Verantwortung und Engagement
Verantwortliches Handeln und gesellschaftliches Engagement haben bei ThyssenKrupp eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Unser Ziel ist es, im Interesse unserer Kunden und Anteilseigner nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich zu sein und gleichzeitig die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Gesellschaft zu berücksichtigen.
ThyssenKrupp nimmt täglich und weltweit Verantwortung wahr – für Produkte, für Mitarbeiter, für das Kapital der Aktionäre, für die Gesellschaft und für unser soziales Umfeld. Wir bekennen uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit zwischen den Generationen.
Voraussetzung dafür, dass wir als global agierendes Unternehmen unserer Verantwortung heute und in Zukunft gerecht werden können, ist langfristiger wirtschaftlicher Erfolg. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass verantwortliches Handeln zum nachhaltigen Vertrauen in unser Unternehmen führt und somit zum langfristigen Unternehmenserfolg beiträgt. Deshalb ist unternehmerische Verantwortung nicht nur ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur, sondern auch ein wichtiger Erfolgsfaktor zur Erreichung unserer langfristigen Ziele.
Soziale Standards in den Arbeitsbeziehungen
ThyssenKrupp handelt weltweit sozial verantwortlich gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei bekennen wir uns zu einer Kultur, die auf der Wertschätzung aller basiert, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder Alter. Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat mit dem Konzernbetriebsrat und dem Europäischen Betriebsrat eine weltweit geltende Vereinbarung geschlossen, die auf den Grundsätzen der Internationalen Arbeitsorganisation beruht. Darin wird die Diskriminierung von Belegschaftsangehörigen strikt abgelehnt. Die in unserem "Code of Conduct" kommunizierte Haltung ist mit ein Grund dafür, dass Toleranz und gegenseitiger Respekt die Zusammenarbeit der Belegschaftsangehörigen an unseren Standorten weltweit bestimmen.
Verantwortliches Verhalten innerhalb der Lieferkette
Auch im Verhältnis zu unseren Kunden und Lieferanten setzen wir uns für einheitliche Standards in den Bereichen Compliance und unternehmerische Verantwortung ein. Im Berichtsjahr hat ThyssenKrupp im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) maßgeblich zur Entwicklung einer Verhaltensrichtlinie beigetragen, die fundamentale Regeln und Grundsätze enthält zur Bekämpfung von Korruption und kartellrechtswidrigen Absprachen sowie zur Einhaltung der Menschenrechte, zum Umwelt- und Gesundheitsschutz und zu fairen Arbeitsbedingungen. Mit der Unterzeichnung verpflichten wir uns, die Standards einzuhalten, die auf den Grundsätzen des UN Global Compact sowie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN beruhen. Zugleich setzen wir uns dafür ein, dass auch unsere Lieferanten diesen "Code of Conduct" des BME unterzeichnen.
Engagement als Mitglied der Gesellschaft
Unser Konzern versteht sich über das unternehmerische Wirken hinaus als "Corporate Citizen", d.h. als engagiertes und verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft an unseren Standorten. Dazu fördern wir eine Vielzahl gemeinnütziger Projekte, Organisationen und Initiativen, sei es in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport oder im sozialen, karitativen und humanitären Bereich.
Schlüsselqualifikationen für Kinder und Jugendliche
Lernen ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen und Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Es ist unser Ziel, die Vermittlung von Technik und Naturwissenschaften vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.
Seit seiner Gründung unterstützen wir daher das Kinder- und Jugendtechnologiezentrum in Dortmund (KITZ.do). Das KITZ.do führt Kinder und Jugendliche an Naturwissenschaften und Technik heran. Den Technikunterricht an Grundschulen will das Projekt "Brückenkiste" fördern, das ThyssenKrupp in Zusammenarbeit mit der Stiftung Partner für Schule NRW und mit der Universität Münster angestoßen hat. Anfang 2009 wurden Technikkisten zum Thema "Brückenbau und Statik" mit Baumaterial und begleitenden Lehrinhalten an hundert Grundschulen ausgeliefert. Parallel dazu wurden Lehrkräfte auf die Arbeit mit den Technikkisten an der Universität Münster vorbereitet.
