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An unsere Aktionäre

Unternehmerische Verantwortung

Als eines der weltweit führenden Technologieunternehmen trägt ThyssenKrupp eine besondere Verantwortung für die Menschen, die von unserem Handeln betroffen sind. Wir nehmen täglich Verantwortung wahr – für unsere Produkte, für unsere Beschäftigten, für das Kapital unserer Aktionäre, für unsere Umwelt, für die Gesellschaft und für unser soziales Umfeld.

Mit "Corporate Responsibility" bezeichnen wir die Verantwortung, die wir durch unser Handeln für unser wirtschaftliches, ökologisches und soziales Umfeld tragen. Dieser Verantwortung stellen wir uns, indem wir die Interessen unterschiedlichster Anspruchsgruppen – Mitarbeiter, Anteilseigner, Kunden und Lieferanten, Nachbarn und Gesellschaft – bei unseren Entscheidungen berücksichtigen. Ein offener Dialog und ein von Respekt geprägter Umgang sind hierfür die entscheidende Grundlage.

Unternehmerische Verantwortung hat eine lange und erfolgreiche Tradition bei ThyssenKrupp und seinen Vorgängergesellschaften. Wir tragen nicht nur Verantwortung dafür, was in unseren Konzerngesellschaften passiert, sondern leisten aktiv einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme und unterstützen die positive Entwicklung der Regionen, in denen wir tätig sind. Dazu fördern wir eine Vielzahl gemeinnütziger Projekte, Organisationen und Initiativen, sei es in Kultur, Wissenschaft, Bildung und Sport oder im sozialen, karitativen und humanitären Bereich.

Unternehmerische Verantwortung spiegelt sich in der Praxis in allen Teilen des Konzerns wider – in einer verantwortlichen Unternehmensführung, dem Einhalten unserer ethischen Wertvorstellungen und der Gestaltung des täglichen Arbeitsumfelds, beim Schutz der Umwelt und bei der Entwicklung zukunftsweisender Innovationen.

Verantwortungsbewusste und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung hat für uns einen hohen Stellenwert. Wesentliche Eckpfeiler sind die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und hohe Transparenz in der Unternehmenskommunikation. ThyssenKrupp überprüft seine Standards zur Unternehmensführung fortlaufend und befolgt sämtliche Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Wir legen großen Wert auf faires und gesetzeskonformes Verhalten im Umgang mit Geschäftspartnern und Wettbewerbern. Mit unserem Compliance-Programm haben wir weitreichende Maßnahmen ergriffen, damit die Korruptions- und Kartellvorschriften sowie die darauf beruhenden Konzernrichtlinien eingehalten werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Corporate- Governance-Bericht.

Die Kompetenz und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind entscheidend für die Nachhaltigkeit unseres Erfolgs. Deshalb fühlen wir uns besonders dafür verantwortlich, ein positives Arbeitsumfeld, ein breites Angebot an Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen und ein leistungsorientiertes Vergütungssystem zu schaffen. So können unsere Mitarbeiter ihre Fähigkeiten bestmöglich einsetzen. Darüber hinaus hat ThyssenKrupp im Berichtsjahr die "Charta der Vielfalt" der Unternehmen in Deutschland unterzeichnet. Wir bekennen uns darin ausdrücklich zu einer Kultur, die auf der Wertschätzung aller basiert, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder Alter. Diese Grundsätze gehören seit Jahrzehnten zu unserer Unternehmenskultur und wurden zuletzt in dem im Januar 2007 abgeschlossenen, konzernweit gültigen "Code of Conduct" festgehalten.

