Geschäftsverlauf in den Segmenten
Steel: Gut behauptet
| 1. Quartal 2006/2007 | 1. Quartal 2007/2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 3.123 | 3.188 | ||
| Umsatz | Mio € | 3.118 | 3.214 | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 399 | 353 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 38.837 | 39.922 |
Das Segment Steel konnte im 1. Quartal 2007/2008 das Geschäft trotz des etwas schwächeren Marktumfeldes erneut leicht ausweiten. Der wertmäßige Auftragseingang nahm um 2 % auf 3,2 Mrd € zu; dies war bei im Vorjahresvergleich annähernd konstanten Bestellmengen auf ein gestiegenes Preisniveau zurückzuführen. Der Umsatz stieg um 3 % auf ebenfalls 3,2 Mrd €, was bei etwas geringerem Stahlversand als im entsprechenden Vorjahresquartal gleichermaßen erlösbedingt war. Das Segment erwirtschaftete einen Gewinn von 353 Mio €, nach 399 Mio € im gleichen Vorjahresquartal. Der Ergebnisrückgang resultiert aus geringeren Gewinnbeiträgen der Business Units Industry und Auto sowie den Vorlaufkosten des Stahlwerksprojekts in Brasilien.
Corporate
Zum 01. Oktober 2007 wurden die bei der ThyssenKrupp Steel AG angesiedelten Verwaltungsfunktionen sowie die strategischen Investitionsprojekte in Brasilien und den USA in einer neuen Business Unit Corporate zusammengefasst. Sie waren zuvor Bestandteil der Business Unit Steelmaking. Wegen der zunehmenden Vorlaufkosten des Stahlwerksprojekts in Brasilien hat sich der Verlust gegenüber dem vergleichbar gerechneten Vorjahr erhöht.
Steelmaking
Steelmaking umfasst jetzt ausschließlich die Metallurgie in Duisburg sowie die Transportgesellschaften. Die Rohstahlerzeugung konnte bei Vollauslastung der Anlagen gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf 3,7 Mio t gesteigert werden. Im Dezember wurde der neue Hochofen 8 in Betrieb genommen. Er wird mit einer Tagesleistung von 5.600 t Roheisen den Hochofen 4 ersetzen, der künftig als Reserveaggregat dienen soll. Der Umsatz von Steelmaking an externe Abnehmer war niedriger als im vergangenen Jahr. Die Business Unit wies aber nach einem Verlust im Vorjahr einen Gewinn aus; im Jahr zuvor war das Ergebnis durch die eingeschränkte Verfügbarkeit eines Hochofens belastet.
Industry
Die Business Unit Industry verzeichnete bei leicht gesunkenem Versand einen Umsatzanstieg. Dieser war auf das im Vorjahresvergleich durchweg höhere Erlösniveau sowohl bei Langfristverträgen als auch im Quartalsgeschäft zurückzuführen. Im Industriekundengeschäft blieb das Versandniveau bei anhaltend guter Beschäftigung der meisten Kundengruppen konstant. Der Bereich Grobblech wies auf Grund überhöhter Lagerbestände des Handels einen Mengenrückgang aus, der Umsatz konnte jedoch dank höherer Erlöse kräftig ausgeweitet werden. Zum 01. Oktober wurden die Aktivitäten bei organisch beschichteten Blechen und Bauelementen zum Competence-Center Color/Construction zusammengeführt. Bei organisch beschichteten Blechen blieb der Umsatz nahezu stabil; die Marktpreise gerieten aber – nicht zuletzt vor dem Hintergrund hoher Importe – unter Druck. Bei Bauelementen gab es im Inland deutliche Umsatzeinbußen, die aber mit einer primär mengenbedingten Expansion des Geschäfts im westeuropäischen Ausland wettgemacht werden konnten. Mit einem im November 2007 neu eröffneten Bauteilwerk in Ungarn trägt ThyssenKrupp Steel der rasch wachsenden Nachfrage nach Stahl-Sandwichelementen in Mittel- und Osteuropa Rechnung. Die europäischen Stahl-Service-Center weiteten ihr Geschäft erneut überdurchschnittlich aus; ursächlich waren nochmals leicht gestiegene Mengen sowie auch höhere Erlöse im vorherrschenden Jahreskontraktgeschäft. Alle Bereiche der Business Unit Industry – mit Ausnahme von Grobblech – verzeichneten einen Gewinnrückgang. Gestiegene Vormaterialkosten konnten durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung nicht vollständig kompensiert werden.
