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Zwischenlagebericht

Überblick über den Geschäftsverlauf im Konzern

In einem schwieriger gewordenen Marktumfeld hat sich ThyssenKrupp in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 gut behauptet. Die Geschäftsentwicklung entspricht weitgehend unseren Erwartungen, zum Teil sind sie leicht übertroffen worden. Auftragseingang und Umsatz lagen knapp unter bzw. über dem Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis vor Steuern hat sich im laufenden Geschäftsjahr von Quartal zu Quartal verbessert und betrug in den ersten 9 Monaten 2.297 Mio €; es lag damit über unseren Planungen. Das Vorjahresergebnis konnte erwartungsgemäß nicht erreicht werden. Dies ist insbesondere auf den Verfall der Edelstahlpreise zurückzuführen; hinzu kommen Vorlaufkosten für die neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA sowie Restrukturierungsaufwendungen im Segment Steel.

Die wesentlichen Kennzahlen für die ersten 9 Monate 2007/2008 lauten:

Für das Geschäftsjahr 2007/2008 planen wir ein Ergebnis vor Steuern von über 3,2 Mrd € vor Sondereffekten, unter anderem Vorlaufkosten für die Stahlwerke in Brasilien und den USA. Zudem gehen wir nach derzeitigem Stand von einem Umsatz in Höhe von insgesamt 53 Mrd € aus. Wir verzeichnen in Teilen einzelner Business Units unseres US-Geschäfts – Mechanical Components, Materials Services North America – Auswirkungen der Eintrübung der Konjunkturperspektiven. Gleichzeitig belasten die gestiegenen Rohstoffpreise.

Bei den Erwartungen für das Konzernergebnis ist zu berücksichtigen, dass im Segment Steel die stark gestiegenen Rohstoffkosten – insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle – auf Grund unserer Kontraktstruktur im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergegeben werden können. Die Nachfrage nach unseren Stahlprodukten entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich, was sich auch in weiter steigenden Preisen äußert. Unsere Erwartungen eines weiteren guten Stahljahres bestätigen sich voll.

Im Segment Stainless entwickeln sich die Basispreise verhaltener als bislang erwartet. Die Nachfrage unserer Endkunden ist stabil, die Service-Center agieren auf Grund der Entwicklung beim Nickelpreis zögerlich. Wegen des schwachen US-Dollar sind Anzeichen weiterer Importe aus dem US-Dollar- Raum zu erkennen, die die Preise in der zweiten Jahreshälfte dämpfen könnten. Dennoch erwarten wir einen weiteren positiven Ergebnisbeitrag.

Bei Technologies profitieren wir nach wie vor insbesondere vom Aufbau der Infrastruktur und der Urbanisierung in den Wachstumsregionen der Welt. Unser hoher Auftragsbestand, der bis weit in die Folgejahre reicht und eine steigende Ergebnisqualität verzeichnet, verleiht uns große Planungssicherheit.

Das Segment Elevator leistet dank seines hohen Dienstleistungsanteils nach wie vor einen sehr stabilen Ergebnisbeitrag.

Services profitiert vom steigenden Materialbedarf in den Wachstumsregionen. Durch die weiter stark zunehmenden Rohstoff- und Werkstoffpreise erwarten wir im Verlauf des Geschäftsjahres eine weiter sehr erfreuliche Ergebnisentwicklung.


Für 2008/2009 erwarten wir eine weiterhin positive Umsatzentwicklung, sofern nicht unvorhersehbare konjunkturelle Einbrüche unsere Geschäfte beeinträchtigen. Eine positive Umsatzentwicklung wird sich auch im Ergebnis niederschlagen.

Mittelfristig streben wir für ThyssenKrupp ein Umsatzniveau von 60 Mrd € an; gleichzeitig soll das Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten nachhaltig 4 Mrd € erreichen. Längerfristig, insbesondere nach der Inbetriebnahme des neuen Brammenwerks von Steel in Brasilien und des neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks von Steel und Stainless in den USA sowie der Investitionen der anderen Segmente in weiteren Regionen, erwarten wir einen Umsatz in der Größenordnung von 65 Mrd € und ein Ergebnis vor Steuern und Sondereffekten von 4,5 bis 5,0 Mrd €.

Gesamtwirtschaftliches Wachstum schwächer

Das hohe globale Wachstum des vergangenen Jahres hat sich im 1. Halbjahr 2008 nicht fortgesetzt. Die vom US-Hypothekenmarkt ausgehenden Verunsicherungen auf den internationalen Finanzmärkten sowie stark steigende Preise für Energie sowie Agrar- und Industrierohstoffe haben die konjunkturelle Entwicklung insbesondere in den entwickelten Volkswirtschaften erheblich belastet.

