- Corporate
- Steelmaking
- Industry
- Auto
- Processing
- ThyssenKrupp Nirosta
- ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni
- ThyssenKrupp Mexinox
- Shanghai Krupp Stainless
- ThyssenKrupp Stainless International
- ThyssenKrupp VDM
- Plant Technology
- Marine Systems
- Mechanical Components
- Automotive Solutions
- Transrapid
- Central/Eastern/Northern Europe
- Southern Europe/Africa/Middle East
- Americas
- Asia/Pacific
- Escalators/Passenger Boarding Bridges
- Accessibility
- Materials Services International
- Materials Services North America
- Industrial Services
- Special Products
Geschäftsverlauf in den Segmenten
Steel: Deutliche Umsatzausweitung
| 9 Monate 2006/2007 | 9 Monate 2007/2008 | 3. Quartal 2006/2007 | 3. Quartal 2007/2008 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 9.895 | 10.939 | 3.262 | 3.765 | ||||
| Umsatz | Mio € | 9.920 | 10.755 | 3.413 | 3.902 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 1.298 | 1.138 | 428 | 389 | ||||
| Mitarbeiter (30.06.) | 38.950 | 40.733 | 38.950 | 40.733 |
In den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 verzeichnete das Segment Steel nochmals einen höheren Auftragseingang und Umsatz als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der wertmäßige Auftragseingang nahm um 11 % auf 10,9 Mrd € zu; dies war vor allem auf gestiegene Bestellmengen, aber auch auf die höheren Preise zurückzuführen. Beim Umsatz wurde ein Anstieg um 8 % auf 10,8 Mrd € realisiert, der auf den erzielten Erlösverbesserungen basierte. Der Versand erhöhte sich um 4 %. Auch innerjährlich zeigte sich eine deutliche Umsatzausweitung. Die Walzstahlproduktion zum Versand an Kunden blieb im Vergleich zum Vorjahr insgesamt konstant; eine der Marktnachfrage entsprechende höhere Warmbanderzeugung ging zu Lasten einer leicht rückläufigen Produktion von kaltgewalzten unbeschichteten und beschichteten Produkten.
Der Gewinn vor Steuern lag mit 1.138 Mio € um 160 Mio € unter dem Vorjahresergebnis. Zu einem erheblichen Teil resultierte der Rückgang aus den Kosten der Wachstumsprojekte in Brasilien und Alabama sowie den Restrukturierungsaufwendungen bei Metal Forming. Ferner hat dazu der drastische Anstieg der Rohstoffkosten seit Januar 2008 beigetragen, der nicht in voller Höhe an den Markt weitergegeben werden konnte. Das zusätzlich realisierte Kostenreduzierungsprogramm konnte den Ergebnisrückgang teilweise ausgleichen.
Corporate
Die Business Unit Corporate umfasst die Verwaltungsfunktionen der ThyssenKrupp Steel AG und führt die Bauprojekte in Brasilien und den USA. Der höhere Verlust der Business Unit ist vor allem auf die Vorlaufkosten für das Stahlwerk in Brasilien zurückzuführen.
Steelmaking
In der Business Unit Steelmaking sind die Metallurgie in Duisburg sowie die Logistikaktivitäten angesiedelt. Die Rohstahlerzeugung lag im Berichtszeitraum mit 10,7 Mio t um 1 % unter der entsprechenden Vorjahreshöhe. Dies war insbesondere auf die Neuzustellung des Hochofens Schwelgern 1 zurückzuführen, der am 17. April 2008 – einige Tage später als geplant – wieder angeblasen wurde. Der Umsatz von Steelmaking war in der Berichtsperiode höher als im vergangenen Jahr. Die stark gestiegenen Rohstoffkosten wurden an die marktorientierten Einheiten des Segments weiterverrechnet; auf der Basis gestiegener Erlöse für Lieferungen an die nachgelagerten Produktionsstufen konnte ein höherer Gewinn erzielt werden.