Auto
In der Business Unit Auto nahm der Umsatz durch höhere Erlöse im Kontraktgeschäft mit der Automobilindustrie zu. Tailored Blanks profitierte von höheren Abrufen wichtiger Automobilkunden vor allem im Inland. Schwieriger war das Geschäft auf dem amerikanischen Automobilmarkt. Unsere dortigen Stahl-Service-Aktivitäten verzeichneten Mengeneinbußen; hinzu kamen negative Effekte wegen des gestiegenen Euro-Kurses. Die US-Dollar-Preise bewegten sich aber weiter auf hohem Niveau. Die Business Unit Auto wies in Summe einen niedrigeren Gewinn als im Vorjahr aus. Geringere Versandmengen und höhere Kosten für die Beschaffung von Energie und Rohstoffen belasteten das Ergebnis. Erlössteigerungen und die fortlaufende Umsetzung von Programmen zur Performancesteigerung kompensierten dies nicht. Tailored Blanks konnte hingegen den Gewinn gegenüber dem Vorjahr steigern.
Der seit Beginn des vergangenen Geschäftsjahres zum Segment Steel gehörende Bereich Metal Forming weitete bei erhöhten Abrufen der Automobilhersteller den Umsatz aus, blieb aber im Verlust. Das für diesen Bereich erarbeitete Strategiekonzept sieht vor, das europäische Fertigungsnetzwerk zu optimieren, die profitablen Chassis-Aktivitäten zu stärken und die Präsenz in Wachstumsmärkten auszubauen.
Processing
Der Umsatz der Business Unit Processing, in der unsere Aktivitäten bei Weißblech, Mittelband und kornorientiertem Elektroband gebündelt sind, lag insgesamt leicht über dem Vorjahr; deutlicher war der Gewinnanstieg. Bei Weißblech war das Geschäftsvolumen rückläufig. Rasselstein konnte den hohen Vorjahresversand nicht ganz erreichen, der Gewinn ging ebenfalls zurück. Hoesch Hohenlimburg verzeichnete in einem unverändert positiven Marktumfeld einen annähernd stabilen Versand auf hohem Niveau und konnte mit fortgesetzten Erlössteigerungen den Umsatz erneut ausweiten. Begleitet wurde dies von einem deutlichen Gewinnanstieg. Weiterhin sehr günstig entwickelte sich auch der Bereich kornorientiertes Elektroband. Der Umsatz hat sich vor allem infolge gestiegener Erlöse kräftig erhöht, wobei aber auch der Versand leicht zunahm. Das Ergebnis konnte dadurch im Vorjahresvergleich wesentlich verbessert werden.
Stainless: Marktentwicklung belastet Ergebnis
| 1. Quartal 2006/2007 | 1. Quartal 2007/2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 1.913 | 2.150 | ||
| Umsatz | Mio € | 1.971 | 1.838 | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 325 | – 45 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 12.221 | 12.075 |
ThyssenKrupp Stainless verzeichnete im 1. Quartal 2007/2008 im Vergleich zum Vorjahresquartal einen deutlichen Zuwachs der mengenmäßigen Auftragseingänge auf Grund der anziehenden Nachfrage im Handelsbereich sowie der stabilen Endverbrauchernachfrage. Wertmäßig stiegen die Auftragseingänge trotz des äußerst niedrigen Erlösniveaus um 12 % auf 2,2 Mrd €. Im Produktbereich Edelstahl Rostfrei erhöhte sich das mengenmäßige Auftragseingangsvolumen bei Kaltband um 33 % und bei Warmband um 37 %. Bei Nickellegierungen sank es dagegen um 8 %.
