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InnovationenInnovationswettbewerb 2008 ausgeschriebenUnser jährlich ausgeschriebener Innovationswettbewerb trägt dazu bei, das Innovationsklima weiter zu verbessern und die Umsetzung von Ideen in erfolgversprechende Produkte und Dienstleistungen zu fördern. Im Juli 2007 wurde der Innovationswettbewerb erneut ausgeschrieben; bereits zum neunten Mal in Folge sind die Mitarbeiter aller Konzernunternehmen aufgefordert, ihre Vorschläge für den Wettbewerb einzureichen. Auf Grund der Aktualität der Themengebiete Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung, Energieeffizienz und CO2-Reduzierung wird in diesem Jahr zusätzlich ein Sonderinnovationspreis für das beste Projekt aus diesen Bereichen verliehen. ThyssenKrupp engagiert sich bei ICMASAuch im Berichtsquartal haben unsere Wissenschaftler und Ingenieure, vielfach in Zusammenarbeit mit unseren Kunden, aber auch mit externen Partnern, intensiv an der Weiterentwicklung unserer Produkte und Verfahren gearbeitet. Diese Partnerschaften sind für ThyssenKrupp von hoher Bedeutung. Besonders hervorzuheben ist in diesem Kontext unser Engagement bei der Gründung des interdisziplinären Instituts ICAMS (Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation) an der Ruhr-Universität Bochum. Für die Anschubfinanzierung von ICAMS werden insgesamt 24 Mio € aufgebracht. Diese Summe wird jeweils zur Hälfte vom Land NRW und von industriellen Partnern getragen, wobei ThyssenKrupp einen Anteil von 8 Mio € übernimmt. An dem Institut wird die Entwicklung der Werkstoffe für die Zukunft unter Einsatz innovativer Simulationsmethoden vorangetrieben. Mit Hilfe dieser so genannten skalenübergreifenden Simulation werden metallische Werkstoffe ganzheitlich beschrieben – von der atomaren Skala bis hin zur makroskopischen Bauteilebene. Das ermöglicht ein erweitertes Verständnis von Materialeigenschaften und somit die Entwicklung neuartiger Werkstoffe, wovon insbesondere Steel profitieren wird. Innovationsfortschritte in den SegmentenDas Segment Steel arbeitet daran, moderne Stähle, die hohe Festigkeiten und Umformbarkeiten vereinen, mit hierauf optimierten Verarbeitungsverfahren zu entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist eine weltweit einmalige, so genannte T3-Profil-Pilotanlage, die jüngst in Betrieb genommen wurde. Mit dieser Anlage lassen sich verschiedenste Umformverfahren mit einem integrierten Laserschweißprozess kombinieren, was leichte, kostengünstige, geschlossene Profile, insbesondere für die Verwendung im Automobilbau, ermöglicht. Erste Umform- und Schweißversuche haben die Leistungsfähigkeit und Vielfalt der Anlage bestätigt. Hierzu begleitend werden gemeinsam mit den Kunden Projekte durchgeführt, in denen die Potenziale der oben genannten Stahlprofile in den Karosseriestrukturen der Kunden nachgewiesen werden. In einem Projekt für einen japanischen Kunden ist es gelungen, eine 25%ige Gewichtseinsparung der Karosseriestruktur unter Beibehaltung der Struktureigenschaften darzustellen. Ein Innovationsschwerpunkt bei Stainless ist, getrieben durch die hohen Preise der Legierungselemente, die Herstellung nickel- und molybdänarmer Werkstoffe mit marktfähigen Eigenschaften. Für Trinkwasserrohre wurde in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden ein nickelfreier Werkstoff als Ersatz für einen nickelhaltigen Werkstoff zur Marktreife gebracht. Der neue Werkstoff wurde von den Kunden sehr gut angenommen. Technologies setzt die Entwicklung innovativer Ansätze zur Gewichts-, Verbrauchs- und Emissionsreduzierung bei Pkw und Lkw fort. Die Ergebnisse werden den Fahrzeugherstellern in Form eines ganzheitlichen Konzeptes als "Automobiler Komponentenbaukasten zur CO2- und NOx-Reduzierung" angeboten. Die Ansätze betreffen Leichtbauweise durch hochfeste Werkstoffe, alternative Herstellprozesse und belastungsoptimiertes Design. Bei Kurbel- und Nockenwellen, Differenzialen und Dämpfern werden Gewichtseinsparungen von 10 %-30 % erreicht. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Verbrauchsreduzierung durch verringerte Reibung im Motor mit neuartigen Lagerkonzepten und Designauslegungen. Zusätzliche Effekte zur CO2-Reduzierung werden durch die Elektrifizierung von Lenkungskomponenten und den damit verbundenen Entfall der permanent vorzuhaltenden Hydraulikunterstützung erwartet. Bei Elevator konnten verschiedene Systeminnovationen, die zur Kostenreduktion und Zeitersparnis bei der Installation beitragen, auf den Weg gebracht werden. Darüber hinaus gibt es Entwicklungsfortschritte im Bereich der Standardkabinen. Hier ermöglichen konstruktive Änderungen unter anderem eine Gewichtsreduktion und somit auch Energieeinsparungen im Betrieb. Das Segment Services war mit Projekten im Bereich der Gleis- und Tiefbautechnik erfolgreich. Anfang Mai 2007 ist GfT Gleistechnik mit dem System "Neue Feste Fahrbahn – NFF" in die Laborerprobungsphase eingetreten. Dieses System vereint die Vorteile eines im Werk vorproduzierten Fertigteilrahmens aus Beton mit einer Gründung auf Bohr-Verpresspfählen, wodurch aufwendige und teure Maßnahmen zur Baugrundverbesserung weitgehend entfallen können. ThyssenKrupp Tiefbautechnik hat im April 2007 auf der Bauma in München einen so genannten schwenkbaren Vibrator für die Rammtechnik vorgestellt. Der Vorteil liegt in einem vereinfachten Handling bei der Aufnahme und Ablage des Rammgutes. Die Resonanz auf das Gerät war positiv, es erfolgten Anfragen aus dem In- und Ausland sowie erste Verkäufe. |
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