Industry
Die Business Unit Industry konnte ihren Umsatz ausweiten, was hauptsächlich aus höheren Versandmengen und nur zu einem kleineren Teil aus dem leicht verbesserten Erlösniveau resultierte. Der Gewinn war insgesamt niedriger als im Vorjahr, da sich die erheblich gestiegenen Rohstoffkosten nicht durch Maßnahmen zur Kostensenkung kompensieren ließen. Im Industriekundengeschäft haben wir vor dem Hintergrund einer sehr robusten Nachfrage den Absatz weiter gesteigert, wobei der Bedarf unserer Kunden nicht vollständig gedeckt werden konnte. Die Durchschnittserlöse stiegen nur leicht und vermochten die signifikanten Kostensteigerungen nicht zu kompensieren, so dass der Vorjahresgewinn spürbar unterschritten wurde. Dies galt auch für das Competence Center Color/Construction und die europäischen Stahl-Service-Center. Der Bereich Grobblech profitierte von der unverändert erfreulichen Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Material. Sein Umsatz stieg überproportional, weil in einzelnen Produktbereichen Erlösverbesserungen erreicht wurden. Entsprechend nahm der Gewinn leicht zu.
Auto
In der Business Unit Auto stieg der Umsatz bedingt durch die zum 01. Januar 2008 erzielten Erlösaufbesserungen in Jahreskontrakten. Allerdings war der Versand im Berichtszeitraum geringfügig niedriger als im Vorjahr. Die einzelnen Geschäftsbereiche wiesen unterschiedliche Entwicklungen bei Umsatz und Gewinn auf. Die Division Auto der ThyssenKrupp Steel AG weitete ihren Umsatz erlösbedingt aus, musste aber einen Gewinnrückgang hinnehmen, da die erheblichen Kostensteigerungen nicht ausgeglichen werden konnten. Tailored Blanks steigerte das Ergebnis vor allem durch höhere Absatzmengen. Dazu hat beigetragen, dass zum 01. März 2008 das Geschäft der US-amerikanischen Thyssen-Worthington-Blanks-Gruppe vollständig übernommen wurde. Die nordamerikanischen Stahl- Service-Aktivitäten verzeichneten einen leichten Gewinnanstieg, der Umsatz war hingegen infolge deutlicher Mengeneinbußen rückläufig. Im Bereich Metal Forming führten erhöhte Abrufe der Automobilindustrie in den europäischen Stamm-Märkten zu einem Umsatzplus; auch die zunehmende Präsenz in Märkten außerhalb Europas trug dazu bei. Der Verlust erhöhte sich jedoch deutlich, weil eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen, vorwiegend in Frankreich, einen Umstrukturierungsaufwand von 115 Mio € zur Folge hatten.
Processing
Die Business Unit Processing erzielte einen höheren Umsatz und steigerte nochmals das gute Vorjahresergebnis – im Wesentlichen geprägt durch die positive Absatz- und Erlösentwicklung bei kornorientiertem Elektroband. Der Gewinn bei Weißblech war dagegen rückläufig, da die Kostensteigerungen nicht an den Markt weitergegeben werden konnten. Auch bei Mittelband war es nicht möglich, die erhebliche Verteuerung bei Brammen durch Erlösanpassungen zu kompensieren. Das Ergebnis war daher niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, während der Umsatz zunahm.
Stainless: Kräftiger Gewinnrückgang
| 9 Monate 2006/2007 |
9 Monate 2007/2008 |
3. Quartal 2006/2007 |
3. Quartal 2007/2008 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 6.041 | 5.883 | 1.943 | 1.732 | ||||
| Umsatz | Mio € | 6.986 | 5.726 | 2.608 | 1.933 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 912 | 86 | 296 | 93 | ||||
| Mitarbeiter (30.06.) | 12.187 | 12.037 | 12.187 | 12.037 |
Die mengenmäßige Auftragslage von ThyssenKrupp Stainless hat sich in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 deutlich verbessert. Der Auftragseingang stieg um 35 % und erreichte 1,9 Mio t. Zu berücksichtigen ist, dass der Vorjahreszeitraum durch die Kaufzurückhaltung von Handel und Verbrauchern auf Grund hoher Importe, hoher Lagerbestände bei Händlern und Service-Centern und die hohe Fluktuation des Nickelpreises gekennzeichnet war. Bestellungen bei Kaltband nahmen um 31 % und bei Warmband um 47 % zu, während die Auftragseingänge infolge des niedrigen Basis- und Nickelpreisniveaus insgesamt um 3 % auf 5,9 Mrd € zurückgingen. Ebenfalls wegen des niedrigen Nickelpreises sank der wertmäßige Auftragseingang für Nickellegierungen; bei Titanhalbzeugen stieg er im Wesentlichen mengenbedingt an.