Die Gesamtlieferungen von ThyssenKrupp Stainless lagen im Berichtsquartal mit insgesamt rund 537.000 t unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der Lieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betraf sowohl Rostfrei-Kalt- und Warmband sowie die Hochleistungswerkstoffe. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 % auf 1,8 Mrd €. Hauptursache dafür war das niedrige Erlösniveau infolge deutlich gesunkener Basispreise und nickelpreisbedingt niedrigerer Legierungszuschläge.
Das Ergebnis des Segments Stainless ging um 370 Mio € auf -45 Mio € zurück. Diese Ergebnisentwicklung basiert im Wesentlichen auf einem gegenüber dem Vorjahresquartal drastisch gesunkenen Basispreisniveau und der im Berichtsquartal noch anhaltenden Unterauslastung der Werke. Während das Vorjahresquartal noch durch ein sehr hohes Basispreisniveau gekennzeichnet war, lag der Basispreis im 1. Quartal auf extrem niedrigem Niveau bei allerdings wieder steigenden Auftragseingängen. Der Mitte 2007 einsetzende drastische Rückgang des Nickelpreises verunsicherte alle Marktteilnehmer, führte zu einer starken Kaufzurückhaltung, verstärkt durch den einsetzenden Bestandsabbau beim lagerhaltenden Handel, und beschleunigte den Verfall der Basispreise zusätzlich. Folge waren auch in der Berichtsperiode Abwertungseffekte bei den Vorratsbeständen.
ThyssenKrupp Nirosta
Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta konnte nach mehreren Monaten schwacher Ordertätigkeit eine Wiederbelebung der Nachfrage im Handelsbereich und ein stabiles Endkundengeschäft verzeichnen. Diese insgesamt positive Entwicklung spiegelte sich im Wesentlichen in einem deutlich gesteigerten mengenmäßigen Auftragseingang wider. Dies betraf allerdings in erster Linie Kaltband, während die Warmbandnachfrage noch relativ schwach war. Dementsprechend konnten die Kapazitäten, insbesondere in den Stahlwerken, noch nicht voll genutzt werden. Der Umsatz erreichte nahezu das Vorjahresniveau. Auf Grund der verschlechterten Preise sank das Ergebnis signifikant.
ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni
Auch bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni setzte im 1. Geschäftsjahresquartal eine Nachfragebelebung nach rost-, säure- und hitzebeständigen Erzeugnissen ein, insbesondere seitens der Service-Center und Händler. Schwach war allerdings auch hier die Nachfrage nach Warmband. Dadurch blieb die Beschäftigung in den Kaltwalzwerken und insbesondere in den Stahlwerken hinter der Auslastung im Vorjahresquartal zurück, was sich auch im niedrigeren Umsatz der Business Unit zeigte. Das Ergebnis ging deutlich zurück. Aufwendungen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der eingeleiteten Produktionsverlagerung von Turin nach Terni standen, haben das Ergebnis zusätzlich belastet. Der Gewinn aus dem Titangeschäft blieb nahezu auf Vorjahresniveau.
Im Werk Turin kam es am 06. Dezember 2007 zu einem tragischen Brandunfall, in dessen Folge sieben Mitarbeiter ihr Leben verloren. Auf Grund behördlicher Anweisungen ruht seitdem die Produktion im Kaltwalzwerk Turin.
ThyssenKrupp Mexinox
Bei ThyssenKrupp Mexinox stieg der mengenmäßige Auftragseingang trotz der Marktabschwächung in der Nafta-Region leicht über das Niveau des Vorjahresquartals. Erlösbedingt gab der wertmäßige Auftragseingang nach. Der Umsatz fiel unter den Wert des Vorjahresquartals. In diesem schwächeren Marktumfeld sank auch das Ergebnis spürbar.
Shanghai Krupp Stainless
Shanghai Krupp Stainless erzielte dank gesunkener Vorräte und dadurch ausgelöster Ordertätigkeit der Lagerhalter einen höheren mengenmäßigen Auftragseingang. Nachfragebedingt wurde die Produktion ferritischer Edelstähle ausgebaut. Umsatz und Gewinn lagen unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Gewinnrückgang war neben dem unverändert schwierigen Marktumfeld in China durch den Entfall der Lohnarbeiten für ThyssenKrupp Nirosta beeinflusst, die im Vorjahresquartal im Zuge der Werkshilfe geleistet wurden.