In den USA schwächte sich das Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2008 deutlich ab. Geringe Zuwächse beim privaten Verbrauch, rückläufige Unternehmensinvestitionen und die anhaltende Krise im Wohnungsbau ließen die Binnennachfrage stagnieren. Im 2. Quartal hat sich das Wachstum der US-Wirtschaft dank wechselkursbedingt höherer Exporte leicht beschleunigt. Vergleichsweise günstiger entwickelte sich im 1. Quartal 2008 die Wirtschaft im Euroraum und hier insbesondere in Deutschland. Die Wachstumsimpulse kamen vor allem von den Investitionen, während der private Konsum nur wenig zulegte. Im weiteren Jahresverlauf hat sich die konjunkturelle Lage allerdings verschlechtert. Die gestiegenen Inflationsraten belasten den privaten Verbrauch, und auch die Unternehmen sind in ihrer Investitionsbereitschaft zurückhaltender.

Nahezu ungebrochen blieb das hohe Wachstumstempo in Asien sowie in Mittel- und Osteuropa, obwohl auch dort der Preisauftrieb deutlich zugenommen hat. Die Wirtschaft Chinas wuchs zu Jahresbeginn dank einer starken Binnennachfrage weiterhin mit zweistelligen Raten; die Auslandsnachfrage erwies sich trotz der US-Konjunkturschwäche bisher als relativ robust.

In den für ThyssenKrupp wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen:


ThyssenKrupp in Zahlen
9 Monate 2006/2007 9 Monate 2007/2008 3. Quartal 2006/2007 3. Quartal 2007/2008
Auftragseingang Mio € 42.815 41.535 15.552 14.181
Umsatz Mio € 38.890 39.650 13.444 14.181
EBITDA Mio € 4.266 3.646 1.728 1.366
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio € 2.853 2.297 1.219 909
Mitarbeiter (30.06.)   189.260 198.033 189.260 198.033

Stabile Geschäftsentwicklung

Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von ThyssenKrupp hat sich in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2007/2008 insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt. Vor dem Hintergrund des schwächeren Konjunkturumfeldes erreichten die Auftragseingänge einen Wert von 41,5 Mrd €, 3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Segment Stainless verzeichnete marktbedingt geringere Neubestellungen. Technologies konnte den durch Großprojekte beeinflussten außergewöhnlich hohen Vorjahreswert nicht erreichen. Bei Services lag der Auftragseingang auf Vorjahresniveau, während die Nachfrage bei Steel und Elevator deutlich höher war.

Umsatz in Mrd €

Grafik: Umsatz in Mrd €


Der Konzernumsatz lag mit 39,7 Mrd € um 2 % über dem Vorjahreswert. Mit Ausnahme von Stainless erzielten alle Segmente einen höheren Umsatz. Steel profitierte insbesondere von verbesserten Stahlerlösen. Stainless musste dagegen trotz höherer Versandmengen auf Grund der niedrigeren Edelstahlpreise deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Dank der guten Projektlage im Großanlagenbau wies Technologies ein erfreuliches Umsatzplus aus. Elevator hat auf vielen europäischen Märkten seine Marktposition gestärkt und konnte damit stark negative Wechselkurseffekte durch die Abwertung des US-Dollar mehr als ausgleichen. Trotz des schwächeren Nordamerika-Geschäfts baute Services den Umsatz mit Werkstoffen und industriellen Dienstleistungen aus.

Konzernergebnis weiterhin über Plan

Das Ergebnis von ThyssenKrupp hat sich im Geschäftsjahr 2007/2008 kontinuierlich verbessert. Nach 646 Mio € im 1. Quartal und 742 Mio € im 2. Quartal erzielte ThyssenKrupp im 3. Quartal ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 909 Mio €. Das Konzernergebnis in den ersten 9 Monaten 2007/2008 betrug 2.297 Mio € und lag damit weiterhin über unseren Planungen.

Im Vergleich zum Vorjahr war das Konzernergebnis allerdings niedriger: Dies war vor allem auf den drastischen Rückgang der Edelstahlpreise zurückzuführen, der bei Stainless zu einem erheblichen Ergebniseinbruch führte. Steel war durch die hohen Rohstoffkosten sowie die Vorlaufkosten für den Bau der neuen Stahlwerke und Restrukturierungsaufwendungen belastet. Einen deutlich höheren Gewinn erzielte Technologies, insbesondere wegen der guten Geschäftsentwicklung im Großanlagenbau sowie bei Großwälzlagern und Ringen. Auch Elevator baute seine Gewinnposition aus. Services konnte nicht ganz an den Rekordgewinn des Vorjahres anknüpfen.

Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio €

Grafik: Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio €


Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum mit 39,7 Mrd € um 760 Mio € oder 2 % über dem entsprechenden Vorjahreswert. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzkosten überproportional um 1.185 Mio €, hauptsächlich als Folge gestiegener Materialaufwendungen auf Grund von Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie. Insgesamt ergab sich dementsprechend eine Verminderung der Brutto-Umsatzmarge von 19 % auf 17 %.