Die Gesamtlieferungen des Segments lagen mit insgesamt 1,8 Mio t um 3 % höher als im Vorjahreszeitraum. Das Versandvolumen bei Rostfrei-Kaltband und -Warmband erreichte in etwa das Vorjahresniveau. Die Lieferungen bei Nickellegierungen waren leicht rückläufig, während sie bei Titan zunahmen. Der Umsatz verminderte sich um 18 % auf 5,7 Mrd €. Hauptursache dafür waren die niedrigeren Transaktionspreise.
Stainless musste in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Ergebniseinbruch um 826 Mio € auf 86 Mio € gegenüber Vorjahr hinnehmen. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie ein deutlich niedrigeres Basispreisniveau sowie eine teilweise Unterauslastung der Werke im 1. Geschäftsjahresquartal. Darüber hinaus wurde die Wettbewerbssituation bei Exportgeschäften in den US-Dollar-Raum durch den anhaltend starken Euro verschärft. Zusätzlich belasteten höhere Stromkosten bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni das Ergebnis, nachdem die EU-Kommission zur Rechtmäßigkeit verlängerter Energieausgleichszahlungen negativ entschieden hatte. Nach einem Verlust im 1. Quartal des Berichtsjahres führte die seit Ende 2007 einsetzende leichte Markterholung im Januar 2008 zu einer Ergebniswende im Segment Stainless. Diese positive Entwicklung kam allerdings Mitte des 3. Quartals zum Stillstand, als die bis Mai 2008 anhaltende positive Basispreisentwicklung sich nicht weiter fortsetzte. Ausschlaggebend dafür war die wegen rückläufiger Nickelpreise zurückhaltende Nachfrage im Handelsbereich.
ThyssenKrupp Nirosta
Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta profitierte im Berichtszeitraum in Europa mengenmäßig von einer Wiederbelebung der Nachfrage im Handelsbereich und einem stabilen Endkundengeschäft. Beim Umsatz lag die Business Unit jedoch preisbedingt unter Vorjahresniveau. Das erheblich niedrigere Preisniveau sowie die nachfragebedingt zeitweise Unterauslastung der Werke waren für ein im Vergleich zum Vorjahr signifikant niedrigeres Ergebnis ausschlaggebend.
ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni
Auch bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni schlug sich gegenüber der Vorperiode die Nachfragebelebung nach rost-, säure- und hitzebeständigen Erzeugnissen – insbesondere seitens der Service-Center und Händler – in den Auftragseingängen nieder. Im geringeren Umsatz der italienischen Business Unit spiegelte sich neben den niedrigeren Transaktionspreisen auch der Produktionsausfall des Werkes Turin nach dem Unglück im vergangenen Dezember wider. Das Werk wurde danach nicht wieder geöffnet. Bei Acciai Speciali Terni ging das Ergebnis drastisch zurück; dies basierte im Wesentlichen auf einer schwächeren Verfassung des italienischen Edelstahlmarktes und der italienischen Binnenkonjunktur. Zusätzlich belasteten die hohen Stromkosten. Des Weiteren waren Aufwendungen aus der inzwischen abgeschlossenen Produktionsverlagerung von Turin nach Terni sowie die Auswirkungen des Brandunfalls in Turin zu verkraften. Die Schmiedeaktivitäten konnten dank einer robusten Marktverfassung das Ergebnis des Vorjahres übertreffen.