ThyssenKrupp Stainless International
In der Business Unit ThyssenKrupp Stainless International waren Auftragseingang und Umsatz niedriger als im Vorjahresquartal. Zudem führte das signifikant geringere Preisniveau auf den internationalen Edelstahlmärkten zu spürbaren Ergebniseinbußen. Das Unternehmen verfügt mittlerweile aber über ein weiter gestärktes Absatzpotenzial durch zusätzliche Service-Center zur Belieferung der Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie in Großbritannien.
ThyssenKrupp VDM
Im Bereich Nickellegierungen führte die nach wie vor abwartende Haltung der Kunden zu gesunkenen Auftragseingängen und einem geringeren Umsatz als im Vorjahresquartal. Die Verlagerung der Drahtfertigung von Bärenstein nach Werdohl ist weitgehend abgeschlossen. Mit dem Bau der neuen Schmiede, die im Mai 2008 offiziell ihren Betrieb aufnehmen wird, vergrößert ThyssenKrupp VDM das Produktangebot insbesondere für die Luftfahrtindustrie. Der Gewinn lag nahezu auf Vorjahresniveau.
Technologies: Ergebnis erneut ausgebaut
| 1. Quartal 2006/2007 | 1. Quartal 2007/2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 3.428 | 3.212 | ||
| Umsatz | Mio € | 2.792 | 2.822 | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 148 | 179 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 52.954 | 55.567 |
Das Segment Technologies ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Nach dem Spitzenwert des Vorjahresquartals wurde im 1. Quartal 2007/2008 mit 3,2 Mrd € wieder ein hohes Ordervolumen erzielt. Dank der guten Projektlage im Großanlagenbau werden weitere größere Aufträge in den nächsten Quartalen erwartet. Mit 2,8 Mrd € übertraf der Umsatz trotz negativer US-Dollar-Kurseinflüsse das Vorjahresniveau. Mit einem auf 15,7 Mrd € stark gestiegenen Auftragsbestand zum 31. Dezember 2007 wird derzeit mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand gesichert. Der Gewinn von 179 Mio € bedeutet einen absoluten Quartalsspitzenwert und eine deutliche Steigerung gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres. Hierzu trugen u.a. die anhaltend gute Auftragssituation bei Plant Technology und geringere Personalkosten bei.
Im Zuge der weiteren Optimierung des Segmentportfolios wurde die Suche nach einem Best Owner für die Aktivitäten der ThyssenKrupp Präzisionsschmiede erfolgreich abgeschlossen. Erwerber wird die indische Sona-Gruppe sein, die Lenksysteme, Hinterachsbauteile sowie kalt geschmiedete Teile für Getriebe, Motor- und Antriebsstrang herstellt. Durch die Übernahme der Präzisionsschmiede-Aktivitäten soll eine weltweit führende Schmiedegruppe aufgebaut werden.
Plant Technology
Erfreulich blieb die Auftragsentwicklung im Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology. Insbesondere im Chemie- und Zementanlagenbau wurden hohe Auftragsvolumina realisiert. Da das Vorjahresquartal bei fördertechnischen Anlagen durch die Einbuchung von Großaufträgen stark begünstigt war, wurde das Ordervolumen des Vorjahres nicht ganz erreicht. Wegen des stark gestiegenen Auftragsbestands konnte der hohe Umsatz des Vorjahreszeitraums nochmals übertroffen werden. Diese Entwicklung wird von den globalen Megatrends in den Sektoren Klima, Umwelt, Energie und Infrastruktur getragen. Plant Technology konnte auf Grund des guten Geschäfts das hohe Gewinnniveau des Vorjahresquartals nochmals steigern und lieferte den größten Beitrag zum Segmentergebnis.
