Geschäftsverlauf in den Segmenten

Steel in Zahlen
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2. Quartal 2005/2006
 
2. Quartal 2006/2007
 
1. Halbjahr 2005/2006
 
1. Halbjahr 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auftragseingang
Mio €
 
3.252
 
3.510
 
6.206
 
6.633
Umsatz
Mio €
 
3.062
 
3.389
 
5.860
 
6.507
Ergebnis*
Mio €
 
424
 
471
 
693
 
870
Mitarbeiter (31.03.)
 
 
38.441
 
39.005
 
38.441
 
39.005

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung im Segment Steel hat sich auch im 2. Quartal 2006/2007 fortgesetzt. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal nahm der Auftragseingang um 8 % auf 3,5 Mrd € zu. Dies war bei geringfügig niedrigeren, aber nach wie vor soliden Bestellmengen durch erheblich verbesserte Durchschnittserlöse sowohl im Quartalsgeschäft als auch bei Langfristverträgen bedingt. Beim Umsatz wurde ein Anstieg um 11 % auf 3,4 Mrd € realisiert, der ebenfalls auf die höheren Erlöse zurückzuführen war. Der Absatz blieb bei weitgehend voll ausgelasteten Produktionsanlagen und niedrigen Fertigbeständen konstant.

Um die Kompetenzen im Leistungsspektrum der Stahlverarbeitung für die Automobilindustrie zu bündeln und dem steigenden Kundenbedarf nach erweiterten Serviceangeboten nachzukommen, wurde im 2. Quartal 2006/2007 das Geschäft mit Fahrwerks- und Karosseriebauteilen für die Automobilindustrie vom Segment Technologies in das Segment Steel umgegliedert. Diese Aktivitäten werden jetzt von der Business Unit Auto als Operating Group Metal Forming geführt. Die Referenzdaten des 1. Quartals und des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

Die Business Unit Steelmaking konnte die Rohstahlerzeugung im Berichtsquartal um 12 % auf 3,8 Mio t steigern. Dieses kräftige Plus ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass die Vergleichsmenge des Vorjahres durch einen Produktionsausfall bei unserer Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann außergewöhnlich niedrig war. Auf Grund der höheren Erzeugung und der Weitergabe von Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie lag der Umsatz der Business Unit erfreulich über dem vergleichbaren Wert des Vorjahresquartals. Um unsere Warmbandkapazitäten besser zu nutzen, haben wir zusätzlich Brammen von Dritten zugekauft.

Die Business Unit Industry verzeichnete im Berichtsquartal markant höhere Umsätze. Der Versand blieb hinter dem Vorjahresvolumen zurück, das durch einen Abbau der Fertigbestände geprägt war. Dieser Rückgang konnte jedoch durch die verbesserten Erlöse überkompensiert werden. Die Industriekunden zeigten eine unverändert gute Nachfrage; zum Teil lagen die Mengenwünsche der Endverbraucher und Stahl-Service-Center über unseren Produktionsmöglichkeiten. Auch unsere europäischen Stahl-Service-Center profitierten von der erfreulichen Marktlage; sie verzeichneten höhere Mengen und Erlöse als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den Bauelementen führte die gute Konjunktur ebenfalls zu besseren Geschäften.

Der Umsatz der Business Unit Auto ist im Vorjahresvergleich erheblich gestiegen. Ursächlich waren sowohl höhere Mengen als auch Preisanhebungen, die wir im Kontraktgeschäft mit der Automobilindustrie durchsetzen konnten. Die Belieferung unserer europäischen Abnehmer war wegen begrenzter Kapazitäten und niedriger Bestände teilweise schwierig. Unser Umsatz mit Tailored Blanks lag beachtlich über dem Vorjahresniveau; zum Teil resultierte dies aus dem Hochlauf unserer neuen Fertigungsstätten in China und Schweden. Das Stahl-Service-Geschäft in Nordamerika verzeichnete kräftige Mengeneinbußen, die nur teilweise durch positive Preiseffekte kompensiert wurden. Bei Metal Forming konnten geringere Werkzeugumsätze durch das bessere Geschäft im Bereich der Serienbauteile nicht ganz ausgeglichen werden.