ThyssenKrupp Mexinox
ThyssenKrupp Mexinox behauptete sich in einem schwierigen Marktumfeld in der Nafta-Region. Der mengenmäßige Auftragseingang lag leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Preisbedingt gab der Umsatz jedoch nach. Der spürbare Gewinnrückgang war maßgeblich auf den schwachen US-amerikanischen Markt zurückzuführen, dessen Negativeffekte durch den stabilen mexikanischen Heimatmarkt nur abgeschwächt werden konnten.
Shanghai Krupp Stainless
Shanghai Krupp Stainless verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen gestiegenen mengenmäßigen Auftragseingang. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Vorjahr wegen eines Werksbrandes in Krefeld ein Großteil der Kapazitäten mit interner Lohnarbeit für ThyssenKrupp Nirosta belegt war und daher weniger Aufträge aus dem Markt entgegengenommen wurden. Der Umsatz blieb unter dem Wert des Vorjahres. Der Gewinn lag deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang basierte auf einem unverändert schwachen und schwierigen Marktumfeld in China sowie dem Entfall der im Vorjahr im Zuge der Werkshilfe geleisteten Lohnarbeiten für ThyssenKrupp Nirosta. Zusätzlich belasteten die reduzierten Exportmengen in die USA das Ergebnis.
ThyssenKrupp Stainless International
Die Business Unit wies auf Grund des schwierigen Marktumfeldes und des niedrigen Transaktionspreises geringere Auftragseingänge und einen niedrigeren Umsatz aus. Die insgesamt schwache Verfassung der internationalen Edelstahlmärkte führte maßgeblich zu stark rückläufigen Margen und geringeren Versandmengen mit der Folge eines deutlichen Ergebniseinbruchs.
ThyssenKrupp VDM
Im Bereich Nickellegierungen lagen Auftragseingang und Umsatz unter Vorjahresniveau. Die Drahtfertigung wurde erfolgreich von Bärenstein nach Werdohl verlagert. Mit dem Bau der neuen Schmiede, die im Mai 2008 offiziell ihren Betrieb aufgenommen hat, vergrößert ThyssenKrupp VDM das Produktangebot insbesondere für die Luftfahrtindustrie. Das Ergebnisniveau des Vorjahres konnte aber nicht gehalten werden. Begünstigt durch den schwachen US-Dollar hatten US-amerikanische Anbieter ihre Exporte verstärkt und einen hohen Preisdruck auf den europäischen Märkten verursacht. Gleichzeitig waren infolge des Wechselkurses die Preise zu niedrig, als dass sich für uns Exporte in den US-Dollar-Raum gelohnt hätten. Unsere US-Aktivitäten konnten dagegen ihre Ergebnislage deutlich verbessern.
Technologies: Exzellente Geschäftsentwicklung fortgesetzt
| 9 Monate 2006/2007 | 9 Monate 2007/2008 | 3. Quartal 2006/2007 | 3. Quartal 2007/2008 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 12.211 | 9.717 | 5.700 | 3.397 | ||||
| Umsatz | Mio € | 8.411 | 9.208 | 2.815 | 3.357 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 411 | 566 | 155 | 201 | ||||
| Mitarbeiter (30.06.) | 54.128 | 54.334 | 54.128 | 54.334 |
In den ersten 9 Monaten 2007/2008 setzte sich die insgesamt gute Geschäftsentwicklung bei Technologies fort. Mit 3,4 Mrd € im 3. Quartal wurden die guten Auftragseingänge der Vorquartale nochmals übertroffen. Die eingebuchten 9,7 Mrd € für den Berichtszeitraum zeigen ein konstant hohes Ordervolumen von über 3 Mrd € je Quartal. Das außergewöhnlich hohe Auftragsniveau des Vorjahres, das durch die Einbuchung von mehreren Großprojekten stark begünstigt war, wurde allerdings nicht erreicht. Nach wie vor zeigt sich auf Grund der zahlreichen Infrastrukturprojekte und Explorationsvorhaben im Rohstoffbereich eine gute Projektlage im Großanlagenbau. Mit einem nochmals auf 15,7 Mrd € gestiegenen Auftragsbestand zum 30. Juni 2008 wird derzeit mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand gesichert. Der guten Auftragsentwicklung folgend übertraf der Umsatz in den ersten 9 Monaten das Vorjahresniveau. Trotz negativer US-Dollar-Kurseinflüsse stieg er um 9 % auf 9,2 Mrd €.
