Neue Konzernorganisation
Schneller, schlanker und strategisch zentraler, aber operativ dezentraler – so präsentiert sich ThyssenKrupp in seiner neuen Organisationsstruktur. Die bisherigen fünf Segmente sind seit 01. Oktober 2009 durch acht Business Areas – zusammengefaßt in zwei Divisions – ersetzt, in denen sich unsere Stärken und Kompetenzen als Werkstoff- und Technologiekonzern bündeln.
Um den Konzern für die wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre zu stärken, haben wir zum 01. Oktober 2009 eine neue Organisationsstruktur eingeführt. Eine kurze Zusammenfassung dazu enthält das Kapitel "Geschäftsfelder und Organisationsstruktur". Im Folgenden wird die neue Konzernorganisation mit ihren Kernelementen, Zielen und Vorteilen ausführlich erläutert.
Acht Business Areas
Die Aktivitäten der bisher fünf Segmente Steel, Stainless, Technologies, Elevator und Services rund um Werkstoffe und Technologien sind nun in acht Business Areas gegliedert. Sie integrieren gleiche Geschäftsmodelle und regional zusammenhängende Geschäftsaktivitäten. Die Business Areas sind in zwei Divisions – Materials und Technologies – gebündelt, in denen sich die Kompetenzfelder von ThyssenKrupp widerspiegeln. Zu Materials gehören die Business Areas Steel Europe, Steel Americas, Stainless Global und Materials Services. Hier werden unsere Werkstoffkompetenzen und -dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette – Einkauf, Produktion, Vertrieb und Dienstleistungen – gebündelt. Die Division Technologies setzt sich zusammen aus den Business Areas Elevator Technology, Plant Technology, Components Technology und Marine Systems, die für unsere Technologiekompetenz stehen. Mehr über die Aktivitäten und die strategischen Stärken der einzelnen Business Areas erfahren Sie im Kapitel "Unternehmenssteuerung – Ziele und Strategie".
Corporate Headquarter
Das neue Corporate Headquarter stärkt die Strategie- und Steuerungsaufgaben der Konzernleitung und gibt den Business Areas die Möglichkeit, sich so auf das operative Geschäft zu konzentrieren.
Weitere Elemente der neuen Konzernstruktur
Außerdem bilden die folgenden Faktoren wesentliche Elemente der neuen Konzernstruktur:
- Auch in der neuen Struktur bleibt ThyssenKrupp als wertorientiertes Konglomerat ein integrierter Werkstoff- und Technologiekonzern. Die diversifizierte Aufstellung ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, an dem wir festhalten.
- Der Konzern wird in Zukunft operativ dezentraler und zugleich strategisch zentraler geführt. Durch die direkte Anbindung an die ThyssenKrupp AG werden die verantwortlichen Business Areas und Operating Units gestärkt. Sie rücken näher an die Zentrale, da die bisherigen Segmentführungsgesellschaften als Zwischenholdings entfallen. Mit weniger Einheiten und weniger Ebenen gewährleisten wir eine schnellere und bessere Zusammenarbeit im Konzern.
- Die neue Organisation fördert eine stärkere Fokussierung der Geschäftstätigkeit sowie schlankere und effizientere Strukturen. Damit können wir marktnäher agieren und operative sowie strategische Maßnahmen unmittelbarer umsetzen.
- Die Aufteilung des Segments Steel in die Business Areas Steel Europe und Steel Americas sichert dem Vorstand direkteren Zugriff auf die zentralen Großprojekte in Brasilien und Nordamerika.
- Die Aufteilung des Segments Technologies in die Business Areas Plant Technology, Components Technology und Marine Systems ermöglicht eine direktere Steuerung dieser Einheiten.
- Die Business Areas werden durch Bereichsvorstände geführt, die in enger Abstimmung mit dem Vorstand der ThyssenKrupp AG die operative Steuerung und kontinuierliche Geschäftsentwicklung verantworten. Diese enge Anbindung ermöglicht eine direktere Ausrichtung am Gesamtinteresse des Konzerns.
ThyssenKrupp Business Services und ThyssenKrupp IT Services sind die Dienstleistungseinheiten, die vom 01. Oktober 2009 an für den Gesamtkonzern, d.h. Konzernunternehmen, Business Areas und das Corporate Headquarter, Leistungen aus einer Hand anbieten. Dazu zählen standardisierte Prozesse wie beispielsweise Teile des Rechnungswesens und der IT oder die Entgeltabrechnung.
Höhere Transparenz
Unsere Berichterstattung erfolgt künftig in der neuen Berichtsstruktur mit den acht Business Areas, was die Transparenz des Gesamtkonzerns nach außen deutlich erhöht. Denn wir werden die wirtschaftlichen Ergebnisse aller Business Areas künftig auch nach außen darstellen. Damit können Kapitalmarktteilnehmer und interessierte Dritte die Aktivitäten besser verstehen und angemessener beurteilen.
Ein gutes Beispiel dafür sind unsere Aktivitäten im bisherigen Segment Technologies: Da jetzt die Business Areas einzeln ausgewiesen werden, können sich in Zukunft Analysten, Investoren und Öffentlichkeit über deren wirtschaftliche Ergebnisse jedes Quartal im Detail informieren.
Nachhaltig niedrigere Verwaltungskosten
Die neue Konzernstruktur senkt die Verwaltungskosten nachhaltig um bis zu 500 Mio € jährlich. Dies soll in einem Zwei-Jahres-Zeitraum erreicht werden. Das Einsparvolumen setzt sich zu etwa gleichen Teilen aus Sach- und Personalkosten zusammen. Beispielsweise werden die Sachkosten durch konzernweit optimierte IT-Kosten zurückgehen. Unsere operative Effizienz im Einkauf wird erheblich steigen.
Neues Corporate Design
Parallel zur Neuorganisation tritt der Konzern mit einem neuen Corporate Design auf. Zehn Jahre nach der Fusion von Thyssen und Krupp fügen sich Bild- und Wortmarke zu einer kompakten, prägnanten und attraktiven Form. Mitarbeiter und Unternehmen des Konzerns rücken unter einer neuen Konzernmarke enger zusammen, die Geschlossenheit und Stärke demonstriert. Bei Erarbeitung und Umsetzung des neuen Corporate Design haben wir besonders auf kostengünstiges Vorgehen geachtet.
Die neue Organisation erhöht die Effektivität und Effizienz des Konzerns und sorgt für mehr Dynamik und Flexibilität mit Blick auf Kunden und Märkte. Gemeinsam wollen wir das Optimum für ThyssenKrupp sowie für Aktionäre und Kapitalgeber, Geschäftspartner und Mitarbeiter erreichen.






