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Geschäftsverlauf in den SegmentenSteel: Ergebnis weiter ausgebaut
In einem anhaltend robusten wirtschaftlichen Umfeld hat sich das Segment Steel weiter sehr erfolgreich entwickelt. Der wertmäßige Auftragseingang stieg um 4 % auf 3,3 Mrd €. Dies war bei rückläufigen Bestellmengen ausschließlich auf die höheren Preisabschlüsse zurückzuführen. Beim Umsatz wurde ein Plus von 8 % auf 3,4 Mrd € erzielt. Auch hier waren die gestiegenen Erlöse im Quartals- und Jahreskontraktgeschäft ausschlaggebend. Der Stahlversand erreichte wieder annähernd das Niveau des Vorjahres. Bei einer darüber liegenden Produktion sind die Fertigbestände leicht gestiegen. In der Business Unit Steelmaking lag die Rohstahlerzeugung mit 3,5 Mio t auf Vorjahresniveau. Dabei waren die Brammenbezüge von den Hüttenwerken Krupp Mannesmann höher als in der entsprechenden Vorjahresperiode, die durch störungsbedingte Ausfälle gekennzeichnet war. Brammenzukäufe von Dritten trugen dazu bei, die maximale Nutzung unserer Warmbandkapazitäten sicherzustellen. Die Business Unit Industry verzeichnete eine Umsatzausweitung, die ausschließlich erlösbedingt war. Unsere Kunden in den Stahl verarbeitenden Branchen sind weiterhin gut beschäftigt, verfügen aber auch über hohe Vorräte. Im Versand wurde das Vorjahresvolumen geringfügig unterschritten, bei den Bestellmengen war der Rückgang saisonal bedingt ausgeprägter. Höhere Preise in den Quartalsabschlüssen kompensierten dies jedoch. Nach wie vor konnte nicht allen Mengenwünschen entsprochen werden. Dies betraf insbesondere das Profit-Center Grobblech von ThyssenKrupp Steel. Die europäischen Stahl-Service-Center verbuchten einen deutlich höheren Umsatz als im Vorjahr. Neben leicht gestiegenen Mengen gaben höhere Erlöse den Ausschlag. Im Berichtszeitraum wurde ein neues Service-Center in Polen in Betrieb genommen. Die moderate Umsatzerhöhung im Bereich der Bauelemente war ausschließlich erlösbedingt, der Versand ging zurück. In der Business Unit Auto wirkten sich die im Vorjahresvergleich gestiegenen Kontraktpreise umsatzerhöhend aus. Der Versand blieb insgesamt auf hohem Niveau stabil. Die solide Automobilkonjunktur bedingte anhaltend hohe Abrufe der Kunden in Europa; dadurch konnten Mengeneinbußen unserer nordamerikanischen Stahl-Service-Center überkompensiert werden. Auch bei Tailored Blanks war die erreichte Geschäftsausweitung eine Folge höherer Mengen und Preise. In der Türkei wurde eine neue Tochtergesellschaft gegründet, die erste Tailored-Blanks-Fertigung in diesem Wachstumsmarkt. Der seit dem 2. Quartal 2006/2007 im Segment Steel integrierte Bereich Metal Forming, der Karosserie- und Fahrwerkskomponenten für die Automobilindustrie fertigt, konnte seinen Umsatz im Berichtsquartal ebenfalls ausbauen. Ursächlich waren im Wesentlichen höhere Stahlpreise, die an die Kunden weitergegeben wurden. Hinzu kam eine Erweiterung der Umsatzbasis durch die Übernahme von Chassis-Aktivitäten in China und Brasilien im vergangenen und laufenden Jahr. Zum Umsatzanstieg der Business Unit Processing trugen ein höherer Weißblechversand ebenso wie mengen- und erlösbedingte Zuwächse in den übrigen Bereichen bei. Das Geschäft mit Mittelband entwickelte sich weiterhin erfreulich. Beim kornorientierten Elektroband war die Nachfrage anhaltend robust. Dies führte zu einem fortgesetzten Anstieg des Erlösniveaus. ErgebnisDas Segment Steel steigerte den Gewinn im Berichtsquartal um 42 Mio € auf 428 Mio €. Hierin sind Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 76 Mio € im Bereich Metal Forming der Business Unit Auto enthalten. Ohne diesen Wertminderungsaufwand beträgt der Gewinn vor Steuern 504 Mio €. Die Business Unit