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ThyssenKrupp AG
Konzern-Anhang

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für den Zeitraum vom 01. Oktober 2007 bis 30. Juni 2008 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 13. August 2008 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß § 37x Abs. 3 WpHG i.V.m. § 37w Abs. 2 WpHG sowie im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2008 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die im Konzern-Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2006/2007 veröffentlicht. Im 1. Quartal 2007/2008 wendete der Konzern vorzeitig die Regelungen von IFRS 8 "Operating Segments" zur Segmentberichterstattung an; die Erstanwendung hatte keinen Einfluss auf die bisherige Abgrenzung der Segmente.

Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2007/2008 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:

Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 "Business Combinations" und IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" veröffentlicht. Wichtigster Änderungspunkt ist die Bilanzierung von Erwerben von weniger als 100 % der Anteile eines Unternehmens. Es wird das Wahlrecht eingeführt, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d.h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Darüber hinaus sind Erwerbe bzw. teilweise Veräußerungen von Anteilen ohne Kontrollverlust als Transaktion zwischen Anteilseignern erfolgsneutral abzubilden. Außerdem sind die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs in voller Höhe als Aufwand zu erfassen. Die geänderten Standards sind verpflichtend anzuwenden auf Unternehmenszusammenschlüsse in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen; eine frühere gemeinsame Anwendung ist zulässig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben wird.

Ebenfalls im Januar 2008 hat das IASB eine Änderung von IFRS 2 "Share-based Payment" veröffentlicht. Durch die Änderung wird klargestellt, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstzeitbedingungen (service conditions) und Leistungsbedingungen (performance conditions) sind. Außerdem wird präzisiert, dass die Bilanzierungsregeln zur vorzeitigen Planbeendigung unabhängig davon gelten, ob der Plan vom Unternehmen selbst oder einer anderen Partei beendet wird. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Im Februar 2008 hat das IASB einen Änderungsstandard zu "IAS 32 Financial Instruments: Presentation und IAS 1 Presentation of Financial Statements – Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Klassifizierung bestimmter Arten von Finanzinstrumenten als Eigen- oder Fremdkapital. Darüber hinaus werden zusätzliche Anhangangaben für die von der Regelung betroffenen Finanzinstrumente gefordert. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Im Mai 2008 hat das IASB den ersten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" zur Vornahme kleinerer Änderungen an den bestehenden IFRS-Standards veröffentlicht. Dieser Standard enthält in zwei Teilabschnitten die Änderungen von 20 IFRS-Standards. Der erste Teilabschnitt beinhaltet Änderungen, die Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz oder die Bewertung haben können. Der zweite Teilabschnitt enthält Formulierungsänderungen oder redaktionelle Änderungen. Sofern im jeweiligen Standard nicht anders geregelt, sind die Änderungen anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassungen, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Im Juli 2008 hat das IASB eine Ergänzung zu IAS 39 "Eligible Hedged Items – Amendment to IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement" veröffentlicht. Die Ergänzung stellt klar wie die Grundprinzipien des Hedge Accounting in zwei speziellen Situationen – der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft – anzuwenden sind. Die Ergänzung ist verpflichtend rückwirkend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Juli 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung der überarbeiteten Fassung, sofern sie von der EU in dieser Form endorsed wird, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2-Emissionen für den Zeitraum 2005-2007 sowie für insgesamt 107,0 Mio Tonnen CO2-Emissionen für den Zeitraum 2008-2012 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die erworbenen Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2-Emissionen den Bestand an Rechten pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.

Am 11. Januar 2008 hat ThyssenKrupp im Segment Services den Erwerb aller Anteile an der britischen Apollo Metals Ltd. abgeschlossen. Die Apollo-Gruppe bietet mit zehn Standorten in acht Ländern hochwertige Produkte wie Aluminium, Edelstahl und NE-Metalle in Verbindung mit wertschöpfungsstarken An- und Verarbeitungsleistungen hauptsächlich für die Luft- und Raumfahrtindustrie und deren Lieferketten an. Durch den Erwerb entsteht aus den weitgehend in Europa und Fernost operierenden Unternehmen der Apollo-Gruppe und den schwerpunktmäßig in den USA angesiedelten Aktivitäten von ThyssenKrupp Services ein weltweit agierender Bereich mit 30 Standorten in 13 Ländern.