Die Business Unit Processing konnte den Umsatz ausweiten. Der Weißblechabsatz wurde erneut gesteigert, während der Preisdruck in einem schwierigen europäischen Wettbewerbsumfeld zunahm. Wegen höherer Mengen und Erlöse verzeichnete auch Mittelband eine kräftige mengen- und erlösbedingte Geschäftsausweitung. Die weltweit unverändert hohe Nachfrage nach kornorientiertem Elektroband ermöglichte es, die Erlöse für diese Produkte nochmals erheblich anzuheben.

Ergebnis

Das Segment Steel steigerte den Gewinn im Berichtsquartal um 47 Mio € auf 471 Mio €. Im Quartalsergebnis ist von Operating Group Metal Forming ein Verlust von 8 Mio € erfasst. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die Business Unit Steelmaking erwirtschaftete nach einem positiven Vorjahresergebnis einen Verlust. Wesentliche Faktoren waren die Anlaufkosten für das Stahlwerk in Brasilien und gestiegene Stromkosten.

Eine beachtliche Ergebnissteigerung verzeichnete die Business Unit Industry. Trotz des insgesamt rückläufigen Versandvolumens und der höheren Vormaterialkosten gelang dies, weil die Business Unit ihr Produktportfolio verbesserte, die Erlöse steigerte und kontinuierlich Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umsetzte. Die europäischen Stahl-Service-Center erreichten in einem guten Marktumfeld deutlich höhere Gewinne.

Die Business Unit Auto wies einen Gewinnrückgang aus. Im Ergebnis des Vergleichsquartals des Vorjahres war allerdings die Versicherungsentschädigung aus einem Brandschaden enthalten. Bereinigt man das Vorjahresergebnis um diesen Effekt, ergibt sich im Berichtsquartal eine deutliche Gewinnverbesserung. Dazu haben maßgeblich Mengen- und Erlössteigerungen wie auch die fortlaufende Umsetzung von Programmen zur Performancesteigerung beigetragen. Gegenläufig wirkten höhere Kosten für die Beschaffung von Energie und Rohstoffen. Tailored Blanks verbesserte den Vorjahresgewinn wesentlich – auch dank des profitablen Hochlaufs der Auslandsstandorte in China und Schweden. Die nordamerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten wiesen bei rückläufigen Versandmengen nach einem positiven Ergebnis im Vorjahr nun einen Verlust aus, der auf Wertminderungsaufwendungen für die Abschreibung von Teilen des Sachanlagevermögens zurückzuführen war. Der Bereich Metal Forming erwirtschaftete auf Grund von Anlaufkosten neuer Produkte einen Verlust. Im Vorjahr wurde ein Gewinn erzielt.

Die Business Unit Processing erzielte einen erheblich höheren Gewinn, der vor allem von gestiegenen Erlösen bei Elektroband getragen wurde. Auch Mittelband profitierte von einer positiven Entwicklung bei Mengen und Erlösen und verbesserte den Gewinn signifikant. Der Gewinn bei Weißblech lag leicht über dem Vorjahresniveau, obwohl das Ergebnis durch höhere Vormaterialpreise, insbesondere für Zinn, belastet wurde.

Stainless: Ergebnis erheblich ausgebaut

Stainless in Zahlen
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2. Quartal 2005/2006
 
