ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Die ThyssenKrupp Aktiengesellschaft ("ThyssenKrupp AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung der ThyssenKrupp AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für das 3. Quartal und die 9 Monate des Geschäftsjahres 2006/2007 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 06. August 2007 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der vorliegende ungeprüfte, zusammengefasste Konzernabschluss zum Zwischenbericht wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie mit den IFRS insgesamt. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der vorliegende ungeprüfte, zusammengefasste Konzernabschluss zum Zwischenbericht enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2007 endenden Berichtsperioden lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die im Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2005/2006 veröffentlicht.

Im Geschäftsjahr 2006/2007 hat das IASB die nachfolgend dargestellten Standards herausgegeben, deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordert:

Im November 2006 hat das IASB den Standard IFRS 8 "Operating Segments" herausgegeben, der den bisherigen IAS 14 "Segment Reporting" ersetzt. Nach IFRS 8 hat die Berichterstattung über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management Approach zu erfolgen. Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für die Segmente die Informationen zugrunde, die das Management intern für die Bewertung der Segmentperformance und die Ressourcenallokation verwendet. IFRS 8 ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung des Standards einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben wird.

Im März 2007 hat das IASB den geänderten Standard IAS 23 "Borrowing Costs" herausgegeben. Danach sind Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, zu aktivieren. Die aktuell bestehende Möglichkeit zur sofortigen aufwandswirksamen Erfassung von Fremdkapitalkosten wird abgeschafft. Der geänderte Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2009 beginnen. Die Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da bereits derzeit die einem qualifizierten Vermögenswert direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten als Teil der Herstellungskosten aktiviert werden.

1 EMISSIONSHANDELSGESETZ

Seit dem 01. Januar 2005 unterliegt ThyssenKrupp dem europaweit geltenden Emissionshandelsgesetz. Der Konzern hat von der Emissionshandelsstelle (DEHSt) Zuteilungsbescheide für insgesamt 56,0 Mio Tonnen CO2-Emissionen für den Zeitraum 2005-2007 erhalten. Die Bescheide entfallen im Wesentlichen auf das Segment Steel. Die erworbenen Rechte werden unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die tatsächlichen CO2-Emissionen den Bestand an Rechten pro Jahr, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für den Nachkauf der Rechte gebildet.

2 AUFWAND AUS AKTIENBASIERTER VERGÜTUNG

Management Incentivepläne

Im 3. Quartal 2006/2007 gewährte ThyssenKrupp weiteren Führungskräften Wertrechte für die 5. Tranche des Mid Term Incentiveplans. Insgesamt enthält das Ergebnis des 3. Quartals 2006/2007 Aufwendungen in Höhe von 22,3 (3. Quartal 2005/2006: 15,7) Mio € aus dem Mid Term Incentiveplan.

Aus dem Programm zum rabattierten Aktienkauf resultieren im 3. Quartal 2006/2007 Aufwendungen von 3,4 (3. Quartal 2005/2006: 1,0) Mio €.

Belegschaftsaktienprogramme

Im 3. Quartal 2006/2007 hat der Konzern der deutschen und der französischen Belegschaft den Erwerb von ThyssenKrupp Aktien im Gegenwert von bis zu 270 € mit einem 50 %-igen Rabatt angeboten. Hieraus resultierte ein Aufwand von 6,6 Mio €.

3 UMSATZKOSTEN

In den Umsatzkosten sind Wertminderungsaufwendungen auf Sachanlagen in Höhe von 40 Mio € enthalten, die den Bereich Metal Forming der Business Unit Auto des Segments Steel sowie die Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni des Segments Stainless betreffen. Darüber hinaus beinhalten die Umsatzkosten Wertminderungsaufwendungen auf Vorräte in der Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni des Segments Stainless in Höhe von 13 Mio €.

4 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Aus dem Verkauf diverser Immobilien im Rahmen der Konzentration der Verwaltungsstandorte von ThyssenKrupp in Deutschland resultieren im 3. Quartal sonstige betriebliche Erträge von 119 Mio €, denen Transaktionskosten von 4 Mio € gegenüberstehen. Darüber hinaus sind in Vorperioden bereits Transaktionskosten von 3 Mio € angefallen.

5 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 51 Mio €, die aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte resultieren. Sie betreffen nahezu ausschließlich den Bereich Metal Forming der Business Unit Auto des Segments Steel.