Steelmaking führt die Bereiche Logistik und Metallurgie, einschließlich des Neubauprojektes in Brasilien. Die Business Unit erwirtschaftete ein ausgeglichenes Ergebnis. Die Business Unit Industry erreichte auch im 3. Berichtsquartal eine erhebliche Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Verbesserung stammt insbesondere aus den Bereichen IDS (Industrie, Distribution und Stahlservice) und Grobblech. Ausschlaggebend waren höhere Durchschnittserlöse und Kostensenkungen durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, die die gestiegenen Vormaterialkosten und leicht rückläufige Versandmengen überkompensierten. Der Gewinn des Bereichs Bauelemente war bei geringerem Absatzvolumen rückläufig. Die europäischen Stahl-Service-Center verbuchten in einem guten Marktumfeld deutlich höhere Gewinne. Die Business Unit Auto erzielte ohne Berücksichtigung der Wertminderungsaufwendungen im Bereich Metal Forming in Höhe von 76 Mio € eine beachtliche Gewinnsteigerung. Ausschlaggebend waren die verbesserte Erlössituation und Effekte aus den Programmen zur Performancesteigerung. Der Versand blieb insgesamt auf hohem Niveau stabil. Gegenläufig wirkten Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite. Der Gewinn der nordamerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten war rückläufig, dies ist vor allem durch die Umrechnung mit dem niedrigeren US-Dollar/Euro-Kurs bedingt. Bei Tailored Blanks führte der Hochlauf des neuen Werks in Schweden zu einer Gewinnsteigerung. Metal Forming erwirtschaftete ohne Berücksichtigung der Wertminderungsaufwendungen einen etwas geringeren Gewinn als im Vorjahresquartal, eine Folge von Anlaufkosten für neue Produkte. Die Business Unit Processing erwirtschaftete nochmals einen signifikant höheren Gewinn, was im Wesentlichen auf die gute Erlösentwicklung auch auf Grund des verbesserten Produktmixes bei Elektroband zurückzuführen ist. Mittelband erzielte bei höheren Preisen und gestiegenem Versand eine deutliche Gewinnsteigerung, während höhere Kosten für Vormaterial das Ergebnis belasteten. Weißblech übertraf das gute Vorjahresergebnis leicht. Stainless: Deutlicher Umsatzanstieg
Im Segment Stainless waren die Bestellmengen im 3. Quartal 2006/2007 im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich rückläufig. Insbesondere bei Warmband war der Auftragseingang erheblich geringer. Wertmäßig blieb der Auftragseingang hingegen durch den noch hohen Nickelpreis in etwa auf gleichem Niveau. Das nach wie vor hohe Importvolumen, überhöhte Lagerbestände im Handel und zunehmende Produktmix-Verschiebungen zu nickelarmen Austeniten oder ferritischen Werkstoffen haben die Auftragseingangsentwicklung ähnlich belastet wie der Nachfrageeinbruch, der durch den zuletzt extrem gesunkenen Nickelpreis hervorgerufen wurde. Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen mit insgesamt rund 580.000 t um 12 % unter dem Vor-jahresniveau. Diese Abnahme geht primär auf ein geringeres Versandvolumen beim Warmband zurück. Der Umsatz von Stainless ist auf 2,6 Mrd € gestiegen. Die kräftige Zunahme um 58 % ist trotz des gefallenen Liefervolumens auf den enormen Anstieg der Legierungszuschläge, insbesondere bei Nickel, zurückzuführen. Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta verzeichnete auf Grund hoher Lagerbestände sowie der Preiserosion bei Nickel eine deutlich geringere Nachfrage bei den Händlern in Deutschland. Der Umsatz stieg hingegen kräftig. Die beim Brand im Kaltwalzwerk Krefeld im Juni 2006 weitgehend zerstörte Kaltbandglüh-/Beizlinie wird im Herbst 2007 die Produktion wieder aufnehmen. Die ebenfalls beschädigte Warmbandlinie war bereits im 1. Quartal 2007 in Betrieb gegangen. Auch bei ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni machte sich eine gesunkene Nachfrage nach RSH- Erzeugnissen seitens der Service-Center und Händler sowie der Röhrenhersteller durch einen erheblichen Rückgang bei den Auftragseingängen bemerkbar. Dennoch konnte im 3. Geschäftsquartal der Umsatz beträchtlich ausgeweitet werden. Zunehmend positiv wirken sich ein veränderter Produktmix mit höheren Anteilen ferritischer Güten und die neue Werksadjustage am Standort Terni durch die größere Wertschöpfungstiefe und die damit verbundene Ausweitung des Endkundengeschäfts aus. Im Juni 2007 wurde das Konzept zur schrittweisen Verlagerung der Produktion von Turin nach Terni vorgestellt. Diese Verlagerung ist Bestandteil eines umfangreichen Maßnahmenprogramms, durch das die Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert und die Kapazität des Werkes in Terni mittelfristig ausgeweitet wird. Damit verbunden ist ein zusätzliches Investitionsprogramm, das die Ausweitung der Stahlwerkskapazität, des Produktionsprogramms sowie der Anarbeitungskapazitäten zum Ziel hat. Damit soll Terni zu einem integrierten Rostfrei-Werk auf Weltklasseniveau entwickelt werden. ThyssenKrupp Mexinox verbuchte im abgelaufenen Quartal einen sehr guten mengenmäßigen Auftragseingang und einen deutlich höheren Umsatz. Damit wurde die Marktposition in der Nafta-Region weiter gefestigt. Shanghai Krupp Stainless konnte auf Grund der Nachfrageschwäche auf dem chinesischen Markt den mengenmäßigen Auftragseingang, verglichen mit dem Vorjahresquartal, insgesamt nicht halten. Das Geschäft mit ferritischen Edelstählen wurde hingegen ausgebaut. Der Umsatz lag deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Im Bereich Nickellegierungen von ThyssenKrupp VDM war in einem insgesamt stabilen Marktumfeld im Anlagengeschäft ein abwartendes Verhalten der Kunden wegen der hohen Legierungsmittelkosten erkennbar. Bei Titan hielt die starke Nachfrage weiter an. Eine hohe Nachfrage zeigten unverändert die Branchen Luftfahrt, Öl und Gas sowie chemischer Anlagenbau. Auftragseingang und Umsatz lagen nennenswert über dem Vorjahresniveau. Die Produktionsverlagerung der Drahtfertigung von Bärenstein nach Werdohl liegt im Zeitplan. Ziel dieser Maßnahme ist eine moderne, langfristig wettbewerbsfähige und effiziente Fertigung. Auch die Arbeiten zum Bau der neuen Schmiedelinie am Standort Unna machen planmäßige Fortschritte. Die Business Unit ThyssenKrupp Stainless International verzeichnete im 3. Quartal 2006/2007 kräftig gestiegene Auftragseingänge und Umsätze. Dazu haben auch die neu errichteten Service-Center für Großbritannien sowie Mittel- und Osteuropa beigetragen. ErgebnisDas Segment Stainless steigerte den Gewinn um 170 Mio € auf 296 Mio €. Die Ergebnisentwicklung im Berichtsquartal basiert auf einem gegenüber dem Vorjahresquartal höheren Basispreisniveau, gestützt durch eine gute Endverbrauchernachfrage nach Edelstahl-Rostfrei-Produkten sowie die deutlich positiv wirkende Nickelpreisentwicklung. Auf Grund des verbesserten Preisniveaus sowie der Effekte aus den umgesetzten Programmen zur Performanceverbesserung steigerte ThyssenKrupp Nirosta ihren Gewinn signifikant. Auch ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni erhöhte ihr Ergebnis deutlich, getragen von höheren Basispreisen sowie den realisierten Effekten aus den eingeleiteten Maßnahmenprogrammen. Restrukturierungsaufwendungen in Terni und im Zusammenhang mit der Produktionsverlagerung von Turin nach Terni belasteten das Ergebnis mit einem zweistelligen Millionenbetrag. Sowohl das Titangeschäft als auch die Schmiedeaktivitäten leisteten nennenswerte Ergebnisbeiträge. In einem insgesamt stabilen Marktumfeld in der Nafta-Region realisierte