Innovationen
Wettbewerbsfähigkeit und langfristiger Unternehmenserfolg von ThyssenKrupp hängen in hohem Maße von innovativen Produkten und Verfahren ab. Unser jährlich ausgeschriebener konzernweiter Innovationswettbewerb trägt dazu bei, das Innovationsklima im Konzern weiter zu verbessern und die Umsetzung von Ideen in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen zu fördern. Unter den insgesamt 61 eingereichten Vorschlägen dieses Jahres zeichnen sich die prämierten Projekte neben ihrem hohen Innovationsgrad durch ein hervorragendes Marktpotenzial aus.
Vollmobile Brechanlage im Großtagebau
Der erste Preis ging an ein internationales Entwicklerteam, das eine neuartige Brechanlage konzipiert hat. Es handelt sich um eine vollmobile Brechanlage, die auf Raupen fährt und deren Fördergut anschließend auf Bandanlagen weitertransportiert wird. Der im Großtagebau übliche Truck-Transport unmittelbar ab der Gewinnungsstelle entfällt hierbei. Eine erste Anlage dieses Typs wird seit 2007 unter extremen Produktionsbedingungen in einem Kohletagebau in China erfolgreich eingesetzt. Der Verzicht auf Trucks spart zum einen rund ein Drittel der Betriebskosten und reduziert zum anderen die CO2-Emissionen; dies trägt zum Klimaschutz bei. Marktpotenziale für diese vollmobile Brechanlagentechnik finden sich überall im Tagebau, wo große Massen zu brechen und zu transportieren sind, z.B. bei der Ölsandgewinnung in Kanada.
Kostenersparnis durch einen neuen Edelstahl
Der neue Edelstahl NIROSTA® 4640 erreichte den zweiten Platz im Wettbewerb. Dieser innovative nichtrostende Stahl mit einer neuen Kombination der Legierungselemente Chrom, Nickel, Mangan, Kupfer und Stickstoff weist gleich gute Eigenschaften auf wie der seit langem eingesetzte NIROSTA® 4301. Durch die Reduzierung des kostenintensiven Nickels ist der neue Werkstoff, der z.B. für Haushaltsgeräte, Kücheneinrichtungen sowie in der Investitionsgüterindustrie eingesetzt wird, eine kostengünstige Alternative mit jetzt schon hoher Marktakzeptanz.
Feuerverzinkte Mehrphasenstähle für den Automobilleichtbau
Den dritten Rang belegte ein innovatives Verfahren, das erstmals eine qualitativ hochwertige Schmelztauchveredelung von höherfesten Mehrphasenstählen ermöglicht. Dabei wird durch eine nacheinander erfolgende Oxidation und Reduktion eine unerwünschte, durch die erhöhten Legierungselementanteile dieser Stähle bedingte Oxidbildung auf der Oberfläche vermieden. Die nach dem neuen Verfahren beschichteten Mehrphasenstähle haben ein hohes Marktpotenzial im Automobilleichtbau und reduzieren den CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen. Darüber hinaus senkt das neue Beschichtungsverfahren beachtlich die Produktionskosten.
Der konzernweite Innovationswettbewerb wurde für das Jahr 2009 bereits erneut ausgeschrieben und findet damit zum zehnten Mal in Folge statt.