2. Quartal 2006/2007
 
1. Halbjahr 2005/2006
 
1. Halbjahr 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auftragseingang
Mio €
 
2.096
 
2.185
 
3.625
 
4.098
Umsatz
Mio €
 
1.626
 
2.407
 
2.978
 
4.378
Ergebnis*
Mio €
 
52
 
291
 
59
 
616
Mitarbeiter (31.03.)
 
 
12.143
 
12.218
 
12.143
 
12.218

Bei deutlichem Rückgang der Bestellmengen gegenüber dem starken Vorjahresquartal nahmen die wertmäßigen Auftragseingänge des Segments Stainless im 2. Quartal 2006/2007 um 4 % auf 2,2 Mrd. € zu. Positiv war die Entwicklung im Produktbereich der Hochleistungswerkstoffe. Die Nachfrage in den Bereichen Chemie und Anlagenbau, Energie, Gas und Öl blieb hoch; gleichzeitig zogen die Preise für Legierungsmittel stark an. Beides ließ den wertmäßigen Auftragseingang bei Nickellegierungen erfreulich ansteigen.

Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen mit insgesamt rund 650.000 t etwa 7 % unter dem Vorjahresniveau. Vor allem bei Warmband ging das Versandvolumen zurück. Die Lieferungen an Kaltband nahmen hingegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zu.

Stainless konnte den Umsatz im 2. Quartal 2006/2007 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 48 % auf 2,4 Mrd € ausweiten. Ausschlaggebend dafür war neben dem höheren Baispreisniveau insbesondere der Einfluss des Legierungsmittelzuschlags, im Wesentlichen getrieben durch die weiter steigenden Nickelpreise.

In der Business Unit ThyssenKrupp Nirosta ging die Nachfrage auf Grund hoher Lagerbestände sowie gestiegener Nickelpreise deutlich zurück. Da der Versand gegenüber dem Vorjahresquartal aber gleich blieb, stieg der Umsatz erheblich an. Nach dem Brand im Kaltwalzwerk Krefeld im Juni 2006 hat die betroffene Glüh- und Beizlinie mittlerweile wieder den Betrieb aufgenommen. Die ebenfalls beschädigte Kaltbandlinie wird zurzeit noch gebaut; im Herbst 2007 soll dann die Produktion starten.

Auch ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni merkte eine gesunkene Nachfrage nach RSH-Erzeugnissen seitens der Service-Center und Händler sowie der Röhrenhersteller. Trotzdem konnte die Business Unit ihr Versandvolumen weiter steigern. Infolge des höheren Preisniveaus und des Legierungsmittelzuschlags stieg der Umsatz beträchtlich. Positiv wirkte sich die Inbetriebnahme der erweiterten Adjustage aus; dadurch kann die Business Unit die Kundenwünschen noch besser erfüllen.

Bei ThyssenKrupp Mexinox lag der Auftragseingang über Vorjahresniveau. Auch hier ließen trotz unverändertem Versandvolumen die höheren Transaktionspreise den Umsatz steigen. Im nordamerikanischen Markt baute die Business Unit insgesamt ihre starke Position bei anspruchsvollen RSH-Produkten weiter aus.

Shanghai Krupp Stainless entwickelte sich bei Auftragseingang, Versand und Umsatz positiv – in erster Linie ausgelöst durch das zunehmende Endkundengeschäft. Die Business Unit unterstützt weiterhin ThyssenKrupp Nirosta mit Materiallieferungen, nachdem dort der Werksbrand im Juni 2006 zu Produktionseinschränkungen geführt hatte.

Im Bereich Nickellegierungen von ThyssenKrupp VDM stieg der wertmäßige Auftragseingang wesentlich durch die höhere Nickelpreiskomponente an. Die Business Unit führte ihr umfangreiches Programm zur nachhaltigen Verbesserung aller Geschäftsprozesse fort. Auf Grund der gestiegenen Rohstoffkosten, die im Preis weitergegeben wurden, legte der Umsatz zu.

Die Business Unit ThyssenKrupp Stainless International profitierte von ihrem gestärkten Vertriebspotenzial durch die zusätzlichen Service-Center in Polen und Großbritannien. Bei gestiegenem Auftragseingang konnten auch Versand und Umsatz nennenswert gesteigert werden.

Ergebnis

Der Gewinn des Segments Stainless stieg im 2. Quartal 2006/2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 239 Mio € auf 291 Mio €.