Marine Systems
Bei Marine Systems zeigte sich weiterhin eine hohe Nachfrage im Reparatur- und Servicegeschäft mit deutlichen Auftragszuwächsen. Im Überwasserschiffbau dagegen wurde das Auftragsvolumen des Vorjahresquartals nicht erreicht. Insgesamt stellt sich die Projektlage im Marineschiffbau aussichtsreich dar, so dass in den Folgequartalen größere Aufträge erwartet werden. Das Umsatzniveau lag bedingt durch geringere Anarbeitungsgrade aus dem Auftragsbestand im Bereich Submarine unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Marine Systems erwirtschaftete einen Gewinn auf Höhe des Vorjahresquartals.
Mechanical Components
Die Business Unit Mechanical Components erzielte mit Hightech-Komponenten für die Automobil- und Baumaschinenindustrie sowie für Anwendungen im allgemeinen Maschinenbau einen höheren Auftragseingang. Insbesondere im Geschäft mit Großwälzlagern und Ringen für die Windenergiebranche zeigte sich eine stabil hohe Nachfrage. Der Umsatz lag über dem Vorjahresniveau, wobei die fortgesetzte Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zunehmend belastend wirkte. Mechanical Components erreichte nicht ganz den hohen Gewinn des Vorjahresquartals, der durch Erträge aus einer Unternehmensveräußerung begünstigt war. Ergebnisdämpfend erwiesen sich zudem die rückläufige US-Nachfrage und die fortgesetzte Abwertung des US-Dollar, während die anhaltend hohe Nachfrage nach Großwälzlagern und Ringen zu positiven Ergebniseffekten führte.
Automotive Solutions
Die Business Unit Automotive Solutions hat ihr Geschäft mit innovativen Systemlösungen für die Automobilindustrie ausgebaut. Beim Auftragseingang und Umsatz wurde eine erfreuliche Steigerung erzielt, die maßgeblich auf erhöhte Abrufe im Geschäft mit Achsmodulen für deutsche Hersteller zurückging. Automotive Solutions erwirtschaftete wie im Vorjahr einen leichten Gewinn. Höheren Gewinnen im Geschäft mit Lenksäulen und -systemen stand eine rückläufige Entwicklung bei Montagesystemen sowie bei Werkzeugen und dem Karosserierohbau gegenüber. Ursächlich hierfür waren ein Auftragsbestand mit schwachen Margen und Restrukturierungsaufwendungen im Bereich Montagesysteme. Zur Zukunftssicherung wurden kostensenkende Standortoptimierungen und -bereinigungen sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet.
Transrapid
Transrapid wies bei einem höheren Umsatz einen leichten Gewinn aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wirkten sich dabei Ergebnisbeiträge aus dem chinesischen Lizenzvertrag positiv aus.
Elevator: Erfolgreicher Start ins neue Geschäftsjahr
| 1. Quartal 2006/2007 | 1. Quartal 2007/2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 1.299 | 1.466 | ||
| Umsatz | Mio € | 1.083 | 1.184 | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 97 | 119 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 37.279 | 40.191 |
Elevator ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2007/2008 gestartet. Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz konnten trotz des negativ wirkenden Preis- und Margendrucks im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet werden. Der Auftragseingang stieg um 13 % auf 1,5 Mrd €; der Umsatz nahm um 9 % auf 1,2 Mrd € zu. Im gleichen Zeitraum erzielte das Segment einen erheblichen Gewinnanstieg um 23 % auf 119 Mio €.
Central/Eastern/Northern Europe
Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe übertraf sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz die Vorjahreswerte. In Frankreich wurde das Umsatzwachstum durch das weiterhin sehr erfreuliche Modernisierungsgeschäft bestimmt. In Deutschland, den Benelux-Staaten sowie in Nordeuropa sind die Geschäftsaktivitäten weiter ausgebaut worden. Alle regionalen Aktivitäten konnten den Gewinn leicht steigern oder bestätigen. In Großbritannien war das Ergebnis niedriger, was zu einem leichten Ergebnisrückgang der Business Unit führte.