Der durch Zahlungsmittel geleistete Gesamtkaufpreis inklusive der Anschaffungsnebenkosten betrug 89 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betreffen nahezu ausschließlich Kundenverträge einschließlich zugehöriger Kundenbeziehungen. Die vorläufige Kaufpreisaufteilung führte zu einem Firmenwert von 45 Mio €, der nicht separierbare Werte wie Know-How der Belegschaft, neue Kundenbeziehungen und Synergieeffekte aus der Integration von Apollo beinhaltet. Die Erhöhung des Firmenwerts um 7 Mio € gegenüber dem Halbjahresfinanzbericht resultiert aus einer Kaufpreisanpassung.

Auf Basis der vorläufigen Werte zum Erwerbszeitpunkt wirkte sich der Erwerb der Apollo-Gruppe wie folgt auf den Konzernabschluss aus:

Mio €
Buchwerte Anpassungen Zeitwerte
Firmenwert 0 45 45
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 7 7
Sachanlagen 3 0 3
Aktive latente Steuern 0 1 1
Vorräte 52 0 52
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33 0 33
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 11 0 11
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10 0 10
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 109 53 162
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 0 1
Kurzfristige Finanzschulden 18 0 18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 0 24
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 0 1
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 21 0 21
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 65 0 65
Erworbenes Reinvermögen 44 53 97
Anteile anderer Gesellschafter 1 0 1
Kaufpreis (einschl. Anschaffungsnebenkosten)     96
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen     96

Seit Zugehörigkeit zum Konzern hat die Apollo-Gruppe Umsätze von 88 Mio € und ein Ergebnis vor Steuern von 9 Mio € generiert, die in der 9-Monats-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind.

Hätte der Erwerb stattdessen bereits zum 01. Oktober 2007 stattgefunden, so hätte die Apollo-Gruppe mit Umsätzen von 137 Mio € und einem Ergebnis vor Steuern von 17 Mio € zum Konzernerfolg beigetragen.

Darüber hinaus tätigte der Konzern in den ersten 9 Monaten 2007/2008 weitere Akquisitionen, die jede für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €
9 Monate 2007/2008
  Buchwerte zum Erwerbs-
zeitpunkt
Anpassungen Zeitwerte zum Erwerbs-
zeitpunkt
Firmenwert 0 83 83
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 31 32
Sachanlagen 42 10 52
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 – 26 – 26
Aktive latente Steuern 2 1 3
Vorräte 64 0 64
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73 0 73
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7 0 7
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 7 0 7
Laufende Ertragsteueransprüche 1 0 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 45 0 45
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 242 99 341
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 0 1
Sonstige langfristige Rückstellungen 1 0 1
Passive latente Steuern 2 7 9
Langfristige Finanzschulden 19 3 22
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 9 0 9
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 0 1
Kurzfristige Finanzschulden 31 1 32
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47 0 47
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 16 0 16
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 27 1 28
Insgesamt übernommene Verbindlichkeiten 154 12 166
Erworbenes Reinvermögen 88 87 175
Anteile anderer Gesellschafter 21 3 24
Kaufpreise (einschl. Anschaffungsnebenkosten)     151
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen     148

Darüber hinaus erfolgten im Rahmen der Portfoliobereinigung in den ersten 9 Monaten 2007/2008 Verkäufe, die jeder für sich genommen nicht wesentlich waren und die sich in Summe auf Basis der Werte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt wie folgt auf den Konzernabschluss auswirkten:

Mio €
9 Monate
2007/2008
Firmenwert 35
Sachanlagen 73
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4
Aktive latente Steuern 2
Vorräte 54
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 21
Laufende Ertragsteueransprüche 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 68
Insgesamt abgegebene Vermögenswerte 310
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 32
Sonstige langfristige Rückstellungen 4
Passive latente Steuern 2
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 23
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2
Kurzfristige Finanzschulden 42
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 6
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 72
Insgesamt abgegebene Verbindlichkeiten 213
Abgehendes Reinvermögen 97
Gewinn/(Verlust) aus den Verkäufen 73
Verkaufspreise 170
davon: durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichen 170

Ende November 2007 sind die Anteile von ThyssenKrupp an der RAG Aktiengesellschaft auf die RAG-Stiftung übertragen worden.