Ausschlaggebend war ein – trotz erkennbarer Abschwächungstendenzen – deutlich höheres Basispreisniveau in Verbindung mit einer stabilen Endverbrauchernachfrage. Das Preisniveau im Vergleichsquartal des Vorjahres war hingegen noch durch die vorangegangene Schwächephase geprägt und stieg erst in der Folgezeit auf das heutige Niveau. Spürbar gestiegene Energiekosten, im Wesentlichen für Strom und Gas, belasteten die Erträge.

Dank des verbesserten Preisniveaus und der permanenten Programme zur Performancesteigerung erhöhten die deutschen Rostfrei-Flach-Aktivitäten ihren Gewinn signifikant. Die Maßnahmen zur Erhaltung der Lieferbereitschaft und Schadensminderung infolge des Brandschadens im Werk Krefeld, die bisher das Ergebnis belasteten, sind weitgehend beendet. Die italienischen Aktivitäten steigerten ihr Ergebnis erheblich. Auch hier wirkten sich die höheren Basispreise und die Umsetzung der Maßnahmenprogramme aus. Darüber hinaus trugen das auf hohem Niveau laufende Titangeschäft und die verbesserten Ergebnisse der Schmiede positiv zum Ergebnis bei. In einem insgesamt positiven Marktumfeld in der Nafta-Region realisierten die mexikanischen Kaltwalzaktivitäten ebenfalls einen signifikanten Ergebnisanstieg. Im Gegensatz zur Verlustsituation des Vorjahresquartals erwirtschafteten die chinesischen Kaltwalzaktivitäten trotz des immer noch schwierigen Marktumfeldes einen Gewinn. Dies beruht im Wesentlichen auf einem verbesserten Produktmix, erhöhten Exportaktivitäten, Lohnarbeiten sowie den realisierten Kostenvorteilen aus der Inbetriebnahme der Warmband-Glüh- und Beizlinie. Die zwischenzeitlich vollzogenen Preisanhebungen der chinesischen Produzenten gleichen dabei nach wie vor nicht die aktuellen Rohstoffkostenverteuerungen aus.

In einem insgesamt stabilen Marktumfeld lag das Ergebnis im Bereich Nickellegierungen unter dem des Vorjahresquartals, u.a. bedingt durch die temporär rückläufige Nachfrage im Luftfahrtbereich.

Technologies: Auftragseingang weiterhin auf hohem Niveau

Technologies in Zahlen
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2. Quartal 2005/2006
 
2. Quartal 2006/2007
 
1. Halbjahr 2005/2006
 
1. Halbjahr 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auftragseingang
Mio €
 
2.838
 
3.083
 
5.727
 
6.511
Umsatz
Mio €
 
2.870
 
2.804
 
5.770
 
5.596
Ergebnis*
Mio €
 
133
 
108
 
254
 
256
Mitarbeiter (31.03.)
 
 
55.550
 
53.274
 
55.550
 
53.274

Auftragseingang und Umsatz

Die Auftragsentwicklung bei Technologies läuft weiterhin auf hohem Niveau. Mit 3,1 Mrd € im 2. Quartal 2006/2007 wurde trotz negativer Wechselkurseinflüsse und Unternehmensabgänge das Auftragsvolumen gegenüber dem guten Wert des Vorjahresquartals nochmals gesteigert. Der Umsatz erreichte mit 2,8 Mrd € nicht ganz den Wert des Vorjahres. Hierzu trugen im Wesentlichen der schwache US-Dollarkurs, Unternehmensabgänge, eine abgeschwächte Nachfrage bei den nordamerikanischen Gießereien und geringere Umsätze im Automotive-Systemgeschäft bei. Mit einem Auftragsbestand von 13,5 Mrd € zum 31. März 2007 wird derzeit mehr als ein Jahresumsatz des Segments durch bereits vorliegende Aufträge abgedeckt.

Die Umformtechnik wurde im 2. Quartal 2006/2007 vom Segment Technologies in das Segment Steel umgegliedert. Die Zahlen des 1. Quartals 2006/2007 und des Vorjahreszeitraums wurden entsprechend angepasst.