6 AUFWENDUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Der Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

Mio €
 
 
 
 
 
 
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3. Quartal 2005/2006
 
3. Quartal 2006/2007
 
9 Monate 2005/2006
 
9 Monate 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Deutsch-
land
 
Übrige
Länder
 
Deutsch-
land
 
Übrige
Länder
 
Deutsch-
land
 
Übrige
Länder
 
Deutsch-
land
 
Übrige
Länder
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche
 
10
 
15
 
10
 
11
 
30
 
45
 
28
 
34
Zinsaufwand: Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche
 
63
 
32
 
66
 
32
 
189
 
94
 
199
 
96
Erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens
 
-2
 
-34
 
-3
 
-34
 
-6
 
-100
 
-7
 
-103
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
 
1
 
3
 
0
 
0
 
3
 
4
 
0
 
0
Aufwand/(Ertrag) aus Planabgeltungen und Plankürzungen
 
0
 
12
 
0
 
0
 
0
 
12
 
0
 
-12
Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen
 
72
 
28
 
73
 
9
 
216
 
55
 
220

15

Die auf Grund von Unternehmensveräußerungen in den USA im 1. Quartal 2006/2007 berichtete Verringerung der geschätzten Bar-Dotierungen in fondsfinanzierte Pensionspläne für das Geschäftsjahr 2006/2007 um 10 Mio € wird durch eine für September 2007 geplante zusätzliche Bar-Dotierung von 10 Mio € wieder ausgeglichen, so dass für das aktuelle Geschäftsjahr insgesamt wieder unverändert von Bar-Dotierungen zu fondsfinanzierten Pensionsplänen von 127 Mio € ausgegangen wird.

Der Netto-Aufwand für Zuschussverpflichtungen für die Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre setzt sich wie folgt zusammen:

Mio €
 
 
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3. Quartal 2005/2006
USA/Kanada
 
3. Quartal 2006/2007
USA/Kanada
 
9 Monate 2005/2006
USA/Kanada
 
9 Monate 2006/2007
USA/Kanada
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Geschäftsjahr hinzuverdienten Versorgungsansprüche
 
5
 
3
 
17
 
10
Zinsaufwand: Aufzinsung der erwarteten Zuschussverpflichtungen
 
17
 
15
 
48
 
44
Erwarteter Ertrag aus Erstattungsansprüchen (reimbursement rights)
 
-2
 
-1
 
-5
 
-4
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
 
-1
 
-1
 
-1
 
-1
Aufwand/(Ertrag) aus Planabgeltungen und Plankürzungen
 
8
 
0
 
8
 
-39
Netto-Aufwand der Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen für Pensionäre
 
27
 
16
 
67
 
10

7 EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital und die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien veränderten sich wie folgt:

Tabelle: Eigenkapital


8 SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN EINSCHLIEßLICH SCHWEBENDER RECHTSSTREITIGKEITEN UND SCHADENERSATZANPRÜCHE

Bürgschaften und Garantien

Die ThyssenKrupp AG, deren Segmentführungsgesellschaften sowie in Einzelfällen auch deren Tochtergesellschaften haben Bürgschaften oder Garantien zu Gunsten von Geschäftspartnern oder Kreditgebern ausgestellt. Die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verpflichtungen zeigen Haftungsverhältnisse, bei denen der Hauptschuldner kein konsolidiertes Unternehmen ist:

Mio €
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Maximales
Haftungsvolumen 30.06.2007
 
Rückstellung
30.06.2007
 
 
 
 
 
Anzahlungsgarantien
 
137
 
1
Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsgarantien
 
127
 
0
Kreditaufträge
 
50
 
0
Restwertgarantien
 
45
 
1
Sonstige Haftungserklärungen
 
206
 
1
Insgesamt
 
565
 
3

Die Laufzeiten variieren je nach Art der Garantie von 3 Monaten bis zu 10 Jahren (z.B. bei Miet- und Pachtgarantien).

Grundlage für eine mögliche Inanspruchnahme durch den Begünstigten ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von vertraglich eingegangenen Verpflichtungen durch die Gesellschaften, wie z.B. nicht rechtzeitige oder nicht ordnungsgemäße Lieferung, Nichteinhaltung von zugesicherten Leistungsparametern oder nicht ordnungsgemäße Rückzahlung von Krediten.

Alle durch die ThyssenKrupp AG oder die Segmentführungsgesellschaften ausgestellten oder in Auftrag gegebenen Bürgschaften oder Garantien erfolgen im Auftrag und unter Rückhaftung des jeweiligen aus dem zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis entsprechend verpflichteten Unternehmens (Hauptschuldner). Besteht die Rückhaftung gegen einen Hauptschuldner, an dem ganz oder teilweise ein konzernfremder Dritter beteiligt ist, so wird mit diesem grundsätzlich die Stellung zusätzlicher Sicherheiten in entsprechender Höhe vereinbart.