ThyssenKrupp Mexinox ebenfalls eine spürbare Ergebniszunahme auf hohem Niveau. Der Gewinnanstieg von Shanghai Krupp Stainless in einem unverändert äußerst schwierigen Marktumfeld basiert hauptsächlich auf erhöhten Exportaktivitäten und Lohnarbeiten für ThyssenKrupp Nirosta sowie auf realisierten Kostenvorteilen aus der Inbetriebnahme der Warmband-Glüh- und Beizlinie. Die im 3. Quartal vollzogenen Preisanhebungen seitens der chinesischen Produzenten gleichen nach wie vor nicht die erheblich gestiegenen Rohstoffpreise aus. ThyssenKrupp VDM erzielte infolge der positiven Marktlage in den Bereichen Öl und Gas sowie chemischer Anlagenbau einen über dem Vorjahresquartal liegenden Gewinn. Die Business Unit ThyssenKrupp Stainless International erreichte wieder den guten Gewinn des Vorjahresquartals. Die weiterhin hohen Importvolumina aus dem asiatischen Raum verstärkten den Druck im laufenden Quartal auf das Basispreisniveau. Der Anfang Juni einsetzende Preisrückgang bei Nickel führte zu höherer Kaufzurückhaltung und verstärktem Bestandsabbau beim lagerhaltenden Handel; dadurch schwächte sich die bereits gedämpfte Nachfrage zusätzlich deutlich ab. Der daraus resultierende Rückgang des Auftragseingangs sowie dadurch bedingte Produktionsrücknahmen werden sich erst im Folgequartal ergebnismindernd auswirken. Des Weiteren sind auf Grund der stark rückläufigen Nickelpreisentwicklung Anpassungen der Bewertung von Vorratsbeständen zu erwarten. Technologies: Sehr gute Auftragslage
Auftragseingang und UmsatzDie Auftragslage im Segment Technologies entwickelt sich weiterhin sehr erfreulich. Mit 5,7 Mrd € im 3. Quartal 2006/2007 wurde das Auftragsvolumen gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals mehr als verdoppelt. Insbesondere die Business Units Plant Technology und Marine Systems konnten hohe Auftragseingänge realisieren. Der Umsatz lag mit 2,8 Mrd € trotz Unternehmensabgängen und Belastungen aus der Abwertung des US-Dollar nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Durch die hohen Auftragseingänge stieg der Auftragsbestand auf rund 16 Mrd € und sichert mehr als einen Jahresumsatz. Der Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology zeigte weiterhin eine sehr gute Auftragsentwicklung. Im Bereich Chemieanlagenbau konnte im Berichtsquartal u.a. ein Großauftrag für einen neuen Düngemittelkomplex in Ägypten eingebucht werden, so dass sich der Auftragseingang der Business Unit gegenüber dem Vorjahreszeitraum vervierfachte. Die nachhaltig gute Auftragsentwicklung führte ebenfalls zu einer Umsatzsteigerung. Hohe Rohstoff- und Energiepreise sowie eine weltweit hohe Nachfrage nach Zement begründen das sehr gute Investitionsklima für die Produktbereiche der Business Unit und führen zu einer entsprechend guten Projektlage. Zur Stärkung und zum Ausbau des Servicegeschäfts wurde in den USA das Unternehmen A-C Equipment Services mit Sitz in Milwaukee erworben. Der Marktführer im Bereich Ofenservice und -reparaturen in der Zementindustrie stellt eine optimale strategische Ergänzung für die Sparte Zementanlagenbau dar. Mit der Einbuchung des Fregattenbauprogramms F 125 für die Deutsche Marine und sechs weiterer Yachten im 3. Quartal 2006/2007 trug die Business Unit Marine Systems erheblich zum gestiegenen Auftragseingang des Segments bei. Hinzu kam die weiterhin gute Entwicklung im Reparatur- und Servicegeschäft mit deutlich über dem Vorjahresquartal liegenden Auftragsvolumina. Der Umsatz lag anarbeitungsbedingt unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. In der Business Unit Mechanical Components hielt die positive Nachfrageentwicklung auch im Berichtsquartal an. Der Auftragseingang erreichte das hohe Vorjahresniveau. Der Umsatz gab