Weiterhin erfreulich war die Auftragsentwicklung im Spezial- und Großanlagenbau der Business Unit Plant Technology. Die eingebuchten Aufträge lagen über den bereits hohen Werten des Vorjahreszeitraums – bei einem leichten Anstieg des Umsatzes. Hohe Rohstoff- und Energiepreise sowie eine weltweit hohe Nachfrage nach Zement führten zu einem sehr guten Investitionsklima für die Produktbereiche von Plant Technology und zu einer entsprechend guten Projektlage für die Unternehmen.

Marine Systems erzielte im Wesentlichen auf Grund der guten Entwicklung im Reparatur- und Servicegeschäft und der Eingliederung von Blohm + Voss Industries ein über dem Vorjahr liegendes Auftragsvolumen. Auch der Umsatz konnte beachtlich gesteigert werden.

Insgesamt setzte sich die positive Nachfrageentwicklung in der Business Unit Mechanical Components mit einem über dem Umsatz liegenden Auftragseingang auch im 2. Quartal 2006/2007 fort. Das Umsatzniveau des Vorjahresquartals wurde jedoch nicht erreicht. Dies war bedingt durch die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, entfallende Umsätze aus der zwischenzeitlich veräußerten brasilianischen Gießerei und eine geringere Nachfrage bei den nordamerikanischen Gießereien. Bei Großwälzlagern und Ringen war die Absatzentwicklung dagegen weiterhin gut.

Die Business Unit Automotive Solutions erzielte einen deutlichen Auftragszuwachs, der von nahezu allen Geschäftsfeldern getragen wurde. Der Umsatz lag aber unter dem Vorjahresniveau. Ursachen waren ein geringeres Abrechnungsvolumen bei Karosserieanlagen- und Werkzeugbau sowie Montagesysteme in Deutschland und den USA. Dagegen wurden gute Geschäft mit Achsmodulen gemacht.

Transrapid realisierte einen höheren Umsatz als im Vorjahresquartal.

Ergebnis

Das Segment Technologies erzielte im 2. Quartal 2006/2007 einen Gewinn in Höhe von 108 Mio € nach 133 Mio € im vergleichbaren Vorjahresquartal. Deutliche Gewinnsteigerungen bei Plant Technology und ein erstmals positives Ergebnis beim Transrapid konnten durch höhere Auftragskosten verursachte Ergebnisrückgänge bei Marine Systems nicht ganz ausgleichen. Hinzu kamen im 2. Quartal 2006/2007 höhere Aufwendungen für Restrukturierungs- und Altersteilzeitmaßnahmen im Wesentlichen aus der Integration des Segments Automotive.

Plant Technology gelang mit einem zweistelligen Millionengewinn nochmals eine deutliche Steigerung. Wesentliche Ursachen waren höhere Umsätze mit margenstarken Aufträgen und verbesserte Auftragsergebnisse.

Marine Systems musste das Ergebnis gegenüber den Vorjahreswerten trotz weiter verbesserter Ergebnisse im Submarine- und Reparatur- und Servicegeschäft im Wesentlichen wegen höherer Kosten bei der Abwicklung von Yachtaufträgen deutlich zurücknehmen.

Mechanical Components erreichte wiederum einen erfreulich zweistelligen Millionengewinn. Dabei wirkte sich besonders die anhaltend hohe Nachfrage nach Großwälzlagern und Ringen wieder positiv aus. Ergebnisdämpfend waren dagegen eine schwächere Nachfrage sowie stark gestiegene Vormaterialpreise bei den nordamerikanischen Gießereien.

Automotive Solutions übertraf mit einen zweistelligen Millionengewinn das Niveau des Vorjahres. Einem Veräußerungsgewinn bei Bilstein Suspension standen Restrukturierungsaufwendungen sowie geringere Umsätze und Projektergebnisse in den Bereichen Karosserieanlagen und Werkzeugbau sowie Montagesystemen in den USA gegenüber.