Management Incentivepläne

Im Januar 2008 gewährte ThyssenKrupp 32.440 Wertrechte für die 6. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Daneben sind im 2. Quartal 2007/2008 die im Rahmen der 3. Tranche des Mid Term Incentiveplans gewährten Rechte mit einer Zahlung von 54,1 Mio € abgerechnet worden. Im 3. Quartal 2007/2008 gewährte ThyssenKrupp weiteren Führungskräften Wertrechte für die 6. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Insgesamt enthält das Ergebnis des 3. Quartals 2007/2008 Aufwendungen in Höhe von 13,4 (3. Quartal 2006/2007: 22,3 Mio €) aus dem Mid Term Incentiveplan. Damit beliefen sich die Aufwendungen für den Mid Term Incentiveplan in den ersten 9 Monaten 2007/2008 auf 17,0 (9 Monate 2006/2007: 55,7 Mio €).

Das Programm zum rabattierten Aktienkauf für das Geschäftsjahr 2006/2007 wurde im 2. Quartal 2007/2008 mit dem Erwerb von 229.664 Aktien mit Rabatt abgeschlossen. Gleichzeitig wurde im März 2008 für das Geschäftsjahr 2007/2008 erneut ein Programm beschlossen, das wiederum ausgewählten Führungskräften des Konzerns die Möglichkeit gibt, ThyssenKrupp Aktien bis zu einem festgelegten Betrag mit Rabatt zu erwerben. Insgesamt resultieren aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf Aufwendungen von 3,7 Mio € im 3. Quartal 2007/2008 (3. Quartal 2006/2007: 3,4 Mio €) bzw. von 9,0 Mio € in den ersten 9 Monaten 2007/2008 (9 Monate 2006/2007: 8,2 Mio €).

Belegschaftsaktienprogramme

Im 3. Quartal 2007/2008 hat ThyssenKrupp der deutschen und der französischen Belegschaft wiederum den Erwerb von ThyssenKrupp Aktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50%igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 6,3 (3. Quartal 2006/2007: 6,6 Mio €).

Die Netto-Pensionsaufwendungen für Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Tabelle: Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Eine quartalsweise Neubewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie des Planvermögens wird grundsätzlich nicht vorgenommen.

Die Netto-Aufwendungen für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzen sich wie folgt zusammen:

Mio €
  9 Monate
2006/2007
USA/Kanada
9 Monate
2007/2008
USA/Kanada
3. Quartal
2006/2007
USA/Kanada
3. Quartal
2007/2008
USA/Kanada
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche 10 8 3 3
Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen 44 44 15 15
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights) – 4 – 3 – 1 – 1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 1 – 1 – 1 – 1
Ertrag aus Planabgeltungen und Plankürzungen – 39 0 0 0
Netto-Aufwendungen der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre 10 48 16 16

Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien veränderten sich wie folgt:

Tabelle: Eigenkapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 ist die ThyssenKrupp AG bis zum 17. Juli 2009 ermächtigt, für bestimmte vordefinierte Zwecke eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Auf Basis dieser Ermächtigung hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 31. Januar 2008 beschlossen, eigene Aktien bis zu rund 3 % des Grundkapitals an der Börse zu erwerben. Im Zeitraum vom 01. Februar bis 07. März 2008 hat die ThyssenKrupp AG 14.791.100 Aktien oder rund 2,9 % des Grundkapitals zu einem Durchschnittskurs von 35,34 € zurückgekauft. Dies entspricht einem Gesamtbetrag von 523 Mio €.