Bereits seit mehreren Jahrzehnten unterstützt der Konzern den bundesweit größten und erfolgreichsten Nachwuchswettbewerb "Jugend forscht", der besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördert. Im Frühjahr 2009 haben zum wiederholten Male an unseren Standorten in Dortmund, Duisburg und im Saarland Wettbewerbe von "Jugend forscht" stattgefunden, bei denen auch zahlreiche Auszubildende von ThyssenKrupp erfolgreich waren.
Netzwerke und Wissensaustausch
Öffentliche Diskussionen und politische Entscheidungen berühren ThyssenKrupp in vielfältiger Weise. Sich aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozess einzubringen, Stellung zu beziehen und die eigenen Positionen zu vertreten, ist für uns ein wichtiger Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Daher sind wir beispielsweise Mitglied bei "econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.", einem Zusammenschluss von 26 global agierenden Unternehmen und Organisationen zu den Themen Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit. Auf europäischer Ebene unterstützen wir die "European Alliance for Corporate Social Responsibility", die mittlerweile über 230 Unternehmen und Organisationen aus ganz Europa vereint.
ThyssenKrupp ist zudem Gründungsmitglied der Wissensfabrik, die sich bundesweit durch ihre Mitgliedsfirmen in Bildungsprojekten sowie für Existenzgründer und Jungunternehmer engagiert. Als unabhängige Stimme der Technikwissenschaften wird auch "acatech", die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, von uns unterstützt. Die Akademie pflegt einen intensiven Dialog über zukunftsweisende Technologien und deren Bedeutung für nachhaltiges Wachstum.
In den Regionen, mit denen der Konzern traditionell verbunden ist oder in denen er Standorte unterhält, fördern wir Initiativen und Projekte, die das Umfeld stärken. So engagieren wir uns seit vielen Jahren für den Initiativkreis Ruhr. Dieser Zusammenschluss von führenden Wirtschaftsunternehmen der Region trägt mit Zukunftsprojekten entscheidend dazu bei, den Industriestandort Ruhr weiterzuentwickeln.
Auszeichnungen für gesellschaftliches Engagement
Für das besondere gesellschaftliche Engagement ist ThyssenKrupp im Berichtsjahr zweimal ausgezeichnet worden. Der IdeenPark und damit die Initiative "Zukunft Technik entdecken" wurde in der Kategorie "Große Unternehmen" Sieger beim Wettbewerb der Initiative "Freiheit und Verantwortung". Ferner erhielten wir vom Fachmagazin "politik&kommmunikation" den Politik-Award 2008 in der Kategorie "Corporate Social Responsibility". Mit diesem Preis werden Unternehmen geehrt, die sich vorbildlich für die Gesellschaft engagieren und damit freiwillig soziale und ökologische Belange in ihr unternehmerisches Handeln integrieren. Mit dem Politik-Award 2008 wurden ThyssenKrupp und der IdeenPark für das "stimmigste, wirkungsvollste und bestkommunizierte Konzept des Corporate Citizenship" ausgezeichnet.
Engagement für Kunst, Kultur und Sport
Vielfältige Partnerschaften im Bereich Kunst und Kultur zählen für uns zu einer nachhaltigen Entwicklung. Der Konzern engagiert sich deshalb in zahlreichen Projekten und bietet sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung an. Dies hilft, attraktive Angebote im Umfeld unserer großen Standorte zu realisieren.
ThyssenKrupp ist Mitglied beim Freundeskreis Deutsche Oper am Rhein und unterstützt sowohl die Duisburger Philharmoniker als auch die Philharmonie in Essen und das Düsseldorfer Schauspielhaus. Neben dem Museum Folkwang in Essen fördern wir auch das Lehmbruck Museum in Duisburg.
Im Sport reicht unser Engagement von der Unterstützung ausgewählter Wettbewerbe bis hin zur Förderung standortnaher Sportvereine. Seit vielen Jahren fördern wir die Internationale Ruder-Regatta und den jährlichen Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg. Beim 26. Rhein-Ruhr-Marathon, der im Juni 2009 stattfand, stellten die 304 teilnehmenden Mitarbeiter von ThyssenKrupp die größte Gruppe innerhalb des Teilnehmerfeldes von rund 5.700 Läufern.