"Special Purpose Entities"

ThyssenKrupp hat eine Anlage zur Produktion von Koks gemietet. Die Anwendung der Interpretation SIC 12 "Consolidation – Special Purpose Entities" auf die Betreibergesellschaft dieser Anlage hat ergeben, dass diese eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, für die eine Konsolidierungspflicht besteht. Die Vollkonsolidierung dieser Gesellschaft hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Hingegen führte die Überprüfung der Eigentümergesellschaft, die ebenfalls eine "Special Purpose Entity" im Sinne der Interpretation ist, zu dem Ergebnis, dass der Konzern diese Gesellschaft nicht beherrscht. Die Gesellschaft ist somit nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einzubeziehen. Die Verpflichtungen des Konzerns im Rahmen des Miet- und Abnahmevertrages werden im Konzernabschluss weiterhin als künftige Mindestmietzahlungen aus "operating lease" unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt und werden im aktuellen Geschäftsjahr ca. 62 Mio € betragen. Das maximale Verlustrisiko des Konzerns aus dieser Anlage beläuft sich auf ca. 45 Mio € und resultiert aus der im Wesentlichen durch Dritte übernommenen Restwertgarantie für die Anlage zum Ende des Miet- bzw. Abnahmevertrages.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risiken

Am 26. Januar 2006 hat die ThyssenKrupp AG mit der Mittal Steel N.V. eine Vereinbarung unterzeichnet, in der sich ThyssenKrupp verpflichtet hat, bis zu 100 % der Anteile an Dofasco zu erwerben, falls Mittal Steel Arcelor übernimmt. Hieraus konnte eine Kaufpreisverpflichtung von bis zu 4 Mrd € entstehen. Diese Vereinbarung wurde nicht vollzogen und daher am 30. April 2007 gekündigt.

Im Vergleich zum 30. September 2006 erhöhte sich im Segment Steel das Bestellobligo für Investitionsvorhaben um 1,5 Mrd €. Darüber hinaus wurden ein langfristiger Liefervertrag für Eisenerz und Eisenerzpellets sowie ein langfristiger Liefervertrag für Gas abgeschlossen, aus denen ab dem Geschäftsjahr 2008/2009 über einen Zeitraum von 15 bzw. 20 Jahren Abnahmeverpflichtungen von insgesamt 5,6 Mrd € resultieren.

Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

ThyssenKrupp ist im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmen in gerichtliche und außergerichtliche Auseinandersetzungen verwickelt, die zu Rückerstattungen von Teilen des Kaufpreises oder zur Gewährung von Schadenersatz führen können. Aus Anlagenbau-, Liefer- und Leistungsverträgen werden von Kunden und Subunternehmern Ansprüche erhoben. Bei einigen Rechtsstreitigkeiten haben sich die Ansprüche im Verlauf des Geschäftsjahres als unbegründet erwiesen oder sind verjährt. Eine Reihe von gerichtlichen und behördlichen Verfahren ist noch anhängig.

Darüber hinaus sind bei den sonstigen Verpflichtungen einschließlich schwebender Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Veränderungen seit dem vorangegangenen Geschäftsjahresende eingetreten.

9 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Nominal- und Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio €
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Nominalwert
30.09.2006
 
Buchwert
30.09.2006
 
Nominalwert
30.06.2007
 
Buchwert
30.06.2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Derivative Finanzinstrumente
 
 
 
 
 
 
 
 
Aktiva
 
 
 
 
 
 
 
 
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate
 
4.462
 
118
 
3.581
 
81
Zinsderivate
 
29
 
0
 
54
 
1
Warenderivate
 
802
 
87
 
1.095
 
180
Passiva
 
 
 
 
 
 
 
 
Währungsderivate inklusive eingebettete Derivate
 
3.116
 
72
 
4.088
 
112
Zinsderivate
 
980
 
58
 
922
 
22
Warenderivate
 
758
 
112
 
1.081
 
148
Insgesamt
 
10.147
 
447
 
10.821
 
544

10 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Zum 01. Oktober 2006 wurde der nach den Veräußerungen in Nordamerika verbleibende operative Teil des Segments Automotive mit dem Segment Technologies zusammengeführt, um im neuen Segment Technologies wichtige Industriegüter-Kompetenzen zu bündeln. Der Auslaufbereich von ThyssenKrupp Budd wurden zum 01. Oktober 2006 Corporate zugeordnet. Die Werte der Vorjahresperioden sind entsprechend angepasst. Darüber hinaus wurde aus strategischen Gründen die Umformtechnik im 2. Quartal 2006/2007 vom Segment Technologies zum Segment Steel umgegliedert. Das 1. Quartal 2006/2007 sowie die Werte der Vorjahresperioden sind entsprechend angepasst.