Mit insgesamt 566 Mio € hat sich der Gewinn in den ersten 9 Monaten 2007/2008 gegenüber dem Vorjahr beträchtlich erhöht. Hierzu haben die gute Auftragssituation bei Plant Technology, höhere Gewinne bei Mechanical Components sowie geringere Kosten und höhere Beteiligungserträge in der Segmentführungsgesellschaft beigetragen.
Plant Technology
Die gute Auftrags- und Projektlage von Plant Technology wird nach wie vor von den hohen Rohstoff- und Energiepreisen sowie einer weltweit hohen Nachfrage nach Zement getragen. Der hohe Auftragseingang des Vorjahreszeitraums, der durch einzelne Großaufträge sehr positiv beeinflusst war, konnte allerdings nicht erreicht werden. Infolge des hohen Auftragsbestands und der Auftragseingänge wurde der Vorjahresumsatz in allen Bereichen nennenswert übertroffen. Dank der guten Geschäftsentwicklung konnte Plant Technology das hohe Gewinn-Niveau des Vorjahreszeitraums nochmals deutlich steigern.
Marine Systems
Marine Systems wies in den ersten 9 Monaten einen erheblich geringeren Auftragseingang als im Vorjahr aus, in dem wichtige Großaufträge im Rahmen des Fregattenprogramms der Deutschen Marine akquiriert wurden. Während das Reparatur- und Servicegeschäft weiterhin eine sehr hohe Nachfrage verzeichnete, konnte insbesondere der Überwasserschiffbau die Vorjahreswerte nicht erreichen. Der Umsatz der Business Unit wurde vor allem durch die gute Geschäftsentwicklung im Reparatur- und Servicegeschäft gesteigert. Marine Systems erwirtschaftete einen Gewinn, der unter dem Niveau des Vorjahres lag. Dabei konnten höhere Gewinne im Reparatur- und Servicegeschäft Rückgänge im Submarinebereich sowie Verluste im Überwasserschiffbau nicht ausgleichen.
Mechanical Components
Die Nachfrage nach Hightech-Komponenten für die Automobil- und Maschinenbauindustrie der Business Unit entwickelte sich in den ersten 9 Monaten 2007/2008 insgesamt positiv. Das Auftragseingangsniveau des Vorjahres wurde jedoch vor allem wegen des Verkaufs der Präzisionsschmiede, der rückläufigen Nachfrage bei den nordamerikanischen Gießereien und des schwachen US-Dollar-Kurses nicht ganz erreicht. Der Umsatz nahm hingegen leicht zu. Insbesondere das Geschäft mit Großwälzlagern und Ringen für die Windenergiebranche wuchs anhaltend. Mechanical Components erzielte einen Gewinn, der deutlich über dem Wert des Vorjahres lag. Wesentlich hierfür waren die gute Geschäftsentwicklung bei Großwälzlagern und Ringen sowie der Ertrag aus einer Unternehmensveräußerung. Ergebnisdämpfend wirkten vor allem die rückläufige Nachfrage in den USA, gestiegene Vormaterialpreise bei den nordamerikanischen Gießereien und bei Exporten die fortgesetzte Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro.
Automotive Solutions
In der Business Unit Automotive Solutions wuchs das Geschäft mit Lenkungen, Achsmodulen, Karosserierohbauanlagen, Werkzeugen und Montagesystemen deutlich. Dies wirkte sich insbesondere auf die Entwicklung von Auftragseingang sowie Umsatz aus. In den ersten 9 Monaten wurde ein Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres erzielt.
Transrapid
Transrapid erwirtschaftete bei einem geringeren Umsatz einen leichten Gewinn, der im Wesentlichen auf Grund höherer Restrukturierungsaufwendungen unter dem Vorjahreszeitraum lag.