Southern Europe/Africa/Middle East
Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East weitete sowohl Auftragseingang als auch Umsatz erheblich aus. Das Wachstum wurde im Wesentlichen durch Spanien und Italien getragen. Während in Spanien die Geschäftsaktivitäten im Neuanlagen- wie auch im Dienstleistungsgeschäft weiter ausgebaut werden konnten, bestimmten in Italien neu erworbene Gesellschaften das Wachstum. Der deutliche Gewinnanstieg der Business Unit ist maßgeblich auf die Geschäftsaktivitäten in Spanien zurückzuführen.
Americas
Die Business Unit Americas übertraf trotz negativer Wechselkurseffekte das sehr gute Auftragseingangsniveau des Vorjahres deutlich und steigerte leicht den Umsatz. Ersteres ist insbesondere auf Nordamerika zurückzuführen, wo die Aktivitäten im Neuanlagen- und im Dienstleistungsgeschäft erneut ausgeweitet wurden. Die Geschäftsentwicklung in Brasilien war ebenfalls sehr erfreulich und konnte die etwas schwächeren Aktivitäten in den übrigen Ländern Lateinamerikas deutlich überkompensieren. Die Business Unit erzielte erneut einen höheren Gewinn.
Asia/Pacific
Die Business Unit Asia/Pacific weitete trotz ungünstiger Wechselkurseinflüsse sowohl Auftragseingang als auch Umsatz spürbar aus. Zu der guten Geschäftslage trug maßgeblich das unverändert starke Wachstum im Neuanlagenbereich in China bei. In Korea blieb der Auftragseingang hinter dem Vorjahresniveau zurück. Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftete die Business Unit einen Gewinn. Neben höheren Ergebnisbeiträgen in China trug dazu insbesondere ein geringerer Verlust in Korea bei.
Escalators/Passenger Boarding Bridges
In der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges lagen sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz deutlich unter dem Vorjahreswert. Während sich im Fahrtreppengeschäft der preisintensive Wettbewerb negativ auswirkte, blieb das Geschäftsvolumen bei Fluggastbrücken bedingt durch zeitliche Verschiebungen von Großaufträgen hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Business Unit verbuchte insgesamt einen Verlust.
Accessibility
Accessibility setzte ihren Expansionskurs erfolgreich fort. Die deutliche Ausweitung der europäischen Geschäftsaktivitäten konnte jedoch den Nachfragerückgang in den USA auf Grund der Krise im Markt für Einfamilienhäuser nicht überkompensieren. Dies hat die Gewinnentwicklung belastet, so dass der Vorjahreswert lediglich bestätigt wurde.
Services: Hoher Umsatz trotz Marktabschwächung
| 1. Quartal 2006/2007 | 1. Quartal 2007/2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio € | 4.207 | 3.951 | ||
| Umsatz | Mio € | 3.972 | 3.867 | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio € | 192 | 132 | ||
| Mitarbeiter (31.12.) | 40.690 | 43.054 |
Das Segment Services erzielte im 1. Quartal des Berichtsjahres einen Umsatz von 3,9 Mrd €, das sind 3 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn reduzierte sich gegenüber dem extrem guten Vorjahresquartal um 60 Mio € auf 132 Mio €.
Materials Services International
Die größte Business Unit des Segments verzeichnete eine weitgehend stabile Nachfrage und konnte das Umsatzniveau des Vorjahres insgesamt halten. Allerdings sind die Verkaufspreise unter Druck geraten. Dies galt insbesondere für den osteuropäischen Markt, wo sich ein verstärkter Wettbewerbsdruck und wachsende Importe bemerkbar machten. In sehr schwacher Verfassung mit deutlichen Preisreduzierungen zeigte sich das Edelstahl-Geschäft. Gegen Ende des Quartals scheint in diesem Produktbereich eine leichte Trendwende eingetreten zu sein. Sehr stabil – das gilt für Umsatz und Ergebnis – entwickelte sich das Kunststoffgeschäft im In- und Ausland. Der Gewinn von Materials Services International ging insgesamt deutlich zurück, trotzdem blieb die Business Unit der ergebnisstärkste Bereich des Segments.