Segmentinformationen für das 3. Quartal 2005/2006 und das 3. Quartal 2006/2007 sowie die 9 Monate 2005/2006 und die 9 Monate 2006/2007:

Mio €
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Steel
 
Stainless
 
Tech-
nologies
 
Elevator
 
Services
 
Corporate
 
Konso-
lidierung
 
Konzern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3. Quartal 2005/2006
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Außenumsätze
 
2.805
 
1.484
 
2.820
 
1.069
 
3.583
 
377
 
0
 
12.138
konzerninterne Umsätze
 
346
 
166
 
15
 
1
 
238
 
11
 
-777
 
0
Umsatzerlöse gesamt
 
3.151
 
1.650
 
2.835
 
1.070
 
3.821
 
388
 
-777
 
12.138
Ergebnis vor Steuern
 
386
 
126
 
151
 
98
 
168
 
-119
 
-4
 
806
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3. Quartal 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Außenumsätze
 
3.038
 
2.263
 
2.825
 
1.178
 
4.121
 
19
 
0
 
13.444
konzerninterne Umsätze
 
375
 
345
 
-10
 
1
 
187
 
5
 
-903
 
0
Umsatzerlöse gesamt
 
3.413
 
2.608
 
2.815
 
1.179
 
4.308
 
24
 
-903
 
13.444
Ergebnis vor Steuern
 
428
 
296
 
155
 
106
 
218
 
21
 
-5
 
1.219
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
9 Monate 2005/2006
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Außenumsätze
 
8.022
 
4.187
 
8.554
 
3.128
 
9.788
 
1.187
 
0
 
34.866
konzerninterne Umsätze
 
989
 
441
 
51
 
4
 
482
 
24
 
-1.991
 
0
Umsatzerlöse gesamt
 
9.011
 
4.628
 
8.605
 
3.132
 
10.270
 
1.211
 
-1.991
 
34.866
Ergebnis vor Steuern
 
1.079
 
185
 
405
 
277
 
344
 
-273
 
-13
 
2.004
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
9 Monate 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Außenumsätze
 
8.790
 
6.141
 
8.366
 
3.347
 
12.006
 
240
 
0
 
38.890
konzerninterne Umsätze
 
1.130
 
845
 
45
 
3
 
608
 
17
 
-2.648
 
0
Umsatzerlöse gesamt
 
9.920
 
6.986
 
8.411
 
3.350
 
12.614
 
257
 
-2.648
 
38.890
Ergebnis vor Steuern
 
1.298
 
912
 
411
 
-187
 
550
 
-115
 
-16

 

2.853

11 ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:

Tabelle: Ergebnis je Aktie

Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten Aktienanzahl

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Periodenüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt.

Der gewichtete Aktiendurchschnitt reduzierte sich durch den Erwerb eigener Aktien per 06. Mai 2003 und erhöhte sich wieder durch die Ausgabe dieser Aktien im 2. Quartal 2003/2004, im 3. Quartal 2004/2005 und im 1. Quartal 2005/2006. Im 4. Quartal 2005/2006 reduzierte sich der gewichtete Aktiendurchschnitt erneut durch den Erwerb eigener Aktien.

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

12 ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Nicht zahlungswirksame Investitionstätigkeiten

In den 9 Monaten ergab sich aus dem Erwerb und der Erstkonsolidierung von Gesellschaften ein Zugang von Immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von 30 (2005/2006: 134) Mio €.

Der zahlungsunwirksame Zugang von Vermögenswerten aus Finance Lease in den 9 Monaten 2006/2007 beträgt 9 (2005/2006: 4) Mio €.

Nicht zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten

In den 9 Monaten 2006/2007 erfolgte durch den Erwerb und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften kein Zugang von Brutto-Finanzverbindlichkeiten (2005/2006: 4 Mio €).

13 BESONDERE EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG

Am 06. Juli 2007 hat der Bundesrat dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 zugestimmt, das für ThyssenKrupp ab dem Geschäftsjahr 2007/2008 gelten wird. Das Gesetz sieht unter anderem eine Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes von 25 % auf 15 % vor, der effektive Gewerbesteuersatz wird dagegen geringfügig ansteigen. Verschiedene weitere Einzelmaßnahmen führen durch Verbreiterung der Bemessungsgrundlage sowohl bei der Körperschaft- als auch bei der Gewerbesteuer zu einem Anstieg der Ertragsteuerbelastung. Aus der zum Jahresabschluss vorzunehmenden Neubewertung der inländischen latenten Steuern mit den zukünftig geltenden niedrigeren Steuersätzen wird für das Geschäftsjahr 2006/2007 ein Steuerertrag erwartet. In den folgenden Geschäftsjahren wird von einem Rückgang der effektiven Ertragsteuerbelastung inländischer Gewinne ausgegangen, der vor allem auf die Reduzierung des Körperschaftsteuersatzes zurückzuführen sein wird.