ThyssenKrupp bekennt sich zum Prinzip der Nachhaltigkeit und der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Wir berücksichtigen die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation und sind uns gleichzeitig der Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen bewusst. Aus diesem Grund ist der Schutz der Menschen und der Natur für uns besonders wichtig; Klimaschutz und Ressourcenschonung sind wichtige Leitlinien unseres Handelns. Es geht uns nicht nur darum, innovative Produkte und Dienstleistungen höchster Qualität und Sicherheit zu entwickeln, die den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden. Unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Entwicklung setzen wir besonders effiziente und Ressourcen schonende Verfahren ein und sind bestrebt, für unsere Kunden umweltfreundliche und bedarfsgerechte Produkte zu entwickeln. Weitere Informationen zum Umweltschutz bei ThyssenKrupp finden Sie im Kapitel "Engagement, Nachhaltigkeit und Umweltschutz"; über Innovationen berichten wir im folgenden Kapitel.

Voraussetzung dafür, dass wir als global agierendes Unternehmen unserer Verantwortung heute und in Zukunft gerecht werden können, ist langfristiger wirtschaftlicher Erfolg. Wir sind davon überzeugt, dass verantwortliches Handeln zu nachhaltigem Vertrauen bei Aktionären und anderen Kapitalgebern, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern führt und somit zum langfristigen Unternehmenserfolg beiträgt. Deshalb ist unternehmerische Verantwortung nicht nur ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur, sondern auch ein wichtiger Erfolgsfaktor zur Erreichung unserer langfristigen Ziele.

Mitwirkung in nationalen und internationalen Initiativen

ThyssenKrupp engagiert sich in verschiedenen Netzwerken und Initiativen, die das breite gesellschaftliche Engagement der deutschen Wirtschaft bekannt machen und den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung voranbringen. Auf nationaler Ebene sind wir beispielsweise Mitglied bei "econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.". econsense ist ein Zusammenschluss von 25 global agierenden Unternehmen und Organisationen zu den Themen Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit. Auf europäischer Ebene unterstützen wir die "European Alliance for Corporate Social Responsibility", die mittlerweile über 230 Unternehmen und Organisationen aus ganz Europa vereint. Sie wurde 2006 von der EU-Kommission ins Leben gerufen, um das gesellschaftliche Engagement zu fördern.

Engagement als Mitglied der Gesellschaft

Wir bauen die Konzernaktivitäten weltweit aus und gehen innovativ und flexibel die ökonomischen Herausforderungen der Zukunft an. Überall dort, wo wir geschäftlich aktiv sind, sehen wir uns auch als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft. Schließlich sind unsere Aktivitäten Teil des gesellschaftlichen Umfelds, in dem wir wirken. Damit geht eine zunehmende gesellschaftliche Verantwortung unseres Unternehmens einher. Wo es sinnvoll ist, wo eine Beziehung zu unserer Tradition oder unserer Geschäftstätigkeit besteht, unterstützen wir gemeinnützige Institutionen, Projekte und Initiativen. Als "good corporate citizen" wollen wir zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung beitragen. Das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter wird vom Unternehmen ausdrücklich begrüßt, ist es doch ein weiterer wichtiger Baustein für ein funktionierendes soziales Umfeld.

Zukunft Technik entdecken

Damit Deutschland auch künftig ein Land der Innovationen bleibt, hat ThyssenKrupp die Initiative "Zukunft Technik entdecken" ins Leben gerufen. Sie ist eine offene Plattform für Partner aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Verwaltung, Verbänden und Unternehmen, Gesellschaft und Medien. Die Initiative fördert den Dialog über Technik quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen und Altersklassen. Im Mittelpunkt stehen vor allem junge Menschen als Vordenker und Ingenieure von morgen, denn sie haben jetzt die Chance, ihre eigene und unsere Zukunft zu gestalten. Dass Technik Spaß machen kann und neue Denkwelten eröffnet, das wollen wir zusammen mit unseren inzwischen mehr als 120 Partnern unter Beweis stellen.