Services hat seine Wachstumsstrategie in interessanten Regionen und Märkten fortgesetzt. Zum 01. Oktober 2007 wurden 80 % der Anteile an der Ferostav spol. s.r.o., dem drittgrößten Stahlhändler in der Slowakei, erworben. Dadurch wird die Marktposition in Osteuropa weiter ausgebaut.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Januar 2008 hat Services alle Anteile an der britischen Apollo Metals Group übernommen. Apollo bietet hochwertige Produkte wie Aluminium, Edelstahl und NE-Metalle in Verbindung mit wertschöpfungsstarken An- und Verarbeitungsleistungen, hauptsächlich für die Luft- und Raumfahrtindustrie und deren Lieferketten. Durch den Erwerb entsteht aus den weitgehend in Europa und Fernost operierenden Unternehmen der Apollo-Gruppe und den schwerpunktmäßig in den USA angesiedelten Aktivitäten von ThyssenKrupp Services ein weltumspannender Bereich: An 30 Standorten in 13 Ländern wird ein Jahresumsatz von derzeit rund 500 Mio € erwirtschaftet.
Materials Services North America
Deutlicher als der europäische hat sich der nordamerikanische Werkstoffmarkt abgeschwächt, was sich sowohl auf Mengen als auch auf Preise auswirkte. Hinzu kam der Verfall der Edelstahlpreise, so dass die Business Unit den Umsatz und vor allem den Gewinn des exzellenten Vorjahresquartals nicht wieder erreichen konnte.
Industrial Services
Industrial Services hat den Umsatz im 1. Quartal leicht gesteigert. Im Inland war die Auslastungs- und Auftragssituation befriedigend, in mehreren Branchen auch gut bis sehr gut. Dies galt zum Beispiel für den Maschinenbau oder auch die Energiewirtschaft. Während sich der Umsatz in Skandinavien auf Grund der Beendigung eines Großauftrags reduziert hat, stieg er auf dem amerikanischen Kontinent weiter. Sehr gut haben sich die brasilianischen Aktivitäten entwickelt; in Nordamerika konnte der Umsatz – trotz der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro – wiederum ausgebaut werden. Das Ergebnis von Industrial Services wurde bedingt durch Einmaleffekte unter das Vorjahresniveau gedrückt, operativ ist der Gewinn jedoch gestiegen.
Special Products
Die Business Unit hat den hohen Vorjahresumsatz erneut erreicht. Das internationale Walzstahlgeschäft wurde durch eine in nahezu allen Produktsparten leicht reduzierte, eher abwartende Nachfrage und sehr stark gestiegene Frachtkosten beeinträchtigt. Dagegen waren Nachfrage und Preise bei metallurgischen Rohstoffen auf einem relativ hohen Niveau stabil. Die Verfügbarkeit von Koks und Mineralien, vor allem aus China, war eingeschränkt. Dementsprechend stiegen die Preise auf dem Weltmarkt; gleiches galt für die Frachtraten. Dem Umsatzanstieg bei Rohstoffen insgesamt stand ein allerdings nur abrechnungsbedingter Umsatzrückgang im Bereich Technik gegenüber. Insbesondere wegen der positiven Entwicklung des Rohstoffgeschäfts hat die Business Unit den Rekordgewinn des Vorjahres noch einmal verbessert.
Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde hier der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Wegen der zwischenzeitlich erfolgten Veräußerung der Aktivitäten dieses Bereichs ist der Corporate-Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres zurückgegangen.
Das Ergebnis von Corporate betrug -84 Mio € und hat sich im Vorjahresvergleich um 9 Mio € verbessert. Dazu hat insbesondere der Bereich Real Estate wegen der positiven Entwicklung bei den Risikovorsorgen für Grundstücksaltlasten beigetragen. Darüber hinaus verbesserte sich das Zinsergebnis von Corporate aus der konzerninternen Finanzierung u.a. als Folge erhöhter Organschaftsabrechnungen und des gestiegenen Zinsniveaus. Gegenläufig wirkten sich zahlungsunwirksame Effekte aus der Marktbewertung des Cross-Currency-Swaps aus.
Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.