Der Anstieg der Verwaltungskosten um 210 Mio € stand überwiegend im Zusammenhang mit Projektaufwendungen für die Errichtung des Stahlwerks in Brasilien. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 369 Mio € betraf mit rund 480 Mio € die nur im Vorjahreszeitraum enthaltene EU-Kartellstrafe gegen ThyssenKrupp Elevator und mit 60 Mio € ebenfalls nur im Vorjahreszeitraum enthaltene Wertminderungsaufwendungen für Firmenwerte; gegenläufig wirkten um 129 Mio € erhöhte Restrukturierungsaufwendungen, die hauptsächlich die Umstrukturierungsmaßnahmen bei Metal Forming im Segment Steel betrafen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 342 Mio € resultierte hauptsächlich mit 154 Mio € aus verminderten Versicherungsentschädigungen sowie mit 110 Mio € aus verminderten Erträgen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verminderten sich um 442 Mio €, verbunden mit einer Abnahme der Steuerquote von 42 % auf 33 %. Der deutliche Rückgang der Steuerquote war beeinflusst durch die Steuersatzsenkung in Deutschland und die nur im Vergleichszeitraum im Ergebnis vor Steuern enthaltene, steuerlich aber nicht abzugsfähige EU-Kartellstrafe gegen ThyssenKrupp Elevator. Nach Abzug der Steueraufwendungen ergab sich ein um 114 Mio € verringerter Periodenüberschuss von 1.550 Mio €. Wird hiervon der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallende Gewinn von 77 Mio € abgezogen, ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 3,06 € nach 3,25 € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Netto-Finanzschulden/-guthaben und Investitionen

Die Netto-Finanzschulden lagen am 30. Juni 2008 bei 2.127 Mio €. Der Anstieg um 2.350 Mio € gegenüber dem 30. September 2007 ist wesentlich durch erhöhte Investitionsausgaben – insbesondere für das neue Stahlwerk in Brasilien –, die Dividendenzahlung und den Erwerb eigener Aktien beeinflusst. Die internationale Finanzkrise hat sich auf die Finanzierungen von ThyssenKrupp bisher nur unwesentlich ausgewirkt.

Netto-Finanzschulden (+)/-Guthaben (–) in Mio €

Grafik: Netto-Finanzschulden (+)/-Guthaben (–) in Mio €


In den ersten 9 Monaten 2007/2008 haben wir insgesamt 2.933 Mio € investiert, 39 % mehr als in den ersten 9 Monaten des Vorjahres. Davon wurden 2.708 Mio € für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgegeben; auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte entfielen 225 Mio €.

Bau neuer Werke in Brasilien und den USA

Zur Umsetzung der transatlantischen Wachstumsstrategie errichtet ThyssenKrupp Steel eine zusätzliche Rohstahlkapazität in Brasilien mit einer günstigen Kostenbasis und höchsten Qualitätsstandards (Projekt CSA). Zurzeit sind 17.000 Arbeiter auf der Baustelle des neuen Brammenwerks mit der Errichtung der Anlagen beschäftigt. Sieben von neun Hauptgewerken liegen im anspruchsvollen Zeitplan: Hafen, Kokerei, Rohstoffhandling, Sinteranlage, Kraftwerk, Versorgungsnetze und Infrastruktur. Bei zunehmender Komplexität auf der Baustelle konnten eingetretene Verzögerungen durch Beschleunigungsmaßnahmen aufgeholt werden. Der Baufortschritt lässt die Inbetriebnahme von Hafen, Kokerei und Kraftwerk im 1. Quartal 2009 erwarten.

Für die Kernaggregate Hochöfen und Stahlwerk kann der Zeitplan jedoch nicht eingehalten werden. Die geplante Inbetriebnahme wird trotz laufender Initiativen zur Forcierung der Baumaßnahmen aus heutiger Sicht erst Ende 2009 erfolgen. Hauptgründe liegen in der weltweit boomenden Investitionsgüterkonjunktur, die zu Lieferengpässen in einigen Bereichen führte. Außerdem haben die unzureichende Performance wichtiger Lieferanten sowie die im langjährigen Durchschnitt extrem schlechten Wetterbedingungen zu erheblichen Verzögerungen geführt.

Das im September 2006 genehmigte Investitionsbudget von 3 Mrd € wird aus heutiger Sicht auf rund 4,5 Mrd € erhöht. Hauptgründe für diese Erhöhung sind das wirtschaftlich begründete Insourcing der Energieversorgung und der Brammenlogistik, Optimierung des technischen Designs für mögliche künftige Kapazitätssteigerungen, Kostensteigerungen für Lieferungen und Leistungen beim Bau sowie Wechselkursdifferenzen auf Grund des stets stärker gewordenen Real. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts CSA in Kombination mit dem Bauvorhaben in Alabama und dem Ausbauprogramm in Europa bei ThyssenKrupp Steel ist durch diese Erhöhung nicht gefährdet.