Im Zentrum der Initiative stehen populäre Großveranstaltungen, auf denen die Technik erlebbar wird. Allen voran gehört der IdeenPark dazu, eine Technik-Erlebniswelt, die sich insbesondere an Jugendliche, Familien und Schüler wendet. Schon mehr als 550.000 Besucher folgten unserer Einladung, hinter die Kulissen von Forschung und Entwicklung zu blicken, zu experimentieren und zu entdecken. Der letzte IdeenPark fand im Mai 2008 in der Neuen Messe Stuttgart statt. Bei kostenlosem Eintritt konnten über 280.000 Menschen faszinierende Technik bestaunen, Experten befragen sowie selbst forschen und lernen. Etwa 500 Ingenieure, Forscher und Studierende haben in Stuttgart auf einer Ausstellungsfläche von rund 40.000 Quadratmetern ihre Ideen vorgestellt und neueste Technologien präsentiert. Es gab rund 200 oft interaktive Exponate zu bestaunen. In SchlauLoPolis, der Stadt der Bildung, erlebten Kinder und Jugendliche, dass es Spaß macht, mehr über Technik und Wissenschaften zu lernen. In einer kompletten Messehalle boten über 6.300 Workshop-Plätze für die unterschiedlichsten Altersgruppen die Chance zum Experimentieren, Tüfteln und Konstruieren. In der IdeenWerkstatt konnten die Jugendlichen ihre Zukunftsideen sammeln und dann auf den Bühnen des IdeenParks in den direkten Dialog mit Experten aus Wirtschaft und Politik treten. Der IdeenPark soll auch in Zukunft alle zwei bis drei Jahre an verschiedenen Orten stattfinden; der nächste Termin ist für 2011 geplant.

Als internationaler Technologiekonzern möchte ThyssenKrupp nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zeigen, wie entscheidende Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können. Wir haben daher im Oktober 2007 die ThyssenKrupp Technology Days in China durchgeführt, nachdem diese Großveranstaltung zwei Jahre zuvor bereits Station in Tokio gemacht hatte. Im Shanghaier Science and Technology Museum wurden innovative Produkte und Lösungen präsentiert, die dazu beitragen, die Zukunft technisch sinnvoll und ökologisch verantwortungsbewusst zu gestalten. So wurden beispielsweise neue Werkstoffe vorgestellt, die in modernen Meerwasserentsalzungsanlagen effizient und nachhaltig arbeiten. Ferner wurde gezeigt, wie Schadstoffe mit Hilfe des EnviNOX®-Verfahrens aus der Luft gefiltert werden oder welchen Beitrag der Werkstoff Stahl dazu leistet, das Automobil der Zukunft sicherer und leichter zu machen.

Die Initiative "Zukunft Technik entdecken" entwickelt ihr Projektangebot ständig weiter. Damit bietet sie den Partnern die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einzubringen. So fand im Berichtsjahr bereits die dritte Runde des bundesweiten Förderprogramms "Ideenmacher" statt, das im Jahr 2006 von der ThyssenKrupp AG in Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung initiiert wurde. Wir wollen engagierten Pädagogen, Schulklassen, Initiativen und außerschulischen Bildungseinrichtungen die Möglichkeit geben, ihre Technikprojekte fortzuführen, zu verbessern oder neue Ideen zu realisieren. Dazu werden jährlich Fördermittel in Höhe von bis zu 55.000 € vergeben. Ferner wurden Grundschulen in Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer gemeinsamen Aktion von ThyssenKrupp, WAZ Mediengruppe und Stiftung Partner für Schule NRW unter dem Motto "Brücken bauen – Menschen verbinden" kostenlos 100 Technikkisten und pädagogische Schulungen zum Thema Brückenbau zur Verfügung gestellt. Die "Brückenkiste" wurde vom Seminar für Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Münster entwickelt und enthält alles, was Schüler und Lehrer brauchen, um sich spannend und pädagogisch fundiert mit Technik zu beschäftigen.

Kooperationen mit Hochschulen und Förderung des akademischen Nachwuchses

Insbesondere bei den entscheidenden Zukunftsthemen Innovation und Bildung wirkt das umfangreiche Engagement des Konzerns weit in die Gesellschaft hinein. Wir sind der festen Überzeugung, dass Bildung der Schlüssel dafür ist, die nächste Generation fit für den globalen Wettbewerb zu machen.

