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Zwischenabschluss

ThyssenKrupp AG
Konzern-Anhang

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 01. Oktober 2008 bis 31. Dezember 2008 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 09. Februar 2009 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß § 37x Abs. 3 WpHG i.V.m. § 37w Abs. 2 WpHG sowie im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. Dezember 2008 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die im Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2007/2008 veröffentlicht.

Im 1. Quartal 2008/2009 tätigte der Konzern Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €
1. Quartal 2008/2009
  Buchwerte zum Erwerbs-zeitpunkt Anpassungen Zeitwerte zum Erwerbs-zeitpunkt
Firmenwert 0 5 5
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 2 2
Vorräte 1 0 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 0 2
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 3 7 10
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 0 1
Passive latente Steuern 0 1 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1 0 1
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 2 1 3
Erworbenes Reinvermögen 1 6 7
Anteile anderer Gesellschafter     0
Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten)     7
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen     2

Für eine Beteiligung aus dem Segment Technologies besteht zum Bilanzstichtag Veräußerungsabsicht; sie wird in der Bilanzzeile "Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" ausgewiesen.

Die Umsatzkosten enthalten Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 250 Mio €, die im Wesentlichen die Segmente Stainless und Services betreffen.

Management Incentivepläne

Das Ergebnis des 1. Quartals 2008/2009 enthält Erträge in Höhe von 6,6 (i. Vj. Erträge von 1,8) Mio € aus dem Mid Term Incentiveplan.

Aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf resultieren im 1. Quartal 2008/2009 Aufwendungen von 5,5 (i. Vj. 4,0) Mio €.

Auf Grund der im Vergleich zum 30. September 2008 wesentlichen Veränderungen der Zinssatz- und Planvermögenssituation im Zusammenhang mit der Krise auf den internationalen Finanzmärkten und der daraus resultierenden wesentlichen Veränderungen der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurde unter Berücksichtigung dieser Effekte bei sonst unveränderten Prämissen eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen zum 31. Dezember 2008 vorgenommen.

Mio €
30.09.2008 31.12.2008
Rückstellungen für Pensionen 5.227 5.775
Rückstellungen für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen 1.029 1.085
Sonstige pensionsähnliche Verpflichtungen 294 283
Insgesamt 6.550 7.143

Bei der Berechnung der Pensions- und Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen wurden folgende Zinssätze (= gewichteter Durchschnitt) zu Grunde gelegt:

in %
30.09.2008 31.12.2008
  Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Diskontierungssatz für Pensionen 6,75 6,44 6,00 5,94
Diskontierungssatz für Gesundheitsfürsorgeverpflichtungen (nur USA/Kanada) 6,97 6,05

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €
1. Quartal 2007/2008 1. Quartal 2008/2009
  Deutschland Übrige Länder Deutschland Übrige Länder
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 18 8 15 7
Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche 73 32 81 30
Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens – 3 – 35 – 3 – 26
Ertrag aus Planabgeltungen und Plankürzungen 0 0 0 – 1
Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen 88 5 93 10

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €
1. Quartal 2007/2008 USA/Kanada 1. Quartal 2008/2009 USA/Kanada
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 3 3
Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 14 17
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen – 1 – 1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 – 24
Ertrag aus Planabgeltungen und Plankürzungen 0 – 20
Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre 16 – 25

Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien veränderten sich wie folgt:

Tabelle: Eigenkapital


Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €
Maximales
Haftungsvolumen
31.12.2008
Rückstellung
31.12.2008
Anzahlungsgarantien 145 0
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien 64 0
Kreditaufträge 40 0
Restwertgarantien 45 1
Sonstige Haftungserklärungen 81 2
Insgesamt 375 3

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Im Vergleich zum 30. September 2008 verringerte sich in den Segmenten Steel und Stainless das Bestellobligo für Investitionsvorhaben in Brasilien und Nordamerika um 1,0 Mrd € auf 3,6 Mrd €.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig.

Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio €
Nominalwert
30.09.2008
Beizulegender
Zeitwert
30.09.2008
Nominalwert
31.12.2008
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2008
Derivative Finanzinstrumente        
Aktiva        
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate 5.696 213 5.850 322
Zinsderivate* 71 21 71 25
Warenderivate 1.273 292 768 312
Insgesamt 7.040 526 6.689 659
         
Passiva        
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate 6.804 368 5.745 529
Zinsderivate* 898 25 897 66
Warenderivate 823 152 675 278
Insgesamt 8.525 545 7.317 873
* inklusive Zins-/Währungsderivate

Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im 1. Quartal 2008/2009 hat der Konzern mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 0,1 Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. Dezember 2008 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung keine offenen Positionen.

Die Heitkamp & Thumann Group mit Sitz in Düsseldorf sowie die Heitkamp Baugruppe mit Sitz in Herne sind auf Grund der Tatsache, dass ein Mitglied des Aufsichtsrats maßgeblichen Einfluss auf die Gruppen hat, als nahe stehende Unternehmen des Konzerns einzustufen. Im Zeitraum vom 16. November bis zum 31. Dezember 2008 hat der Konzern mit der Heitkamp & Thumann Group einen Umsatz in Höhe von 1,4 Mio € aus dem Verkauf von Stahl- und Edelstahlwerkstoffen sowie aus der Erbringung von Industriedienstleistungen realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern von der Heitkamp & Thumann Group Werkzeuge in Höhe von 0,1 Mio € und von der Heitkamp Baugruppe Leistungen in Höhe von 0,9 Mio € bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 31. Dezember 2008 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp & Thumann Group Forderungen von 1,4 Mio € und Verbindlichkeiten von 0,1 Mio € sowie aus der Geschäftsbeziehung mit der Heitkamp Baugruppe Verbindlichkeiten von 0,9 Mio €.

Segmentinformationen für das 1. Quartal 2007/2008 und das 1. Quartal 2008/2009:

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Mio €
Steel Stainless Technologies Elevator Services Corporate Konsoli-
dierung
Konzern
1. Quartal 2007/2008                
Außenumsätze 2.872 1.649 2.804 1.183 3.733 29 0 12.270
konzerninterne Umsätze 342 189 18 1 134 5 – 689 0
Umsatzerlöse gesamt 3.214 1.838 2.822 1.184 3.867 34 – 689 12.270
Ergebnis vor Steuern 353 – 45 179 119 132 – 84 – 8 646
1. Quartal 2008/2009                
Außenumsätze 2.633 1.045 2.904 1.342 3.572 26 0 11.522
konzerninterne Umsätze 292 128 17 1 154 9 – 601 0
Umsatzerlöse gesamt 2.925 1.173 2.921 1.343 3.726 35 – 601 11.522
Ergebnis vor Steuern 251 – 249 164 156 30 – 108 – 4 240

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

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Mio €
1. Quartal 2007/2008 1. Quartal 2008/2009
  Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie
in €
Gesamtbetrag
in Mio €
Ergebnis
je Aktie
in €
Zähler:        
Periodenüberschuss (Anteil der Aktionäre der ThyssenKrupp AG) 414 0,85 168 0,36
         
Nenner:        
Gewichteter Durchschnitt der Aktien (in Stück) 488.764.592   463.473.492  

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Der gewichtete Durchschnitt der Aktien reduzierte sich in 2007/2008 durch den Erwerb eigener Aktien im Februar/März 2008 sowie im Juli/August 2008.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

Im 1. Quartal 2008/2009 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 7 (i. Vj. 52) Mio €.

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease im 1. Quartal 2008/2009 beträgt 6 (i. Vj. 25) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

Im 1. Quartal 2008/2009 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften kein Zugang von Brutto-Finanzschulden (i. Vj. 32 Mio €).

Es lagen keine berichtspflichtigen Ereignisse vor.

URL: http://www.thyssenkrupp.com/financial-reports/08_09_q1/de/notes.html

Stand: 13.02.2009 Copyright © 2009 by ThyssenKrupp AG