Transrapid erzielte im 2. Quartal erstmals einen Gewinn. Positiv wirkten dabei Ergebnisbeiträge aus Lizenzabrechnungen, höhere Zinserträge und Kostensenkungsmaßnahmen.

Elevator: Expansionskurs konsequent verfolgt

Elevator in Zahlen
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2. Quartal 2005/2006
 
2. Quartal 2006/2007
 
1. Halbjahr 2005/2006
 
1. Halbjahr 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auftragseingang
Mio €
 
1.203
 
1.311
 
2.464
 
2.610
Umsatz
Mio €
 
1.054
 
1.088
 
2.062
 
2.171
Ergebnis*
Mio €
 
94
 
- 390
 
179
 
- 293
Mitarbeiter (31.03.)
 
 
35.109
 
37.758
 
35.109
 
37.758

Auftragseingang und Umsatz

Im 2. Quartal 2006/2007 setzte Elevator den Wachstumskurs fort. Das Geschäftsvolumen konnte trotz negativer Wechselkurseffekte sowohl beim Neuanlagen- als auch im Wartungsgeschäft ausgeweitet werden. Während das Wachstum beim Neuanlagengeschäft auf die starke Entwicklung vor allem in Nordamerika zurückzuführen ist, haben wir das Wartungsgeschäft in allen Regionen ausgebaut. Insgesamt stieg der Auftragseingang im 2. Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 1,3 Mrd €; der Umsatz nahm um 3 % auf 1,1 Mrd € zu.

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe konnte die Vorjahreswerte für den Auftragseingang und den Umsatz signifikant übertreffen. Diese positive Entwicklung war insbesondere auf die Aktivitäten in Frankreich und Großbritannien zurückzuführen. Während die französischen Aktivitäten vor allem von dem sehr erfreulichen laufenden Modernisierungsgeschäft profitierten, resultierten die Zuwächse in Großbritannien aus dem Neuanlagen- und dem Wartungsgeschäft.

Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East erreichte ebenfalls einen höheren Auftragseingang als im Vorjahr. Positiv wirkten sich die Neukonsolidierungen von Gesellschaften in Italien sowie in den Golfstaaten aus. Zudem konnten in der Türkei höhere Auftragseingänge gebucht werden. Das Umsatzniveau der Business Unit lag auf Vorjahresniveau. Ein leichter Umsatzrückgang beim Neuanlagengeschäft in Spanien wurde dabei durch die Neukonsolidierungseffekte kompensiert.

Die Business Unit Americas blieb im 2. Quartal 2006/2007 sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz geringfügig unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Dies war auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Operativ konnten hingegen der Auftragseingang wie auch der Umsatz gesteigert werden. In den USA wirkte die außerhalb des Wohnungsbaus nach wie vor gute Baukonjunktur positiv. Darüber hinaus konnte das Wartungsgeschäft weiter ausgebaut werden. Die Geschäftsentwicklung in Kanada und Brasilien war ebenfalls erfreulich.

Die Business Unit Asia/Pacific weitete sowohl den Auftragseingang als auch den Umsatz deutlich aus. In Korea wuchsen Auftragseingang und Umsatz trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds leicht. Die chinesischen Aktivitäten profitierten abermals von der unverändert starken Nachfrage nach Neuanlagen.

Bei der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges konnten der Umsatz leicht und der Auftragseingang erheblich gesteigert werden. Der Fahrtreppenbereich trug trotz des anhaltenden Preiswettbewerbs zu der positiven Entwicklung bei. Das Fluggastbrücken-Geschäft übertraf bei stabiler Marktentwicklung deutlich die Werte des Vorjahreszeitraums.

Die Business Unit Accessibility setzte ihren kontinuierlichen Wachstumspfad fort. Sowohl in Europa als auch in Nordamerika nahmen Auftragseingang und Umsatz weiter zu.