Die Einstellungen des Personals für die künftige Projekt- und Produktionsphase gehen wie geplant voran. ThyssenKrupp CSA beschäftigte Ende Juni rund 870 Mitarbeiter. Auch die Trainingsprogramme in Brasilien und Deutschland laufen bei positiver Resonanz der Beteiligten planmäßig.

Der Ausbau der Verarbeitungs- und Veredelungskapazitäten in Deutschland, die rund 40 % der in Brasilien erzeugten Brammen zu hochwertigen Fertigprodukten für anspruchsvolle Kunden in Europa verarbeiten sollen, geht weiterhin mit großen Schritten voran. Das fertig gestellte Brammenlager im Hafen Walsum wird mit einem Kran zur Entladung von Brammen aus Binnenschiffen ausgerüstet. In der Warmbandstufe verläuft die Inbetriebnahme des Hubbalkenofens in Bochum sehr erfolgreich. Die kapazitätssteigernden Maßnahmen an der Warmbreitbandstraße Beeckerwerth und der Gießwalzanlage in Duisburg sowie im Mittelbandwerk von Hoesch Hohenlimburg schreiten voran. Investitionen zur Leistungssteigerung an vier Feuerbeschichtungslinien – mit Schwerpunkt in Duisburg – sind mit erfolgreichem Hochlauf der Anlagen abgeschlossen. Weitere Maßnahmen an anderen Standorten sind in Gang.

Der Bau des neuen Stahl- und Weiterverarbeitungswerks von Steel und Stainless bei Mobile in Alabama/USA liegt im Zeitplan, der die Inbetriebnahme im Frühjahr 2010 vorsieht. Die geplanten Investitionsvolumina von Steel in Höhe von 2,9 Mrd US-Dollar und von Stainless in Höhe von 1,1 Mrd US-Dollar werden aus heutiger Sicht auf Grund der angespannten Lage im internationalen Anlagenbau, die zur Verteuerung einzelner Gewerke führt, um rund 10 % (Steel) bzw. 20 bis 25 % (Stainless) überschritten. Die Wirtschaftlichkeit der Projekte ist dadurch nur unwesentlich beeinflusst.

Die Abschwächung des US-Dollar seit dem Zeitpunkt der Beschlussfassung führt auf Euro-Basis zu einer Verringerung des Finanzvolumens von insgesamt 340 Mio € gegenüber dem ursprünglich geplanten Finanzvolumen und beeinträchtigt dadurch den Finanzhaushalt bei gegenwärtiger Euro/US-Dollar-Relation nicht.

Bisher wurden Verträge mit Lieferanten in Höhe von rund 2,6 Mrd US-Dollar abgeschlossen.

Bei Steel zählen dazu insbesondere die Aufträge für die Warmbandstraße, Kaltbandwerk und Feuerbeschichtungslinien sowie Inspektions- und Adjustageanlagen. Nachdem das Gelände für die Kernaggregate eingeebnet war, wurde mit den Aushub- und Pfahlgründungsarbeiten begonnen. Baustraßen, Hauptumspannstation für die Stromversorgung und temporäre Büros sind im Bau.

Stainless hat für das Kaltwalzwerk inzwischen einen Großteil der Aufträge für die Produktionsanlagen vergeben. Dies betrifft eine Warmband- sowie eine Kaltband-Glüh- und Beizlinie, drei Kaltwalzgerüste, ein Dressiergerüst sowie mehrere Adjustageanlagen und einen Großteil der benötigten Krananlagen. Ebenso wurde die Stahlkonstruktion der Hallen des Kaltwalzwerks einschließlich Adjustageanlagen und Versand bestellt. Die Aufträge für den Elektrolichtbogenofen, den AOD-Konverter und die Stranggießanlage, die Kernanlagen des Stahlwerks, wurden im Mai vergeben.

Parallel dazu ist ein Absatzkonzept für die Erschließung des nordamerikanischen Marktes erarbeitet worden. Es haben bereits intensive Kundenkontakte stattgefunden. Zielgruppen sind die Automobil- und Elektroindustrie, Stahl-Service-Center sowie die Rohrindustrie, speziell für den Energiesektor.

Der Rekrutierungsprozess läuft planmäßig. Über das staatliche Institut Alabama Industrial Development Training (AIDT) sind bisher 13.000 Bewerbungen für den Bereich Produktion eingegangen. Der Bau eines Trainingscenters wurde ausgeschrieben.

URL: http://www.thyssenkrupp.com/financial-reports/07_08_q3/de/business_development.html

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