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Zwischenlagebericht

Finanz- und Vermögenslage

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelzufluss in Höhe von 1.509 Mio € nach 482 Mio € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung des Operating Cash-Flow um 1.027 Mio € resultierte im Wesentlichen aus dem stark verringerten Aufbau des Working Capital und hier insbesondere aus der starken Verbesserung der Mittelbindung bei Stainless infolge eines Abbaus des Vorratsvermögens im Berichtszeitraum, dem ein deutlicher Aufbau im entsprechenden Vorjahreszeitraum gegenüberstand.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um 1.129 Mio € auf 2.651 Mio €. Ursachen hierfür waren insbesondere die um 691 Mio € auf 2.567 Mio € gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, die im Wesentlichen die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien betrafen, sowie die um 132 Mio € erhöhten Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften. Gleichzeitig verminderten sich die Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachlagen und von immateriellen Vermögenswerten um insgesamt 266 Mio €. Im Wesentlichen ist dies durch die im letzten Jahr veräußerten Immobilien im Rahmen der Konzentration von ThyssenKrupp Verwaltungsstandorten in Deutschland zu erklären.

Der Free Cash-Flow, d.h. die Summe aus Operating Cash-Flow und Cash-Flow aus Investitionstätigkeit wies wie im Vorjahr auf Grund der hohen Investitionstätigkeit, einen negativen Wert auf. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verschlechterte er sich um 102 Mio € auf -1.142 Mio €.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit lag mit 267 Mio € um 991 Mio € über dem Mittelabfluss des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Im Vergleich zum Vorjahr standen einer gestiegenen Nettoaufnahme von Finanzschulden in Höhe von 1.641 Mio € um 669 Mio € höhere Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien und für Dividenden gegenüber.

Analyse der Bilanzstruktur

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 30. September 2007 um 2.736 Mio € auf 40.810 Mio €. Hierin ist ein wechselkursbedingter Rückgang in Höhe von 706 Mio € enthalten.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 1.685 Mio € auf 17.070 Mio € an. Umrechnungsbedingten Rückgängen von 300 Mio € standen deutliche Zugänge im Sachanlagevermögen, hauptsächlich als Folge des Baufortschritts des Stahlwerks in Brasilien, gegenüber.

Die Vorräte erhöhten sich trotz eines wechselkursbedingten Rückgangs von 162 Mio € insgesamt um 503 Mio € auf 9.367 Mio €. Im Segment Stainless sanken die Vorräte um 309 Mio €; wechselkursbedingte Rückgänge wurden durch preisbedingte Rückgänge verstärkt. Auf Grund der Geschäftsentwicklung ergaben sich Erhöhungen der Vorräte in den Segmenten Steel (95 Mio €), Technologies (221 Mio €) sowie Elevator (89 Mio €). Der mengen- und preisbedingte Anstieg der Vorräte im Segment Services um 395 Mio € stand insbesondere im Zusammenhang mit der deutlichen Umsatzausweitung der Business Unit Materials Services International sowie mit der Erstkonsolidierung der Apollo-Gruppe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 8.176 Mio € unter Berücksichtigung eines wechselkursbedingten Rückgangs von 181 Mio € um 599 Mio € über dem Wert am Bilanzstichtag 30. September 2007. Aus der Geschäftsausweitung resultierenden Erhöhungen hauptsächlich in den Segmenten Steel (297 Mio €) und Services (304 Mio €) standen gestiegene Kundenzahlungen im Anlagen- und Schiffbau im Segment Technologies gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten einen Anstieg um 290 Mio €. Hierzu trug mit 161 Mio € insbesondere die Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni im Segment Stainless auf Grund deutlich gestiegener Chrompreise und Produktionsausweitungen zum Ende des Berichtszeitraums bei. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 562 Mio € auf 2.081 Mio € beruhte mit 328 Mio € vor allem auf erhöhten Vorauszahlungen, unter anderem für die Beschaffung von Einsatzgütern.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich insgesamt um 903 Mio € auf 2.755 Mio €. Die Abnahme resultierte mit 1.142 Mio € im Wesentlichen aus dem auf Grund der hohen Investitionsauszahlungen negativen Free Cash-Flow.

Das Eigenkapital hat sich zum Ende des Berichtszeitraums mit 10.490 Mio € im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2007 um 43 Mio € leicht erhöht. Einem Anstieg in Höhe des im Berichtszeitraum erzielten Periodenüberschusses von 1.550 Mio € standen insbesondere Dividendenzahlungen von 681 Mio €, Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien von 523 Mio € sowie direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen vor Steuern im Zusammenhang mit der Währungsumrechnung von 265 Mio € gegenüber. Weitere Veränderungen des Eigenkapitals ergaben sich aus direkt erfassten unrealisierten Verlusten aus derivativen Finanzinstrumenten und Steuereffekten sowie aus Verschiebungen der Anteile von Minderheitsgesellschaftern.

Die Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 242 Mio € resultierte hauptsächlich aus Wechselkurseffekten sowie aus der Abgabe der Präzisionsschmiede im Segment Technologies. Die kurz- und langfristigen Finanzschulden erhöhten sich insgesamt um 1.371 Mio €; die Zunahme ergab sich insbesondere aus der Finanzierung des negativen Free Cash-Flow. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 436 Mio €; Ursache hierfür waren hauptsächlich die um 357 Mio € erhöhten Verbindlichkeiten aus bestehenden Zahlungszielen im Zusammenhang mit dem Kauf von Sachanlagen, insbesondere für die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 544 Mio € auf 7.648 Mio € ergab sich im Wesentlichen aus den um 327 Mio € gestiegenen erhaltenen Anzahlungen.

URL: http://www.thyssenkrupp.com/financial-reports/07_08_q3/de/financial_position.html

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