Elevator: Erfolgreich auf Wachstumskurs
| 9 Monate 2006/2007 | 9 Monate 2007/2008 | 3. Quartal 2006/2007 | 3. Quartal 2007/2008 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 3.919 | 4.254 | 1.309 | 1.324 | ||||
| Umsatz | Mio € | 3.350 | 3.559 | 1.179 | 1.211 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | – 187 | 301 | 106 | 92 | ||||
| Mitarbeiter (30.06.) | Mio € | 38.556 | 42.108 | 38.556 | 42.108 |
Elevator hat in den ersten 9 Monaten des Berichtsjahres seinen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz konnten trotz stark negativer Wechselkurseffekte und eines nach wie vor anhaltenden Preis- und Margendrucks im Vergleich zum Vorjahr ausgeweitet werden. Der Auftragseingang stieg um 9 % auf 4,3 Mrd €, der Umsatz um 6 % auf 3,6 Mrd €.
Elevator steigerte im Berichtszeitraum den Gewinn auf 301 Mio €. Auch operativ wurde das Ergebnis nach Bereinigung der Kosten für Werksschließungen in Österreich und Spanien sowie der EU-Kartellstrafe in Höhe von 480 Mio € im Vorjahreszeitraum übertroffen.
Central/Eastern/Northern Europe
Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe verzeichnete einen spürbar höheren Auftragseingang und Umsatz als im Vorjahr. In Deutschland konnte das hohe Niveau des Vorjahres erreicht werden, das Geschäftsvolumen in Nord- und Osteuropa sowie in den Benelux-Staaten entwickelte sich sehr dynamisch. Die Aktivitäten in Frankreich erreichten wieder das Auftragseingangsniveau des Vorjahres und steigerten auf Basis des hohen Auftragsbestands im Modernisierungsbereich den Umsatz spürbar. Der Gewinn der Business Unit lag – ohne Berücksichtigung der damaligen EU-Kartellstrafe – auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während die beschlossene Werksschließung im österreichischen Gratkorn das Ergebnis belastete, wuchs der operative Gewinn merklich. Hierzu trugen mit Ausnahme von Großbritannien beinahe alle Regionen bei.
Southern Europe/Africa/Middle East
Die Business Unit konnte in den ersten 9 Monaten bei Auftragseingang und Umsatz die Vorjahreswerte erheblich übertreffen. Diese Entwicklung wurde wesentlich durch die Aktivitäten in Spanien und Italien getrieben. In Spanien entwickelten sich sowohl das Neuanlagen- als auch das Dienstleistungsgeschäft weiterhin erfreulich. Das Wachstum in Italien wurde vor allem von den neu erworbenen Gesellschaften getragen. Auch die Aktivitäten in der Türkei und in der Golfregion verzeichneten deutliche Zuwächse. Der Gewinn der Business Unit erhöhte sich beträchtlich, wozu besonders die spanischen Aktivitäten beitrugen. Belastet wurde das Ergebnis durch die geplante Schließung eines Produktionsstandortes in Spanien.
Americas
Die Business Unit Americas übertraf trotz stark negativer Wechselkurseffekte leicht das hohe Auftragseingangs- und Umsatzniveau des Vorjahres. Wechselkursbereinigt konnten die nordamerikanischen Aktivitäten die guten Vorjahreswerte spürbar übertreffen. Die Geschäfte in Südamerika, insbesondere in Brasilien, entwickelten sich insgesamt sehr erfreulich. Trotz der negativen Wechselkursentwicklung lag der Gewinn der Business Unit erneut beachtlich über dem des Vorjahres. Dies war im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen sowie weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Nordamerika zurückzuführen. Darüber hinaus gab es ein erhebliches Ergebniswachstum in Brasilien und den übrigen Ländern Lateinamerikas.