leicht nach. Deutliche Umsatzsteigerungen bei Großwälzlagern und Ringen konnten Rückgänge aus dem schwächeren US-Dollar, der Veräußerung der brasilianischen Gießerei und der schwächeren Nachfrage in den USA nicht ganz ausgleichen. Die Business Unit Automotive Solutions erzielte erneut einen höheren Auftragseingang. Hierzu trugen insbesondere die Geschäftsfelder Lenksysteme, Achsmodule und Montagetechnik bei. Auch der Umsatz zeigte eine positive Entwicklung. Transrapid erreichte einen höheren Umsatz als im Vorjahresquartal. ErgebnisDas Segment Technologies erzielte im 3. Quartal 2006/2007 einen Gewinn in Höhe von 155 Mio € nach 151 Mio € im Vorjahresquartal, das durch Ergebnisse aus Unternehmensverkäufen begünstigt war. Deutliche Gewinnsteigerungen bei Plant Technology, Ergebniserhöhungen bei Marine Systems und ein wieder positives Ergebnis beim Transrapid überkompensierten Ergebnisrückgänge bei Mechanical Components, die im Wesentlichen durch ein schwächeres Nordamerikageschäft und einen ungünstigeren US-Dollar/Euro-Wechselkurseffekt bedingt waren. Plant Technology gelang nach den guten Ergebnissen der ersten beiden Quartale erneut eine deutliche Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal. Wesentliche Ursachen waren höhere Umsätze mit margenstarken Aufträgen, eine gute Beschäftigung und verbesserte Auftragsergebnisse. Marine Systems zeigte eine leichte Gewinnerhöhung. Dabei standen höhere Gewinne im Submarine- sowie im Reparatur- und Servicegeschäft insgesamt rückläufigen Ergebnissen im Überwasserschiffbau gegenüber, die im Wesentlichen durch höhere Kosten bei der Abwicklung von Yachtaufträgen bedingt waren. Mechanical Components leistete wiederum den größten Gewinnbeitrag, erreichte aber nicht das Vorjahresniveau. Positiv wirkte sich besonders die anhaltend hohe Nachfrage nach Großwälzlagern und Ringen aus. Ergebnisdämpfend erwies sich dagegen eine schwächere US-Nachfrage nach Gussprodukten und Kurbelwellen verbunden mit einer ungünstigen US-Dollar/Euro-Parität. Automotive Solutions erwirtschaftete wieder einen zweistelligen Millionengewinn, der jedoch nicht ganz an das Vorjahresniveau heranreichte. Maßgeblich hierfür waren geringere Umsätze im Geschäftsfeld Karosserieanlagen- und Werkzeugbau sowie höhere Restrukturierungsaufwendungen bei Montagesystemen. Transrapid erzielte einen kleinen Gewinn nach einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr. Positiv wirkten die Ergebnisbeiträge aus Lizenzabrechnungen. Elevator: Auf Wachstumskurs
Auftragseingang und UmsatzElevator hat im 3. Quartal 2006/2007 erfolgreich expandiert. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz konnten trotz negativer Wechselkurseffekte signifikant ausgeweitet werden. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12 % auf 1,3 Mrd €. Der Umsatz nahm um 10 % auf 1,2 Mrd € zu. Die starke Entwicklung in Nordamerika sowie die unverändert robuste Nachfrage in China leisteten einen erheblichen Beitrag zum Wachstum im Neuanlagengeschäft. In allen Regionen wurde durch die Global-Service-Strategie das Dienstleistungsgeschäft weiter ausgebaut. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe konnte die Vorjahreswerte für den Auftragseingang und den Umsatz deutlich übertreffen. Das Wachstum wurde maßgeblich durch das nach wie vor sehr erfreuliche Modernisierungsgeschäft in Frankreich bestimmt. In Osteuropa wurden die Geschäftsaktivitäten durch die Kontrahierung eines Flughafenprojektes in Russland maßgeblich ausgebaut. Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East weitete sowohl den Auftragseingang als auch den Umsatz erheblich aus. Das Umsatzwachstum war im Wesentlichen auf das starke Neuanlagen- und Dienstleistungsgeschäft in Spanien zurückzuführen. In der Business Unit Americas nahmen trotz negativer Wechselkurseffekte der Auftragseingang leicht und der Umsatz deutlich zu. Die nach wie vor außerhalb des privaten Wohnungsmarktes gute US-Baukonjunktur beflügelte das Neuanlagengeschäft. Darüber hinaus wurde das Dienstleistungsgeschäft konsequent ausgebaut. Die Geschäftsentwicklung in Kanada und Brasilien war ebenfalls sehr erfreulich und konnte die etwas schwächeren Aktivitäten in Lateinamerika deutlich überkompensieren. Die Business Unit Asia/Pacific erzielte trotz negativer Wechselkurseffekte einen erheblich höheren Auftragseingang und Umsatz. In China ist das Wachstum auf die unverändert starke Nachfrage nach Neuanlagen zurückzuführen. Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes in Korea wuchsen Auftragseingang und Umsatz, maßgeblich bedingt durch das expandierende Dienstleistungsgeschäft. In der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges konnte der Auftragseingang gesteigert werden. Der Umsatz erreichte das Vorjahresniveau. Während das Fahrtreppengeschäft auf Grund des preisintensiven Wettbewerbs unter dem Vorjahreswert blieb, lag das Geschäftsvolumen bei Fluggastbrücken infolge des Wachstums im Luftverkehr deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Auch in der Business Unit Accessibility wurde der Expansionskurs erfolgreich fortgesetzt. Der kräftige Ausbau der Geschäftsaktivitäten in den Hauptmärkten Europas konnte den leichten Rückgang des Geschäftsvolumens in den USA mehr als kompensieren. ErgebnisDas Segment Elevator steigerte im 3. Quartal 2006/2007 den Gewinn um 8 Mio € auf 106 Mio €. In der Business Unit Central/Eastern/Northern Europe blieb das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Grund für den Gewinnrückgang war ein anhaltender Preiswettbewerb auf den Hauptmärkten Zentraleuropas sowie in Osteuropa, der durch operative Effizienzsteigerungen nicht kompensiert werden konnte. Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East steigerte den Gewinn erheblich. Dies ist maßgeblich auf die Ausweitung der spanischen Geschäftsaktivitäten, vor allem bei den Dienstleistungen, zurückzuführen. Die portugiesische Gesellschaft trug insbesondere im Neuanlagengeschäft zu diesem Gewinnanstieg bei. Eine beachtliche Ergebnissteigerung verzeichnete die Business Unit Americas. Die Umsatzausweitung bei verbesserten Margen sowie eine höhere Serviceeffizienz in Nordamerika führten zu einem deutlichen Ergebniswachstum. Die negativen Wechselkurseffekte durch die deutliche Abwertung des US-Dollar wurden damit klar überkompensiert. Die Business Unit Asia/Pacific reduzierte den Verlust deutlich. Die Aktivitäten in China erhöhten den Gewinn auf Grund des gestiegenen Umsatzvolumens sowie durch Effizienzverbesserungen signifikant. In Korea wurde hingegen trotz des Wegfalls von Restrukturierungsaufwendungen ein Verlust erwirtschaftet, wofür die anhaltend schwierige Marktsituation ursächlich war. Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges wies im Vergleich zum Vorjahr einen Gewinnrückgang aus. Neben dem Wegfall von positiven Einmaleffekten aus einem Unternehmensverkauf und der Marktbewertung von Devisenkurssicherungen, die das Vorjahr begünstigten, wirkte sich der anhaltende Margendruck bei den Fahrtreppenaktivitäten ergebnisbelastend aus. Die Business Unit Accessibility übertraf das Vorjahresniveau deutlich. Der Gewinnzuwachs ist auf die europäischen Aktivitäten zurückzuführen, die von dem positiven Marktumfeld profitierten. Services: Umsatz auf Rekordhöhe