Um jungen Menschen zukunftsträchtige Perspektiven zu eröffnen, arbeiten wir mit zahlreichen Universitäten im In- und Ausland zusammen und unterstützen den Austausch zwischen Lehre, Forschung und Praxis. Eine besonders intensive Zusammenarbeit findet zurzeit mit sieben Schwerpunktuniversitäten in Deutschland statt. In umfassenden Kooperationen mit den Universitäten RWTH Aachen, Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund, TU Dresden, TU Freiberg, TU Hamburg-Harburg und TU Berlin werden neben dem verstärkten Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse auch andere gemeinsame Themen wie Weiterbildung und Lehre, internationale Zusammenarbeit und die Förderung qualifizierter Studierender vorangetrieben. Die Aktivitäten an den einzelnen Hochschulen reichen von Stipendien und Preisen wie dem "ThyssenKrupp Student Award" bis hin zu Workshops, Exkursionen und gemeinsamen Projekten.

Ferner gewähren wir Stipendien an Studierende der ESMT European School of Management and Technology, deren Gründungsmitglied ThyssenKrupp ist. Kontinuierliche Unterstützung im Bereich der Wissenschaftsförderung leisten wir auch durch unsere langjährige Mitgliedschaft im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Zusammenarbeit im Bereich der Hochschulen gibt es selbstverständlich auch im Ausland. Wir stehen mit mehr als 80 Hochschulen im Austausch. So unterhält die ThyssenKrupp AG beispielsweise seit Jahren an der Tongji-Universität in Shanghai drei Stiftungslehrstühle. Neben dem intensiven fachlichen und interkulturellen Austausch erhalten Studierende der Tongji-Universität die Möglichkeit, Praktika in unseren Konzernunternehmen zu absolvieren oder an Planspiel-Wettbewerben teilzunehmen. Als relativ neuer Kooperationspartner konnte die Waseda Universität in Tokio gewonnen werden. In der langfristig angelegten Kooperation mit der dortigen School of Engineering & Science werden neben einem regelmäßigen Informationsaustausch auf technisch-wissenschaftlicher Ebene auch mehrwöchige Praktika in unseren Konzernunternehmen angeboten.

Schlüsselqualifikationen für Kinder und Jugendliche

Lernen ist ein zentrales Bedürfnis des Menschen und Voraussetzung für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Da die staatlichen Schulsysteme nicht alle Wissensbereiche umfassend abdecken können, begleiten wir einzelne Projekte, die Kindern und Jugendlichen bereits während ihrer Schulausbildung wichtige Schlüsselqualifikationen für die Zukunft vermitteln.

So unterstützen wir das 2008 eröffnete Kinder- und Jugendtechnologiezentrum (KITZ) in Dortmund. Das Zentrum, einer der Gewinner des Ideen- und Praxiswettbewerbs der Initiative "Zukunft durch Innovation.NRW" des Landes Nordrhein-Westfalen, fördert systematisch die frühzeitige Orientierung von Kindern und Jugendlichen hin zu Naturwissenschaften und Technik. Es setzt da an, wo die Neugier auf naturwissenschaftliche Phänomene noch stark ausgeprägt ist – in Kindergarten und Grundschule. Es ermöglicht den Schülern selbstständiges Experimentieren und Forschen; in höheren Jahrgangsstufen kommt zusätzlich individuelle Förderung hinzu. Somit wird die gesamte Bildungslaufbahn der Schüler begleitet.

Wettbewerbe bieten jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit anderen zu messen und darauf aufbauend individuelle Ziele zu entwickeln. Als Partner des Schülerwettbewerbs "Jugend forscht" fördert ThyssenKrupp seit Jahrzehnten diese wichtige Eigenschaft und regt Leistungsbereitschaft an. So haben auch im Frühjahr 2008 wieder an drei ThyssenKrupp Standorten Regionalwettbewerbe von "Jugend forscht" stattgefunden. Kinder und Jugendliche konnten dort in verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen ihr Wissen und die kreative Herangehensweise an Naturwissenschaft und Technik unter Beweis stellen.