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €
  Maximales
Haftungs-
volumen
30.06.2008
Rückstellung
30.06.2008
Anzahlungsgarantien 141 1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungs-
garantien
65 1
Kreditaufträge 33 0
Restwertgarantien 45 1
Sonstige Haftungserklärungen 120 1
Insgesamt 404 4

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

"Special Purpose Entities"

ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation SIC 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaft dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen des Miet- und Abnahmevertrages werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 62 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 45 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des Miet- bzw. Abnahmevertrages.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Mit Entscheidung vom 20. November 2007 hat die EU-Kommission ein Gesetz der Republik Italien aus dem Jahr 2005, das neben anderen Unternehmen auch der ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A. beim Strombezug bestimmte Vergünstigungen gewährt, als unzulässige Staatsbeihilfen eingestuft. Die EU-Kommission hat Italien aufgefordert, auf Grund dieser gesetzlichen Regelung gezahlte Beihilfen von den betroffenen Unternehmen zurückzufordern. Italien hat gegen die Entscheidung der Kommission am 31. Januar 2008 Klage eingereicht. Am 06. Februar 2008 hat die ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni ebenfalls Klage gegen diese Entscheidung eingereicht. Ob und in welcher Höhe möglicherweise Rückforderungsansprüche durch den italienischen Staat gestellt werden bzw. bisher von ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni geltend gemachte Ansprüche von Italien beglichen werden, kann zur Zeit nicht abschließend beurteilt werden. Sollte der Ausgang des Rechtsstreits eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt.

Mit Entscheidung vom 02. Juli 2008 hat die EU-Kommission verschiedene, der Hellenic Shipyards S.A. (HSY) gewährte Investitionszuschüsse und Zusagen als staatliche, mit dem Gemeinsamen Markt nicht vereinbare Beihilfen eingestuft. Die Beihilfen wurden in den Jahren 1997 bis 2002 teilweise im Zusammenhang mit der Privatisierung der ehemals staatlichen Werft gewährt. Eine Freistellungsklausel im Kaufvertrag über den Erwerb der HSY zugunsten der erwerbenden Howaldtswerke Deutsche Werft GmbH im Jahre 2002 für eventuelle Rückforderungen von Beihilfen betrachtet die Kommission ebenfalls als beihilfewidrig. Die EU-Kommission hat die Republik Griechenland aufgefordert, die Beihilfen von der HSY zurückzufordern; nach Auffassung der Kommission handelt es sich um einen Betrag von ca. 236 Mio € (zuzüglich Zinsen). Gegen die Entscheidung der Kommission kann bis Mitte September Klage zum Europäischen Gericht erster Instanz (Luxemburg) eingelegt werden. Die Einleitung rechtlicher Schritte wird zurzeit geprüft. Ob und in welcher Höhe der griechische Staat Rückforderungsansprüche gegen HSY stellen wird, kann gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden. Eine Klage gegen die Verkäuferin der HSY auf Freistellung von solchen Rückforderungsansprüchen ist bei dem zuständigen Gericht in Athen bereits eingereicht. Sollte der gesamte Vorgang eine ungünstige Entwicklung nehmen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich daraus ein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss von ThyssenKrupp ergibt.

Im Vergleich zum 30. September 2007 erhöhte sich in den Segmenten Steel und Stainless das Bestellobligo für Investitionsvorhaben in Brasilien und Nordamerika um 0,9 Mrd € auf 3,0 Mrd €. Darüber hinaus wurden im Segment Steel weitere langfristige Kalklieferverträge abgeschlossen, aus denen Abnahmeverpflichtungen von 0,2 Mrd € resultieren. Zusätzlich erhöhten sich auf Grund geänderter Einschätzungen über die Preisbedingungen für Eisenerz und Eisenerzpellets bestehende Abnahmeverpflichtungen um 3,8 Mrd € auf 10,5 Mrd €.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig. Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

Die Nominal- und Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio €
  Nominalwert
30.09.2007
Buchwert
30.09.2007
Nominalwert
30.06.2008
Buchwert
30.06.2008
Derivative Finanzinstrumente        
Aktiva        
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate 3.950 182 5.623 237
Zinsderivate* 757 4 826 50
Warenderivate 854 68 972 130
Insgesamt 5.561 254 7.421 417
         
Passiva        
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate 5.181 241 6.465 391
Zinsderivate* 208 6 138 4
Warenderivate 827 86 827 128
Insgesamt 6.216 333 7.430 523
* inklusive Zins-/Währungsderivate

In den ersten 9 Monaten 2007/2008 realisierte eine Konzerngesellschaft aus der in 2006/2007 erfolgten Beauftragung zur Modernisierung von Aufzügen im Wert von 2 Mio € durch eine zur Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gehörende Einrichtung einen Umsatz in Höhe von 1,3 Mio €.