Auftragseingang und UmsatzIm 3. Quartal des Berichtsjahres erreichte das Segment Services mit einem Umsatz von 4,3 Mrd € wieder das Rekordniveau des 2. Quartals und lag damit um fast 500 Mio € oder 13 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung hatte erneut die stabile konjunkturelle Situation auf den Roh- und Werkstoffmärkten. Gleiches gilt für die Vertriebsaktivitäten, die weltweit weiter ausgebaut wurden, sowie für die neu gegründeten und akquirierten Gesellschaften. Materials Services International, die größte Business Unit des Segments, verzeichnete erneut ein sehr starkes Umsatzplus. Die positive Entwicklung der letzten Monate mit einem nach wie vor erfreulich hohen Nachfrage- und Preisniveau hat sich fortgesetzt. In nahezu allen Bereichen herrschten günstige Marktbedingungen. Dies betraf neben Deutschland fast alle internationalen Aktivitäten. Die Business Unit Materials Services North America konnte den Umsatz des sehr guten Vorjahresquartals nicht erreichen. Der US-Dollar/Euro-Wechselkurs sowie das gegenüber anderen Märkten mittlerweile niedrigere Preisniveau haben die Einfuhrmöglichkeiten für Flachstahlprodukte deutlich erschwert. Dagegen bewegte sich das Geschäft mit NE-Metallen auf einem immer noch erfreulich hohen Niveau. Die Business Unit Industrial Services ist weiter gewachsen. Dies gilt für nahezu alle Branchen und Regionen, auch für das Geschäft in Deutschland. Die neuen Aktivitäten in Südamerika trugen deutlich zum Umsatzwachstum bei. Zukünftig werden in Brasilien die kompletten Stahlwerksdienstleistungen für die neue Anlage von ThyssenKrupp Steel übernommen. In Nordamerika konnte die Business Unit ihren Umsatz trotz der ungünstigen Wechselkursrelation weiter steigern. Die Business Unit Special Products weitete ihren Umsatz erneut signifikant aus. Hervorzuheben sind hier neben der weiterhin starken Nachfrage und der hohen Preise bei metallurgischen Rohstoffen auch das technische Systemgeschäft sowie die Aktivitäten rund um Walzstahl, Röhren und den technischen Handel, die erheblich gewachsen sind. ErgebnisDas Segment Services erreichte im 3. Quartal 2006/2007 mit einen Gewinn von 218 Mio € nach 168 Mio € im Vorjahresquartal wiederum eine erhebliche Gewinnsteigerung. Die ergebnisstärkste Business Unit Materials Services International hat – bedingt durch das weiterhin hohe Preis- und Nachfrageniveau und die nachhaltige Wirkung der Performanceprogramme – ihren Gewinnbeitrag weiter gesteigert. Dagegen erreichte Materials Services North America das sehr gute Vorjahresergebnis umsatz- und kursbedingt sowie auf Grund von Aufwendungen aus der Marktbewertung von Warensicherungsgeschäften nicht ganz. Die Business Unit Industrial Services erhöhte den Gewinn leicht. Die Ergebnisverbesserung resultiert nahezu ausschließlich aus dem Inlandsgeschäft. Special Products steigerte ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr signifikant. Hierzu haben alle Bereiche der Business Unit beigetragen. Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die hier zentral geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurde hier der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Wegen der zwischenzeitlich erfolgten Veräußerung der Aktivitäten dieses Bereichs ist der Corporate-Umsatz zurückgegangen. Das Ergebnis von Corporate betrug 21 Mio €. Gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres ist das eine Verbesserung um 140 Mio €. Von diesem Betrag entfallen 115 Mio € auf das Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien im Rahmen der Konzentration von ThyssenKrupp Verwaltungsstandorten in Deutschland. Darüber hinaus resultiert der Ergebnisanstieg auch aus dem Wegfall von Restrukturierungskosten für die zwischenzeitlich aufgegebenen nordamerikanischen Automotive-Aktivitäten. Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne. |
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