Asia/Pacific
Die Business Unit Asia/Pacific erhöhte den Auftragseingang trotz ebenfalls negativer Wechselkurseffekte. Hierbei konnten deutliche Zuwächse in China, Indien und Australien den Rückgang bei den koreanischen Aktivitäten kompensieren. Der Umsatz gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht nach, im Wesentlichen durch den Rückgang im Korea-Geschäft. Erfreulich war indessen das Umsatzwachstum in China. Im Gegensatz zum Vorjahr erzielte die Business Unit in den ersten 9 Monaten des Berichtsjahres einen Verlust, der durch die Restrukturierung der koreanischen Aktivitäten bedingt war. Alle anderen Aktivitäten der Business Unit konnten hingegen das Ergebnisniveau halten bzw. leicht steigern.
Escalators/Passenger Boarding Bridges
Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges blieb insgesamt bei Auftragseingang und Umsatz hinter den Vorjahreswerten zurück. Zwar konnte das Fahrtreppengeschäft den Auftragseingang deutlich und den Umsatz leicht steigern; periodische Verschiebungen von Großaufträgen beim Fluggastbrückengeschäft führten jedoch in diesem Geschäftsfeld zu nennenswerten Rückgängen. Während im Fahrtreppengeschäft ein Gewinn erzielt wurde, kam es bei den Fluggastbrücken zu einem Verlust. Die Business Unit erwirtschaftete insgesamt ein negatives Ergebnis.
Accessibility
Die Business Unit Accessibility ist weiterhin erfolgreich gewachsen. Auftragseingang und Umsatz lagen über den Vorjahreswerten. Während das europäische Geschäftsvolumen erheblich ausgeweitet wurde, führte der Rückgang im Markt für Einfamilienhäuser in den USA zu einem niedrigeren Absatz als im Vorjahr. Der Gewinn des Vorjahreszeitraums wurde jedoch ausgebaut. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung waren die europäischen Aktivitäten.
Services: Rekordergebnisse im 3. Quartal
| 9 Monate 2006/2007 | 9 Monate 2007/2008 | 3. Quartal 2006/2007 | 3. Quartal 2007/2008 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 12.921 | 12.950 | 4.122 | 4.677 | ||||
| Umsatz | Mio € | 12.614 | 12.702 | 4.308 | 4.603 | ||||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 550 | 515 | 218 | 248 | ||||
| Mitarbeiter (30.06.) | 43.098 | 46.506 | 43.098 | 46.506 |
Das Segment Services erzielte in den ersten 9 Monaten 2007/2008 einen Umsatz von 12,7 Mrd €, 88 Mio € mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei war das 3. Quartal das Beste in der Unternehmensgeschichte. Dies galt gleichermaßen für Umsatz und Ergebnis. So verbesserte sich der Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 295 Mio € auf 4,6 Mrd €. Der Quartalsgewinn erreichte mit 248 Mio € einen neuen Spitzenwert; damit lag das Segment nach 9 Monaten mit einem Ergebnis von 515 Mio € nur noch 35 Mio € unter dem Rekordgewinn des Vorjahreszeitraums.
Materials Services International
Insbesondere auf Grund des erfreulichen 3. Quartals verzeichnete die Business Unit ein deutliches Umsatzplus. Dazu hat die gute Nachfrage im Walzstahl- und Röhrengeschäft bei gestiegenen Preisen ebenso beigetragen wie die erstmalige Einbeziehung der neu erworbenen Gesellschaften Ferostav und Apollo Metals. Das Dienstleistungsgeschäft rund um die Anarbeitung war erfreulich ausgelastet. Hingegen zeigte sich das Preisniveau bei Edelstahl unbefriedigend, auch die Nachfrage hat sich weiter abgeschwächt. Das Geschäft mit NE-Metallen und Kunststoffen verlief verhalten und blieb insgesamt leicht hinter den Erwartungen zurück. Auf dem osteuropäischen Markt haben sich Nachfrage und Preise im Verlauf des Geschäftsjahres weiter verbessert. Im Gegensatz zu Westeuropa war in Ländern wie Russland, Bulgarien, Tschechien und Polen wieder ein verstärktes Wachstum spürbar. Obwohl die Business Unit im 3. Quartal 2007/2008 das vergleichbare Vorjahresergebnis übertroffen hat, lag der Gewinn nach 9 Monaten noch unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Materials Services International blieb aber unverändert der ergebnisstärkste Bereich des Segments.