Die ESG Legierungen GmbH ist auf Grund der Tatsache, dass ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds als Geschäftsführer tätig ist, als nahe stehendes Unternehmen des Konzerns einzustufen. In den ersten 9 Monaten 2007/2008 hat der Konzern mit der ESG Legierungen GmbH einen Umsatz in Höhe von 1,4 Mio € aus dem Verkauf von Feinzink realisiert. Im gleichen Zeitraum wurden vom Konzern Zinklegierungen in Höhe von 0,2 Mio € von der ESG Legierungen GmbH bezogen. Die Transaktionen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Zum 30. Juni 2008 hatte der Konzern aus der Geschäftsbeziehung eine Forderung von 0,1 Mio €.

Segmentinformationen für die ersten 9 Monate 2006/2007 und für die ersten 9 Monate 2007/2008 sowie für das 3. Quartal 2006/2007 und das 3. Quartal 2007/2008:

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Mio €
Steel Stainless Technologies Elevator Services Corporate Konsoli-
dierung
Konzern
9 Monate 2006/2007                
Außenumsätze 8.790 6.141 8.366 3.347 12.006 240 0 38.890
konzerninterne Umsätze 1.130 845 45 3 608 17 – 2.648 0
Umsatzerlöse gesamt 9.920 6.986 8.411 3.350 12.614 257 – 2.648 38.890
Ergebnis vor Steuern 1.298 912 411 – 187 550 – 115 – 16 2.853
 
9 Monate 2007/2008                
Außenumsätze 9.611 5.083 9.133 3.556 12.198 69 0 39.650
konzerninterne Umsätze 1.144 643 75 3 504 14 – 2.383 0
Umsatzerlöse gesamt 10.755 5.726 9.208 3.559 12.702 83 – 2.383 39.650
Ergebnis vor Steuern 1.138 86 566 301 515 – 291 – 18 2.297
 
3. Quartal 2006/2007                
Außenumsätze 3.038 2.263 2.825 1.178 4.121 19 0 13.444
konzerninterne Umsätze 375 345 – 10 1 187 5 – 903 0
Umsatzerlöse gesamt 3.413 2.608 2.815 1.179 4.308 24 – 903 13.444
Ergebnis vor Steuern 428 296 155 106 218 21 – 5 1.219
 
3. Quartal 2007/2008                
Außenumsätze 3.494 1.711 3.317 1.210 4.431 18 0 14.181
konzerninterne Umsätze 408 222 40 1 172 5 – 848 0
Umsatzerlöse gesamt 3.902 1.933 3.357 1.211 4.603 23 – 848 14.181
Ergebnis vor Steuern 389 93 201 92 248 – 110 – 4 909

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

Tabelle: Ergebnis je Aktie

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Der gewichtete Durchschnitt der Aktien reduzierte sich in 2007/2008 durch den Erwerb eigener Aktien im Zeitraum vom 01. Februar bis 07. März 2008.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

In den ersten 9 Monaten 2007/2008 ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 163 (9 Monate 2006/2007: 30 Mio €).

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease in den ersten 9 Monaten 2007/2008 beträgt 38 (9 Monate 2006/2007: 9 Mio €).

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

In den ersten 9 Monaten 2007/2008 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Brutto- Finanzschulden von 71 (9 Monate 2006/2007: 0) Mio €.

Auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Januar 2008 hat der Vorstand der ThyssenKrupp AG am 14. Juli 2008 beschlossen, bis zum Ablauf dieser Ermächtigung am 17. Juli 2009 bis zu 10,5 Mio weitere eigene Aktien an der Börse zu erwerben; dies entspricht rund 2 % des Grundkapitals.