Ergebnis

Das Segment Elevator verbuchte im 2. Quartal 2006/2007 einen Verlust von 390 Mio €. Ursache war die von der EU-Kommission in einem Kartellverfahren verhängte Strafe in Höhe von rund 480 Mio €. Ohne die Kartellstrafe hätte Elevator einen Gewinn von 90 Mio € nach 94 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielt, wobei sich der Rückgang im Wesentlichen auf negative Wechselkurseffekte zurückführen lässt. Im Folgenden werden die operativen Entwicklungen der Business Units im Interesse der besseren Vergleichbarkeit ohne den Effekt aus der EU-Strafe kommentiert:

Bei der Business Unit Central/Eastern/Northern Europe blieb das operative Ergebnis auf Grund des anhaltenden Preisdrucks unter dem Niveau des Vorjahres. Lediglich die Aktivitäten in Großbritannien erwirtschafteten ein deutlich höheres Ergebnis. Die Gesellschaften in Litauen und Kroatien wurden erstmalig konsolidiert.

Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East übertraf den Gewinn des Vorjahres. Die positive Entwicklung beruhte im Wesentlichen auf dem steigenden Anteil des Servicegeschäfts am Umsatz in Spanien. Darüber hinaus gelang es in Portugal, das Neuanlagengeschäft auf Aufträge mit höherer Gewinnspanne zu fokussieren. Neue Aktivitäten in Italien und der Golfregion steuerten ebenfalls zum Ergebniswachstum bei.

Einen klaren Gewinnzuwachs erzielte die Business Unit Americas. Negative Wechselkurseffekte wurden dabei durch eine operative Ergebnissteigerung deutlich überkompensiert. Dazu haben wesentlich die nordamerikanischen Aktivitäten beigetragen, die zum einen weiterhin von der guten Marktsituation profitierten und zum anderen eine höhere Margensteigerung erzielen konnten.

Die Business Unit Asia/Pacific erreichte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich mehr Gewinn. Die Steigerung resultierte allerdings aus dem Verkauf von Grundstücken, die wegen der Zusammenführung von Fertigungsstandorten nicht mehr für den Betrieb benötigt wurden. Auch die chinesischen Aktivitäten trugen dazu bei; sie profitierten vom Umsatzwachstum im Neuanlagengeschäft.

Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges erwirtschaftete im Berichtsquartal einen Verlust. Im Bereich Fluggastbrücken belasteten Verzögerungen bei der Auftragsabarbeitung das Ergebnis. Der Bereich Fahrtreppen erreichte operativ ein ausgeglichenes Ergebnis. Der Rückgang zum Vorjahr ergab sich auf Grund des anhaltenden Preiswettbewerbs.

Die Business Unit Accessibility hatte einen leichten Gewinnrückgang. Während die Aktivitäten in Nordamerika wieder das Vorjahresergebnis erreichten, ging der Gewinn der europäischen Aktivitäten wegen der eingestellten Produktion von Plattformliften in den Niederlanden zurück.

Services: Hohes Umsatzwachstum

Services in Zahlen
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2. Quartal 2005/2006
 
2. Quartal 2006/2007
 
1. Halbjahr 2005/2006
 
1. Halbjahr 2006/2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auftragseingang
Mio €
 
3.752
 
4.592
 
6.879
 
8.799
Umsatz
Mio €
 
3.383
 
4.334
 
6.449
 
8.306
Ergebnis*
Mio €
 
91
 
140
 
176
 
332
Mitarbeiter (31.03.)
 
 
39.016
 
43.411
 
39.016
 
43.411

Auftragseingang und Umsatz

Im 2. Quartal des Berichtsjahres erzielte das Segment Services einen Umsatz von 4,3 Mrd €. Dieser bisher höchste Quartalsumsatz lag um 28 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Ausschlaggebend war vor allem die bessere konjunkturelle Situation auf den Roh- und Werkstoffmärkten. Der internationale Ausbau der Vertriebsaktivitäten und die neu gegründeten und akquirierten Gesellschaften haben die Umsatzentwicklung zusätzlich positiv beeinflusst.

