückgang wurde von einem weiteren massiven Preisverfall begleitet, der Walzstahl und Edelstahl, aber zunehmend auch NE-Metalle und Rohre betraf. Unverändert schwach entwickelte sich ebenfalls das Kunststoffgeschäft, da die Bestellungen aus der Industrie und dem Bausektor spürbar zurückgingen. Die Preisentwicklung blieb über das gesamte Sortiment hinweg völlig unbefriedigend und machte zum Halbjahresstichtag massive Abwertungen der Vorräte notwendig. Dadurch schloss Materials Services International den Berichtszeitraum mit einem deutlichen Verlust ab.
Materials Services North America
Die Rezession in Nordamerika und der damit verbundene Nachfrage- und Preisrückgang bei Qualitäts- und Edelstahl sowie NE-Metallen haben sich weiter fortgesetzt. Insgesamt fiel der Umsatzrückgang der Business Unit trotz der günstigeren Euro/US-Dollar-Relation noch stärker aus als in der übrigen Welt. Auch die Ergebnissituation hat sich weiter verschlechtert; die Business Unit verzeichnete einen nennenswerten Verlust.
Industrial Services
Die Business Unit Industrial Services hat im 1. Halbjahr 2008 / 2009 das Umsatzniveau des Vorjahres leicht überschritten. Während das Geschäft insbesondere mit der Automobilindustrie stark zurückging, konnten die Gerüstdienstleistungen in Nordamerika, vor allem durch ein Großprojekt zur Energiegewinnung in Kanada, ausgeweitet werden. Gut entwickelte sich auch das übrige Dienstleistungsgeschäft mit der Energiewirtschaft und der Petrochemie. Auf Grund des massiven Rückgangs bei den Dienstleistungsaktivitäten für den Automobilbau hat Industrial Services den Vorjahresgewinn nicht wieder erreicht, schloss aber deutlich positiv ab.
Wie bereits im Bericht über das 1. Quartal erläutert, wird die Business Unit Industrial Services veräußert werden. Die nicht zum Verkauf stehenden Bereiche Stahlwerksdienstleistungen sowie Industriedienstleistungen in Brasilien wurden deshalb mit Beginn des Geschäftsjahres 2008 / 2009 der Business Unit Special Products zugeordnet.
Special Products
Die Business Unit – im 1. Quartal noch über dem Vorjahresumsatz – litt im weiteren Verlauf des 1. Halbjahres unter dem starken Einbruch und dem drastischen Preisverfall im Rohstoffgeschäft und erreichte nicht den Umsatz des Vorjahreszeitraums. Im Walzstahl- und Rohrbereich konnten noch größere Projekte abgerechnet werden, so dass der Umsatz leicht über dem Vorjahr lag. Gleiches gilt für die Bau- und Gleistechnik. Der dieser Business Unit neu zugeordnete Dienstleistungsbereich erreichte in etwa wieder das Niveau des Vorjahres. Hierbei wurde der Umsatzrückgang der Stahlwerksdienstleistungen im Inland weitgehend durch die brasilianischen Aktivitäten ausgeglichen. Die Business Unit erwirtschaftete den größten Gewinnbeitrag des Segments; allerdings konnten die übrigen Aktivitäten den Ergebnisrückgang im Rohstoffgeschäft nicht aufwiegen.
Bereich Corporate der ThyssenKrupp AG
Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Der Umsatz erreichte im 1. Halbjahr 2008 / 2009 wie im Vorjahr 60 Mio €.
Das Ergebnis von Corporate lag im 1. Halbjahr 2008 / 2009 bei -211 Mio €. Im Vorjahresvergleich ist das eine Veränderung um -30 Mio €. Diese Ergebnisveränderung resultiert im Wesentlichen aus einem schlechteren Zinsergebnis auf Grund erhöhter Kreditaufnahmen. Gegenläufig wirkten Effekte aus den Cross-Currency-Swaps sowie eine Reduzierung von Verwaltungskosten.
Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.