Materials Services North America
Der nordamerikanische Werkstoffmarkt hat sich im Laufe des Geschäftsjahres nicht erholt. Die Nachfrage nach Walzstahl-Flachprodukten und insbesondere nach Edelstahl war unverändert schwach, auch bei NE-Metallen kühlte sich das Geschäft ab. Hinzu kamen ein hoher Margen- und Wettbewerbsdruck sowie die starke Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro. Damit konnte die Business Unit die Vorjahreswerte bei Umsatz und Ergebnis nicht erreichen.
Durch die Unterzeichnung eines neuen Zehnjahresvertrags mit Boeing Commercial Airplane Ende Juni 2008 erhielt das Dienstleistungsgeschäft von Materials Services für die Luftfahrtindustrie einen zusätzlichen Schub. Der Vertrag über integriertes Supply-Chain-Management umfasst die weltweite Einkaufskoordinierung, Terminüberwachung, Lagerhaltung und Anarbeitung für alle Aluminium- und Titanprodukte, die Optimierung des werksinternen Materialflusses sowie die Koordination von 700 Produktionsstätten und Subunternehmern.
Industrial Services
Die Geschäftsentwicklung von Industrial Services hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres erneut weiter verbessert. Nach 9 Monaten lagen Umsatz und Ergebnis nennenswert über den Rekordwerten des Vorjahres. Die Auftrags- und Beschäftigungslage im Inland war gut, insbesondere beim Maschinenbau und in der Energiewirtschaft. Besonders hervorzuheben war – trotz Euro/US-Dollar-Relation – die erfreuliche Entwicklung in Nordamerika. Hier macht sich die Ausrichtung auf spezielle Industriebereiche sehr positiv bemerkbar. Gleiches galt für die neuen Aktivitäten in Brasilien, die weit überproportional wuchsen.
Special Products
Die Business Unit Special Products hat in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres den hohen Umsatz des Vorjahres leicht übertroffen. Das internationale Geschäft mit Walzstahl und Rohren lag insgesamt unter dem des Vorjahres, konnte aber speziell im asiatischen Raum merklich ausgeweitet werden. Nachfrage- und Preisniveau bei metallurgischen Rohstoffen, Koks und Mineralien blieben unverändert hoch; bei einzelnen Produkten erreichten sie neue Höchststände und führten zu einer weiteren Umsatzsteigerung. Der Bereich Technik legte beim Umsatz weiter zu und profitierte dabei vom weiteren Ausbau und der Modernisierung der Infrastruktur in zahlreichen europäischen sowie außereuropäischen Regionen. Insbesondere wegen der Entwicklung des Rohstoffgeschäfts hat die Business Unit das Rekordergebnis des Vorjahres erneut übertroffen.
Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde hier der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Wegen der zwischenzeitlichen Veräußerung der Aktivitäten dieses Bereichs ist der Corporate-Umsatz gegenüber den ersten 9 Monaten des Vorjahres zurückgegangen.
Das Ergebnis von Corporate lag in den ersten 9 Monaten 2007/2008 bei -291 Mio €. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006/2007 ist das eine Verschlechterung um 176 Mio €. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Wegfall besonderer Vorgänge mit hohen positiven Ergebniseffekten im Vorjahr zurückzuführen. Dazu zählen die Erträge aus der Veräußerung von Immobilien im Rahmen der Konzentration von ThyssenKrupp Verwaltungsstandorten in Deutschland sowie aus dem Abgang der nordamerikanischen Automotive-Aktivitäten von ThyssenKrupp Budd. Die Ergebnisverminderung aus dem Wegfall dieser positiven Effekte im Vorjahr konnte im Berichtsjahr durch Erträge insbesondere bei den Risikovorsorgen für Grundstücksaltlasten im Bereich Real Estate nur teilweise ausgeglichen werden.
Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.