Lebenschancen sind von sozialen, kulturellen, ethnischen und nicht zuletzt ökonomischen Bedingungen abhängig. Schlechte Rahmenbedingungen können die Möglichkeiten zur Bildung und Integration erheblich einschränken oder gar verhindern. Deshalb möchte ThyssenKrupp dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich zu eigenverantwortlichen, kompetenten und verantwortungsbewussten Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln können. So haben wir als Sponsor den 13. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag unterstützt, den größten Fachkongress dieser Art in Europa. Die Veranstaltung mit Fachmesse für Kinder- und Jugendhilfe fand im Juni 2008 in Essen unter dem Motto "Gerechtes Aufwachsen ermöglichen!" statt und wurde von rund 40.000 Gästen besucht.

Auch unseren jüngsten Mitarbeitern ist die Notwendigkeit bewusst, sich für die Gesellschaft zu engagieren. Da immer mehr junge Menschen verschuldet sind, hat die Konzernjugend- und Auszubildendenvertretung im September 2008 alle Jugend- und Auszubildendenvertretungen und Auszubildenden in den deutschen Konzernunternehmen zu einer Aktionswoche "Jugendliche in der Schuldenfalle" aufgerufen. Die Gleichaltrigen wurden vor den Gefahren übermäßigen Konsums gewarnt; es wurden Wege aus der Schuldenfalle aufgezeigt. Die besten Aktionen wurden mit Geldpreisen belohnt.

Netzwerke und Wissensaustausch

Öffentliche Diskussionen und politische Entscheidungen berühren ThyssenKrupp in vielfältiger Weise. Sich aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozess einzubringen, Stellung zu beziehen und die eigenen Positionen zu vertreten, ist für uns ein wichtiger Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. ThyssenKrupp ist daher Mitglied in einer Vielzahl von Vereinigungen und Verbänden, die den Meinungsaustausch über wirtschaftliche, technische und andere gesellschaftlich relevante Themen vorantreiben. Wir bringen hier unser Know-how und unsere Erfahrungen als weltweit agierender Konzern ein. Wir führen den Dialog in der Überzeugung, dass die Herausforderungen unserer Zeit nur im Verbund von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gelöst werden können.

Der schnelle technologische Fortschritt erfordert eine aktive Teilnahme an Initiativen, die als Katalysator zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fungieren. Auch hier nehmen wir unsere Verantwortung wahr und unterstützen beispielsweise die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten stehende Initiative "Deutschland – Land der Ideen e.V.". Ihr Ziel ist die Vermittlung eines positiven, innovativen und zukunftsorientierten Deutschlandbildes. Ferner arbeiten wir aktiv in der Initiative "Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland" mit. ThyssenKrupp ist Gründungsmitglied der Wissensfabrik, die sich bundesweit für ihre Mitgliedsfirmen in Bildungsprojekten sowie für Existenzgründer und Jungunternehmer engagiert. Als unabhängige Stimme der Technikwissenschaften wird auch "acatech", die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, von uns gefördert. Die Akademie pflegt einen intensiven Dialog über zukunftsweisende Technologien und deren Bedeutung für nachhaltiges Wachstum. Wir schätzen dieses wachsende Netzwerk von Wissenschaft und Wirtschaft, das Politik und Gesellschaft fundiert bei der Suche nach den besten Zukunftskonzepten unterstützt.