Materials Services International, die größte Business Unit des Segments, verzeichnete das stärkste Umsatzplus. Die sehr gute Marktentwicklung mit einem hohen Nachfrage- und Preisniveau hat sich auch im Berichtsquartal fortgesetzt. Dies betraf nicht nur die Wachstumsregion Osteuropa, sondern neben Deutschland auch fast alle westeuropäischen Länder sowie die Aktivitäten in Südamerika und Asien.

In Nordamerika hat – wenn auch insgesamt noch auf einem hohen Niveau – die Wachstumsdynamik deutlich nachgelassen. Der Umsatz der Business Unit Materials Services North America lag dennoch nennenswert über dem sehr guten Vorjahresquartal.

Weiter gewachsen ist auch die Business Unit Industrial Services. Über die angestammten Branchen hinaus konnte das Geschäft mit der Energiewirtschaft ausgebaut werden. Auch die neuen Aktivitäten in Südamerika trugen deutlich zum Umsatzwachstum bei. Der Umsatz in Nordamerika ist lediglich wegen der ungünstigen Wechselkursrelation nicht weiter gestiegen.

Die Business Unit Special Products weitete ihren Umsatz signifikant aus. Das Geschäft mit Walzstahl, Röhren und technischen Erzeugnissen ist bemerkenswert gewachsen; entscheidend für das Umsatzplus waren die starke Nachfrage und die sehr hohen Preise bei metallurgischen Rohstoffen. Beispielhaft dafür ist Nickel, dessen Preis die Marke von 50.000 US-Dollar je Tonne erreichte.

Ergebnis

Das Segment Services erreichte im 2. Quartal 2006/2007 mit einen Gewinn von 140 Mio € gut 50 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die ergebnisstärkste Business Unit Materials Services International hat – bedingt durch das höhere Preis- und Nachfrageniveau und die deutlich ausgeweiteten Aktivitäten – ihren Gewinnbeitrag mehr als verdoppelt. Dagegen konnte Materials Services North America das sehr gute Vorjahresergebnis trotz weiter positiver Preis- und Mengensituation auf Grund hoher Aufwendungen aus der Marktbewertung von Warensicherungsgeschäften nicht wieder erreichen. Die Business Unit Industrial Services steigerte ihren Gewinn durch die Ergebnisbeiträge aus neuen Aufträgen und Akquisitionen, insbesondere im Bereich Prozessdienstleistungen für die Energie- und Chemieindustrie. Zusätzlich trugen Effizienzsteigerungsprogramme signifikant zur Ergebnissteigerung bei. Die Business Unit Special Products konnte den sehr hohen Gewinn des Vorjahres, der durch Währungskurseffekte und Einmalerträge begünstigt worden war, wiederum erreichen. Hierzu haben vor allem die Technik- und Rohstoffaktivitäten beigetragen.

 

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die hier zentral geführt und verwertet werden. Darüber hinaus wurden dem Bereich die Auslauf- und Verkaufsbereiche von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Wegen der zwischenzeitlich erfolgten Veräußerung des Verkaufsbereichs ist der Corporate-Umsatz zurückgegangen.

Das Ergebnis von Corporate betrug -43 Mio €, gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs ein Rückgang um 26 Mio €. Im Vorjahresquartal verbesserte die Break Fee aus der nicht durchgeführten Dofasco-Übernahme in Höhe von 142 Mio € das Ergebnis, das andererseits durch Restrukturierungsaufwendungen für die zwischenzeitlich veräußerten oder stillgelegten nordamerikanischen Automotive-Aktivitäten belastet war. Im Berichtsquartal wurden infolge der Aufgabe der Automotive-Aktivitäten am Standort Detroit Kursgewinne sowie Erträge im Zusammenhang mit dem Abgang eines Grundstücks realisiert. Ferner verbesserte sich das Zinsergebnis von Corporate gegenüber dem Vorjahresquartal durch Anpassungen der konzerninternen Finanzierung.

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.