Unterstützung des Initiativkreises Ruhrgebiet

In den Regionen, mit denen der Konzern traditionell verbunden ist oder in denen er Standorte unterhält, fördern wir Initiativen und Projekte, die das Umfeld stärken. So engagieren wir uns seit vielen Jahren für den Initiativkreis Ruhrgebiet. Der Initiativkreis, der im Jahr 2008 sein 20-jähriges Bestehen feierte, trägt entscheidend dazu bei, das Image der Region kontinuierlich zu verbessern. Es werden Projekte durchgeführt, die dem mittlerweile weit fortgeschrittenen Strukturwandel wichtige Impulse verleihen und das Ansehen der Region fördern. Wir unterstützen vorbehaltlos das Ziel, die Zukunft dieser europäischen Kernregion und ihrer Menschen langfristig zu sichern und zu beflügeln – durch die Einleitung von Innovationsschüben, die Förderung von Investitionen und die Unterstützung von Wissenschaft, Sport und Kultur.

Engagement für Sport und Kultur

Ein reichhaltiges Kulturangebot für die Bewohner der Rhein-Ruhr-Region liegt uns besonders am Herzen. Der Konzern engagiert sich deshalb in zahlreichen Projekten und bietet sowohl finanzielle als auch ideelle Unterstützung an. Dies hilft, attraktive Angebote im Umfeld der großen ThyssenKrupp Standorte zu realisieren. Wir sind davon überzeugt, dass sich der Einsatz für das kulturelle Leben auch positiv auf die Arbeitswelt bei ThyssenKrupp auswirkt; es werden Eigenschaften wie Gestaltungskraft, Neugier und Offenheit gegenüber Unbekanntem gefördert. So unterstützen wir beispielsweise die Philharmonien in Essen und Duisburg, die Deutsche Oper am Rhein und das Düsseldorfer Schauspielhaus.

Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr das Projekt "IdeenSounds" initiiert. Mit diesem Projekt wollen wir Jugendlichen den Zusammenhang zwischen Technik und Kreativität am Beispiel der Musik verdeutlichen. Prominente Musiker und Produzenten übernahmen Patenschaften und unterstützten damit fünf Nachwuchskünstler aktiv dabei, ihre eigenen Songs zu entwickeln und professionell zu produzieren. Die Ergebnisse und die unterschiedlichen Erfahrungen der Künstler und ihrer Paten wurden im Rahmen des großen Abschlussabends des IdeenParks präsentiert.

Im Sport engagieren wir uns vor allem bei ausgewählten Sportwettbewerben und standortnahen kleinen Sportvereinen. Seit vielen Jahren fördern wir die Internationale Ruder-Regatta und den jährlichen Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg. Am 25. Rhein-Ruhr-Marathon, der im Juni 2008 stattfand, nahmen mehr als 6.000 Läufer teil, davon allein 340 von ThyssenKrupp.

Hilfe für Bedürftige und Opfer von Naturkatastrophen

ThyssenKrupp engagiert sich für eine Verbesserung der Lebensqualität der Menschen und unterstützt zahlreiche gemeinnützige Projekte im sozialen und humanitären Bereich. Dazu gehört auch, dass wir Hilfe leisten, wenn Naturereignisse ganzen Städten und Landstrichen die Lebensgrundlagen entziehen. Nach dem dramatischen Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan im Mai 2008 haben wir finanziell ein nachhaltiges Wiederaufbau-Projekt unterstützt. Darüber hinaus haben unsere Mitarbeiter in diesem wie in vielen weiteren Fällen Eigeninitiative bewiesen und durch Mitarbeiterspendenaktionen selbstständig Hilfe organisiert. Mit unserer Unterstützung kann nun in der von dem Erdbeben besonders betroffenen Stadt Chengdu ein Schulgebäude für behinderte Kinder gebaut werden.

Diese Beispiele unterstreichen, dass unternehmerische Verantwortung im gesamten Konzern täglich gelebt wird. Um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, werden feste Wertvorstellungen und ein klarer Orientierungsrahmen auch zukünftig von hoher Bedeutung sein. Deshalb werden wir weiterhin das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter schärfen und den Erfahrungsaustausch innerhalb des Konzerns vorantreiben.

URL: http://www.thyssenkrupp.com/financial-reports/07_08/de/responsibility.html

Stand: 28.11.2008 Copyright © 2008 by ThyssenKrupp AG